20.10.13 14:31 Uhr
 5.341
 

Stefan Schmidt: "Das Mittelmeer ist seit Jahren voller Toter"

Als Kapitän der "Cap Anamour" hatte Stefan Schmidt vor Lampedusa in Seenot geratene Flüchtlinge gerettet. Für diese Aktion wurde er wegen Schlepperei verhaftet. In einem Interview hat Schmidt nun gefordert, dass die Menschen die Augen aufmachen sollten.

"Einerseits ist es offenbar so, dass tote Flüchtlinge nur noch wahrgenommen werden, wenn ihre Zahl die 100 überschreitet. Andererseits mache ich bei meinen Vorträgen zu den Grenzen Europas immer mehr ganz normale Bürger aus, die wissen wollen, was da los ist, die sich auch engagieren", so Schmidt.

Man müsse nachdenken und hinsehen, so Schmidt weiter. Die Subventionspolitik Europas würde in Afrika eigene Märkte verhindern. Ein Afrikaner habe ihm mal gesagt, dass man nichts nach Afrika geben müsse, man müsse nur aufhören, alles wegzunehmen.


Videoplayer auf dieser Seite ausblenden
WebReporter: Borgir
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Toter, Kapitän, Mittelmeer, Lampedusa
Quelle: www.shz.de

Jetzt Deinen
Kommentar abgeben!

DAS KÖNNTE DICH AUCH INTERESSIEREN

Österreich: Norbert Hofer trägt Kreuz umstrittener schlagender Burschenschaft
Norbert-Hofer-Niederlage: FPÖ-Anhänger haben nun Angst vor Untergang Österreichs
Neuseeland: Premier John Key tritt überraschend zurück - "Mein Tank ist leer"

Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben

8 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

Kommentar ansehen
20.10.2013 14:42 Uhr von Borgir
 
+30 | -7
 
ANZEIGEN
Man muss dafür sorgen, dass die Menschen in Afrika keinen Grund mehr haben, aus ihrem Land zu flüchten. Echte Hilfe statt vorgeschobene Tropfen auf heiße Steine.
Kommentar ansehen
20.10.2013 14:42 Uhr von pjh64
 
+21 | -6
 
ANZEIGEN
> Ein Afrikaner habe ihm mal gesagt, dass man
> nichts nach Afrika geben müsse, man müsse nur
> aufhören, alles wegzunehmen.

Damit wird Europa aber nicht aufhören. Was den Amis ihr Krieg ist dem Europäer sein Afrika.

Der Mann mag recht haben, aber die armut Afrikas ist Europas wirtschaftliche Grundlage. Wenn Afrika eigene Märkte hätte, würden wir schon ziemlich Blöd dastehen, mit einer Millionenschar anzugtragender Speichellecker die in "Was kann ich für sie Tun"-Seminaren ausgebildet wurden. Wertschöpfungstechnisch ist damit nämlich nichts zu reißen.
Kommentar ansehen
20.10.2013 15:07 Uhr von Sir-Hoschi
 
+13 | -13
 
ANZEIGEN
Viele dieser Bootsflüchtlinge sind Syrer. Es ist nicht die Armut, die sie zur Flucht treibt, auch ist diese Katastrophe im Land nicht durch Europa entstanden.
Kommentar ansehen
20.10.2013 15:11 Uhr von nachtstein_
 
+13 | -3
 
ANZEIGEN
Sicher Hoschi. Sie flüchten über die Türkei nach Ägypten und von dort nach Italien.
Kommentar ansehen
20.10.2013 19:46 Uhr von Humpelstilzchen
 
+3 | -9
 
ANZEIGEN
"Ein Afrikaner habe ihm mal gesagt, dass man nichts nach Afrika geben müsse, man müsse nur aufhören, alles wegzunehmen."

Das sagt alles, es beschreibt genau das Problem, welches nicht nur dieses Land hat!

Und der Afrikanische Kontinent wird seine Märkte ausbauen und stärken, wird die Wüsten bewässern und das "Schlaraffenland" der Zukunft sein!
Vielleicht schonmal eine Bewerbung hinschicken?
Als Gastarbeiter?

[ nachträglich editiert von Humpelstilzchen ]
Kommentar ansehen
20.10.2013 20:17 Uhr von Karl-Paul-Otto
 
+4 | -1
 
ANZEIGEN
Wichtig wäre in diesem Fall, wie sonst auch, eine Behandlung der Ursache, nicht der Symptome. Besonders bedauerlich ist die Tatsache, das die meisten "Hilfsmaßnahmen" die Lage nicht besser sondern schlimmer machen. Hilfe zur Selbsthilfe ist der richtige Weg.

Außerdem sollte jeder bedenken, dass ALLE Menschen Ausländer sind - und zwar beinahe überall auf dieser Welt.
Kommentar ansehen
20.10.2013 21:08 Uhr von Child_of_Sun_24
 
+3 | -3
 
ANZEIGEN
Ein Afrikaner habe ihm mal gesagt, dass man nichts nach Afrika geben müsse, man müsse nur aufhören, alles wegzunehmen.

Meine rede, würde aber statt "aufhören, alles wegzunem" durch "für die gelieferten Waren ordentliche Preise zahlen" ersetzen.
Kommentar ansehen
21.10.2013 18:22 Uhr von gerrit.samson
 
+2 | -0
 
ANZEIGEN
Hey, Mister-L, ist die gleiche Nummer wie in sämtlichen durch Kolonisierung geformten Landstrichen. Musst mal was dazu lesen und nicht einfach nur deine Erinnerung bemühen, dann erschließt sich dir sicher der Grund für Afrikas Armut, die Bürgerkriege, Hungersnöte und Wasserknappheit.
Was die Europäer spenden ist ein Witz im Vergleich zu den Zinszahlungen die Afrika an den ´zivilisierten´-Teil der Welt zahlen muss. Informiere dich in diesem Zusammenhang mal über die Rolle der Weltbank und des IWF ... obwohl, das könnte vielleicht auch wieder zum Teil der Erinnerungen gehören ... wird aber dennoch gerne verdrängt.

Refresh |<-- <-   1-8/8   -> -->|
Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben


SCHLIESSEN

Willst Du die Seite wirklich verlassen?


DAS KÖNNTE DICH AUCH INTERESSIEREN

Freiburg: Eltern von Ermordeter bitten in Traueranzeige Spenden für Flüchtlinge
Bad Aibling: Dreieinhalb Jahre Haft für Fahrdienstleiter
Österreich: Norbert Hofer trägt Kreuz umstrittener schlagender Burschenschaft


...oder unseren und keine aktuellen News mehr verpassen?