19.11.13 17:48 Uhr
 1.259
 

Jena: Media-Markt-Mitarbeiter wegen "Frei.Wild"-Auftritt als "Nazis" beschimpft

Für den kommenden Freitag hatte der Media-Markt in Jena eine Autogrammstunde und anschließend einen Kurzauftritt mit der Band "Frei.Wild" geplant. Anlass war der Deutschlandstart ihres neuen Albums. Doch der örtliche Marktleiter sagte das Event aus Sicherheitsgründen nun ab.

Nach Bekanntwerden des Auftritts wurden unter anderem Mitarbeiter des Marktes als "Nazis" beschimpft. "Der Höhepunkt ist der Auftritt eines jungen Mannes im Markt gewesen, der unsere Kolleginnen an der Information mit Nazischweine und Verbrecher titulierte", so der Marktleiter.

Zudem habe der junge Mann das 33-Monate-Finanzierungsangebot des Marktes "als versteckte Anspielung auf 1933" bezeichnet. Auch der innenpolitische Sprecher der Grünen, Dirk Adams, hatte sich eingeschaltet. In einem Brief forderte er den Markt auf, den Auftritt abzusagen. Der Markt wertete das als Einmischung.


Videoplayer auf dieser Seite ausblenden
WebReporter: Kamimaze
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Mitarbeiter, Jena, Media Markt, Nazis, Frei.Wild
Quelle: www.thueringer-allgemeine.de
Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben

16 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

Kommentar ansehen
19.11.2013 17:53 Uhr von ZzaiH
 
+17 | -5
 
ANZEIGEN
owei...

na dann verbietet mal media markt, ist eh überflüssig & überteuert...
Kommentar ansehen
19.11.2013 17:55 Uhr von NoPq
 
+16 | -3
 
ANZEIGEN
lol, was für ein Spacken ist denn da mal wieder meilenweit über das Ziel hinausgeschossen?

Frei.Wild ist natürlich keine sonderlich anspruchsvolle Band, aber wie wären die Leute denn bitte abgegangen, wenn eine wirkliche Nazi Band irgendwo hätte auftreten wollen?

Die hätten sie auftreten lassen und später Interviews mit den Fans à la "Erstwählercheck" führen sollen. Wäre viel lustiger und entlarvender gewesen ^^

[ nachträglich editiert von NoPq ]
Kommentar ansehen
19.11.2013 17:58 Uhr von Kamimaze
 
+13 | -2
 
ANZEIGEN
Die Quelle ist sehr umfangreich, da passte lange nicht alles rein, u.a. diese Passage:

"Dennoch hat sich sogar ein Landtagsmitglied aus Thüringen eingeschaltet. Dirk Adams , innenpolitischer Sprecher der Grünen, schrieb an Marktleiter Matthias Klüber einen offiziellen Brief, in dem er ihn aufforderte, "Frei.Wild" nicht auftreten zu lassen. Über diese Ein­mischung in geschäftliche Angelegenheiten seitens der Politik ist die Marktleitung wenig ­amüsiert. "Ausgerechnet die Grünen, die sonst vorgeben, die Toleranz mit Löffeln gegessen zu haben, legen ein Gebaren wie früher die DDR-Funktionäre an den Tag", sagt Blasche ärgerlich.

Der Landtagsabgeordnete aus Nordhausen wunderte sich gestern in einem Gespräch mit unserer Zeitung darüber, dass sein Brief so negativ aufgenommen worden ist. "Ich wollte ­lediglich freundlich darauf ­hinweisen, dass die Band nicht ganz unproblematisch ist", sagte Adams. Er freue sich aber ­­darüber, dass die Media-Markt-Gruppe die Veranstaltung ­inzwischen abgesagt habe.

"Wir haben uns da leider ­­linken Krawallmachern beugen müssen, die im Internet Stimmung gegen uns gemacht haben und mit einer Demo drohten", sagt Blasche. Nach Rücksprache mit der Polizei sei die Entscheidung gefallen, da für ­Mitarbeiter und Kunden keine ­Sicherheit garantiert werden könne. Auf Anfrage unserer Zeitung teilte die Jenaer Polizei mit, dass die Absage "eine alleinige Entscheidung des Media-Marktes sei, keine polizeiliche". "
Kommentar ansehen
19.11.2013 18:35 Uhr von NoPq
 
+2 | -5
 
ANZEIGEN
Eben Jerker.

