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Klimaforscher: Erderwärmung begünstigt die verheerenden Wirbelstürme

Der anerkannte Klimaforscher Stefan Rahmstorf ist überzeugt davon, dass die globale Erderwärmung Auswirkungen auf die Intensität der Wirbelstürme hat.

Es sei auch davon auszugehen, "dass stärkere Stürme in Zukunft zu erwarten sind aufgrund der weiter steigenden Temperaturen", erklärte Stefan Rahmstorf.

In den letzten zehn Jahren gab es extreme Wetterschwankungen wie Dürren und Hitzewellen. Diese werden auch bald vor Europa nicht haltmachen, führte der Experte aus.


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WebReporter: angelina2011
Rubrik:   Wissenschaft
Schlagworte: Sturm, Erderwärmung, Klimaforscher
Quelle: de.nachrichten.yahoo.com

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17 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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11.11.2013 10:34 Uhr von Bildungsminister
 
+3 | -0
 
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Mal davon ausgehend, dass die Hurrikansaison im Atlantik und im Golf von Mexiko in diesem Jahr extrem human und dürftig ausgefallen ist, und dass einer der stärksten Stürme aller Zeit in den 30ern gemessen wurde, darf man zumindest darüber diskutieren, ob man dem Klimawandel und der Erderwärmung wirklich alles anlasten will. Eventuell macht man es sich da auch ein wenig leicht.

Damit will ich nicht in Abrede stellen, dass wir nicht gerade gut mit unserem Planeten umgehen, und dass der so genannte Klimawandel seinen Effekt hat. Manche Dinge können aber auch einfach nur periodisch sein, oder gänzlich andere Ursachen haben.

Insgesamt machen es sich die meist selbsternannten Klimaforscher dann doch etwas leicht um derart radikale Phänomene, wie jenes was wir aktuell auf den Philippinen erlebt haben, zu erklären.

[ nachträglich editiert von Bildungsminister ]
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11.11.2013 11:35 Uhr von Rychveldir
 
+2 | -2
 
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Oh ich sehe die Heerscharen von "skeptiker" schon und wie sie sich ohne Argumente auf Stammtischniveau in Rage reden.

Nur zur Präzisierung:
Es werden nicht mehr troposche Wirbelstürme erwartet, im Schnitt sollten sie aber stärker werden. Warum? Eine wärmere Wasseroberfläche stellt mehr Energie zur Verfügung, aber die Windscherung (das ist der Unterschied zwischen den Winden an der Oberfläche und weiter oben) sollte zunehmen. Das bewirkt, dass schwache konvektive Zellen sozusagen "geköpft" werden und sich nicht entwickeln können. Die schwächeren Stürme werden bereits während der Entstehung verhindert, die stärkeren schaffen es trotzdem.

Dass es generell viel mehr tropische Wirbelstürme geben soll, stammt nicht von Klimatologen.

Außerdem unterliegt die Häufigkeit von Hurricanes einer Schwankung über mehrere Jahrzehnte, vermutlich bedingt durch Meeresströmungen. Diese ist wesentlich stärker als irgendein Trend, der sich beobachten lässt.

Unter dem Strich ist es sehr wahrscheinlich, dass bei einer Erwärmung der Ozeane und der Atmosphäre auf lange Sicht - 50 bis 100 Jahre - eine höhere Intensität mit größerer Häufigkeit gemessen werden wird. Wieviel das sein wird ist eine andere Frage. Problematisch ist eher, dass 10% höhere Windgeschwindigkeiten weit mehr als 10% mehr Schaden anrichten.

[ nachträglich editiert von Rychveldir ]
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11.11.2013 12:46 Uhr von pentam
 
+1 | -0
 
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@ Rychveldir

Komisch, ich habe gerade heute gelesen, dass der Zusammenhang zwischen Tropenstürmen und Klimawandel genau nicht herstellen kann.

Sturmhäufigkeiten haben sich in den letzten Jahrzehnten statistisch nicht erhöht. (Quelle: Weinkle, Maue & Pielke, Journal of Climate, 2012)

Die Schäden durch Stürme sind zwar laut Statistiken der München Rück angestiegen. Allerdings sind diese nach der oben genannten Quelle hauptsächlich darauf zurückzuführen, dass die Siedlungsdichte und der Wohlstand in den betroffenen Gebieten angestiegen ist.

Analysen der Sturmenergien (Accumulated Cyclone Energy (ACE)) haben dagegen keinen Anstieg ergeben. So haben um 1960 vor Japan beispielsweise innerhalb kurzer Zeit gleich 3 Stürme Geschwindigkeiten über 320km/h erreicht (Quelle: Maue, Policlimate, 2013)
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11.11.2013 13:39 Uhr von Rychveldir
 
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@pentam
Du stimmst mir also zu. Ich habe ja geschrieben, dass es _langfristig_ nach einer Verstärkung, nicht jedoch nach einer Vermehrung aussieht. Und ich habe auch geschrieben, dass die Schwankungen über Jahrzehnte derzeit jeden Trend übertreffen, soll heißen: man kann keinen ablesen. :)

Falls die Vermutung mit der Verstärkung richtig ist, ist diese nur sehr langsam zu erwarten. Es ist sehr viel Energie nötig, um einen Ozean merklich zu erwärmen. Die Wärmekapazität der Ozeane zusammengenommen ist ca. um den Faktor 1000 größer, als jene der Atmosphäre. Sie absorbieren ca. 80-90% der Energie, welche in das System transportiert wurde.

