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Herbsttagung des BKA: Bitcoin, Tor und Silk Road bereiten Kopfzerbrechen

BKA-Chef J. Ziercke sieht eine düstere Zukunft der Strafverfolgung im Internet, weil diese durch die Nutzung des Tor-Netzwerkes und Bitcoins massiv behindert werde. Auch eine Mindestspeicherfrist sieht Ziercke als erforderlich, da Ermittlungen oft länger dauern, als IP-Adressen zur Verfügung stehen.

Die Nutzung von TOR und Bitcoins sieht Ziercke als die größte Hürde in der Kriminalistik. Das auswärtige Amt lädt den Tor-Entwickler R. Dingledine ein und sponsert dessen Arbeit. Ziercke würde hingegen die Nutzung von Tor sehr gerne unter staatliche Meldeauflagen stellen.

Auch die Verwendung von Bitcoins erschwere die Arbeit von Finanzermittlern, da dort keine Kontrollmöglichkeiten vorhanden seien. Auf die Snowden-Enthüllungen angesprochen hob Ziercke die Wichtigkeit der USA als Handelspartner hervor und stellte die Glaubwürdigkeit Snowdens in Frage.


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WebReporter: Adam_R.
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Tor, BKA, Edward Snowden, Kriminaliät, Silk Road
Quelle: www.heise.de

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17 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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15.11.2013 14:00 Uhr von Adam_R.
 
+57 | -2
 
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Ziercke hat wohl eine kranke Einstellung, was unsere Grundrechte betrifft. Es darf nicht sein, dass solche verfassungsfeindlichen Subjekte in Ämtern Chefposten besetzen. Meiner Meinung nach ist der nicht ganz richtig im Kopf.
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15.11.2013 14:08 Uhr von pjh64
 
+24 | -1
 
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Tja so läuft das nunmal. Polizei- und Überwachungsstaat schön und gut, aber wer das numehr seit über 20 Jahren verfügbare Internet außer acht läßt, guckt eben in die Röhre.
Find ich an sich garnicht mal schlecht, daß das Internet noch einer der Bereiche ist, wo sich der Bürger des staatlichen Kontrollwahns entziehen kann, wenn er sich nur mit der Materie auseinandersetzt. Alle anderen Bereiche der Öffentlichkeit, im Bereich Leben oder Arbeit sind ja schon lückenlos dicht und gewaltbewährt kontrolliert.
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15.11.2013 14:34 Uhr von magnificus
 
+24 | -1
 
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"Es darf nicht sein, dass solche verfassungsfeindlichen Subjekte in Ämtern Chefposten besetzen. "

Vllt besetzen sie gerade deswegen solche Posten?!
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15.11.2013 14:58 Uhr von Gribbel
 
+3 | -0
 
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Ich bin sehr gespannt was die sich einfallen lassen bezüglich bitcoin und Tor. Wer gewinnt das technische Wettrüsten?
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15.11.2013 16:51 Uhr von Graf_Kox
 
+5 | -0
 
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Es mag einem nicht passen was er sagt (mir auch nicht), aber er wäre wohl ein schlechter Chef würde er das nicht fordern. Indes ist das technische Wettrüsten ein fortlaufender Prozess der nie enden oder "gewonnen" wird.
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15.11.2013 17:10 Uhr von Adam_R.
 
+6 | -0
 
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@bad_beaver
Man muss natürlich aktiv was tun, um Anonymität zu erreichen. Wenn man Bitcointransaktionen nicht anonymisieren könnte, würde man es wohl kaum für Silk Road und Co verwenden können. Es gilt halt, sich mit der Materie zu befassen. Wenn man die richtigen Vorkehrungen trifft, sind Bitcoins richtig anonym zu verwenden.
Mir fallen spontan gleich ein paar Maßnahmen ein:

1.) Man startet den Client hinter einem VPN. Schon ist die IP nicht verfolgbar.
Paranoide können sich auch via SSH zu VPN verbinden, danach noch einen SSH vor den VPN stellen, den vorderen VPN wiederum über Proxifier leiten und dann erst den Client starten. Natürlich sollte man nichtloggende verschiedene SSH und VPN Anbieter mit Servern im Ausland verwenden.

