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Finanztest warnt Anleger: Banken mogeln beim Zinseszins

Banken blenden ihre Kunden, in dem sie ihre Produkte mit hohen Zinsen bewerben, zahlen dann aber am Ende keinen Zinseszins.

Die Stiftung Warentest verweist auf Festgeldangebote mit mehrjähriger Laufzeit. Im Test fand man sechs Banken, die keine Zinseszinsen ausschütten.

Anleger sollen dabei unbedingt drauf achten, dass die Anlage auch jährlich verzinst und der Ertrag ausgeschüttet oder der Anlage gutgeschrieben wird. Andernfalls sinkt der Zinsertrag.


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WebReporter: Sittichvieh
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Anleger, Zins, Finanztest
Quelle: www.recklinghaeuser-zeitung.de

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4 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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13.11.2013 13:17 Uhr von aminosaeure
 
+6 | -1
 
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Zinseszins ist der Untergang...erzeugt die wundersame Geldvermehrung.
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13.11.2013 13:36 Uhr von ThomasHambrecht
 
+5 | -0
 
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Das kam dieser Tage schon im Fernsehen. Dabei ging es aber um sehr hohe Summen, die Banken bei Firmen und auch kleinen Freiberuflern oder Handwerksbetrieben abzocken. Es wird einfach der Dispo höher verzinst als offiziell angegeben - was zum Überlebenskampf mancher Leute bis knapp zum Bankrott führte. Dies hatten Zinsprüfer festgestellt.
Die Politik kann da nichts machen, weil sie selbst auf die Banken angewiesen sind.
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13.11.2013 14:38 Uhr von El_Caron
 
+1 | -1
 
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@aminosaeure
Nachgeplapperter Blödsinn. Zinseszinsen sind das gleich wie Zinsen. Beispiel:
Ich lege 100€ zu 10% eff. Jahreszins an. Nach einem Jahr habe ich 110%. Wenn ich die bei der Bank lasse (z.B. in Form eines Tagesgeldkontos), habe ich nach zwei Jahren 121€ (weitere 10€ Zinsen + 1€ "Zinseszinsen").
Nun nehmen wir an, die Wirtschaftsnichtsblicker dominieren und Zinseszins wird verboten. Dann kann ich die 10€ nach dem ersten Jahr auch auszahlen lassen, die sie würden praktisch auf einem unverzinsten Zweitkonto liegen. Man kann mich aber schlecht davon abhalten, damit zur nächsten Bank zu gehen, und wieder ein Tagesgeldkonto aufzumachen, das mir ab Ende des zweiten Jahres den Euro als "echte Zinsen" generiert.
Dem ließe sich nur beikommen, indem man den Zinsgewinneuros quasi einen Stempel aufprägt, der sie unverzinsbar macht - bzw. eine unverzinsbare Parallelwährung für Zinsgewinne schafft. Das ist aber ziemlich absurd.

Vielmehr ist "Zinseszins" in einem funktionierenden Kreditsystem völlig konsistent: Wenn Ich Dir 100€ leihe, damit Du Dir eine Drehbank kaufst, dann tust Du das natürlich nur deswegen, weil Du erwartest, dass Du damit Gewinne machen kannst. Von diesen Gewinnen will ich ein Stück abhaben, weil ich vorher die Drehmaschine erarbeitet habe, die Dir gegenüber dem Handklöppeln eine erheblich Produktions- und Gewinnsteigerung ermöglicht. Wenn Dein Business funktioniert (wenn nicht, ist das nicht prinzipbedingte Schuld des Zinseszinsen), dann zahlst Du Deine Raten ab, und damit de facto keinen Zinseszins (weil ein Rate den Zins und eine Rückzahlung abdeckt und damit keine Zinsen liegen bleiben). Wenn aber Geld ungeplant (geplant lässt sich einfach ein Zinssatz bauen, der Zinseszinsen automatisch beinhaltet) nicht gezahlt wird, dann muss das natürlich sanktioniert werden. Andernfalls gibt es zwei Möglichkeiten:
1) Du tust einen Scheiß bezüglich Rückzahlung, verleist Deine Gewinne erstmal 10 Jahre selbst, streichst die Zinsen ein und gibst mir dann erst die Kohle zurück. Das bedeutet nichts anderes, als dass Du die Zinseszinsen einstreichst.
2) Du wirst gezwungen, die Raten zu zahlen, ggf. mit Zwangsvollstreckung. Dann bedeutet ein Zinseszinsverbot aber lediglich, dass man nicht mehr mit Raten in Verzug kommen darf, weil sonst Schicht im Schacht ist. Verluste des Gläubigers schlagen sich in einem generell höheren Zinssatz bei Abschluss nieder.
Beides recht absurde Folgen.

Zum Thema: Eigentlich sollte das jedem klar sein. Prozentrechnung ist kein Hexenwerk. Wieder einer der Anhaltspunkte, dass der Matheunterricht in Deutschland völlig versagt.

[ nachträglich editiert von El_Caron ]
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13.11.2013 15:14 Uhr von El_Caron
 
+1 | -0
 
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@nochmalblahblah
Mein Hinweis zur Mathematik bezog sich tatsächlich auf das Thema: Ich sollte eigentlich keinen Finanztest brauchen, um zu merken, dass eine Festgeldanlage, die mir bei 100€ Anlage 50€ nach 10 Jahren gibt, schlechter ist als eine, die mir jedes Jahr 5€ auszahlt.

@Zu mir selbst, Punkt 2)
Natürlich muss dann auch verboten werden, sich WOANDERS Geld zu leihen, um die Raten abzubezahlen. Sonst zahlt man "Zinseszins" einfach an jemand anderen.

[ nachträglich editiert von El_Caron ]

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