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Wegen hoher Haftpflichtprämie wird Geburtshilfe für Hebammen unbezahlbar

Der Deutsche Hebammenverband (DHV) hat geklagt, dass ihre Haftpflichtprämien immer weiter steigen und ihre Geburtshilfe deshalb unbezahlbar wird.

Über 5.000 Euro müssen die Hebammen pro Jahr zahlen und 2015 soll der Betrag noch weiter steigen.

"Schon jetzt finden viele Frauen nur schwer eine Hebamme für die Geburt oder das Wochenbett", so Martina Klenk, Präsidentin des DHV in einer eindringlichen Warnung.


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WebReporter: tante_mathilda
Rubrik:   Gesundheit
Schlagworte: Geburt, Hebamme, Haftpflicht
Quelle: de.nachrichten.yahoo.com

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24 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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18.11.2013 15:55 Uhr von quade34
 
+28 | -0
 
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Weil bei Ärzten und auch ebenso bei Hebammen das Risiko eines hohen Regresses beim kleinsten Fehler exorbitant angestiegen ist, machen die Versicherer die Prämien so hoch.
Es kann sich keine Hebamme mehr leisten auf eigene Rechnung zu arbeiten. Und zum Anderen werden sie im öffentlichen Dienst und den Krankenhäusern mit niedrigen Löhnen abgespeist. Teilweise wie Friseure. Es werden sich in der Zukunft immer weniger Frauen finden, die diesen Beruf ausüben wollen.

[ nachträglich editiert von quade34 ]
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18.11.2013 16:00 Uhr von rubberduck09
 
+17 | -1
 
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@ZRRK

Das +1 hast von mir - aber nur weil ich die unsichtbaren Ironietags gesehen habe.

Es ist eine Schande für die Gesellschaft was hier abläuft. Ohne Hebamme steigt das Risiko einer Geburt massiv an. Da kann eine Frau noch so sehr beim Geburtsvorbereitungskurs aufgepasst haben - beim ersten Kind ist sie auf jeden Fall total überfordert. Nur Frau Wollny kann ohne Hebamme - die macht ja jedes Jahr ein Kind und ist geübt.
Aber egal.... Für die Folgeschäden zahlt dann ja die Krankenkasse - aber dann halt nicht zu knapp.
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18.11.2013 16:19 Uhr von Peter323
 
+2 | -13
 
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18.11.2013 16:35 Uhr von ThomasHambrecht
 
+9 | -0
 
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Es handelt sich natürlich um "selbständige" Hebammen, die zu den Leuten kommen, die nicht ins Krankenhaus wollen. Letztere müssen die Versicherung abschließen, die sonst das Krankenhaus hat.
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18.11.2013 16:59 Uhr von El_Caron
 
+2 | -5
 
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Wenn die Prämien so steigen, dass wird das einen Grund haben (sonst würde eine Gesellschaft den Preis um 50% drücken und sich an allen deutschen Hebammen eine goldene Nase verdienen). In Frage kommen dafür im Wesentlichen zwei:
1) Die gesetzlichen Rahmenbedingungen sind scheiße. Da wir in Deutschland allerdings ein Rechtssystem haben, dass nicht immer auf Teufel-komm-raus einen Schuldigen sucht und dann exorbitante Schmerzensgelder verhängt, scheint mir das nicht so zu sein. Die meisten, die der Fusch erwischt, scheinen mir eher zu wenig zu bekommen als zu viel.
2) Die Hebammen machen tatsächlich so viel Mist. Dazu kann ich wenig sagen, ich habe noch keine beschäftigt. Ich bekäme allerdings erheblich Streit mit meiner Lebensgefährtin, wenn sie plötzlich auf die Idee käme, unser gemeinsames Kind absichtlich und ohne Not weit weg von der Option auf intensivmedizinische Betreuung im Notfall zu Welt zu bringen, nur weil sie meint, das wäre "natürlicher" oder so ein esoterischer Unsinn. Insofern sind mir alle Leute, die sowas als Geschäftsmodell anbieten, einigermaßen suspekt.
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18.11.2013 18:09 Uhr von AMB
 
+6 | -2
 
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Vielleicht läßt sich ein Mensch leichter Markieren, wenn er im Krankenhaus geboren wird - ist viel einfacher als Ausweiskontrolle.
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18.11.2013 18:14 Uhr von AMB
 
+7 | -2
 
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mal nur so erwähnt, die Bäcker mußte alle irgend wann Öfen anschaffen im Wert von 750000 um weiterhin backen zu dürfen oder so hab ich mal gehört. Schwupp hats backende Großkonzerne gegeben und die kleinen blieben auf der strecke.