2.) Torwallet

3.) Bitcoinfog http://www.bitcoinfog.com/

4.)Bitcoinclient über Socks- oder HTTP Proxy laufen lassen.

Wenn man natürlich "nackt" im Internet unterwegs ist und z.B. seinen Client einfach startet und sich nicht um Anonymität kümmert kann man natürlch keine Privatsphäre erwarten. Aber von einem Mytos zu reden ist unangebracht.

[ nachträglich editiert von Adam_R. ]
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15.11.2013 18:12 Uhr von Rechtschreiber
 
+3 | -1
 
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Ziercke ist ... ach lassen wir das - man sollte nicht das Oberhaupt der Polizei beleidigen.

Allerdings erfüllt es mich mit Genugtuung, dass der Staat machtlos ist. Hätte er die ihm gegebene Macht nicht so oft so massiv missbraucht, gäbe es wohl heute kein Tor.

Und Bitcoin haben mal überhautpnichts mit Annonymität zu tun. Es war nie die Intention der BC, ein nicht verfolgbares Zahlungsmittel zu erfinden.

[ nachträglich editiert von Rechtschreiber ]
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15.11.2013 18:26 Uhr von deus.ex.machina
 
+8 | -0
 
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Das BKA ist mit Internetkriminalität nach wie vor völlig überfordert. Das erkennt man jedes Mal bei "Datenschutz ist Täterschutz" und "wir brauchen mehr Kompetenzen und Überwachungsmöglichkeiten" Diskussionen.
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15.11.2013 19:12 Uhr von Joker01
 
+11 | -1
 
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"Auf die Snowden-Enthüllungen angesprochen hob Ziercke die Wichtigkeit der USA als Handelspartner hervor und stellte die Glaubwürdigkeit Snowdens in Frage. "

was für ein dreckiger USA-Arschkriecher *kotz*
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15.11.2013 19:20 Uhr von Mauzen
 
+8 | -0
 
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@bad_beaver:
"Nichts als ein Mythos. Dadurch, dass jeder die Transaktionslisten sehen kann und es stets ein einen ausgang gibt, lässt sich der Geld Strom perfekt nachverfolgen."

Nein. Es gibt keinen "Ausgang", da die Bitcoins das System nie verlassen und auch nicht einfach verschwinden. Die "wallets" sind zwar eindeutig, lassen sich aber weder einer IP noch sonst irgendwie einer Person zuordnen. Das geht nur, wenn du wegen sonst irgendwas (z.b. Bestellungen) eine Person zuordnen kannst. Ansonsten kann man mit den (tatsächlich komplett in jedem wallet gespeicherten) verläufen nichts anfangen, ausser zu gucken mit was für Nummern eine andere Nummern schonmal zu tun hatte.
Interessant sind also nur die Verläufe, in denen man BEIDE Seiten einer Transaktionen kennt. Liegt auch nur ein unbekannter zwischen zwei bekannten lässt sich damit rein gar nichts mehr anfangen.

Zur news: Wunsch nach anonymität ist irgendwie eine ziemlich lahme Entschuldigung für totale Überwachung. "Was? Ihr wollt nicht, dass ich alles sehen kann und jeden pauschal verdächtige? Selber schuld, dann gibts eben NOCH mehr Überwachung"

Es ist (noch) eine schlechte Lüge, dass bitcoins oder tor nicht anonym sind. Denn mal ehrlich, der größte Internetschwarzmarkt lief über Jahre genau damit. Und letztendlich konnten sie den Betreiber nur finden, weil er im normalen Internet über ein paar Ecken gleiche Namen zum Werbung machen benutzt hat. Das hätte man dann doch auch leichter haben können.
Entweder müsste man also ALLE nodes infiltrieren, oder man versucht das Ganze einfach durch Panikmache und Lügen kaputtzumachen, so wie es jetzt gerade passiert.

[ nachträglich editiert von Mauzen ]
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15.11.2013 19:58 Uhr von Rechtschreiber
 
+4 | -0
 
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DAnn ist er eben ein bemitleidenswerter Heuchler. Ist auch nicht arg viel besser.
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15.11.2013 20:40 Uhr von Adam_R.
 
