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Schulklasse aus Bad Oeynhausen wurde aus Bahn verwiesen

Die Lehrerin einer siebten Klasse hatte mit 20 Schülern eine Synagoge in Herford besucht. Auf dem Rückweg vergaß sie in der ganzen Hektik den ordnungsgemäß gekauften Fahrschein zu entwerten.

Die Schaffnerin ließ keine Erklärung oder Nachentwertung gelten und forderte entweder eine Zahlung von 40 Euro pro Kopf oder alternativ den Zug zu verlassen, was die Klasse dann auch tat. Man tingelte samt der zwei schwerbehinderten Mitschüler per Bus über die Dörfer.

Der Fahrgastverband Pro Bahn NRW erklärt dazu, dass eine kulante Entwertung durch die Schaffnerin im Ermessensspielraum gewesen wäre. Die Schulklasse hat sich nun an die Bahn gewendet und erwartet eine Entschuldigung.


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WebReporter: Sittichvieh
Rubrik:   Kurioses
Schlagworte: Bahn, Schulklasse, Verweis, Bad Oeynhausen
Quelle: www1.wdr.de

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16 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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26.11.2013 16:26 Uhr von Bildungsminister
 
+16 | -7
 
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Trotzdem hört sich die Geschichte seltsam an. Wie schon angemerkt, scheint mir eine Lehrerin für 20 Schüler der 7. Klasse extrem wenig.

Auch verstehe ich nicht, warum man nicht einfach auf den nächsten Zug gewartet hat, was ja meist maximal eine halbe Stunde dauert.Warum dann mit dem Bus weiter?

Am Ende kann man es drehen wie man will, aber das Fehlverhalten ging doch von der Lehrerin aus. Auch wenn es menschlich sein mag, aber bei so einer Reise ist der Fahrschein doch eines der primären Dinge an die ich dann als Ausichtsperson denke.

Ansonsten war wohl kaum jemand dabei, und ich will persönlich nicht wissen, wie eventuell mit der Zugbegleitung gesprochen wurde. Wenn da eine ganze Klasse auf einen einredet, dann würde ich auch nicht mehr kulant sein wollen. Warum sich da die Bahn nun entschuldigen soll entzieht sich mir persönlich.

Aber klar, bei Bahn ist das wahrscheinlich mehr Reflex, als dass es begründet ist.
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26.11.2013 16:26 Uhr von Rammar
 
+5 | -4
 
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Ich bin erstaunt, selbst der ASB scheint besser organisiert zu sein, 20 schüler von denen 2 behindert sind und nur eine aufsichtsperson?
eine entschuldigung der bahn ist auf jeden fall fällig aber eine erklärung der schule wie soetwas möglich ist sollte auch schnellstens her, unglaublich!
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26.11.2013 16:40 Uhr von Steel_Lynx
 
+14 | -4
 
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"...hat sich nun an die Bahn gewendet und erwartet eine Entschuldigung. "
Warum?

Wollen die tatsache eine Entschädigung, weil sie für das Schwarzfahren nur aussteigen mussten oder weil sie nicht 40 Euro/Kopf gezahlt haben um weiter zu fahren?
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26.11.2013 16:42 Uhr von xHattix
 
+5 | -4
 
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mag ja eventuell sein, dass man da ein auge hätte zudrücken können... aber man weiß nicht, was genau in der situation gelaufen ist.
Es liegt im ermessenspielraum.. wenn da nun 23 Leute auf die Schaffnerin einreden und wer weiß wie, dann kanns nun mal durch aus sein, dass der ermessensspielraum nicht mehr gegeben ist.
Wieso sich die bahn nun für das fehlverhalten der Lehrerin, da sie ja für den fehler verantwortlich war, entschuldigen soll ist ehr fragwürdig...
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26.11.2013 16:45 Uhr von magnificus
 
+7 | -2
 
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Wer sagt denn, das da nur die Lehrerin dabei war? Die anderen Erwachsenen werden halt nicht erwähnt, weil hier nicht relevant.
Es geht auch nicht um die Frage wie viel Aufsichtspersonen dabei waren oder ob die Lehrerin einen Fehler gemacht hat, sondern vielmehr darum, ob dieser Fehler nun so bestraft werden muss. Denn offensichtlich standen ja noch andere Möglichkeiten zur Verfügung. Nicht mal schwarz gefahren, sondern nur um die Entwertung geht es! Muss man echt so stur reagieren? Mit Sicherheit nicht. Schlimm.



[ nachträglich editiert von magnificus ]
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26.11.2013 17:18 Uhr von Nebelfrost
 
+9 | -1
 
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und warum haben sie nicht einfach auf den nächsten zug gewartet? ein gültiges ticket hatten sie ja und eng zeitbegrenzt sind diese tickets auch nicht. ein solches ticket ist in noch unentwertetem zustand also nicht etwa 1 stunde später ungültig. zudem fahren regionalzüge meist in recht kurzen abständen.

