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Roland Pofalla: BND an Nato-Geheimarmee Gladio beteiligt

Kanzleramtsminister Roland Pofalla hat auf Anfrage der Linksfraktion im Deutschen Bundestag bestätigt, dass der Bundesnachrichtendienst an sechs Operationen von "Gladio" beteiligt war. Mit seiner Aussage bestätigte er die Existenz der Nato-Geheimarmee und deren Wirken in Deutschland.

In den 80er Jahren wurde Gladio für diverse Bombenanschläge verantwortlich gemacht. Auch das Bombenattentat auf dem Münchner Oktoberfest im Jahr 1980 soll auf das Konto von Gladio gehen.

Pofalla äußerte sich in einem Terrorprozess in Luxemburg. In diesem sagte der Historiker Andreas Kramer aus, dass sein Vater in europäischen Aktionen von Gladio/Stay-Behind verwickelt war, um Anschläge durchzuführen.


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WebReporter: Teffteff
Rubrik:   Politik
Schlagworte: NATO, BND, Ronald Pofalla, Gladio
Quelle: www.geolitico.de
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19 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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09.10.2013 11:46 Uhr von usambara
 
+7 | -0
 
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http://de.wikipedia.org/...
auch interessant: während der sowjetischen Besatzung Afghanistans haben BND-Beamte auf Seiten der Gotteskrieger gekämpft, um Rüstungstechnologie zu erspähen

[ nachträglich editiert von usambara ]
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09.10.2013 13:31 Uhr von ghostinside
 
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Ronald
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09.10.2013 13:57 Uhr von ElChefo
 
+1 | -1
 
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Witzig dabei ist, das sich zwar auf die Antwort auf die Kleine Anfrage bezogen wird, aber aus Pofallas Aussage zitiert wurde.

Laut der kleinen Anfrage wurden die erbetenen Informationen sehr wohl gegeben, allerdings nicht in öffentlicher Form, siehe hier:

"Um gleichwohl dem parlamentarischen Informationsrecht Rechnung tragen zu können, sind die entsprechenden Informationen als Verschlusssache gemäß der Allgemeinen Verwaltungsvorschrift des Bundesministeriums des Innern zum materiellen und organisatorischen Schutz von Verschlusssachen (VS-Anweisung – VSA) mit dem VS-Grad „Geheim“ eingestuft und als solche in der Geheimschutzstelle des Deutschen Bundestages hinterlegt."
http://dipbt.bundestag.de/...

Von "zurückgehalten werden" kann also nicht die Rede sein. Fragt sich, was damit "eigentlich" gesagt werden sollte.
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09.10.2013 14:44 Uhr von Teffteff
 
+2 | -1
 
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Wow danke ElChefo,
wirklich interessantes PDF. Lustig finde ich dass der BND wohl selbst die Aufarbeitung der Gladio-Akten übernommen hat und immer noch zuständig ist.

"Die Erschließung erfolgt durch Personal des BND nach den gesetzlichen Vorgaben, insbesondere gemäß dem Bundesarchivgesetz, in enger Abstimmung mit dem
Bundesarchiv."

Weiter hinten im Bericht wundert man sich dass Akten-Depots der Alliierten nicht mehr auffindbar sind.

Alles andere ist einfach nur ein Witz was da drin steht, weil entweder geleugnet oder als unwissend dargestellt, aber immer mit der Option offen gehalten, dass man die Akten bis 2017 noch auswerten will und das bisher nur zu 60 Prozent getan hat. - genau wie die Aufrechterhaltung der Geheimhaltungsstufe nach über 30 Jahren. Man beklagt außerdem, dass die Fragesteller einen deutschen Staatsterrorismus unterstellen, lehnt dies ab, aber legt keine Entkräftung vor.
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09.10.2013 15:03 Uhr von Perisecor
 
+1 | -6
 
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Dass Gladio als prinzipielles Defensivgegenstück zu Spetsnaz (GRU) entwickelt und aufgebaut wurde, ist ja nun wirklich kein Geheimnis.

Schade nur, dass sowas immer mit irgendwelchen Verschwörungstheorien gespickt werden muss. Dabei ist das Thema auch bei Beibehaltung der realen Fakten schon sehr interessant.


