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Stefan Schmidt: "Das Mittelmeer ist seit Jahren voller Toter"

Als Kapitän der "Cap Anamour" hatte Stefan Schmidt vor Lampedusa in Seenot geratene Flüchtlinge gerettet. Für diese Aktion wurde er wegen Schlepperei verhaftet. In einem Interview hat Schmidt nun gefordert, dass die Menschen die Augen aufmachen sollten.

"Einerseits ist es offenbar so, dass tote Flüchtlinge nur noch wahrgenommen werden, wenn ihre Zahl die 100 überschreitet. Andererseits mache ich bei meinen Vorträgen zu den Grenzen Europas immer mehr ganz normale Bürger aus, die wissen wollen, was da los ist, die sich auch engagieren", so Schmidt.

Man müsse nachdenken und hinsehen, so Schmidt weiter. Die Subventionspolitik Europas würde in Afrika eigene Märkte verhindern. Ein Afrikaner habe ihm mal gesagt, dass man nichts nach Afrika geben müsse, man müsse nur aufhören, alles wegzunehmen.


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WebReporter: Borgir
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Toter, Kapitän, Mittelmeer, Lampedusa
Quelle: www.shz.de

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7 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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20.10.2013 14:42 Uhr von Borgir
 
+30 | -7
 
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Man muss dafür sorgen, dass die Menschen in Afrika keinen Grund mehr haben, aus ihrem Land zu flüchten. Echte Hilfe statt vorgeschobene Tropfen auf heiße Steine.
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20.10.2013 14:42 Uhr von pjh64
 
+21 | -6
 
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> Ein Afrikaner habe ihm mal gesagt, dass man
> nichts nach Afrika geben müsse, man müsse nur
> aufhören, alles wegzunehmen.

Damit wird Europa aber nicht aufhören. Was den Amis ihr Krieg ist dem Europäer sein Afrika.

Der Mann mag recht haben, aber die armut Afrikas ist Europas wirtschaftliche Grundlage. Wenn Afrika eigene Märkte hätte, würden wir schon ziemlich Blöd dastehen, mit einer Millionenschar anzugtragender Speichellecker die in "Was kann ich für sie Tun"-Seminaren ausgebildet wurden. Wertschöpfungstechnisch ist damit nämlich nichts zu reißen.
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20.10.2013 15:07 Uhr von Sir-Hoschi
 
+13 | -13
 
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Viele dieser Bootsflüchtlinge sind Syrer. Es ist nicht die Armut, die sie zur Flucht treibt, auch ist diese Katastrophe im Land nicht durch Europa entstanden.
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20.10.2013 15:11 Uhr von nachtstein_
 
+13 | -3
 
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Sicher Hoschi. Sie flüchten über die Türkei nach Ägypten und von dort nach Italien.
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20.10.2013 20:17 Uhr von Karl-Paul-Otto
 
+4 | -1
 
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Wichtig wäre in diesem Fall, wie sonst auch, eine Behandlung der Ursache, nicht der Symptome. Besonders bedauerlich ist die Tatsache, das die meisten "Hilfsmaßnahmen" die Lage nicht besser sondern schlimmer machen. Hilfe zur Selbsthilfe ist der richtige Weg.

Außerdem sollte jeder bedenken, dass ALLE Menschen Ausländer sind - und zwar beinahe überall auf dieser Welt.
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20.10.2013 21:08 Uhr von Child_of_Sun_24
 
+3 | -3
 
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Ein Afrikaner habe ihm mal gesagt, dass man nichts nach Afrika geben müsse, man müsse nur aufhören, alles wegzunehmen.

Meine rede, würde aber statt "aufhören, alles wegzunem" durch "für die gelieferten Waren ordentliche Preise zahlen" ersetzen.
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21.10.2013 18:22 Uhr von gerrit.samson
 
+2 | -0
 
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Hey, Mister-L, ist die gleiche Nummer wie in sämtlichen durch Kolonisierung geformten Landstrichen. Musst mal was dazu lesen und nicht einfach nur deine Erinnerung bemühen, dann erschließt sich dir sicher der Grund für Afrikas Armut, die Bürgerkriege, Hungersnöte und Wasserknappheit.
Was die Europäer spenden ist ein Witz im Vergleich zu den Zinszahlungen die Afrika an den ´zivilisierten´-Teil der Welt zahlen muss. Informiere dich in diesem Zusammenhang mal über die Rolle der Weltbank und des IWF ... obwohl, das könnte vielleicht auch wieder zum Teil der Erinnerungen gehören ... wird aber dennoch gerne verdrängt.

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