Der heimische Metzger kann kaum noch selbst schlachten, weil die Auflagen zum Schlachten derart auf Großbetriebe zielen, daß der kleine sie sowieso nicht erfüllen kann. Folglich hinweg mit dem Kleinen.

Was hier passiert ist doch von langer Hand geplant - man will nicht kleine und viele Betriebe. Oder anders, die großen haben ihre Lobby in Berlin, die kleinen sind nicht mal vertreten.
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18.11.2013 18:32 Uhr von Dracultepes
 
+1 | -2
 
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Ich kenne nicht alle Hebammen, aber die Beispiele die ich hatte, haben mir gereicht. Aber vielleicht habe ich auch nur die Esos mitgekriegt und es gibt normale ^^
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18.11.2013 19:08 Uhr von supermeier
 
+4 | -0
 
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So ist das gewollt, jetzt müssen die selbstständigen Hebammen nur noch vom Jobcenter für 1€ oder andere Hungerlöhne in die Krankenhäuser gepresst werden.
So spart man den Arzt und kann ihn trotzdem voll abrechnen.

[ nachträglich editiert von supermeier ]
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18.11.2013 20:01 Uhr von supermeier
 
+1 | -0
 
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"Naja, wenn eine Hebamme im Jahr nur 100 Kunden hat, macht das 50 € Versicherungsanteil pro Kunden"

Seit wann dürfen die Hebammen die Preise frei festsetzen und zusätzliche Kosten an die Patienten weitergeben?
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18.11.2013 20:20 Uhr von ThomasHambrecht
 
+0 | -3
 
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@supermeier
Eine freiberufliche Hebamme kann verlangen was sie will.
Eine "Freiberuflichkeit" setzt immer voraus, dass du die Preise selbst frei ansetzen kannst - sonst bist du nicht freiberuflich, ebenso Aufträge ablehnen kannst. Aber irgendwann kommt der Punkt, wo die Leute den Preis eben dann nicht mehr bezahlen wollen.

Da die Krankenkasse die "angestellten" Hebammen nach Tarif bezahlt, trifft das nach meinem Ermessen nur Familien, die unbedingt ihr Kind zuhause auf die Welt bringen möchten - und nichts mit dem Krankenhaus zu tun haben wollen. Sei es, weil zu vornehm sind, oder aus religiösen Gründen.
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18.11.2013 21:02 Uhr von supermeier
 
+2 | -0
 
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Also wenn ich noch richtig in Erinnerung habe, geht es hier aber um Hebammen, die trotz freiberuflich über Krankenkasse abrechnen, und da sind die Tarife fest und nicht verhandelbar.

"Eine "Freiberuflichkeit" setzt immer voraus, dass du die Preise selbst frei ansetzen kannst - sonst bist du nicht freiberuflich"

Und was ist mit Ärzten und Anwälten?
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18.11.2013 21:25 Uhr von Humpelstilzchen
 
+1 | -0
 
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Wer wissen möchte, wer hier für ständig steigende Preise, Beiträge und Kosten verantwortlich ist; einfach mal in Ruhe drüber nachdenken!!!
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18.11.2013 23:29 Uhr von rubberduck09
 
+1 | -0
 
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@Bleissy Du warst also noch nie bei einer Geburt mit Komplikationen dabei? Eine Hebamme weiss ggf. was zu tun ist.
Aber Normalos sind mit so einfachen Dingen wie Nabelschnur um den Hals nunmal maßlos überfordert. Wenn man da aber nicht korrekt reagiert ist das Kind entweder tot oder zumindest schwer behindert. Na danke du Schlauberger.
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19.11.2013 00:04 Uhr von rubberduck09
 
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@Bleissy

Ja klaaaar - jetzt seh ich die Doppeldeutigkeit auch. Ich würd auch kein Kind ´machen´ wenn die Hebamme ständig im Schlafzimmer rumlungert. *g*
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19.11.2013 00:37 Uhr von ms1889
 
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nuja, wer in diesem stasi deutschland (weil deutschland aktiv und agressiv seine bevölkerung bespitzelt), kinder "macht" ist doch heutzutage blöd!