Edit:
@ Teffteff

Du findest das PDF also einen "Witz", weil es keine Vorverurteilungen zulässt und deine wirren Verschwörungstheorien nicht unterstützt.

Wenig überraschend.

[ nachträglich editiert von Perisecor ]
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09.10.2013 15:14 Uhr von ElChefo
 
+0 | -3
 
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Teffteff


Deinem Erstaunen entnehme ich, das dip21 nicht unbedingt zum Allgemeinwissen an Recherchequellen gehört. Naja. Egal.

"Lustig finde ich dass der BND wohl selbst die Aufarbeitung der Gladio-Akten übernommen hat und immer noch zuständig ist."

Gegenfrage: Wer sonst?
Du? Beliebige Person X, von der Strasse aufgelesen? Im Gegensatz zu deiner Darstellung geht es beim BND-Altaktenbestand, der in der Bearbeitung ist, nicht nur um Gladio-relevante Akten, sondern eben um den gesamten Altakten-Bestand. Da ein Geheimdienst allein schon dem Namen nach ein geheimer Dienst ist, ist auch naheliegend, wer für seine Akten zuständig ist.

"Weiter hinten im Bericht wundert man sich dass Akten-Depots der Alliierten nicht mehr auffindbar sind."

Es geht nicht um Aktendepots, sondern um Ausrüstungsdepots. Nach der Auflösungsgeschichte rund um Gladio ist es kaum verwunderlich, das dokumentierte Abläufe nicht sofort greifbar sind und erst nachrecherchiert werden müssen.

"Alles andere ist einfach nur ein Witz was da drin steht, (...)"

Nur, wenn man absolut keine oder nur Romankenntnisse über Arbeit, Organisation und Abläufe in Geheimdiensten hat.

"Man beklagt außerdem, dass die Fragesteller einen deutschen Staatsterrorismus unterstellen, lehnt dies ab, aber legt keine Entkräftung vor. "

Natürlich lehnt man es ab, weil es unter dieser Prämisse keine Frage, sondern reine Suggestion ist. Du würdest doch auch ablehnend antworten, wenn ich dich frage, was 1+1 ergibt, wenn ich 3 suggeriere?!
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09.10.2013 15:20 Uhr von Teffteff
 
+2 | -0
 
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@Perisecor
"Wirre Verschwörungstheorien"
Schnäppschen zu viel am Nachmittag?

Ich vermisse nur irgendwie konkrete Antworten auf die kleine Anfrage der Linken.
Das mit dem Witz war natürlich rhetorisch gemeint, weil bei solchen Anfragen ja für gewöhnlich nur Unwissenheit und Abstreiten ohne Argumente geäußert werden.

Interessant ist für Dich und mich als informierten Bürger auch nicht die Existenz von Gladio. Für mich steht natürlich eher zur Debatte ob Deutschland tatsächlich Staatsterrorismus durch Gladio betrieb.
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09.10.2013 15:24 Uhr von Perisecor
 
+0 | -2
 
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@ Teffteff

"Schnäppschen zu viel am Nachmittag?"

Nein. Ich vermute ja nicht hinter jeder ecke irgendeine bescheuerte Verschwörung. So wie z.B. du.




". Für mich steht natürlich eher zur Debatte ob Deutschland tatsächlich Staatsterrorismus durch Gladio betrieb."

Na, dazu gibt es doch in diesem Dokument eine eindeutige Aussage:
Erhärtende Beweise für ein Mitwirken des Hauptmannes bei Gladio konnten bisher nicht gefunden werden, weder durch Zeugen, noch durch Bundeswehrakten, noch durch BND-Akten.
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09.10.2013 15:27 Uhr von Teffteff
 
+1 | -0
 
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@ElChefo
"Du? Beliebige Person X, von der Strasse aufgelesen?"

Also du meinst geheimdienstneutrale Personen sind grundsätzlich nicht vertrauenswürdig?

Alles andere was Du schreibst ist reine Interpretation. Natürlich kann man ohne Beweise nur Mutmaßungen auf Indizienlage durchführen. Somit ist BND und Regierung natürlich auf der komfortablen Seite.
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09.10.2013 15:29 Uhr von Teffteff
 
+2 | -0
 
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@Perisecor

"Erhärtende Beweise für ein Mitwirken des Hauptmannes bei Gladio konnten bisher nicht gefunden werden, weder durch Zeugen, noch durch Bundeswehrakten, noch durch BND-Akten."

