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Dresden: Ampel an Kreuzung zeigt seit 26 Jahren immer nur Rot

Seit dem Jahr 1987 steht in der Einmündung Ziegelstraße zum Güntzplatz in Dresden eine Ampel. Das ist zunächst nicht ungewöhnlich, doch diese Ampel schaltet niemals auf Gelb und auch niemals auf Grün, sondern zeigt seit nunmehr 26 Jahren ausschließlich Rot.

Allerdings ist neben dem Rot ein Grüner Pfeil angebracht, der besagt, dass man auch bei Rot rechts abbiegen darf, denn ohnehin darf man an dieser Einmündung nur rechts abbiegen. Daher darf diese Ampel wohl getrost als die sinnloseste der Sächsischen Landeshauptstadt bezeichnet werden.

Dies mag ja vielleicht lustig sein, allerdings kostet die Sinnlos-Ampel die Stadt Dresden 4.700 Euro Instandhaltung und Wartung und 750 Euro Stromkosten im Jahr. Ohnehin fordert der ADAC, die Sinnhaftigkeit von Ampeln zu überprüfen, allein in Dresden seien 100 "vollkommen überflüssig".


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WebReporter: Kamimaze
Rubrik:   Auto
Schlagworte: Dresden, Ampel, Rot, Kreuzung
Quelle: www.sz-online.de

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15 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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02.11.2013 12:12 Uhr von mario_o
 
+29 | -6
 
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Kann mir mal jemand vorrechnen, wie die Wartungskosten EINER Ampel im Jahr 4700€ betragen können?

Ich meine, das Ding ist einfach nur da und brennt. Zwischendurch mal die Birne tauschen, ok. Wie kommen solche Summen zustande?
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02.11.2013 12:45 Uhr von Petabyte-SSD
 
+46 | -2
 
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@mario:

Jährlich werden 3 Sitzungen gehalten, in denen besprochen wird, was nun mit der Ampel geschehen soll.
Da wird gesoffen und gefressen, und das kostet natürlich.
Zum Schluss wird dann beschlossen die Ampel bis zum nächsten Saufgelage stehen zu lassen.
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02.11.2013 13:55 Uhr von Miauta
 
+16 | -0
 
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Wir müssen überall Engeriesparscheiße verbauen. Aber die in Ampeln usw nich.

Klaaaaaaaaaaaaaaaaarrrrrrrrrrrrr! Ergibt Sinn.....
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02.11.2013 14:40 Uhr von Gorxas
 
+4 | -6
 
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Irgendwie liest sich die News eher wie ein Aufsatz mit eigener Meinung. Sätze wie "Dies mag ja vielleicht lustig sein" haben bei einer Berichterstattung nichts zu suchen. "Das ist zunächst nicht ungewöhnlich" ist da aber auch nicht viel besser...
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02.11.2013 14:49 Uhr von Hanna_1985
 
+10 | -1
 
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Also wenn die Apel eh sinnlos ist.... Hingehen, Birne rausdrehen, Ende.

Nicht mehr warten, nix mehr Stromverbrauch.

So schwierig?
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02.11.2013 16:45 Uhr von georgygx
 
+7 | -0
 
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4.700 Euro Instandhaltung und Wartung
Zählt das wirklich für jede Ampel ????


und 750 Euro Stromkosten
Ich zahle für meine ganze Wohnung soviel im Jahr und der PC sowie andere Geräte laufen durchgehend ...

Lässt die Stadt sich abzocken oder ist das wie in der USA, wo für eine Klobürste 8000€ gezahlt wird und das Geld in wirklichkeit woanders landet ?
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03.11.2013 00:44 Uhr von Trallala2
 
+2 | -1
 
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@mario_o

"Kann mir mal jemand vorrechnen, wie die Wartungskosten EINER Ampel im Jahr 4700€ betragen können? "

Das ist nicht nur ein Holzpfahl wer irgendwo auf dem Acker steht, das ist eine Ampel mitten in der Stadt. Das bedeutet, dass in einem gewissen Turnus die Elektrik überprüft werden muss. Dann muss der Allgemeinzustand der Anlage überprüft werden. Eine Art TÜV. Dann werden regelmäßig die Leuchtkörper ausgetauscht. Die sind zwar nicht so teuer (trotz dem teurer als normale Leuchte) aber der Aufwand die zu wechseln ist groß. Es sind eben jede Menge Kleinigkeiten.
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03.11.2013 10:13 Uhr von anmen
 
+2 | -0
 
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Gibt es da ein Institut für Ampelfragen und einen Ampelzentralrat ? Anders kann man sich die Kosten kaum erklären.
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03.11.2013 10:46 Uhr von Eastman
 
+2 | -1
 
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Das hier derart hohe Strom- und Wartungskosten in den 26 Jahren entstanden sind, liegt einfach daran, dass es nicht nur die Kosten „einer Ampel“ sondern eine kompletten LSA sind. zu der dauerroten Ampel gehören dann ja auch in jeder Fahrtrichtung eine dann wohl dauergrüne Ampel. Und dazu gehört ja noch die Steuerung, auch wenn die eigentlich nicht steuert.

