11.11.13 06:28 Uhr
 2.914
 

Madagaskar: Forscherin belässt Parasiten in ihrem Körper um ihn zu studieren

Für Menschen in tropischen Regionen ist eine Art von Sandfloh (Tunga penetrans) ein Gesundheitsproblem. Der Floh dringt in die Haut ein, lebt von dem Blut seines Wirtes und hinterlässt seine Eier und Exkremente, die zu Infektionen mit dauerhaft deformierten Körperteilen führen kann.

Es gibt zur Zeit noch keine Medikamente gegen den Parasiten. Er kann nur operativ entfernt werden. Die deutsche Studentin Marlene Thielecke von der Berliner Charité bemerkte bei einer Studie dieser Sandflöhe in Madagaskar, dass in ihrem Fuß einer von ihnen eingedrungen war. Sie entfernte ihn nicht.

Trotz Jucken, Schmerzen und Gehbehinderungen, entschloss sie sich den Sandfloh in ihrem Fuß gewähren zu lassen und dokumentierte seine Entwicklung. Nach zwei Monaten schließlich extrahierte sie den Parasiten und konnte nach ihrer Rückkehr in Deutschland mit ihren Erkenntnissen der Forschung helfen.


Videoplayer auf dieser Seite ausblenden
WebReporter: montolui
Rubrik:   Wissenschaft
Schlagworte: Forschung, Körper, Madagaskar, Parasit, Sandfloh
Quelle: news.sciencemag.org

DAS KÖNNTE DICH AUCH INTERESSIEREN

Islamwissenschaftlerin Lamya Kaddor hält viele Flüchtlinge für frauenfeindlich
Wissenschaftler warnen vor Aussterben der Giraffen
Klimawandel - Touristenattraktionen wie Great Barrier Reef vor dem Aus?

Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben

5 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

Kommentar ansehen
11.11.2013 07:02 Uhr von Rongen
 
+24 | -1
 
ANZEIGEN
Ich weiß echt nicht ob ich das sehr mutig und tapfer finden soll, oder unsagbar dämlich.
Ich kann mich einfach nicht entscheiden.
Kommentar ansehen
11.11.2013 08:57 Uhr von GulfWars
 
+2 | -0
 
ANZEIGEN
Die schreibt jetzt bestimmt ihre Doktorarbeit darüber
Kommentar ansehen
11.11.2013 09:56 Uhr von omar
 
+2 | -0
 
ANZEIGEN
Naja, besser als mit dritten zu experimentieren.
Dennoch doof in meinen Augen.
Hätte auch bleibende Schäden davon tragen können.
Kommentar ansehen
11.11.2013 11:26 Uhr von Tofuhack
 
+8 | -0
 
ANZEIGEN
crusel hätte bestimmt geschrieben: Studentin lässt sich für Forschungszwecke 2 Monate penetrieren.

Ganz schön mutig von der Dame. Ich hoffe, dass das zur Lösungen zur Bekämpfung dieses Parasiten viel beigetragen hat.

[ nachträglich editiert von Tofuhack ]
Kommentar ansehen
12.11.2013 10:25 Uhr von mayan999
 
+2 | -0
 
ANZEIGEN
@rongen
mut und dummheit liegen bekanntlich nah beieinander. mutige menschen müssen nicht schlau sein, sie brauchen nur "dicke eier", eine geringe vorstellungskraft und eine prise optimismus. ^^

Refresh |<-- <-   1-5/5   -> -->|
Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben


Copyright ©1999-2016 ShortNews GmbH & Co. KG

Die News auf dieser Website werden eigenverantwortlich von Nutzern erstellt. Die Shortnews GmbH & Co. KG nimmt keinen redaktionellen Einfluss auf die Inhalte.

impressum | agb | archiv | usenet | zur mobilen Ansicht
SCHLIESSEN

Willst Du die Seite wirklich verlassen?


DAS KÖNNTE DICH AUCH INTERESSIEREN

USA: Astronaut John Glenn ist tot
Pro Asyl beklagt Kurswechsel der CDU in Flüchtlingspolitik
Jeder zehnte Arbeitnehmer hat nur einen befristeten Job


...oder unseren und keine aktuellen News mehr verpassen?