Es ist ja nicht so, dass bei so einer Demo eine unglaubliche Anzahl an bis zum Haaransatz gepanzerten Bullen am Start wäre. Nein bestimmt wäre das nicht der Fall.

Niemand hätte mitbekommen, dass ein paar Übereifrige eine Gegendemo planen und natürlich wäre kein Polizist aufgetaucht :D
Kommentar ansehen
19.11.2013 19:01 Uhr von NoPq
 
+1 | -7
 
ANZEIGEN
@tweety
In der Quelle steht nichts direkt von "rechts".

Da ist die Rede von (ich zitiere):

"Kritiker sagen, ihre Texte seien völkisch und nationalistisch."

"Für den Musikwissenschaftler Thorsten Hindrichs von der Johannes Gutenberg-Universität Mainz ist die Band aus Brixen zwar keine offen ­faschistische Gruppe. Aber sie verbreite massentauglichen, latent völkischen Nationalismus."

Und das ist per se auch nichts schlechtes, aber wenn man behauptet, dass die Fans von Frei.Wild in dieser Hinsicht sehr tolerant, weltoffen oder "fähig über Tellerrand zu blicken" sind, dann war man sicher noch nie auf einem Konzert von denen
Kommentar ansehen
19.11.2013 19:48 Uhr von NoPq
 
+1 | -11
 
ANZEIGEN
Kommentar ansehen
19.11.2013 20:03 Uhr von desinalco
 
+8 | -1
 
ANZEIGEN
Kommentar ansehen
19.11.2013 19:48 Uhr von NoPq

um es dir einfacher zu machen: das lied möchte wohl nichts weiter zum ausdruck bringen als das es lästig ist wenn man als neonazi beschimpft wird nur weil man sagt das einem die heimat am herzen liegt
Kommentar ansehen
19.11.2013 20:21 Uhr von NoPq
 
+0 | -9
 
ANZEIGEN
@desinalco
Sehe ich ja auch so ^^

Sobald aber die Liebe zur Heimat mit Abgrenzung gegenüber anderen Leuten, die ebenfalls in dieser "eigenen Heimat" zu Hause sind, einhergeht, braucht man sich über derartige Vorwürfe nicht wundern.

Das findet bei Frei.Wild nicht in der Musik statt. Das findet bei (mein persönlicher Eindruck) vielen ihrer Fans aber in den Köpfen statt und damit hab ich ein Problem.

Heimatliebe und Nationalstolz in allen Ehren. Wo diese Liebe und Stolz aber zu herablassender Behandlung der vorher erwähnten "Fremden" in der Heimat / Nation führen, finde ich das eher uncool und kindisch.
Kommentar ansehen
19.11.2013 20:25 Uhr von desinalco
 
+4 | -1
 
ANZEIGEN
19.11.2013 20:21 Uhr von NoPq

also ist die musik an sich okay...nur einige fans benehmen sich daneben?
Kommentar ansehen
19.11.2013 20:32 Uhr von NoPq
 
+0 | -5
 
ANZEIGEN
Ich war selbst schon mehrmals bei Frei.Wild Konzerten.

Dass die Texte latent nationalistisch (bzw. eher nationalstolz [Adjektiv]) und völkisch anmuten (wenn man überkritisch ist), braucht man nicht diskutieren.

Die Musik ist im Stile der Onkelz. Ordentlicher Deutschrock.

Was ich halt so geil finde ist folgendes:

Diese deutschsprachige Band aus Italien singt in ihrem Lied ausschließlich über Südtirol. Ausschließlich.

Und dann siehst du auf Konzerten in Deutschland tausende von Menschen, die genau diese Lieder mitsingen. Hab ich auch - des Liedes wegen. Nicht unbedingt der Aussage wegen^^ Bin ja schließlich ein Deutscher in Deutschland und kein deutschsprachiger Italiener aus Südtirol.

Ich will ja auch nicht alle über einen Kamm scheren, aber es wirkt schon ein bisschen befremdlich, auch wenn diese Problematik bei uns natürlich auch vorhanden ist.

Ich habe nichts dagegen, wenn man nichts gegen das Land hat, in dem man zufällig geboren ist. Mir persönlich geht es, wie gesagt, nur gegen den Strich, wenn man diesen Zufall nutzt, um sich gegenüber anderen abzugrenzen und "höher zu stellen". Mehr nicht.

