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"Zeit Online" ruft BND-Mitarbeiter zu Whistleblowing auf

In einem Offenen Brief wendet sich die Onlineausgabe der Tageszeitung "Zeit" an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des deutschen Geheimdienstes BND. "Zeit Online" verweist in dem Brief darauf, dass nach Medienberichten auch der deutsche Geheimdienst in illegalen Abhöraktionen verwickelt ist.

"Zeit Online" bittet deshalb alle 6.000 Mitarbeiter des BND, sich der Geschichte des US-Whistleblowers Edward Snowden anzunehmen und Schlüsse daraus zu ziehen. Man appelliere dabei an die Geheimdienstmitarbeiter das Grundgesetz zu achten.

Tilman Baumgärtel von "Zeit Online" schreibt: "In ihrem Diensteid haben Sie sich dazu verpflichtet, das Grundgesetz zu achten und zu schützen. Bitte tun Sie das - auch indem Sie die Öffentlichkeit über mögliche Rechtsbrüche des BND in Kenntnis setzen."


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WebReporter: Teffteff
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Online, Mitarbeiter, Zeit, BND, Whistleblower
Quelle: www.zeit.de

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12 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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16.10.2013 13:10 Uhr von Maverick Zero
 
+6 | -7
 
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Genau!
Traut euch, moralisch richtig zu handeln und euch gegen Unrechtsregimes zu wehren, so dass der Großteil der internationalen Staaten euch den Rücken kehren wird, wenn ihr Hilfe oder Unterstützung braucht.

Das war doch die Geschichte vom Snowden, oder? Der konnte ja nur noch nach Russland und sich dort verstecken, weil niemand den Kerl auch nur mit der Kneifzange anfassen wollte, oder?

Das war doch das Paradebeispiel, dass es sich echt volle Kanne lohnt, wenn man sich gegen das Unrecht stellt.

Kopf -> Tisch
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16.10.2013 13:17 Uhr von Rechthaberei
 
+0 | -7
 
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Der BND ist mittlerweile durch die Nanotechnologie in der Lage Gedanken zu sehen und kann von jedem sein Stimmenprofil immitieren.


[ nachträglich editiert von Rechthaberei ]
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16.10.2013 13:27 Uhr von Justus5
 
+3 | -0
 
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Das wird wohl noch ein paar Jahre dauern, bis sowas in De passieren könnte.

Abgesehen davon: Wo würde eigentlich ein deutscher Whistleblower hingehen? Auch nach Russland, wie Snowden? China? Venezuela? Ghana?
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16.10.2013 13:53 Uhr von Maverick Zero
 
+5 | -1
 
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Nachtrag: Es sei dann erwähnt, dass im Falle Snowden ja noch im Heimatland über ihn hergezogen wird. Statt ihn zu bejubeln, dass er aufgedeckt hat, wie sich der Staat zum Unrechtsstaat entwickelt, wird er als großer Verräter verrissen.
Die Bevölkerung ist (unter anderem auch durch die Medien gesteuert) böse auf ihn, dass er die Bevölkerung zu schützen versuchte.

Diese "Erfolgsgeschichte" will doch jeder nachahmen, oder?....
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16.10.2013 14:28 Uhr von mort76
 
+1 | -0
 
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Maverick,
Snowden hätte doch auch nach Südamerika gehen können, wenn man ihn nur hätte hinfliegen lassen...er hatte doch Einladungen von drei anderen Staaten erhalten, aber Rußland war halt als einziges davon erreichbar für ihn.
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16.10.2013 14:40 Uhr von ThomasHambrecht
 
+4 | -8
 
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Weil das schon vorkam:
Mir ist es lieber ein Polizist droht einem Kindesentführer Folter an um das entführte Kind aufzufinden und zu retten - als, dass sich der Polizist an Recht und Ordnung hält und dabei das Kind stirbt.
Ich will damit sagen, dass es bestimmt manchmal Gewissenskonflikte gibt, wenn der BND in manchen Fällen ermittelt. Opferschutz vor Täterschutz - wäre mal ein Vorschlag zur Änderung im Grundgesetz.
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16.10.2013 14:55 Uhr von DieNachdenkliche
 
+3 | -0
 
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@ ThomasHambrecht:

Artikel 1 Grundgesetz ist aber nicht änderbar, selbst bei 100 Prozent Zustimmung im Bundestag. Dafür sorgt das Bundesverfassungsgericht.

Die Menschenwürde ist das einzig wahre "Supergrundrecht", dem sich alles unterordnen muss. Dass diese Menschenwürde z.B. durch Hartz-Sanktionen verletzt wird, ist eine andere Sache. Aber diesbezüglich gibt es ja auch bereits eine Verfassungsklage.

Bei Folter wird es keine Grenzen geben, wenn man es zulässt. Das ist das Problem, so emotional nachvollziehbar es im Einzelfall auch sein mag. Aber die Folterungen werden dann auch durchgeführt, um (angebliche) Bombenanschläge raus zu bekommen - und in letzter Konsequenz auch das teure geklaute Luxusfahrrad.
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16.10.2013 15:38 Uhr von asianlolihunter
 
+0 | -5
 
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Jedem Whistleblowing gleich noch ein Ticket nach Guantanamo geben, wegen Hochverrat
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16.10.2013 16:23 Uhr von Dr.Eck