[ nachträglich editiert von Rychveldir ]
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11.11.2013 14:06 Uhr von pentam
 
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@ Rychveldir

Nö, bei der Verstärkung widerspreche ich dir genau. Die Verstärkung kann man nicht objektiv feststellen, somit würde ich das auch nicht behaupten.

Was die Wärmekapazität angeht, so ist für die Tropenstürme nur die oberflächennahe Wasserschicht relevant, da nur deren Temperatur direkt die Entstehung der Wirbelstürme beeinflusst. Diese Oberflächentemperaturen (und speziell deren Extremfälle, wie sie auch jetzt wieder zu einem besonders starken Sturm geführt haben) sind größtenteils Auswirkungen von aktuellen Wetterphänomenen. Damit diese Oberflächentemperaturänderungen mit der langfristigen Energiespeicherung in den Ozeanen und den damit verbundenen Temperaturänderungen in Verbindung zu bringen, wäre ich eher vorsichtig, da sich die beiden Temperaturänderungen um Größenordungen voneinander unterscheiden.
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11.11.2013 14:48 Uhr von Rychveldir
 
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Ich habe ja geschrieben, dass derzeit _KEIN_ Trend feststellbar ist, jedoch einer erwartet wird, eben genau weil es beim Ozean so lange dauert.
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11.11.2013 15:04 Uhr von pentam
 
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Und ich habe ja geschrieben, dass ich dem aufgrund der beteiligten Größenordnungen widerspreche.
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11.11.2013 15:49 Uhr von Rychveldir
 
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Du sagst also, dass sich die Ozeane nicht merklich erwärmen werden, auch nicht an der Oberfläche, weil die Schwankungen dort ohnehin so groß sind, dass auch sehr starke Stürme - nach menschlichen Maßstäben - immer schon vorkamen?
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11.11.2013 17:42 Uhr von pentam
 
+2 | -0
 
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Nö, da hast du mich missverstanden!
Ich sagte, dass die Temperaturveränderungen der Ozeane in Folge des (langfristigen) Klimawandels sehr klein sind im Verhältnis zu den kurzfristigeren Oberflächentemperaturveränderungen und deswegen bei den Tropenstürmen nicht sonderlich ins Gewicht fallen.

[ nachträglich editiert von pentam ]
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11.11.2013 20:04 Uhr von Rychveldir
 
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Liest du eigentlich, was ich schreibe?
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12.11.2013 09:27 Uhr von pentam
 
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Ja, Danke. Meine Lesefähigkeiten sind brauchbar ausgeprägt... ;-)

Gegenfrage: Liest und verstehst du auch was ich schreibe?
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12.11.2013 11:33 Uhr von Rychveldir
 
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Dann schreib, wo genau du mir widersprichst. Für mich sind unsere beiden letzten Aussagen mehr oder weniger äquivalent. :)
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12.11.2013 15:57 Uhr von pentam
 
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Du schreibst (gekürzt):
"Du sagst also, dass sich die Ozeane nicht merklich erwärmen werden, auch nicht an der Oberfläche"

Das habe ich nie von mir gegeben! Also sind unsere Aussagen alles andere als äquivalent!
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14.11.2013 11:37 Uhr von Rychveldir
 
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"Was die Wärmekapazität angeht, so ist für die Tropenstürme nur die oberflächennahe Wasserschicht relevant, da nur deren Temperatur direkt die Entstehung der Wirbelstürme beeinflusst. Diese Oberflächentemperaturen (und speziell deren Extremfälle, wie sie auch jetzt wieder zu einem besonders starken Sturm geführt haben) sind größtenteils Auswirkungen von aktuellen Wetterphänomenen. Damit diese Oberflächentemperaturänderungen mit der langfristigen Energiespeicherung in den Ozeanen und den damit verbundenen Temperaturänderungen in Verbindung zu bringen, wäre ich eher vorsichtig, da sich die beiden Temperaturänderungen um Größenordungen voneinander unterscheiden."

Eins zu eins von dir.
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14.11.2013 20:57 Uhr von pentam
 
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Erklärung:

"um Größenordnungen voneinander unterscheiden" != "Ozeane nicht merklich erwärmen"
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18.11.2013 12:26 Uhr von Rychveldir
 
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Dann kannst du aber nicht schreiben, dass es für Stürme unerheblich ist. Wenn der Schnitt steigt, steigen normalerweise auch die Extrema.
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20.11.2013 19:18 Uhr von facepalm
 
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aus dem Update zu dem interessanten Beitrag von Rahmstorf: http://www.scilogs.de/...

"Es kristallisiert sich für mich ein konsistentes Gesamtbild heraus: die von "Skeptikern" wie Björn Lomborg oder Spiegel Online verbreiteten Statistiken zu den Gesamtzahlen oder der Gesamtenergie (ACE) von Tropenstürmen, die stark von den viel häufigeren schwachen Tropenstürmen geprägt sind, zeigen keine signifikanten Trends bzw. ab 2006 einen Abschwung. Schlüsselt man dagegen die Daten weiter nach Stärke auf, findet man (wie oben in meinem Artikel berichtet) eine Zunahme der stärksten Stürme der Kategorien 4 und 5, die wie im Falle Haiyan die verheerendsten Schäden verursachen. (Haiyan wäre sogar Kategorie 6 gewesen, wenn es eine solche gäbe.) Diese Zunahme der stärksten Stürme wird auch von der Theorie vorhergesagt."

Kurz: Skeptiker Busines as usual - Konzentrieren auf die Messungen, die da gewünschte Ergebnis liefern und Ausblenden von unerwünschtem.

[ nachträglich editiert von facepalm ]

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