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Zu hohe Erwartungen an Studenten: Viele halten Druck nicht stand

Die psychologischen Beratungsstellen werden von Jugendlichen immer mehr in Anspruch genommen. Sie haben Panik vor Prüfungen und halten dem Druck nicht mehr stand.

Die Zahlen der Hilfesuchenden steigen jährlich. So waren es 2011 25940 und 2012 bereits 27660 Jugendliche.

Die Beratungsstellen stehen jedem kostenlos zur Verfügung.


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WebReporter: _Fuchsi_
Rubrik:   Gesundheit
Schlagworte: Druck, Student, Psychater
Quelle: www.n24.de

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17 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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07.10.2013 14:52 Uhr von saber_
 
+16 | -21
 
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wer dem druck nicht stand haelt darf sein studium gerne abbrechen...


ein studium ist kein geschenk... sowas ist in der regel mit harter arbeit verbunden... das muss nicht wirklich auch noch leichter gemacht werden....
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07.10.2013 15:27 Uhr von Gorli
 
+1 | -7
 
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Kommt jetzt aber auch drauf an ob man Jura studiert oder Buchwissenschaft. Juristen müssen ja bekanntlich ein extrem hohes Maß an Leidensfähigkeit mitbringen ;)
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07.10.2013 16:29 Uhr von chaoskraehe
 
+14 | -1
 
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@saber_
Für mich war während des Studiums ein Arbeitspensum von 50-60 Stunden fürs Studium nichts ungewöhnliches. Und das war noch vor der Umstellung auf das Bachelor/Master-System. In dem neuen System haben die Studenten u. a. mit den ganzen praktischen Modulen pro Semster noch viel mehr zu tun. Unser Prof sagte in der Einführungsveranstaltung damals gleich, dass die meisten von ihnen keine Zeit mehr für einen Nebenjob haben werden. Harte Arbeit hin oder her, nicht jeder Student hat Panik, nur weil er zu faul oder zu unwissend ist. Manche Studenten haben Panik, weil ihr Tag nur 24h hat.
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07.10.2013 16:37 Uhr von KeepOnRollin
 
+18 | -3
 
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Die Gründe für das Wenden an Hilfsstellen sind vielschichtig:

- Viele Studenten lernen einfach falsch bzw. beherrschen das selbstständige Einarbeiten in spezielle Themen nicht. Da ist also Eigeninitiative gefragt, um bei diesem Defizit aufzuholen bzw. müssen diese Kompetenzen in den Schulen besser gelehrt werden.

- Heute studieren 20-40% eines Jahrgangs, vor 50 Jahren waren es max. 5%. D.h. dass heute nicht mehr absolute Genies, sondern auch Durchschnittsmenschen studieren. Die werden dann natürlich auch stark gefordert.

- Das Arbeitspensum hat sich extrem erhöht. Vor 30 Jahren wälzte man Bücher "nur" in der Bibliothek. Im Zeitalter des Internets greift man weltweit auf sämtliche wissenschaftliche Artikel des Fachgebiets zu. In der Medizin verdoppelt sich das Wissen alle 6 Jahre, in HighTech-Studien noch schneller.

- Durch die Wohlstandsgesellschaft nehmen Studenten (aber auch alle anderen Gesellschaftsgruppen) diesen Druck stärker wahr, da immer weniger es gewohnt sind richtig hart an etwas zu arbeiten. Man muss aber auch dazu sagen, dass Hektik und Geschwindigkeit der Zeit, in der wir leben enorm gworden sind und man kaum mehr Zeit hat durchzuatmen, was den Druck deutlich erhöht.

