09.10.13 12:58 Uhr
 267
 

Lampedusa: Wütende Menge beschimpft EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso

Der EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso hat die italienische Insel Lampedusa besucht, vor der sich vor Kurzem ein Flüchtlingsdrama mit über 200 Toten abgespielt hat.

Wegen der EU-Asylpolitik wurde Barroso von einer wütenden Menge empfangen und sowohl beschimpft als auch ausgebuht.

Die Menschen riefen "Schande" und "Mörder". Barosso will in Lampedusa mit den Überlebenden der Katastrophe sprechen.


Videoplayer auf dieser Seite ausblenden
WebReporter: tante_mathilda
Rubrik:   Politik
Schlagworte: EU, Asyl, Lampedusa, José Manuel Barroso
Quelle: www.spiegel.de

Jetzt Deinen
Kommentar abgeben!
Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben

8 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

Kommentar ansehen
09.10.2013 13:30 Uhr von Ms.Ria
 
+3 | -9
 
ANZEIGEN
Jablabla... @ nobodyisback

Immer schön vom reichen Deutschland aus auf diese armen Leute schimpfen. Wie schön das Leben sein kann, wenn es einem so gut geht wie dir, hm?

So schlimm dieser Vorfall auch ist - aber leider "musste" anscheinend mal etwas in diesem schlimmen, traurigen Ausmaß passieren, damit auch die EU-Politiker die Zustände in Drittländern endlich wahrnehmen und aus ihrem Schlaf im Elfenbeinturm in die Realität geschubst werden.

Viele Politikerstimmen werden laut, ich bin gespannt was letztendlich an Hilfe für diese Flüchtlinge rauskommt. Das war sicher nicht der letzte Aufschrei aus der dritten Welt. Und er wird in Zukunft noch lauter werden, davon bin ich überzeugt.
Kommentar ansehen
09.10.2013 13:34 Uhr von Sirigis
 
+4 | -3
 
ANZEIGEN
Die Menschen in Lampedusa bedenken nicht, dass das Thema Flüchtlinge die Europäer spaltet. Bedingt durch steigende Arbeitslosigkeit, steigende Preise, wachsende Armut innerhalb Europas, steigende Kriminalität, die eben nicht nur von gebürtigen Europäern zu verantworten ist, wächst bei einer stetig wachsenden Zahl der Europäer zunehmend die Ablehnung. Manche EU-Politiker machen vor dieser Entwicklung die Augen zu, und fordern mehr Engagement in Sachen Flüchtlingszustrom. Nur Europa muss sich mit den Problemen eines wachsenden Zustroms von vor allem Armutsflüchtlingen auseinandersetzen, passiert das nicht, wird es zu bürgerkriegsähnlichen Zuständen kommen, und nein, daran sind nicht die Europäer alleine schuld, zumal ein ebenfalls wachsender Bevölkerungsanteil zusehends massiv verarmt. Herr Barroso sollte diese Gefahr im Hinterkopf bewahren, und keine falschen Hoffnungen auf Milch und Honig unter den Flüchtlingen wecken.

@Ms.Ria: ich wohne in einem Stadtteil mit vielen armen Deutschen, ja nicht ganz Deutschland ist reich.

[ nachträglich editiert von Sirigis ]
Kommentar ansehen
09.10.2013 13:35 Uhr von vmaxxer
 
+2 | -0
 
ANZEIGEN
Was hat denn die EU damit zu tun das die nicht rechtzeitigt gerettet wurden???
Das ist allein die Aufgabe der Küstenwache. Abgesehen davon sollten die Italiener mal ihre Rechtsprechung überarbeiten (Mithilfe zur illegalen Einreise bei Rettung Schiffbrüchiger).

Klar muss man Italien beim anschließendem bearbeiten der der Flüchtlinge helfen, aber das ist ja auch schon wieder was anderes.
Kommentar ansehen
09.10.2013 13:43 Uhr von Phyra
 
+5 | -2
 
ANZEIGEN
@Ms.Ria
ist immer wieder schoen ohne ausreichende allgemeinbildung den gutmenschen raushaengen zu lassen, richtig?
was denkst du denn wird mit europa passieren wenn jeder reingelassen wird, der rein moechte? die sozialkassen werden kollabieren, die loehne für berufe mit niedrigen qualifikationen werden in den keller sinken, bedingt durch die dadurch extrem steigende armut wird die kriminalität stark zunehmen, es kommt zur slumsbildung in billigen wohngebieten, sofern ueberhaupt vorhanden, etc. etc.
Natürlich ist es blöd, wenn ein großteil der weltbevölkerung weit unter den standards der industrienationen leben muss, aber das ist einfach mal nicht moeglich.
Kommentar ansehen
09.10.2013 14:08 Uhr von Ms.Ria
 
+3 | -3
 
ANZEIGEN
@ Sigiris:

Ist jetzt nicht dein Ernst, dass du einen Hartz4-Empfänger (ärmer gehts in D nicht) mit dem Lebensstandard eines eritreischen Flüchtlings gleichsetzt?