[ nachträglich editiert von Nebelfrost ]
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26.11.2013 17:25 Uhr von quade34
 
+7 | -6
 
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Netter Versuch der Lehrerin, die Klassenkasse aufzubessern. Die Schaffnerin ist nicht zu beneiden. Siebentklässler können schon sehr aggressiv auftreten.
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26.11.2013 17:28 Uhr von Tigoci33
 
+2 | -0
 
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das selbe ist uns mal bei einem ausflug nach prag passiert, da hat man bei den schaffnern schon die dollarzeichen in den augen aufblitzen sehen als sie gemerkt haben die ganze klasse fährt schwarz...

zum glück ist unser lehrer noch mit einer kleinen bestechungssumme davon gekommen, und die fahrt ging weiter.

korruption hat auch manchmal seine vorteile,...

[ nachträglich editiert von Tigoci33 ]
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26.11.2013 20:55 Uhr von onecryeu
 
+3 | -0
 
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Jetzt mal unter uns ?

WTF seid wann muss man in der BAHN wir reden schon vom selben die Deutsche Bahn seinen Fahrschein entwerten ????
Ich kaufe ein ticket und das ist gültig, fertig. Und wenn der Schaffner kommt macht er noch sein stempel rauf und wenn nicht halt nicht.
---
Ich habe nie in einem Zug der Deutschen Bahn einen Automaten zum entwerten von Fahrscheinen gesehen..

--
Klärt mich auf? finde ich das nur komisch oder....hmmm.
Sie hatte ja wohl die fahrscheine, aber nur weil sie ach egal.
Ich fahre mittlerweile 3x die woche mit dem Zug quer durch deutschland und habe noch keinen Zug dabei gehabt wo ich mein ticket entwerten muss bevor der Schaffner kommt.. aber gut..
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26.11.2013 21:34 Uhr von Perisecor
 
+2 | -3
 
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"Die Schulklasse hat sich nun an die Bahn gewendet und erwartet eine Entschuldigung."

Wofür eine Entschuldigung? Der Fehler liegt doch bei der Lehrerin und nicht bei der Bahn?
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26.11.2013 22:13 Uhr von Nebelfrost
 
+1 | -0
 
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@onecryeu

doch, in bestimmten zügen des regionalverkehrs und in einigen s-bahn-zügen gibt es diese automaten.
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26.11.2013 22:16 Uhr von rainerj
 
+1 | -0
 
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@onecryeu

Bei Regional- und S-Bahnen kauft man in der Regel Karten, die erst mit Stempelaufdruck gültig werden. Diese Karten müssen dann vor Fahrtantritt (teilweise vor Betreten des Bahnsteiges) entwertet werden. Das funktioniert wie mit den Viererkarten, die Du vielleicht vom Bus her kennst.

Das ist nicht mit Langstreckenfahrkarten für eine bestimmte Strecke mit einer vorher festgelegten Fahrtzeit vergleichbar. Da läuft das anders. Diese müssen nicht gestempelt werden.

EDIT:
@Nebelfrost
Nein, die Stempelautomaten stehen immer entweder auf dem Bahnsteig neben dem Fahrkartenautomaten oder am Aufgang/Abgang zum Bahnsteig.

[ nachträglich editiert von rainerj ]
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26.11.2013 22:48 Uhr von Nebelfrost
 
+1 | -0
 
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@rainerj

ich bin selbst bereits mit regionalbahnen gefahren wo die entwerter sich IM zug befanden. auf anhieb fällt mir da die erfurter bahn ein, die u.a. zwischen würzburg, schweinfurt, erfurt, meiningen und gotha verkehrt. aber ok, das ist ein eigenständiges eisenbahnunternehmen und gehört nicht zur deutschen bahn. bezüglich der deutschen bahn fällt mir jetzt kein beispiel auf anhieb ein. da könntest du recht haben.
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27.11.2013 06:47 Uhr von Pantherfight
 
+0 | -5
 
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Richtig so. Raus mit denen. Entschuldigung ? Wofür ? Selbst Schuld. Die depperte Lehrerin hätte dann selbst alle Taxen zahlen sollen. Das wäre richtig gewesen.
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27.11.2013 21:13 Uhr von Humpelstilzchen
 
+0 | -0
 
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Solche Dinge sind schon des Öfteren passiert, das da sehr schroff durchgegriffen wurde!
Man nennt sowas "Übereifrig", wenn man es mal mit Blümchen umschreiben will!
Gerade Frauen können da sehr vehement und gnadenlos sein!
So wurde mir berichtet, ob das stimmt, wer weis das schon!!!

[ nachträglich editiert von Humpelstilzchen ]
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29.11.2013 17:26 Uhr von mcdar
 
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Wieder mal ein fascho-Auftritt der DB. Verständlich aber, warum Kontrolleure so unter Druck stehen, denn es zwingt sich, wegen der Kontrollen, ein Generalverdacht des Schwarzfahrens auf. Schon öfter solche krummen Nummern seitens der Bahn mitbekommen und erlebt. Schuldig macht sich nur, wer zahlen kann und es nicht tut. Jedenfalls wieder mal bei über 20 Familien den Unmut gegen die Bahn geweckt, gut vergrault.

[ nachträglich editiert von mcdar ]

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