- Der Begriff "Generation Maybe" fasst die Welt der Jugend recht gut zusammen. Man hat heute in Mitteleuropa alle Möglichkeiten sich beruflich oder privat zu entwickeln. Dieser Überfluss an Entscheidungsoptionen belastet die Jugend, was dazu führt, dass sie sich jeden Tag aufs Neue fragt, ob die gestrige Entscheidung richtig war. Es wird hinterfragt ob der gewählte Standard-Berufweg und das geforderte Standard-Leben in einer Gesellschaft, in der nur Geld und Status zählen, überhaupt noch Sinn machen. Dieser Strudel des Selbstzweifels und der Gesellschaftskritik und die Erwartungshaltung der älteren Generation ist für viele Jugendliche zu viel Druck. Es wundert also kaum, dass heute immer mehr Menschen erst mit 30 ihren Lebensweg gefunden haben dabei sich einige Male bei ihrem Beufsweg umentschieden haben.

Die "Alten", die diese Gesellschaft in Unternehmen, Politik und als Eltern "regieren" reden logischerweise nur von der faulen Jugend, erkennen jedoch die Probleme nicht, wodurch echte Hilfestellungen ausbleiben.

[ nachträglich editiert von KeepOnRollin ]
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07.10.2013 16:45 Uhr von Peter323
 
+8 | -1
 
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naja kommt drauf an.

Wenn man das Glück hat, genau das zu studieren, was einen richtig interessiert, wird das Studium zum Selbstläufer.

Leider ist es in der Praxis nicht so.
Heutige Studiengänge sind fast wie Schule. Man beugt sich einem System, das vorschreibt was zu dem jeweiligem Studiengang gehört.

Jedem Studienanfänger würde ich raten, aufmerksam die einzelnen Module zu lesen und im Zweifel weitere Module zu seinem Studiengang an anderen Universitäten zu lesen, bis man das passende Studium für sich selbst gefunden hat.

Wenn man das am Anfang äußerst geschickt macht, wird das Studium interessant und man läuft einfach so durch.

Bei meinem Informatikstudium war das Problem, das quasi alles toll war, bis auf die unzähligen Mathescheine, bei denen musste ich mich durchquälen, wortwörtlich. Im Nachhinein hätte ich einfach um die Ecke eine andere Uni gehabt, die das ganze mit noch mehr Technik und dafür ohne Mathe angeboten hat.

Das hat auch nix mit Niveau zu tun, sondern einfach das jeder Mensch unterschiedliche Stärken hat. Der eine ist beispielsweise sau gut in Mathe, quält sich dafür in andere Fächer, der andere kann verdammt gut beispielsweise programmieren, quält sich aber bei Fach X.
Man muss seine Stärken herausfinden und sein Studiengang von vorneherein darauf auslegen, wenn man das Glück hat mehrere Unis in der Nähe zu haben.
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07.10.2013 17:12 Uhr von Dracultepes
 
+3 | -3
 
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Das Problem waren bei mir weniger das Arbeitspensum oder der Stoff und eher unfähige Professoren und ihre schlechten Scripte. Es passt einfach nicht zusammen wenn die Vorlesung und die Unterlagen Grundschulniveau haben man aber bei den großen Klausuren mitspielen will.
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07.10.2013 17:59 Uhr von aminosaeure
 
+6 | -0
 
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Ich wünsche mir den Dipl.Ing zurück, da war es noch ein Studium und keine Schule...
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07.10.2013 18:06 Uhr von blaupunkt123
 
+0 | -2
 
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Tja. Dann halt doch eine Lehre machen.

Die machen ein Studium Vollzeit.

Was würden die denn dann in einem Fernstudium machen, wenn man eine 40 Stunden Arbeitswoche hat, und das gleiche Studium noch nebenbei macht....
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07.10.2013 18:42 Uhr von Ms.Ria
 
+5 | -0
 
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Meiner Meinung nach besteht ein Druckpunkt darin, dass heutzutage für fast jeden Studiengang eine Regelstudienzeit veranschlagt wurde - und wer etwas länger braucht, wird entweder als faul oder "kommt nicht mit" bezeichnet. So wird das Studium mehr ein Durchpauken als eine Leidenschaft.