Guter Witz - Ausgewertet durch die Täter selbst!
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09.10.2013 15:37 Uhr von Perisecor
 
+0 | -2
 
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@ Teffteff

"Guter Witz - Ausgewertet durch die Täter selbst!"

Achso, jetzt sind es schon Täter - für dich steht also das Ergebnis dieser Anfrage schon fest und du bist, wie ich bereits sagte, nur deshalb unzufrieden, weil die offizielle Version - wie üblich - von deinem Wunschergebnis abweicht.


Des Weiteren darf bezweifelt werden, dass die sechs BND-Angestellten, welche jetzt die Archive sichten, in den 60er-80er Jahren Angehörige von Gladio waren.
Das nötige Fähigkeitengebiet ist einfach zu verschieden.




"Also du meinst geheimdienstneutrale Personen sind grundsätzlich nicht vertrauenswürdig?"

Für die Sichtung solcher Dokumente braucht es eine bestimmte Sicherheitsfreigabe, für den Umgang mit BND-Akten sind außerdem nur bestimmte Dienste zugelassen.

Du würdest doch sowieso sämtlichen Menschen misstrauen, welche eine solche Sicherheitsfreigabe haben - sei wenigstens so ehrlich und gib das zu, dann können wir drei uns den Hickhack hier sparen und direkt zum üblichen Ende kommen.
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09.10.2013 15:46 Uhr von ElChefo
 
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teffteff

"Also du meinst geheimdienstneutrale Personen sind grundsätzlich nicht vertrauenswürdig?"

Korrekt.
Weisst du, was der Witz an der Sache ist?
Selbst wenn ein entsprechender Abgeordneter der LINKE-Fraktion in den Geheimschutzraum gehen würde, um sich die entsprechenden Anteile der Antwort auf die kleine Anfrage zeigen zu lassen, und diese Teile tatsächlich alle Implikationen und Suggestionen der Fraktion wiederlegen würden, wir würden es nie erfahren. Es würde keinen entsprechenden Artikel in den Zeitungen geben. Es würde auch keine Richtigstellung durch die gleichen Journalisten geben, die diesen Bericht jetzt verfasst haben. Weisst du auch warum?
...stimmt. Geheimhaltung.
Folge dessen: Selbst wenn es geklärt ist, hälst du es immernoch für eine total fiese Verschwörung, die zu allem fähig ist. Bestell besser gleich ne Alu-Mütze. Du wirst es eh nicht glauben: Manchmal sind die Dinge gar nicht so hintergründig, verwoben, geheimnisumwittert und verrucht.

"Natürlich kann man ohne Beweise nur Mutmaßungen auf Indizienlage durchführen."

Quark.
Wenn man Fragen qua Neugier und Aufklärung stellt, tut man das ergebnisoffen und nicht ergebnisorientiert.

"Somit ist BND und Regierung natürlich auf der komfortablen Seite."

Wieso sollte sich die Regierung auf die sichere Seite stellen wollen? Es geht um 30 Jahre alte Vorgänge. Da war diese Regierung nicht mal in Planung sowie die meisten der Abgeordneten und Funktionsträger noch nicht mal im Dienst.

"Guter Witz - Ausgewertet durch die Täter selbst! "

Also nimmst du die Behauptung der Fragestellung ernster als die Antwort der Regierung, die immerhin auf Untersuchungen fusst?!
...und das mit dem "Täter" würde ich mir nochmal überlegen. Das Bundesarchiv sowie die BND-Sachbearbeiter dürften wohl kaum Mitarbeiter aka "Mitverschwörer" von Gladio gewesen sein.
Klingt aber natürlich echt wie ein prima Schlagwort.

[ nachträglich editiert von ElChefo ]
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09.10.2013 15:47 Uhr von Teffteff
 
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@Perisecor
das meinst Du doch wohl nicht alles ernst? Du scheinst wirklich in Deinem Geheimhaltungswahn gefangen zu sein.

Du würdest also einem Angestellten einer Firma bei der Aufklärung einer Straftat deines Arbeitgebers vertrauen und einer neutralen Person nicht?

