26.11.13 17:38 Uhr
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Deutschland: PKW Maut schon ab 2014?

Spiegel Online liegt ein aktuelles Koalitionsverhandlung-Dokument vor, in dem es eine Passage über die PKW Maut für Ausländer gibt. Das Gesetz dazu soll 2014 verabschiedet werden.

In dem Dokument sind einige strittige Themen farblich markiert. Die Passage zur Maut ist von beiden Seiten genehmigt. Die Vignette soll zur Finanzierung des Straßennetzes benutzt werden und von ausländischen Fahrern bezahlt werden. Deutsche Fahrer dürfen nicht stärker belastet werden.

Bis zum Ende der Verhandlungen könnte die Passage noch bearbeitet oder gestrichen werden. Laut Verkehrsministerium könnte es die endgültige Version sein, sollte der Koalitionsvertrag zustandekommen.


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WebReporter: shortklon
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Deutschland, PKW, Maut
Quelle: www.spiegel.de

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10 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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26.11.2013 17:39 Uhr von Borgir
 
+4 | -0
 
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EU-Recht? Schließt das eine Maut nur für ausländische Autos nicht aus?
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26.11.2013 17:48 Uhr von Darkness2013
 
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Die EU hat aber auch gesagt das die Maut nicht komplett aus der KFZ steuer Finanziert werden darf
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26.11.2013 18:11 Uhr von Jlaebbischer
 
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muab, aber was ist, wenn die Plakette 100€ kostet, aber du z.B. wegen nem kleineren Neuwagen grade mal 30€ Steuern zahlst?
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26.11.2013 18:46 Uhr von Sag_mir_Quando_sag
 
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"STIMMT´S? Beansprucht ein Lkw die Straße 10000-mal so stark wie ein Pkw?

... fragt Gunhild Wilms aus Kirchheim-Teck

Welche Tortur würden Sie lieber ertragen: zehn Schläge ins Gesicht mit einer Kraft von je einem Kilo oder einen Schlag mit zehn Kilo?

Eben. Die verheerende Wirkung, die eine Kraft entfaltet, steigt nicht linear mit ihrer Größe, sondern erheblich stärker an - eine zehnmal so große Kraft erzielt mehr als die zehnfache Wirkung.
Das wissen auch Straßenbauingenieure. Sie rechnen seit Jahrzehnten mit dem sogenannten Vierte-Potenz-Gesetz. Das besagt, dass der Verschleiß der Straße durch eiin Fahrzeug mit der vierten Potenz seines Gewichts steigt, jeweils bezogen auf eine Achse. Ein Rechenbeispiel: Ein gewöhnlicher Pkw mit einer Tonne Gewicht drückt mit 500 Kilo pro Achse auf die Straße. Bei einem vierachsigen 30-Tonner lasten pro Achse 7,5 Tonnen auf der Straße, das ist das 15-Fache. Das Vierte-Potenz-Gesetz sagt nun: Die Belastung für die Straße und damit der angerichtete Schaden ist pro Achse nicht 15-mal so groß wie beim Pkw, sondern der Faktor beträgt 15**4, also 15 * 15 * 15 * 15, das ist 50625. Da unser Beispiel-Lkw außerdem doppelt so viele Achsen hat wie der Pkw, schädigt er die Straße sogar mehr als 100000-mal so stark.
Und das heißt: Bei ihren Berechnungen können die Ingenieure die Personenwagen eigentlich vernachlässigen, die Abnutzung der Straße erfolgt im Wesentlichen durch die Laster. (...)
CHRISTOPH DRÖSSER"
DIE ZEIT vom 28. Juli 2011, S. 32

MAN sitzt in Augsburg und produziert LKWs. Siemens lauert schon, damit es an der Personenkontrolle mitverdienen kann.

Von Herrn Friedrichs ganz zu schweigen.

So wird verständlich, warum die CSU so hinter der Maut her ist.

Mit Gerechtigkeit hat dies nichts zu tun: die LKWs zerstören Straßen und Brücken, der PKW-Fahrer soll es richten.

[ nachträglich editiert von Sag_mir_Quando_sag ]
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26.11.2013 21:50 Uhr von Perisecor
 
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Der Witz ist doch die Höhe der Maut. Deutschland mit seinem riesigen Straßennetz verlangt nur eine Hand voll mehr Geld als Winz-Staaten wie Österreich oder die Schweiz.

Angemessen wären für eine Jahresvignette PKW 300-400€, dazu Reisevignetten für 3, 8 und 15 Tage, allerdings ohne Rabatt.
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26.11.2013 21:52 Uhr von Perisecor
 
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@ Sag_mir_Quando_sag

"Mit Gerechtigkeit hat dies nichts zu tun: die LKWs zerstören Straßen und Brücken, der PKW-Fahrer soll es richten."

