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Niederlande: 70-Jährige ließ sich euthanasieren nachdem sie blind wurde

Eine 70-jährige Frau hat sich für Euthanasie entschieden, nachdem sie blind wurde. Es ist das erste Mal, dass Blindheit als "unerträgliches Leiden" als Grund für den assistierten Freitod akzeptiert wurde.

Die Frau wurde mit schlechten Augen geboren und wurde über die Jahre langsam blind. Sie hatte bereits mehrere Selbstmordversuche hinter sich. Sie war außerdem Witwe und lebte alleine.

Die Frau litt außerdem an einem Reinlichkeitswahn. Seit ihrer vollständigen Erblindung, konnte sie zum Beispiel nicht mehr sehen, wenn sie Flecken auf der Kleidung hatte. Dies habe sie zusätzlich belastet. Fünf Behörden haben die Frau bis zuletzt begleitet und das Euthanasieverfahren überwacht.


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WebReporter: Sijamboi
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Frau, Tod, Niederlande, blind
Quelle: www.dutchnews.nl

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12 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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07.10.2013 12:43 Uhr von stoske
 
+32 | -1
 
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@nochmalblabla: Von wessen "Glück" sprichst du denn da?
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07.10.2013 13:09 Uhr von RainerLenz
 
+14 | -1
 
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@muab

"und in deutschland ist es NICHT verboten! jeder kann sich das leben nehmen wenn er will (und bleibt straffrei...nichtmal ein bußgeld!"

klar das er oder sie straffrei bleibt, würde auch nichts mehr bringen ;)

zur news: wenn sie damit nicht leben konnte und ihr ernsthafter wunsch war...
ich sage mal so, gut finde ich es nicht aber ich mag mir auch kein urteil bilden

wer weiss schon wie in einem menschen aussieht
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07.10.2013 13:19 Uhr von Johnny Cache
 
+21 | -1
 
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Da merkt man mal wieder was es für asoziale Typen gibt. Denen wüscht man schon so manche "unerträgliche Leiden" ohne die Möglichkeit auf einen Ausweg.

Ich werde sowieso nie verstehen was alle gegen Suizid haben. Es ist doch vollkommen logisch daß man sich den Abgang so einfach wie möglich machen will. Das Problem ist daß man sich der Beihilfe strafbar macht selbst wenn man im entsprechenden Augenblick mal absichtlich wegschaut. Besonders doof ist es wenn sich die Person blöd anstellt und nicht im absehbarer Zeit eingehen würde, so wie es meine Mutter versucht hat. Die Handgelenke quer zu zerschneiden war schon saudoof, aber dafür hat sie sich in den folgenden 5 Monaten erfolgreich zu Tode gesoffen.
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07.10.2013 14:14 Uhr von CrazyWolf1981
 
+18 | -2
 
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Ich finde es grundsätzlich ok, wenn es der eigene Wille ist und auch ein entsprechender Grund zugrunde liegt, wie eben unerträgliches Leiden.
In DE ist sowas verboten, da lässt man Menschen leiden bis sie elendig verrecken. Darum darf man hier auch aus Glaubensgründen den Kindern die Genitalien verstümmeln lassen.
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07.10.2013 14:34 Uhr von GroundHound
 
+7 | -1
 
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Bei solchen Themen haben die Kirchen leider noch einen enormen Einfluss. So lange das der Fall ist, wird es keine vernünftige Lösung geben.
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07.10.2013 15:02 Uhr von Friesenflitzer
 
+4 | -0
 
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Bei der Sterbehilfe gibt es aus meiner Sicht folgendes Problem:
Ein Mensch muss einen anderen Menschen in den Tod schicken, ist also direkt (wie z.B. in den Niederlanden durch Injektion) oder indirekt (Schweiz > Tablette hinstellen) für den Tod eines Menschen verantwortlich. Nicht im rechtlichen Sinne, das ist mir bewusst.

Natürlich ist es für viele Menschen eine starke Belastung schwerstkrank oder-behindert zu sein, auch für die Familien dieser Menschen. Aber ist es nicht auch eine Belastung Sterbehilfe zu leisten? Wie fühlen sich die Menschen die über Jahre Sterbehilfe geleistet haben?