@ nobodyisback:

mich langweilt dieses "linksdenkenden"-Argument. Abgesehen davon: klar können wir nicht jedem helfen, aber wenn du mich fragst sollten wir die Prioritäten eher auf Flüchtlinge setzen als auf diese Leute aus den Ostblockländern, von denen ein großer Teil nachweislich nur zum Missbrauch von Sozialgeldern herkommt. Ich zumindest kann einen kerngesunden Mann aus z.b. Rumänien niemals mit einem armen Menschen aus Eritrea oder Somalia auf eine Stufe setzen. Vllt siehst auch du den Unterschied...
Kommentar ansehen
09.10.2013 15:02 Uhr von CoffeMaker
 
+3 | -1
 
ANZEIGEN
" Ich zumindest kann einen kerngesunden Mann aus z.b. Rumänien niemals mit einem armen Menschen aus Eritrea oder Somalia auf eine Stufe setzen. "

Zwischen die gibt es keinen Unterschied, sie kommen alle nach Deutschland weil es sich rumgesprochen hat das man hier Geld ohne Arbeit bekommt.

Will man den Menschen helfen muss man in den Ländern ansetzen woher die Flüchtlinge kommen weil a) kann man mit dem was ein Flüchtling hier bekommt dort 10 Leuten helfen und b) ziehen diese Flüchtlinge unser Land runter.

Wollen wir unseren Lebensstandard halten müssen wir egoistisch bleiben und nur die wirklichen Überschüsse verschenken.
Kommentar ansehen
09.10.2013 16:39 Uhr von Sirigis
 
+3 | -0
 
ANZEIGEN
@Ms.Ria: in meinem Stadtteil gab es früher viele Fabriken, die meisten davon sind stillgelegt, die Produktion befindet sich heute in Schwellenländern wie der Türkei, oder in Ostasien. Die Rentner (einfache Arbeiter) hatten mit ihrem Lohn gerade genug um ihr Auskommen zu finden, deren Renten sind ein schlechter Witz. Wir haben in unserem Stadtteil u.a. eine Seniorenspeisung ins Leben gerufen, und stell Dir vor, ich helfe mit. In den letzten Jahren sind auch EU-Bürger aus den südlichen EU-Staaten dazugekommen, die keinen Anspruch auf Hartz IV haben, die bringen sich, während sie Deutsch lernen, mit schlecht bezahlten Gelegenheitsjobs durch. Hartz IV wird es erst ab 2014 für Alle geben. Was Eritrea betrifft, verfügt dieses Land über ausreichend Ackerflächen um die gesamte Bevölkerung zu ernähren, das Problem ist, dass die dortige Regierung eine Unmenge an jungen Männern für das Militär rekrutiert hat, und damit wichtige Arbeitskräfte für die Landwirtschaft fehlen. Daher muss Eritrea Lebensmittel importieren. Und ja, auch in Eritrea gibt es Probleme zwischen Christen und Muslimen, und ja in Eritrea gibt es auch Menschenrechtsverletzungen. Wenn allerdings weiter junge Männer aus Eritrea abhauen, wird die Situation dort sicher nicht besser.
Kommentar ansehen
09.10.2013 18:15 Uhr von Ms.Ria
 
+2 | -4
 
ANZEIGEN
@ Sirigis:

Du hast in allem Recht, ich weiß das alles auch. So reich (ja, wir SIND reich!) unsere Länder auch sein mögen, es gab und gibt immer diese arme Schicht, die in Zukunft nicht kleiner sondern im Gegenteil immer weiter wachsen wird. Das Glück das wir haben ist, dass uns der Staat und die Solidarität innerhalb der Bürgerschaft ("Seniorenspeisungen", "Tafeln") auffängt.

In Eritrea, Somalia uvm. gibt es das alles aber nicht, und das was Hilfsorganisationen dort ausrichten können, ist nur ein kleiner Tropfen. Ich höre auch oft als Gegenargument zu meiner Meinung, dass man lieber Hilfsgelder in die betroffenen Länder investieren sollte als diese Leute bei uns reinzulassen. Was aber aus diesen Hilfsgeldern wird, weiß jeder der etwas weiter denken kann. Also bleibt nichts anderes übrig als solche Leute aufzunehmen und zu verteilen (z.b. Pflichtanzahl für jedes Land).

Es ist nur ein kleiner Bruchteil der gesamten in Armut lebenden Menschen, der von zuhause flüchtet und in Italien, Frankreich und Spanien ankommt. Ich verstehe nicht wo das Problem ist, diesen Leuten Obdach zu geben. Wir leben im Überfluss und in einer Wegwerf-Gesellschaft - aber diese Leute sollen lieber in Armut verrecken als dass wir ein bißchen Nahrung mit ihnen teilen? Sorry, auf den Standpunkt werde ich nie kommen.

Refresh |<-- <-   1-8/8   -> -->|
Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben


Copyright ©1999-2017 ShortNews GmbH & Co. KG

Die News auf dieser Website werden eigenverantwortlich von Nutzern erstellt. Die Shortnews GmbH & Co. KG nimmt keinen redaktionellen Einfluss auf die Inhalte.

impressum | agb | archiv | usenet | zur mobilen Ansicht
SCHLIESSEN

Willst Du die Seite wirklich verlassen?


...oder unseren und keine aktuellen News mehr verpassen?