Ich könnte einige Geschichten über Erlebnisse auf Deutschrock-Festivals schreiben, aber das ist dann ja wieder linksrassistischer Gutmenschen Kulturmarxismus (usw. usf.).
Außerdem habe ich weder Bilder noch Videos als Beweis ^^
Kommentar ansehen
19.11.2013 20:45 Uhr von AOC
 
+9 | -1
 
ANZEIGEN
Mal wieder die Linken Terroristen, sind ja schlimmer als NAZIS
Kommentar ansehen
19.11.2013 20:58 Uhr von desinalco
 
+6 | -1
 
ANZEIGEN
19.11.2013 20:32 Uhr von NoPq

also deiner meinung nach dürften auch schriften von göthe, schiller oder mann oder sonstwelchen deutschen schriftstellern nur in deutschland gelesen und verstanden werden?
Kommentar ansehen
19.11.2013 21:09 Uhr von NoPq
 
+0 | -7
 
ANZEIGEN
Nein, desinalco, so ein Quatsch ^^

Ich finds nur lustig, dass sich Deutsche in die südtiroler Opferrolle drängen und darin suhlen, als wäre es ihre eigene ^^

Aber so ist halt Deutschrock.

"Wir sind anders als die meisten"
"Die anderen wollen uns nieder machen"
"Wir sind stark, wir halten zusammen"
"Wir gegen den Rest der Welt"

Ist mir persönlich ein bisschen zu viel musikalisches Gejammere mittlerweile, aber die Geschmäcker sind verschieden.

Wie gesagt: Jeder soll singen, was er will, solange er sich wegen des Geburtsorts in seinem Pass nicht höherwertig als andere Leute fühlt. An den Taten sollte man sich und andere beurteilen. Nicht an zufällig gegebenen Dingen wie die Nationalität.
Jeder soll bei Fußballspielen von Deutschland von mir aus die Fahne schwenken, solange trotzdem gemütlich mit den (vorausgesetzt) ebenfalls friedlichen Fans der anderen Mannschaft Spaß haben und sein Bier trinken kann.

Aber was soll ich mir hier die Finger Wund schreiben^^
Sobald Worte auf die Goldwaage gelegt werden, hat sich eine halbwegs vernünftige Diskussion erübrigt ^^
Kommentar ansehen
19.11.2013 21:15 Uhr von desinalco
 
+2 | -1
 
ANZEIGEN
ich stimme dir vollkommen zu

nur:
An den Taten sollte man sich und andere beurteilen. Nicht an zufällig gegebenen Dingen wie die Nationalität.

das ist wohl der kasus knacktus
Kommentar ansehen
20.11.2013 16:59 Uhr von Liberal72
 
+4 | -2
 
ANZEIGEN
Wenn mich jemand in meinem Laden beleidigen würde, dann bekäme er Hausverbot. Wenn diese Linksfaschisten dann auch noch auf meinem privaten Grund und Boden demonstrieren, dann wird die Polizei gerufen. Das grenzt an schweren Landfriedensbruch. Auf gar keinen Fall darf man sich dem Willen dieser Verbrecher beugen. Der Mediamarkt ist mich als Kunden los.
Kommentar ansehen
20.11.2013 23:32 Uhr von Novaspace
 
+2 | -0
 
ANZEIGEN
Das beste war dann noch:``Zudem habe der junge Mann das 33-Monate-Finanzierungsangebot des Marktes als versteckte Anspielung auf 1933 bezeichnet. ``Dieser Typ ist eindeutig psychisch krank....man sollte ihn umgehend zwangseinweisen....was der sich so alles zusammenreimt...unfassbar!

Ich als Marktleiter wäre net eingeknickt....den grünen Spinner hätte ich ignoriert und den Rest der Bande, die meine Mitarbeiter beleidigen hätte ich vom Sicherheitsdienst auf die Strasse werfen lassen und ihnen Hausverbot erteilt

[ nachträglich editiert von Novaspace ]

Refresh |<-- <-   1-16/16   -> -->|
Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben


Copyright ©1999-2016 ShortNews GmbH & Co. KG

Die News auf dieser Website werden eigenverantwortlich von Nutzern erstellt. Die Shortnews GmbH & Co. KG nimmt keinen redaktionellen Einfluss auf die Inhalte.

impressum | agb | archiv | usenet | zur mobilen Ansicht
SCHLIESSEN

Willst Du die Seite wirklich verlassen?


...oder unseren und keine aktuellen News mehr verpassen?