überall lauern pedophiele, über kommt es zu terroranschlägen... rente bekommen die kinder eh nicht mehr...

wozu also kinder in dieses deutschland setzen?

versicherer sind wie banker, bezahlen tun sie selten/bis nie was, aber horende beiträge fordern. geade deutsche versicherer, darf man niocht versicherung nenen, sondern zahlungsverweigerer.
das die bezahlung der hebammen so schlecht ist, das versicherungen fast unmöglich werden, wird dazu führen, wie bei den landärzten, das es bald keiner mehr macht und man wieder in der kärgrube, auf dem plumsklo das kind findet.

[ nachträglich editiert von ms1889 ]
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19.11.2013 00:40 Uhr von Gorli
 
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Ich versteh nicht ganz das Problem? Wenn Knappheit herrscht, steigt der Preis, somit haben Hebammen mehr Geld für die HPF. Oder ist das nur ein dezenter Hinweis darauf, dass Frauen es im Grunde auch ohne schaffen, wenn der Preis dafür zu hoch ist?
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19.11.2013 06:24 Uhr von saruss
 
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Les doch mal weiter oben.... der Preis ist größtenteils fest von den Krankenkassen vorgegeben ... freiberuflich heißt nicht, dass man nicht mit den Kassen abrechnet.
Das ist doch für eigentlich alle Heilberufe so und Pflege, Physio, Ergo zum Beispiel auch.
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19.11.2013 07:42 Uhr von Podeda
 
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Unserer Hebamme gehts gut...riesen Auto, neugebautes Haus..alles unverheiratet und als Singel.....So schlimm kanns nit sein.
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19.11.2013 10:14 Uhr von Azrael_666
 
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Langsam haben die Ärzte mit ihrer im Mittelalter begonnenen Kampagne gegen Hebammen wirklich Erfolg. Was die Inquisition und Scheiterhaufen nicht geschafft haben: das Gewinnstreben der Krankenkassen schaffts!
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19.11.2013 10:23 Uhr von Seb916
 
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Das war bei unserer Hebamme letztes Jahr auch schon der Fall. Leider hat auch sie genau aus diesem Grund die Geburtshilfe an den Nagel hängen müssen obwohl sie fachlich und Menschlich eine wahre Bereicherung gewesen ist. Sehr schade!!
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19.11.2013 11:03 Uhr von perMagna
 
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"Langsam haben die Ärzte mit ihrer im Mittelalter begonnenen Kampagne gegen Hebammen wirklich Erfolg."

Das ist so nicht ganz korrekt, da im Mittelalter die Geburtshilfe ausschließlich als Frauensache und unter der Würde eines Arztes angesehen wurde.
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19.11.2013 16:36 Uhr von Arne 67
 
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So ist das doch auch gewollt von den Zuständigen ! Ansonsten hätte der DHV sicherlich eine eigene preiswertere Versicherungsgesellschaft ins Leben rufen können. Da Sie das aber auch nicht tun und wollen, werfen Sie jetzt den anderen Versicherungen etwas vor. Das man keine Selbstständige mehr im Medizinischen Bereich mehr haben will ist bekannt und auch von Seiten der Krankenkassenverbände so gewollt. Sie wollen nämlich nur noch die Krankenkassenbeiträge und deren Versicherten abzocken.
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19.11.2013 19:39 Uhr von Pizzaecke
 
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Also der großteil der dummen und falschen Aussagen hier stammt doch von kinderlosen Männern, oder irre ich mich da??

Hebammenleistungen werden von der KK bezahlt und somit können die sich da keine Preise ausdenken, außer bei Sachen die die Kassen nicht zahlen, wie z.B. geburtsvorbereitende Akkupunktur.

Und manche hier setzen Hebammen und Ärzte auf eine Ebene von wegen so viel Geld. Hebamme ist ein "normaler" Ausbildungsberuf, die haben ja kein Medizinstudium.

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