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NRW-Verkehrsminister Michael Groschek: PKW-Maut bringt nichts

NRWs Verkehrsminister Groschek kritisiert die Einführung der PKW-Maut. Sie würde den Reparatur-Stau im Bereich des Straßennetzes nicht auflösen können.

Ferner betont er, dass nicht die PKWs am schlechten Zustand der Straßen schuld seien, sondern der rasant gewachsene LKW-Verkehr, daher müssten die LKW-Betreiber in die Pflicht genommen werden.

In Sachen PKW-Maut sieht es demnach bei den gegenwärtigen Koalitionsverhandlungen nach weiterem Streit aus.


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WebReporter: Sittichvieh
Rubrik:   Politik
Schlagworte: SPD, PKW, Maut, Verkehrsminister, PKW-Maut, Michael Groschek
Quelle: www.recklinghaeuser-zeitung.de
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7 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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04.11.2013 12:45 Uhr von eugler
 
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Das die PKW-Maut nichts bringt ist wohl jedem klar - bis auf Herrn Seehofer
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04.11.2013 13:38 Uhr von saber_
 
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warum sollte pkw maut nichts bringen?!

den deutschen wird der preis der maut bei der steuer wieder gutgeschrieben, aber die ganzen auslaender bezahlen schoen einen bonus in die deutschen kassen!


ein lkw mautsystem gibt es schon! sollen sie halt besser kalkulieren! aber auch da darf man nicht zu tief in die tasche greifen, weil am ende kostet das broetchen beim baecker dann eben 10 cent mehr...



man koennte aber mal aufhoeren sich an der oekosteuer zu vergreifen und diese dort zu investieren wo sie auch anfaellt - bei den strassen auf denen die autos fahren
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04.11.2013 15:46 Uhr von das kleine krokodil
 
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@saber_
Warum das nichts bringt willst du wissen ok dann nenne ich mal ein paar Probleme.

Gehen wir mal von dem Fall aus das die Deutschen wirklich nicht mehr Zahlen müssen, also das es die Maut mit der KFZ Steuer gibt, dass heißt man hat bei den Deutschen die Selben einnahmen hat aber zusätzlich Ausgaben für das Drucken / Verschicken der Vignette. Dazu wird wohl auch noch so etwas kommen wie ersatz Vignetten bei Scheiben Austausch (machen die Östereicher ja auch http://www.asfinag.at/... )
Also schon mal mehr Kosten. Und ob das jetzt die paar Ausländer ausgleichen ist noch eine Andere Frage. Außerdem kosten Kontrollen auch Geld, und ob das die strafen ausgleichen ist noch nicht sicher.

Und die große Frage ist natürlich ob die Variante Automatisch Vignette für alle die Steuern zahlen klappt ist auch noch nicht sicher.
Die Lösung KFZ Steuer um 100€ Senken und Maut Vignette für 100€ einzuführen ist zwar eine Möglichkeit. Auch wenn sie Probleme mit Autos gibt, die weniger wie 100€ KFZ Steuer zahlen (da werden ja komplizierte Öko Rabatte diskutiert). Nur diese Lösung vergisst das es auch Deutsche Autos gibt die keine Autobahn fahren, der Pizza Bäcker freut sich doch wenn er in zukunft 100€ KFZ Steuer spart (wobei das häufig Smarts und Co sind die unter 100€ KFZ Steuer sind) und eine Vignette braucht der Wagen auch nicht da der nur in der Stadt rumfährt.
Da dürfte insgesammt nicht viel übrigt bleiben und natürlich freuen sich die Städte wenn dann der Verkehr durch die Städte zu nimmt weil einige Ausländer dann die Autobahn meiden
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05.11.2013 07:19 Uhr von saber_
 
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@das kleine krokodil


in oesterreich klappt das schon bald seit jahrzehnten... und dort ist das auch kein thema mit leuten die nicht autobahn fahren... auch musst du keine vignette haben wenn du in wien die stadtautobahn benutzt...

auch gibts keine probleme mit den kontrollen...


und mit "paar auslaender" verschaetzt du dich maechtig gewaltig.... durch deutschland fahren mehr als nur paar auslaender....
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05.11.2013 07:55 Uhr von das kleine krokodil
 
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@saber_
Der Anteil an ausländischer PKW (LKW Interessieren nicht da die schon Maut zahlen) beträgt ca. 5% in Deutschland. Wieviel Prozent der Östereicher eine Vignette haben wird leider nicht erfasst, es wird nur erfasst wieviele Jahresvignetten verkauft wurden und somit ist es dort völlig unklar wieviele Östereicher überhaupt maut zahlen, da viele der Jahresvignetten auch von Ausländern gekauft werden. Wenn nur 3% keine Maut brauchen dann haben wir gerade mal 2% mehr und das wird an den Bürokratischem Aufwand vermutlich aufgefressen.

