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Nach Kritik an Justiz in Beckmann-Talk: Gutachterin bekommt keine Aufträge mehr

Hanna Ziegert ist eine renommierte und unabhängige Gutachterin, die oft von der Justiz beauftragt wurde.

Doch nach einem Auftritt in der Talkshow von Beckmann in der ARD, in der sie das Gutachtersystem in Deutschland kritisierte, wurde sie in allen Fällen als Gutachterin abgelehnt und bekommt seitdem keine neuen Aufträge mehr.

In der Talkshow zum Thema Gustl Mollath sagte Ziegert, sie wisse nicht, ob sie sich selbst jemals begutachten lassen würde, da das Vertrauen zu deutschen Gutachtern nicht selbstverständlich sei.


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WebReporter: mozzer
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Kritik, Auftrag, Justiz, Gutachter, Beckmann
Quelle: www.sueddeutsche.de

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11 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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12.10.2013 21:11 Uhr von kasskara
 
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Also, dass in Deutschland in weiten Teilen eine Gesinnungs- und Willkür-Justiz mit vatikanösen inneren Strukturen unhinterfragt ihr Unwesen ausübt, ist wirklich absolut neu und halte ich schlicht und ergreifend für eine "Verschwörungstheorie"! ;-)
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12.10.2013 21:33 Uhr von Sonny61
 
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Wer in einer "Demokratie" die Wahrheit sagt ist immer im Arsch!
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12.10.2013 23:32 Uhr von TheRoadrunner
 
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@ karlchen
Wer wurde denn mit Gewalt gebremst?
Wer wurde mundtot gemacht, weil er was gegen den Euro gesagt hat?
Die Nazikeule wird deutlich öfter antizipiert als sie eintrifft ("und jetzt werde ich sicher gleich als Nazi beschimpft" etc. bla bla).
Thema Hannemann: wer seinen Arbeitgeber in der Öffentlichkeit kritisiert und schlecht hinstellt, braucht sich nun wirklich nicht wundern.
Von einem Fall wie Mollath habe ich in D nie zuvor gehört. Ich gehe daher davon aus, dass es sich hier wirklich um einen Einzelfall handelt.

Bottom line: viel Gejammere und Selbstmitleid, wie leider hier nicht unüblich.
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12.10.2013 23:39 Uhr von ewin12000
 
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@TheRoadrunner naja es gibt wesentlich mehr Fälle ala Gustl Mollath als du denkst und davon sind einige öffentlich geworden....Horst Arnold sollte auch dir ein Begriff sein,das war schlieslich wochenlang Thema Nr.1 in den Medien....
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13.10.2013 08:52 Uhr von gnom1942
 
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Demokratie braucht mutige (oder risikofreudige) Menschen wie diese Frau - oder z. B. auch Herrn Snowden!
Verständlich, dass Menschen aus Angst um ihre Existenz lieber schweigen, die Folgen haben wir in unserer Geschichte ja lange und übel genug erlebt.

Traurig für die Schweigenden, dann über die Mutigen noch zu lästern.

Nichts gegen Achtung vor sachlich begründeter Autorität, aber es ist schon sehr erfreulich, wenn angemasste und missbrauchte Autorität bloßgestellt wird.

[ nachträglich editiert von gnom1942 ]
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13.10.2013 09:53 Uhr von polyphem
 
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Vielleicht wird sie bald als unzurechnungsfähig erklärt und für 7 Jahre weggesperrt?
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13.10.2013 10:51 Uhr von TheRoadrunner
 
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@ ewin12000
Bei den Fällen Horst Arnold und Gustl Mollath gibt es gravierende Unterschiede: einmal Gefängnisstrafe infolge fälschlicher Beschuldigung einer Vergewaltigung durch eine Einzelperson (hier stand Aussage gegen Aussage, und man hat schlicht dem falschen geglaubt) und das andere Mal Psychiatrie durch falsche Beschuldigungen seitens mehrerer Personen (Ehefrau und Verantwortliche eines Unternehmens) und vor allem klares Fehlverhalten seitens des Richters, da Beweismittel einfach ignoriert wurden.
Im Fall von Horst Arnold ist meines Wissens keine Rede von Rechtsverfehlungen durch Staatsanwaltschaft oder Gericht, im Fall von Gustl Mollath dagegen kommt hierzu sogar noch die fragwürdige Rolle des Justizministeriums hinzu.

