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3sat auf den Spuren von Kindersklaven: Bonbons und Hefte als Lohn

Im Zuge einer TV-Dokumentation recherchierte das Filmteam von 3sat auf afrikanischen Baumwollplantagen, insbesondere in Mali, wo offiziell Kinderarbeit verboten ist. Was man dort vorfand war erschreckend: Kinder werden für harte Arbeit mit Bonbons oder Schulmaterial entlohnt.

"Die Welt kommt nicht voran, wenn nur die Alten und nicht auch Kinder arbeiten", so rechtfertigt der malisische Wirtschaftspräsident die Kinderarbeit und erklärt, dass es "sehr teuer" sei, die Kinder auch noch dafür zu bezahlen.

Ebenso wurden in den Anbaugebieten in Burkina Faso schlimme Zustände aufgedeckt. Dort werden Kinder hunderte Kilometer von Zuhause weg auf Plantagen als Arbeiter gehalten und ausgebeutet. Ein französischer Abnehmer zeigte sich zwar betroffen, fühle sich aber auch nur als "Rad im großen Getriebe".


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WebReporter: _holly_
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Lohn, Mali, Spuren, Kinderarbeit, Burkina Faso, 3sat
Quelle: www.focus.de

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3 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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08.11.2013 11:46 Uhr von SNnewsreader
 
+7 | -1
 
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"Die Welt kommt nicht voran, wenn nur die Alten und nicht auch Kinder arbeiten", so rechtfertigt der malisische Wirtschaftspräsident die Kinderarbeit und erklärt, dass es "sehr teuer" sei, die Kinder auch noch dafür zu bezahlen.

Ja, klar ... Arbeit macht frei *würg*
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08.11.2013 13:43 Uhr von chaoskraehe
 
+3 | -0
 
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Aber mal ganz ehrlich, wir wollen immer mehr und billgere Sachen und das möglichst gleich. Die Nachfrage ist also da, ganz böse gesagt, wird sie von den dortigen Auftraggebern nur erfüllt.
Ich finde, man kann sich auf der einen Seite nicht über Kinderarbeit aufregen und auf der anderen Seite die Nachfrage nach betroffenen Rohstoffen ständig hochhalten oder auch noch steigern. Es betrifft ja nicht nur Baumwollplantagen, es gibt genauso Dokumentationen, die aufzeigen, dass Kinder z.B. auf Kakao- oder Palmölplantagen eingesetzt werden.

Ab und zu mal Fair Trade, regional oder Second Hand kaufen wäre schonmal ein guter Ansatz. Irgendwo habe ich neulich auch gelesen, dass es auchsowas wie Tauschpartys gibt.

[ nachträglich editiert von chaoskraehe ]
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09.11.2013 11:02 Uhr von Joeiiii
 
+1 | -0
 
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@chaoskraehe: Du hast schon recht, weswegen ich dir auch ein Plus gegeben habe. Allerdings ist es nicht so einfach, denn nicht bei jedem Produkt gibt es auch Fairtrade-Ware. Und selbst wenn das der Fall wäre: Es ist leider so, daß sich viele Menschen billige Sachen kaufen müssen, weil sie sich teures Zeug nicht mehr leisten können.

Daß beispielsweise ein T-Shirt, das 2 Euro kostet, nicht von höchstbezahlten Facharbeitern hergestellt werden kann, wissen wir alle. Aber wie teuer müßte ein T-Shirt sein, damit man sich sicher sein könnte, daß es von anständig bezahlten Arbeitern und keinesfalls von Kindern hergestellt wurde? 5 Euro? 10 Euro? 30 Euro? 100 Euro?

Sei mal ehrlich: Achtest du bei ALLEM was du kaufst darauf, daß es nicht zu wenig kostet, weil es möglicherweise unter widrigen Umständen hergestellt wurde? Fakt ist, daß man bei den meisten Produkten nicht weiß, woher sie wirklich kommen und wie und von wem sie hergestellt wurden.

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