Eine Maut kann sicherlich geld bringen, aber mit einer erstattung über die KFZ Steuer wird es ein Bürokratisches Monster.
Und man darf nicht vergessen das Deutschland ja auch Geld einnimmt nur halt nicht als Maut, bei uns Läuft das versteckt über die Mineralölsteuer sieht man ja sehr gut am Preis vergleich man schaue sich die Länder mit Maut an und die Ohne und stelle fest das die Benzinpreise in ländern ohne Maut viel höher sind http://www.clever-tanken.de/... und ja auch Ausländer Tanken hier.

Da wird am ende so wenig übrig bleiben das da ganz schnell die erstattung für Deutsche Autofahrer gestrichen wird. Und ja in Östereich gab es damals halt nicht die Diskusion Östereicher zu entlasten und es gab damals glaube ich auch die Diskusion auf die Maut zu verzichten und einfach die Mineralölsteuer zu erhöhen (hätte vermutlich sogar mehr gebracht und währe nicht so aufwendig zu kontrolieren gewesen) übrigens wurde dort die Maut 1997 eingeführt also noch keine "jahrzehnten"
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05.11.2013 14:27 Uhr von eugler
 
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@saber

Mal abgesehen davon, dass die PKW-Maut populistischer Stimmenfang ist und allein schon durch die derzeitigen EU-Regeln nicht umgesetzt werden kann, sind meines Erachtens nach die Zeichen wie immer völlig falsch gesetzt.

Was soll denn die Maut bewirken? "Durchfahrer" an unseren Kosten zu beteiligen? Warum? Der Aufwand der hierfür betrieben werden muss ist sehr viel größer als der Nutzen. Die politische Aussage (nämlich ihr seid hier nich willkommen) ist dafür eindeutig. Hinzu kommt, dass hier nicht an der grundsätzlichen Aufgabe gearbeitet wird (wie arrangiere ich den Verkehr bei gleichbleibend steigender Nutzung und gleichzeitig fallenden Investitionen). Es wird einer Maut genauso wie der Ökosteuer ergehen - sie wird 1:1 in den Staatshaushalt fließen - wir haben mehr Aufwand und keinen Effekt. Wozu also? Im schlimmsten Fall gibt es ein Ausweichverhalten gen Bundesstraße - und das ist wirklich das letzte was wir wollen.

Wer eine Maut einführt, muss erstmal einen Gegenentwurf bieten (fehlt schon bei der LKW-Maut) - bspw. ein funktionierendes kostengünstigen öffentliches Verkehrsnetz.
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09.11.2013 16:03 Uhr von Sag_mir_Quando_sag
 
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"STIMMT´S? Beansprucht ein Lkw die Straße 10000-mal so stark wie ein Pkw?

... fragt Gunhild Wilms aus Kirchheim-Teck

Welche Tortur würden Sie lieber ertragen: zehn Schläge ins Gesicht mit einer Kraft von je einem Kilo oder einen Schlag mit zehn Kilo?

Eben. Die verheerende Wirkung, die eine Kraft entfaltet, steigt nicht linear mit ihrer Größe, sondern erheblich stärker an - eine zehnmal so große Kraft erzielt mehr als die zehnfache Wirkung.
Das wissen auch Straßenbauingenieure. Sie rechnen seit Jahrzehnten mit dem sogenannten Vierte-Potenz-Gesetz. Das besagt, dass der Verschleiß der Straße durch eiin Fahrzeug mit der vierten Potenz seines Gewichts steigt, jeweils bezogen auf eine Achse. Ein Rechenbeispiel: Ein gewöhnlicher Pkw mit einer Tonne Gewicht drückt mit 500 Kilo pro Achse auf die Straße. Bei einem vierachsigen 30-Tonner lasten pro Achse 7,5 Tonnen auf der Straße, das ist das 15-Fache. Das Vierte-Potenz-Gesetz sagt nun: Die Belastung für die Straße und damit der angerichtete Schaden ist pro Achse nicht 15-mal so groß wie beim Pkw, sondern der Faktor beträgt 15**4, also 15 * 15 * 15 * 15, das ist 50625. Da unser Beispiel-Lkw außerdem doppelt so viele Achsen hat wie der Pkw, schädigt er die Straße sogar mehr als 100000-mal so stark.
Und das heißt: Bei ihren Berechnungen können die Ingenieure die Personenwagen eigentlich vernachlässigen, die Abnutzung der Straße erfolgt im Wesentlichen durch die Laster. (...)
CHRISTOPH DRÖSSER"
DIE ZEIT vom 28. Juli 2011, S. 32

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