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Wien: Mann "wohnt" im Stadtpark - Obdachloser zu 198 Euro Strafe verdonnert

In einer nächtlichen Räumungsaktion im Wiener Stadtpark mussten 25 Obdachlose ihre provisorisch errichteten Liegeplätze verlassen. Einer erhielt nun wegen seiner Weigerung die Schlafstelle zu räumen, eine Geldstrafe aufgebrummt.

Der nur von 200 Euro im Monat lebende Wohnungslose wurde zu einer Geldstrafe in Höhe von 298 Euro verdonnert. Andernfalls müsse er stattdessen 100 Stunden eine Haftstrafe antreten. Ahndungen gegenüber Obdachlosen werden in Österreich unterschiedlich gehandhabt.

So kosten die Verstöße gegen die jeweilige Campierverordnung in Wien bis zu 700 Euro, in Salzburg gar bis zu 10.000 Euro. In Wien will sich die Stadt nun mehr um sie kümmern: "Jeder Obdachlose soll einen Schlafplatz erhalten." Die Caritas fordert generell eine Abschaffung der Strafen.


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WebReporter: LuckyBull
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Strafe, Wien, Obdachloser, Caritas
Quelle: www.heute.at

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2 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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29.10.2013 11:31 Uhr von brycer
 
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Und die Wiener glauben tatsächlich dass sie solche Bußgelder von den Obdachlosen auch wirklich eintreiben können? Um Obdachlose aus der Obdachlosigkeit zu bringen ist es natürlich sehr hilfreich, wenn ihnen der Staat das wenige noch verbliebene auch gleich abknöpft.
"Jeder Obdachlose soll einen Schlafplatz erhalten." <- ein toller Vosatz. Aber anscheinend hatten die Obdachlosen auch ihre Schlafplätze. Nur waren es nicht die, die der Stadtverwaltung vorgeschwebt hätten. Ob die allerdings auch in ausreichender Stückzahl vorhanden sind ist wohl auch mehr als fraglich.

Das kommt mit so vor als würde man von einem Nackten am FKK-Strand einen Ausweis verlangen:
"Sie kommen hier keinen Schritt weg, bevor sie nicht ihren Ausweis vorgezeigt haben."
"So! Und wo glauben sie soll ich ihn zur Aufbewahrung hin stecken, wenn ich ihn immer dabei haben soll?" ;-P
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29.10.2013 11:42 Uhr von Samsara
 
+2 | -0
 
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Na ja, Wien und Salzburg sind meines Wissens Touristenstädte. Und um die Obdachlosen von den Straßen zu bekommen setzt man einfach das Bußgeld so übertrieben hoch an, dass sie zwangsläufig inhaftiert werden müssen.

Da stellt sich mir auch die Frage, was besser ist: Zwar in Freiheit aber dafür in der Kälte schlafen oder lieber in den Knast und eine (hoffentlich) warme Zelle samt täglichem Essen genießen...

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