Ich arbeite seit zehn Jahren als exam. Pflegekraft im Krankenhaus mit chronisch kranken Menschen. Ich habe in dieser Zeit viele schwerstkranke Menschen gesehen und betreut, natürlich auch viele Menschen beim Sterben begleitet.
Ich habe den Eindruck gewonnen das viele Pat. die den Wunsch äußern in Deutschland die aktive Sterbehilfe einzuführen, Angst haben ihren Angehörigen zur Last zu fallen. Aber ist das eine ausreichende Begründung jemanden aktiv zu töten?
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07.10.2013 15:22 Uhr von Gorli
 
+3 | -5
 
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@ muab:

Afaik ist Selbstmord verboten. Und zwar aus dem Grund, dass du die Behandlung nach einem missglückten Selbstmord nicht verweigern darfst und zwangsweise eine psychologische Betreuung erhalten muss (bzw zwangseingeliefert wirst).

Wäre das nicht verboten, könntest du die angebotene Hilfe vom Notarzt nämlich gemäß deiner Rechte auf Körperliche Unversehrtheit ablehnen, woraufhin jede Maßnahme von ihm als Körperverletzung gilt.

[ nachträglich editiert von Gorli ]
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07.10.2013 16:53 Uhr von inutil
 
+2 | -16
 
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07.10.2013 17:38 Uhr von Ms.Ria
 
+9 | -1
 
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@ inutil:

Sehe ich ganz anders. Leben und Sterben sollte ein Grundrecht eines jeden Menschen sein, über das er selbst entscheidet.

Wenn jemand keine Lust mehr hat zu leben, ist es sein gutes Recht sein Dasein zu beenden. Wieviele qualvolle Selbstmorde und Versuche gibt es weltweit? Durch legale Sterbehilfe *dürfen* Menschen in Ruhe und würdig sterben.

Du sagst: "Euthansie ist nicht in Ordnung." - Ich sage: jemanden zum Leben und Leiden zu *zwingen* ist erst recht nicht in Ordnung, wenn derjenige absolut nicht mehr will.
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07.10.2013 20:31 Uhr von Johnny Cache
 
+4 | -2
 
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@ Anonimaj
Ich war eigentlich der Meinung daß es noch sowas wie unterlassene Hilfeleistung gibt, welche man in diesem Fall hätte leisten müssen. Aber da kann ich mich natürlich auch täuschen, schließlich bin ich kein Jurist sondern hab was anständiges gelernt.
Zum Glück stand ich auch noch nicht vor dem Problem, weil mein Vater meine nicht wirklich dramatisch verletzte Mutter gefunden hat, aber wer weiß was mir mit ihm noch alles bevorsteht? Ich habe zwar vollstes Vertrauen ihn ihn daß er sich deutlich schlauer anstellen wird, aber man weiß ja nie was da alles schiefgehen kann.

Das große Problem ist daß dieses Thema zum einen ein großes Tabu ist und sich folglich auch kaum jemand damit wirklich auskennt, was natürlich völliger Unsinn ist.
Ich werde sterben. Ob das jetzt heute oder erst in 50 Jahren ist, spielt eigentlich keine Rolle. Wichtig ist mir nur daß ich nicht darunter zu leiden habe. Es ist schon bezeichnend daß selbst Tieren Rechte gewährt werden welche Menschen niemals hatten. Da sieht man mal wieder was Religionen für einen negativen Einfluß auf unsere Gesellschaft haben.
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07.10.2013 23:18 Uhr von Hanna_1985
 
+2 | -0
 
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Tja, wie soll man einen Selbstmordversuch auch bestrafen? Todesstrafe? Das wäre eine elegante Lösung^^ Sozusagen ein Win:Win...
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08.10.2013 09:41 Uhr von Pizzaecke
 
+2 | -2
 
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"euthanisieren"? Sorry, aber gibt es das Wort überhaupt?

Ich finde es super, dass es Länder gibt die diese Möglichkeit anbieten.
Ich meine, neben den Niederlanden, geht das auch in der Schweiz (oder Österreich).

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