@ Karlchen
Es scheint, dass wir unterschiedliche Vorstellungen von Gewalt haben. Hier liegt weder physische noch psychische Gewalt noch irgendeine anderen Form von illegitimem Zwang vor.
Ein Ausschluss von Aufträgen mag einer Berufssperre gleichkommen, aber ist sicher keine Gewalt. Wer sich gegen seine Kollegen stellt, muss mit so etwas rechnen.
Du sprichst von Dirk Müller, dem Börsenmakler und Autor von C(r)ashkurs? Inwiefern hat er denn versucht, sich in einer Partei zu engagieren, und wie soll das untergraben worden sein?
Wo wird die Frau Hannemann denn verfolgt? Ich kann dir versichern: wenn ich das, was sie gegenüber ihrem Arbeitgeber gemacht hat, gegenüber meinem Arbeitgeber machen würde, würde ich gefeuert und hätte vermutlich auch noch eine Klage am Hals.
Die FDP hat versucht, ihrem Wunsch-Koalitionspartner Wähler abzuwerben. Dieses Manöver war meines Erachtens äußerst armselig und kann durchaus dazu geführt haben, dass die FDP aus dem Bundestag geflogen ist, obwohl sämtliche vorherige Umfragen sie knapp drin gesehen haben. Dass CDU/CSU sich das nicht gefallen lassen, ist für mich vollkommen legitim, da sie keine Stimmen verlieren wollten. Dass die FDP nicht in den Bundestag kommt (und somit nicht als Koalitionspartner zur Verfügung steht), war jedenfalls sicher nicht im Interesse von CDU/CSU.

[ nachträglich editiert von TheRoadrunner ]
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13.10.2013 10:59 Uhr von TheRoadrunner
 
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Nachtrag zu Dirk Müller:
"Obwohl er nach eigener Aussage Parteimitgliedschaftsangebote erhielt, möchte er kein Politiker werden. Er unterstützt dabei nach eigenem Bekunden die Alternative für Deutschland, eine Mitgliedschaft käme aber nicht in Frage." (http://de.wikipedia.org/...)
Wenn er nicht Politiker werden will, sollte man ihn nicht dazu zwingen. Denn *das* wäre nun tatsächlich Gewalt im Sinne eines illegitimen Zwanges.

[ nachträglich editiert von TheRoadrunner ]
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13.10.2013 11:43 Uhr von Delios
 
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Mir ging beim Sehen der Sendung mehr als einmal der Mund weit auf.
Gerade die Aussagen der Gutachterin zur gängigen Praxis bei psychologischen Gutachten waren schon krass und zeigen eben wie einfach es anscheinend ist, aufmüpfige Menschen solange wegzusperren bis sprichwörtlich Gras über die Sache gewachsen ist.
Ich finds vorallem ne Frechheit, dass psychologische Gutachten aufgrund anderer Gutachten erstellt werden. So eine Analyse die sich mit dem Geisteszustand eines Menschen beschäftigt und erhebliche Folgen für denjenigen haben kann, sollte doch mit ziemlich viel Sensibilität angefasst werden.
Und Hanna Ziegert hat ja eben dazu gesagt, dass solange es keine Gesetze oder Vorschriften gegen bestimmte Machenschaften erlassen werden, solange wird auch munter weiter so gemacht...
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13.10.2013 14:31 Uhr von ewin12000
 
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@ TheRoadrunner im Fall von Herrn Arnold bzw. allg. in diesen Fällen werden Glaubwürdigkeitsgutachten angefertigt.Aber ok lassen wir Herr Arnold weg und nehmen Fälle die auf Grund von falschen Gutachten verurteilt wurden. ZB. Frau de Montgadzon wegen Mordes mit besondere Schwere der Schuld oder Herr Witte wegen Vergewaltung

[ nachträglich editiert von ewin12000 ]
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13.10.2013 16:26 Uhr von TheRoadrunner
 
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@ ewin12000
Und, was willst du damit nun sagen? Dass Gutachter nicht perfekt sind und Fehler machen? Das ist klar und letztlich menschlich.
Für mich sind Gutachten bei Brandanalyse und Psychologie vollkommen verschieden. Ein Tatort kann sich schließlich schlecht verstellen, die Spuren sind so, wie sie sind. In einen Menschen kann aber oft auch ein Psychologe nicht hineinschauen. Im Fall de Montgadzon finde ich interessant, dass die Frau trotz mehrerer entlastender Gutachten verurteilt wurde. Klar, wer ein Gutachten in Auftrag gibt hat manchmal Einfluss auf das Gutachten, aber hier hätte das [erste] Gericht zumindest hellhörig werden müssen.
Das Problem ist bei Vergewaltigungen doch: es gibt in aller Regel keine Zeugen. Gerichte müssen sich also auf Gutachten, medizinisch wie psychologisch, verlassen, wenn Täter verurteilt werden sollen. Dass diese nicht perfekt sind und dadurch leider in einzelnen Fällen auch fälschlich Beschuldigte verurteilt werden, ist eine tragische Folge. Die Alternative wäre, dass man viele Vergewaltiger wegen nicht ausreichender Beweislage laufen lassen müsste.
Und natürlich sollte es drastische Strafen für falsche Beschuldigungen geben, und dies nicht nur, wenn der fälschlich Beschuldigte auch verurteilt wurde.
Ausgangspunkt unserer Diskussion war wohl meine Aussage, dass es kaum Fälle wie Gustl Mollath gäbe. Sämtliche bisher genannten Fälle reichen in ihrer Tragweite (s.o.) nicht an den von Gustl Mollath heran. Dabei geht es mir weniger um dieser Opfer der Justizopfer als um die Vielzahl und Schwere der Fehler mehrerer Verfahrensbeteiligter.

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