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Knochenprobe zu Jassir Arafats Leiche weist doch auf Polonium-Vergiftung hin

Die Witwe des verstorbenen Palästinenser-Führers Jassir Arafat könnte vielleicht doch recht damit haben, dass ihr Mann ermordet wurde.

Schweizer Experten haben das Gutachten zu Knochenproben des exhumierten Leichnams analysiert und fanden zu hohe Poloniumwerte.

Um das 18-fache sei dieser Wert erhöht gewesen, was auf eine Vergiftung deutet.


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WebReporter: mozzer
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Leiche, Jassir Arafat, Vergiftung, Polonium
Quelle: www.spiegel.de

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11 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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06.11.2013 18:45 Uhr von Exilant33
 
+4 | -0
 
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Wundern würds mich nicht!
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06.11.2013 18:48 Uhr von ElChefo
 
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06.11.2013 20:26 Uhr von ohohboing
 
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das war doch klar, nur ist es mehr als zweifelhaft das die verantwortlichen (mörder) zur rechenschaft gezogen werden...die damen und herren dürfen ja alles ;)
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06.11.2013 21:15 Uhr von cheetah181
 
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Bei einer Halbwertszeit von 138 Tagen ist die 18-fache Menge zum jetzigen Zeitpunkt eine Menge.
Vorausgesetzt, die Wissenschaftler reden hier nicht schon von der Menge beim Todeszeitpunkt.

@Tuepscha: Und was hat Georgi Markow nun soviel wichtiger gemacht als Litvinenko? Den hätte man schließlich auch verunfallen lassen können.
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06.11.2013 22:20 Uhr von Borgir
 
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Würde das jemanden wundern? Israel ist ja bekannt dafür, unpassende Personen mehr oder weniger auffällig zu töten.
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07.11.2013 01:07 Uhr von ElChefo
 
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Borgir

...und was hätte es gebracht?

Sowieso zeigt jeder bei jedem toten "Palästinenser" sofort auf Israel. Arafat war bei all seinen Standpunkten noch jemand, der berechenbar war. Wieso sollte man den ermorden?

Eigentlich gibt es dafür wenig einleuchtende Szenarien.

1) Es waren nicht die Israelis, sondern die Gegenseite, weil sie ihn als "Verräter" gesehen haben.
2) Er ist einfach an seinen Krankheiten (bzw. seinem Alter) gestorben. Dies ist die naheliegendste These. Jemand, der 1924 geboren wurde, steckt in diesem Alter eine Krankheit wie HIV nicht mehr einfach so weg. Erst recht nicht bei diesem Hintergrund.
...und die nachgewiesenen Stoffe? Jemand versucht, aus der Affäre zu profitieren. Siehe meine Frage oben. Er hatte unzweifelhaft viele Feinde. Die Israelis gehören zweifelsohne nicht zu jenen mit einem schlagenden Motiv.
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07.11.2013 01:14 Uhr von cheetah181
 
+2 | -0
 
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@ElChefo: Da glaube ich schon eher, dass es die Gegenseite/irgendjemand total anderes war oder auch irgendwelche israelischen Splittergruppen. Woher die allerdings Polonium haben sollten ist fraglich.
Aber ein Grab zu öffnen und es irgendwie zu schaffen Polonium an mehreren Stellen in seine Knochen (mindestens Becken und Rippen) zu injizieren halte ich für sehr weit hergeholt.
Und was sollte hier das Motiv sein? Du sagst ja selbst, dass Israel eh der übliche Verdächtige ist (nicht ganz zu Unrecht). Was hätte dann sein Tod daran geändert?

[ nachträglich editiert von cheetah181 ]
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07.11.2013 01:32 Uhr von ElChefo
 
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cheetah

Naja, alleine schon, weil sie wissen, das sie als Allererste auf der Liste stehen, kann man erwarten, die die Israelis weniger offensichtlich vorgehen. Das sie dazu in der Lage sind, dürfte klar sein. Das Arafat ein Ziel ist, das diesen Aufwand lohnen würde, gibt seine Geschichte her.

Sein Tod hat im mittel- und langfristig überhaupt nichts gebracht, eher im Gegenteil (wenn man davon ausgeht, das ein Friedensprozess torpediert werden sollte). Wer auch immer dahinterstecken sollte, hat immense logistische Fähigkeiten. Das sei mal nur so dahingestellt.

Nach der Grundlage "cui bono" schliesst sich Israel doch irgendwie von selber aus. Nehmen wir mal an, Israel hätte das arrangiert. Logische Folge? Die "Palästinenser" greifen zu den Waffen (wie es auch kurzfristig der Fall war) und greifen israelische Dörfer an. Netsarim wurde 2005 geräumt, im Rahmen des (gewaltsamen) Abzuges aus dem Gaza-Streifen. Darüber hinaus geschah aber - bis auf die Drohungen gegen Abbas, die "palästinensische Idee" zu verkaufen, nichts. Kurz darauf bekriegten sich die palästinensischen Gruppierungen gegenseitig.