Aber möglicherweise ist das ja eine Wessi-Falle? Da im Westen der Grünpfeil ja kaum Verbreitung gefunden hat, und vielerorts wieder abmontiert wurde, um durch eine ebenfalls energiefressende Rechtsabbiege-Ampel ersetzt zu werden, ist der richtige Umgang mit dem Rechtsabbiegepfeil nicht geläufig, so halten viele nicht an der Haltelinie vor der Ampel.
Hätte man die Einmündung mit Zeichen 206 (Stoppschild) und 209 (rechts abbiegen) statt der Ampel versehen und an der durchgehenden Straße vielleicht noch Zeichen 301 (Vorfahrt), dann würde ein nicht anhalten am Stoppschild „nur“ 50 Euro, und das auch nur bei Gefährdung einbringen (von den 3 Punkten mal abgesehen, das nicht Anhalten an der Ampel-Haltelinie kostet aber immer, und mindestens 70 Euro, mit Gefährdung dann noch mal 5 Euro mehr.
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03.11.2013 13:23 Uhr von keineahnung13
 
+0 | -0
 
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ja die Grüne Blechpfeil wird immer weniger... selbst bei uns im tiefsten Osten... wenns hoch kommt gibts einen Ampelpfeil.... nur finde ich mit den Pfeilen würde man oft viel schneller weg kommen besonders wo der Verkehr nicht so viel ist, nein da steht man lieber sinnlos lange an der Ampel wobei auf der anderen Straße nix kommt....

Bei uns haben die bei der Umgebungsstraße nun den Bremsstreifen weggemacht (also Schraffiert) Folge davon ist die anderen müssen sinnlos Bremsen und wieder Gas geben (was wieder sinnlos Co2 mehrbelastet wird) und der Nachfolgeverkehr sogar auf die Mitte fährt oder sogar komplett in den Gegenverkehr....
Vorher ging es auch super mit dem Bremsstreifen^^ und was ja Sinnvol ist... eigentlich müsste überall wo Platz ist ein Brems und Beschleunigugnsstreifen geben... weil da rollt der Verkehr viel viel besser... und jeder der einen Führerschein hat sollte das gebacken bekommen....
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03.11.2013 13:47 Uhr von stoske
 
+1 | -0
 
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@franz.g: Die Glühlampen in Ampeln haben keine 300 Watt, sondern 60. Und es sind auch keine normalen Glühlampen sondern spezielle Krypton-Lampen mit einer deutlich höheren Lebenszeit von bis zu 15.000 Stunden statt 1.000. LED ist da deshalb noch nicht drin, weil die "billigen" LED kaum länger halten und mit der eigenen Elektronik für diesen Zweck zu anfällig sind. Ausserdem gibt es keine Lüftung, was die LED auch nicht mag. Die LED, die für diesen Zweck geeignet wären, sind auch heute noch zu teuer und würde eine immense Vorfinanzierung erfordern die niemand freiwillig tragen will.
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03.11.2013 15:03 Uhr von Humpelstilzchen
 
+3 | -0
 
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Da sollen demnächst noch zwei Schilder beigestellt werden!
Auf dem Einen steht die Erklärung, warum die Ampel immer Rot leuchtet und wozu der grüne Pfeil dient, und auf dem Anderen steht, wo man die Bretter bekommt, die man sich dann vor die Birne
kloppen kann!!!

[ nachträglich editiert von Humpelstilzchen ]
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06.11.2013 10:33 Uhr von DJCray
 
+0 | -0
 
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Alternative: STOP-Schild + Rundes blaues Schild mit weißem Pfeil (gebogen nach rechts)
Wäre sicher billiger.
Und hat verkehrsrechtlich die gleiche Aussage.

Ich kann mir nur einen Grund vorstellen, warum die Konstellation beibehalten wird.

Eine rote Ampel sieht man im Dunkeln von Weitem.
Ortsunkundige fahren dann bis zur Ampel. Halten. Und sehen dann, dass ein grüner Pfeil das Abbiegen nach rechts erlaubt. Die Leute fahren vorsichtig los bis zur Kreuzung. Schauen sich um und wenn kein Fahrzeug zu sehen ist, biegen die Leute ab.

Wenn man nur einen Unfall pro Jahr damit vermeiden kann ist es volkswirtschaftlich sicher besser die 5450,- EUR zu bezahlen als nur einen Toten pro Jahr mehr im Straßenverkehr an dieser Kreuzung zu haben.

Gruß
DJ
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06.11.2013 18:59 Uhr von MerZomX
 
+1 | -0
 
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ist aber ein "Grüner Pfeil Schild", wo man abbiegen DARF aber nicht muß. Also könne jeder der da ankommt dort so lange stehen wie er will....und hat einen billigen Parkplatz.
:-)

http://tinyurl.com/...

MerZomX

[ nachträglich editiert von MerZomX ]
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20.11.2013 05:25 Uhr von jetzaber
 
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Immer nur rot. Wie traurig. XD

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