Und so kommt das auch zustande, dass immer mehr "wichtige" Posten von unter 25jährigen belegt werden, die zwar vllt das fachliche Wissen im Schnelldurchlauf (z.b. viele Fächer/Scheine in 6 Semestern) erlernt haben, von der persönlichen Reife aber noch längst nicht so weit sind. Persönlich fällt mir das besonders in Krankenhäusern und Banken auf.
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07.10.2013 20:35 Uhr von TeKILLA100101
 
+0 | -0
 
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was machen die eigentlich wenn die man ans arbeiten kommen? und mit ihrem studium dann eventuell auch noch verantwortung in ihrer position tragen müssen? für angestellte vielleicht sogar...

ich habe neben meiner vollzeitstelle (mit 40-50 stunden die woche) nebenbei an einer schule abends noch studiert... ich bin auch aufm zahnfleisch gegangen, aber man weiß wofür man das ganze auf sich nimmt...
ich behaupte mal, dass das sowieso der bessere weg ist. ich habe nun berufliche praxis und das theoretische wissen. kann also beides verbinden und nicht nur bücher zitieren...
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07.10.2013 23:01 Uhr von generalviper
 
+1 | -0
 
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In einigen Städten machen teilweise 50 % der Schüler ihr Abitur, und davon möchte dann ein Grossteil auch Studieren gehen.

Weiterhin ist der Lernanspruch bzw die Notenvergabe in den letzten Jahren arg hingebogen worden. Wer sich anschaut, dass man mit 40,1 % noch ein "ausreichend" in einer Klausur bekommt, und mit 85,1 % noch ein "sehr gut", kann durchaus nachvollziehen, dass einige Schüler ihr Abitur vor 20 Jahren nicht bestanden hätten.

Hinzu kommt noch mangelnde Vorbereitung auf das Studium, z.B. in Bezug auf eigenständiges Lernen, fehlende Kenntnisse in diversen Fächern, usw.

Somit braucht sich doch niemand zu wundern, wenn es auf einmal viel mehr Studienabbrecher gibt.



@ KeepOnRollin:
"Durch die Wohlstandsgesellschaft nehmen Studenten (aber auch alle anderen Gesellschaftsgruppen) diesen Druck stärker wahr, da immer weniger es gewohnt sind richtig hart an etwas zu arbeiten. Man muss aber auch dazu sagen, dass Hektik und Geschwindigkeit der Zeit, in der wir leben enorm gworden sind und man kaum mehr Zeit hat durchzuatmen, was den Druck deutlich erhöht."

Die Hektik und Geschwindigkeit machen sich viele Menschen erst selbst. Einfach mal nicht jeden Tag 5 mal bei Facebook reinschauen, dass Handy mal auf lautlos lassen, und das Firmenhandy nach Feierabend ausmachen, eMails vom Chef bis zum Morgen gar nicht lesen.
Den Stress machen sich viele Menschen heutzutage einfach selber, doch die wenigstens werden oder müssen wirklich 24 Stunden erreichbar bleiben.
Und nur durch die zunehmenden Möglichkeiten der Kommunikation denken wir doch erst, dass alles so hektisch geworden ist.

Vor 20 Jahren hatte man keine 150 "Bekannte" bei Facebook, kein 50 Nummern im Handy, und trotzdem waren die Leute glücklich.
Auch "musste" man nicht innerhalb von 10 Minuten sofort zurückrufen oder eine eMail beantworten.
Die Menschen heutzutage haben einfach verlernt, einfach mal abzuschalten - sprichwörtlich vlt auch mal alle Medien...
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08.10.2013 00:46 Uhr von daniel_sol
 
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@ Ms.Ria stimme dir zu, ich selbst halte auch nichts vom Bullemie-Lernen....

Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass es wesentlich mehr bringt, wenn man Studenten neben den Grundlagen auch den Freiraum lässt, Wissen selbst zu erschließen und eigenen Ideen nachzugehen. Das kann man eben nur im Studium nebenher ohne größere Folgen.