Was bleibt? Der Konkurrenzkampf zwischen verschiedenen Gruppierungen, die Rivalität gegenüber Israel blieb dieselbe.

Welche Folge haben die neuen Erkenntnisse? Egal, in welche Richtung sie verwendet werden, sie werden mindestens in Gaza, wahrscheinlich auch im Westjordanland gegen einen eventuellen Friedensprozess instrumentalisiert. Was hätte Israel davon? Gar nichts, ausser vier oder fünf instabile Grenzen zu Nachbarländern. Da reden wir ja nicht von einem Staat, der es sich leisten kann, sein Volk in Angst zu halten, sondern einem Staat, der mehrmals seiner Vernichtung entgegengesehen hat.
...und: Wir reden von einem Staat, der einen äusserst effektiven Geheimdienstapparat besitzt, der sich deutlich besserer und unauffälligerer Methoden bedienen kann, die nicht nach ein paar Jahren so einfach aufgedeckt werden können.

Es bleibt also im Raum stehen, das dort ein dritter Akteur vorhanden ist, der ein Interesse daran hat, die Region instabil zu halten.
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07.11.2013 01:59 Uhr von langweiler48
 
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Warum jetzt dieser Aufschrei? Lebendig wird er sowieso nicht mehr und die Taweter werden nicht gefunden. Man sollte mal zurueckdenken wieviele Morde dank der Macht die er hatte an Unschuldigen ausgeuebt wurden. Da hat Arafat halt einmal verloren.
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08.11.2013 00:36 Uhr von cheetah181
 
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@ElChefo: Den radikalen Feinden Israels und den israelischen Hardlinern Weitblick im Sinne von Frieden zuzutrauen halte ich für sinnlos.

"Da reden wir ja nicht von einem Staat, der es sich leisten kann, sein Volk in Angst zu halten, sondern einem Staat, der mehrmals seiner Vernichtung entgegengesehen hat."

Na ich weiß nicht, praktisch finden das alle Politiker. Und Israel weiß sich zu wehren.

Was natürlich nicht bedeuten muss, dass das nicht trotzdem stimmt:

"Es bleibt also im Raum stehen, das dort ein dritter Akteur vorhanden ist, der ein Interesse daran hat, die Region instabil zu halten."
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08.11.2013 16:45 Uhr von ElChefo
 
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cheetah

"Den radikalen Feinden Israels und den israelischen Hardlinern Weitblick im Sinne von Frieden zuzutrauen halte ich für sinnlos."

"Radikale" stehen mit "Hardlinern" auf einer Stufe. Sie sind beide weder förderlich noch in ihren Ideen irgendwie zielführend. Beide haben auch etwas anderes gemeinsam, natürlich überspitzt ausgedrückt: Es kümmert sie nicht, wieviele "Palästinenser" für ihre jeweilige Ideologie über die Klinge springen sollen. Sei es durch Armut, Leid oder durch Tod.

"Na ich weiß nicht, praktisch finden das alle Politiker. Und Israel weiß sich zu wehren."

Prinzipiell und hypothetisch, ja.
Allerdings braucht Israel ja nicht mal den kleinen Finger rühren um ein realistisches, nachvollziehbares Szenario zu haben, um Angst und Schrecken zu säen. Das erledigen andere sowieso wie von selbst.
In Israel existiert keine abstrakte, subjektive "Bedrohungsempfindung" (wie in Deutschland) durch Terroristen irgendwo am anderen Ende der Welt. Die haben sie ja direkt vor der eigenen Haustür.

"Was natürlich nicht bedeuten muss, dass das nicht trotzdem stimmt: (...)"

Das halte ich eben aus genannten Gründen für am Naheliegendsten. Arafat hatte in der PLO und den umliegenden, unterstützenden Ländern genug Feinde, aus den verschiedensten Motiven. Schaut man sich die heutige Lage an, etwa, woher PFLP, Hamas und alJihad ausgerüstet werden, finden sich auch genug Länder (speziell eines), das auch über die Mittel für derartige Anschläge verfügt.
Im Fall dieses einen ungenannten Landes hätte man sogar zwei Fliegen mit einer Klappe erschlagen: Einerseits hat man seinen "Freunden" einen teuren Dienst erwiesen, andererseits weiss man, auf den die Masse mit den Fingern zeigen wird. Man braucht sich nicht mal um ein Alibi bemühen und der kleine Satan kriegt alles ab.

[ nachträglich editiert von ElChefo ]

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