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Sendenhorst: Frau lag 60 Jahre im Krankenhaus - Jetzt ist sie gestorben

Im Alter von 18 Jahren wurde Hannelore Setter in die Fachklinik für Orthopädie und Rheumatologie (Sendenhorst) gebracht. Die Frau war an chronischer Polyarthritis erkrankt. Es handelt sich dabei um eine Entzündung, die sämtliche Gelenke steif werden lässt.

Die Frau konnte sich so gut wie nicht bewegen und hat das Krankenhaus seitdem nie wieder wirklich verlassen. Am 10. Oktober starb Setter, sie war 79 Jahre alt. In den 60 Jahren hat sie rund 1.500 Mitpatienten getroffen. Mit vielen davon stand sie in regelmäßigem Kontakt.

"Bei ihr ist die Krankheit sehr heftig verlaufen, und die Behandlungsmöglichkeiten, die wir heute haben, waren vor 60 Jahren noch nicht bekannt", so die Klinik.


WebReporter: rheih
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Frau, Krankenhaus, tot
Quelle: www.stern.de

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4 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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26.10.2013 16:47 Uhr von Gnarf456
 
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Man fragt sich doch immer wieder, ob Sterbehilfe nicht wesentlich humaner wäre, als dieses lebenslange Herumvegetieren im Krankenbett. Das einzige, was doch wirklich dagegen spricht, sind irgendwelche wirren Religionsspinner. Jeder, der halbwegs klar im Kopf ist, wird doch einsehen müssen, dass das jeder für sich selbst entscheiden können muss, ob er so "leben" will oder lieber sterben möchte.
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26.10.2013 17:08 Uhr von bigpapa
 
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@Gnarf456

Grundsätzlich gebe ich dir Recht.

Aber in den Fall nicht. Die Frau ist ja wie es scheint mit ihren Leben sehr gut zurechtgekommen.

Und wenn man es brutal sieht, ist das Leben eines normalen Bürger auch nicht besser. Morgens aufstehen, zur Arbeit, 8 Stunden in der Firma, stress nach Hause, pennen. Reinste Routine.

Diese Frau da hatte auch eine Routine. Aber bei über 1500 Menschen die sie kennen gelernt hat, und mit den sie in Kontakt war, hatte sie wie ich finde ein eingeschränktes aber doch abwechslungsreiches Leben.

Die Krankheit mag etwas schlimmer sein, als ein Leben im Rollstuhl aber solange man als Patient keine Schmerzen hat, sollte man auch mit Worten wie Sterbehilfe vorsichtig sein.

Gruß

BIGPAPA
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26.10.2013 17:11 Uhr von fraro
 
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@Gnarf456

Im Prinzip hast Du Recht, aber: wenn es einen selber betrifft, hat man doch bestimmt die Hoffnung, dass die Krankheit abklingt oder dass in der Zwischenzeit Medikamente auf den Markt kommen.

Trotzdem: wenn man sich vorstellt, mit 18 Jahren für ein Leben lang ans Bett gefesselt zu sein - unglaublich!
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27.10.2013 03:06 Uhr von langweiler48
 
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Wenn die Frau mal geaeussert haette, lasst mich sterben, dann wuerde ich sagen, Ja Sterbehilfe. Aber ein gesunder Mensch kann sich, so meine Meinung, sich den Lebenswillen eines solchen Menschen nicht gar nicht vorstellen. Eine sehr schwierige Sache hier eine entgueltige Entscheidung zu treffen.

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