Was ich aber auch zu meinem bedauern sehen muss ist, dass die meisten Unis/HS "Grundlagen" ausbauen müssen weil die Studenten mit immer weniger und schlechterem Basiswissen anfangen.
Es gibt noch so viele weitere Punkte die man aufzählen kann, aber letztendlich weiß eh jeder das mit unserem Bildungssystem zurzeit nichts anzufangen ist. Bin jetzt mal gespannt ob sich Frau Merkel diese Legislaturperiode der Sache widmet und die Probleme auf lange Sicht versucht zu lösen oder einfach wieder alles aussitzt....
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08.10.2013 05:36 Uhr von 4ZN
 
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Ich würde mal sagen das Problem ist weniger der Druck des Studiums an sich. Das Problem sind die Umstände fernab des Studiums.

Wenn man sich wirklich voll aufs Studieren konzentrieren könnte, ist die Stoffmenge in der Regel sehr gut zu bewältigen.

Da man als Student, aber definitiv auch Arbeiten muss, wenn man nicht grad wohlhabende Eltern hat, wird die Lernzeit abseits der Vorlesungen doch stark eingeschränkt.

Hinzu kommt natürlich noch die Erwartung, dass man am besten Auslandssemester und zig Praktika während der Studienzeit bewältigen soll, was einfach nicht machbar ist, wenn man finanziell mit Bafög und Job gerade so hinkommt.
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08.10.2013 09:18 Uhr von der_Z
 
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Die größten Erwartungen sollten die Studenten selbst stellen. Andernfalls ist das Studium die falsche Wahl für die Karriere. Wer sich dem Studium nicht gewachsen fühlt, sollte in eine ganz normale Berufsausbildung einsteigen und die Studienplätze für die jenigen frei machen, die es können...
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08.10.2013 09:28 Uhr von perMagna
 
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"ich behaupte mal, dass das sowieso der bessere weg ist. ich habe nun berufliche praxis und das theoretische wissen. kann also beides verbinden und nicht nur bücher zitieren... "

Ist bei richtigen Studiengängen aber etwas schwierig. Man kann als E-Techniker, Maschinenbauer oder Arzt ja nicht eben mal "berufliche Praxis" sammeln. Man kann zwar Ausbildungsberufe machen, die in eine ähnliche Richtung gehen, aber das halte ich für grobe Zeitverschwendung:
1) Man wird nicht jünger, die Lernerei wird von Jahr zu Jahr schwieriger
2) Unternehmen wollen immer jüngere Leute
3) Bei einer Ausbildung von 3 Jahren verzichtest du theoretisch auf drei Jahresgehälter in deinem richtigen Beruf, was jenachdem recht schnell über 100.000€ sein können. Da würde ich doch lieber 3 Jahre eher ins Eigenheim investieren.
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08.10.2013 13:36 Uhr von der_Z
 
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Vielleicht klären wir einmal das eigentliche Motiv eines typischen Studenten auf... Der typische Student (so wie ich ihn in meiner Laufbahn kennengelernt habe) schreibt sich direkt nach dem bestandenen Abitur an der Hochschule seiner Wahl für einen Studiengang ein, von dem er - aus welchen Gründen auch immer - der Meinung ist, dass ihm dort nach abgeschlossenem Studium eine rosige Zukunft, gesegnet von Ruhm und Reichtum, zuteil wird. Offensichtlich haben sich mittlerweile die an einen Studienabsolventen gestellten Anforderungen geändert, so dass viele Studenten sich heute nicht mehr in der Lage fühlen, ihr Studium erfolgreich zu Ende zu bringen. Mir ist allerdings schleierhaft, wie man nun die während des Studiums geltenden Anforderungen minimieren soll, ohne dabei die Gefahr einzugehen, nach dem Studium den Anforderungen des Marktes nicht mehr gerecht zu werden.

Die Lösung: Erst Ausbildung, dann Studium (wenn ich der Meinung bin, dass ich genug Basis- bzw. Hintergrundwissen aufgebaut habe). Dies bedeutet aber, dass viele (Möchtegern-)Studenten ihre Erwartungen an Verdienst und soziale Stellung herunterschrauben müssten. Solange hierzu keine Bereitschaft herrscht, nörgelt ruhig weiter... ;)
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11.10.2013 00:05 Uhr von floridarolf
 
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WEN WUNDERTS IN DIESER GESELLSCHAFT MUß MAN DOCH KRANK WERDEN!

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