Dann können wir ja aufhören Waren mit LKW zu transportieren. Muss der PKW-Fahrer eben verzichten oder die Waren in Eigenregie mit dem PKW transportieren.
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27.11.2013 01:49 Uhr von derSchmu2.0
 
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Perisecor, naja, der Staat redet doch immer davon, die LKWs auf die Schienen zu schicken, dann bliebe doch quasi nur noch einen Bruchteil, wo die LKWs auf den Autobahnen unterwegs wäre...

Generell hab ich nichts gegen die Maut, wenn der deutsche Autofahrer an anderer Stelle entlastet wird.
Kfz-Steuer etc wird man aber nicht runtersetzen...da das Geld ja nicht, wie gesagt, komplett in die Infrastrukturen fliesst, würde dann das Geld auch an anderen Stellen fehlen.
So, wie es angeblich irgendwelche Koalitionsskripte behaupten, dass die Maut EU-konform für Ausländer kommt, so ist das Ganze ein Widerspruch, wurde oben ja schon mal gesagt.
Mich stört an dieser Sache mit der Maut nur, dass Frau Merkel selber vor quasi ein paar Wochen was ganz anderes gesagt hat und das spricht stellvertretend für wahrscheinlich ein Großteil der Ergebnisse der Koalitionsverhandlungen...
Wird da etwa nun ein neuer Kanzler bzw. eine neue Kanzlerin gewählt?
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27.11.2013 02:26 Uhr von Perisecor
 
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@ derSchmu2.0

Das mit den Schienen ist auch völliger Unsinn.

Deutschland ist viel zu klein und dezentral um den Großteil der Individualfracht dorthin zu verfrachten. Bei Rohstoffen mag das noch halbwegs gehen.


Einen Widerspruch kann ich nicht entdecken. Ausländer dürfen nur nicht benachteiligt werden - sofern für den deutschen Bürger also eine andere Entlastung stattfindet, und wäre diese theoretisch über eine Rückzahlung der Umsatzsteuer, wäre das in Ordnung.

Warum du auf wahltaktisches Gerede etwas gibst, welches der CSU galt, kann ich nicht nachvollziehen.
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27.11.2013 08:08 Uhr von das kleine krokodil
 
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Wenn das gesetz erst irgendwann 2014 verabschiedet wird, dann wird die Maut wohl bestimmt erst am 1.1.2015 in kraft treten, so kann man auch besser Jahre Vignetten verkaufen.
Und naja wie die Entlastung der Deutschen Autofahrer funktionieren soll hat auch noch keienr verraten (KFZ Steuer alleine Funktioniert ja nicht wegen autos die weniger KFZ Steuer zahlen)
Und vorallem ob Deutsche autofahrer auch die Möglichkeit haben die ersparniss zu bekommen und gleichzeitig auf die Vignette zu verzichten, da sie keine Autobahn fahren (Häusliche Altenpflege, Pizza Taxi etc.)
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27.11.2013 10:06 Uhr von Sag_mir_Quando_sag
 
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Wenn man mit der Bahn unterwegs ist, kann man überall beobachten, daß Schienen abgebaut werden. Also Güterverkehr auf der Schiene adé, weil der Staat den LKW-Verkehr subventioniert, indem es wesentlich die Mauthöhe für die LKWs so festsetzt, daß die durch die LKWs verursachten Schäden nicht kompensiert werden.

Und was die beabsichtigte PKW-Vignette betrifft, ist die zum Eingewöhnen.

Das ist in anderen Bereichen der Politik auch immer wieder passiert.

Schönborn hatte erst vor kurzem kundgetan, daß angeblich 88 Prozent der Bundesbürger für eine streckenabhängige Maut seien.

Das nennt man Salami-Taktik.

Mir geht es im Kern aber nicht um die LKW-Maut, sondern um die Tendenz zum Überwachungsstaat. Und die wird auch auf die Straße verlagert, wenn der Bürger erst einmal "eingewöhnt" wurde.

Friedrich ist schon jetzt scharf auf die Daten der LKW-Maut.

Das wird nur deshalb NOCH nicht umgesetzt, weil der Bürger sich ja erst noch an die Vorratsdatenspeicherung "gewöhnen" muß, wobei Friedrich auch nur die Personifizierung des dahintersteckenden Verwaltungsapparates ist.

Wenn man den Terroristen-Anwalt Schily der Siebziger Jahre mit dem heutigen vergleicht, dann läßt sich leicht erkennen, daß es um die Formulierung von Strukturen geht und nicht um die Person, wobei die Person aber sich selbst mit irgendwelchen Tendenzen profilieren kann und so seinen Marktwert qualifiziert.

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