Es gibt auch genügend Menschen mit Geheimhaltungsverpflichtung, die nicht dem BND unterstellt sind. Man wird ja außerdem nicht in den BND hineingeboren. Es sollen ja gelegentlich auch immer wieder Außenstehende in Sicherheitsbehörden übernommen werden.
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09.10.2013 15:50 Uhr von Teffteff
 
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@ElChefo und Perisecor

Wir müssen darüber nicht streiten. Mir ist schon klar dass es hier darum geht sicherheitsrelevante Straftaten aufzuklären und ich habe darüber andere "neutrale" Vorstellungen und nicht aus "Staatsdienersicht".

ElChefo:
"Wieso sollte sich die Regierung auf die sichere Seite stellen wollen?"

Die Gründe dafür stehen explizit in Deinem PDF - Es geht um den Schutz der Arbeit des BND und aus außenpolitischen Gründen.

[ nachträglich editiert von Teffteff ]
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09.10.2013 15:51 Uhr von ElChefo
 
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Teffteff

"Es gibt auch genügend Menschen mit Geheimhaltungsverpflichtung, die nicht dem BND unterstellt sind."

Zum Beispiel jener fiktive Abgeordnete der Fraktion, der durchaus berechtigt ist, Einblick in entsprechende Akten und geschwärzte Anteile der Antwort zu nehmen. Erfahren wirst du das aber trotzdem nicht.

"Man wird ja außerdem nicht in den BND hineingeboren."

Braucht man auch nicht.
Es gibt festgelegte Verfahren, nach denen Freigaben (etwa Ü1, Ü1S, Ü2, Ü3) geprüft und vergeben werden. Nach Erlöschen der Notwendigkeit werden sie wieder entzogen. Einfach genug.
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09.10.2013 15:52 Uhr von Perisecor
 
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@ Teffteff

Das hat nichts mit Geheimhaltungswahn zu tun. Wer die Archive sichtet und sortiert der wird ja nicht nur mit fallbezogenen Akten konfrontiert, sondern mit der gesamten Bandbreite an BND-Erkenntnissen.



"Du würdest also einem Angestellten einer Firma bei der Aufklärung einer Straftat deines Arbeitgebers vertrauen und einer neutralen Person nicht?"

Der BND ist keine Firma und ich wüsste nicht, warum ich Leute, die dort im Archiv arbeiten, nicht für ausreichend "neutral" halten sollte.



"Es gibt auch genügend Menschen mit Geheimhaltungsverpflichtung, die nicht dem BND unterstellt sind."

Warum hast du dann in deinen letzten vier Kommentaren nicht mal konkret vorgeschlagen, wer bzw. Leute aus welchen Bereichen diese Akten archivieren sollten? Offenbar gibt es für dich ja doch ganz viel Auswahl.





"... ich habe darüber andere "neutrale" Vorstellungen und nicht aus "Staatsdienersicht"."

Deine ach so "neutralen Vorstellungen" haben sich in der Vergangenheit äußerst oft als völlig realitätsfremd, uneinsichtig und/oder schlicht falsch herausgestellt.

Wenn du dir die Peinlichkeit nicht ersparen willst, dann untermauere ich das auch gerne mit Beispielen - weißt du ja bereits...

[ nachträglich editiert von Perisecor ]
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09.10.2013 15:56 Uhr von Teffteff
 
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@Perisecor

Ich würde das gerne tun. Ich bin auch vertrauenswürdig - mindestens so wie der BND. Glaub mir! lach

Ja "untermauere" mal, wann ich hier irgendwelche Interessensgruppen verteidigt habe. Bin schon gespannt.

[ nachträglich editiert von Teffteff ]
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09.10.2013 16:14 Uhr von Perisecor
 
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@ Teffteff

Na, wie wärs denn z.B. hiermit?
http://www.shortnews.de/...
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09.10.2013 16:33 Uhr von Teffteff
 
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@Perisecor

Sammelst Du auch Daten und hast ne Akte "Teffteff"? lach
Kannst seid 1 1/2 Jahren immer noch nicht wegen dem Beitrag mit den Hohlmantelgeschossen schlafen?

Ich sehe darin aber nicht, wo ich Lobbyisten, Personen oder Interessengruppen vertrete und damit nicht mehr als neutral gelte.

[ nachträglich editiert von Teffteff ]

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