+8 | -0
 
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@Neu555
"Die Frage ist allerdings wer einen Grund hat sein Vermögen zu verschleiern und Transaktionen zu verbergen. Hartz4-Empfänger sicher nicht und auch nicht die Masse der Arbeiter und Angestellten die keine Chance haben das Finanzamt zu bescheißen. "

Da ist schon der erste Fehler: GERADE Hartz4 Empfänger haben sehr gute Gründe, so viel zu verschleiern wie nur möglich. Gegenüber den Schwächsten haben die Schergen des Staates am wenigsten Skrupel und schon gar kein Schamgefühl, wenn es darum geht, bis ins Innerste der Privatsphäre einzudringen. Wegen 10 MIO Euro verletzen die Behörden elementare Grundrechte vieler Bürger, die vielleicht schuldlos in Not gerieten und heben die Unschuldsvermutung auf, ohne mit der Wimper zu zucken. Hider der Link, falls du nachlesen willst.
http://www.heise.de/...
Wenn man dagegen sieht, wieviele MILLIARDEN gleichzeitig auf protzige Weise den Bankern, die unser Geld verzockten in den Hintern geschoben wird, müsste man schon seine Blicke schärfen und dieses Treiben mit Argusaugen betrachten.

Jeder von uns hat Grund genug, denen gegenüber so viel zu verbergen wie er nur kann. Macht man es nicht, liefert man sich nur selbst ans Messer. Komm denen nur mal ins Visier und du würdest dir wünschen, nicht so sorglos gewesen zu sein. Egal ob Arbeiter, Firmenchef oder meinetwegen ALG Empfänger. Lieber verberge ich so viel es geht als dass ich mich blöd blökend zur Schlachtbank führen lasse. Denn das Zeug, was jetzt wieder in die Regierung gewählt wurde ist nur noch ungut fürs normale Volk.

Es gibt ein Sprichwort:
Wer seine Augen nicht zum Sehen verwendet, wird sie am Ende zum Weinen brauchen.
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15.11.2013 20:59 Uhr von ms1889
 
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ziercke ist ein typ wie unser alter adolf oder hinie, er is ein fosil..das beseitigt gehört.

desweiteren sind seine einstellungen klar psychotisch... seine kranke einstellung gehört entfernt/weggesperrt.

aber solange die cdu was zu sagen hat, wird es witere bürgerrechts abbau und bespizelung geben, da die cdu mitlerweile mit nsdap oder sed vergleichbar ist. die cdu ist eine partei die sehr verfassungsfeindlich ist, sogar sehr viel mehr als die npd.
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15.11.2013 21:40 Uhr von Dracultepes
 
+3 | -1
 
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Ich wollte letztens was mit Bitcoins bezahlen. Naja ich brauchte 0,004 Bitcoins(dank dem Umrechnungskurs) kann aber nur 0,1 ankaufen.

Tut mir leid der Herr, sie brauchen zwar nur eine Wertmarke pro fahrt, sie müssen aber 100 auf einmal kaufen.
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15.11.2013 23:54 Uhr von lopad
 
+4 | -0
 
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Noch so ein Überwachungsfetischist.

Soll sich mit Schünemann, Schäuble und wie sie alle heißen nach China absetzen. Deren Regime freut sich sicher über ein paar kreative Mitarbeiter ;)
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16.11.2013 08:58 Uhr von maxyking
 
+3 | -0
 
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Die Glaubwürdigkeit von Snowden in frage zu stellen ist natürlich echt eine Super Idee. Selbst wenn Snowden erwischt würde, wie er persönlich Lügengeschichten erzählt, wie würde das die von ihm veröffentlichen Dokumente beeinflussen ?? Er hat die ja nicht selber geschrieben. Man hat langsam echt das Gefühl das alle die in Irgendwelchen Geheimdiensten arbeiten zu viel schlechte Agentenfilme und Serien gesehen haben und jetzt denken das die ganze Welt nur noch aus Terroristen besteht und sie in dieser Welt die guten sind die Tun und lassen können was sie wollen.
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18.11.2013 11:12 Uhr von mr. wolf
 
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Tja Herr Ziercke : Das Internet ist eben kein RECHTSFREIER RAUM, wie Bundestag, wo heutzutage Grundrechte mit Füssen getreten werden

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