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USA: Datensicherheit für Daten, die auf US-Servern liegen, ist nicht mehr existent

Seit der Affäre um den NSA-Whistleblower Edward Snowden macht die Welt sich Gedanken, ob Daten, die auf US-Amerikanischen Servern liegen, überhaupt noch sicher vor dem Zugriff der Geheimdienste sind.

Ein amerikanisches Gericht hatte im Zuge der Affäre den letzten noch als sicher geltenden E-Mailanbieter "Lavabit" dazu verurteilt, die Sicherheitsschlüssel, welche dazu genutzt wurden, die Daten zu verschlüsseln, offenzulegen. Der Grund hierfür war höchstwahrscheinlich die Verfolgung des Mailverkehrs von Edward Snowden.

Die Offenlegung der Cryptoschlüssel, hatte zur Folge, dass die Geheimdienste die Möglichkeit bekamen, die E-Mails aller Kunden entschlüsseln zu können. Bezieht man das auf andere US-Unternehmen, kann man davon ausgehen, dass Daten auf US-Servern nicht mehr sicher abgelegt werden können.


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WebReporter: ROBKAYE
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: USA, Datensicherheit, Lavabit
Quelle: www.heise.de

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15 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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04.10.2013 16:01 Uhr von ROBKAYE
 
+18 | -1
 
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Der Inhaber von Lavabit hat seinen Dienst nach dem Gerichtsbeschluss geschlossen. Einer der wenigen Unternehmen, die den Datenschutz ernst genommen haben. Microsoft, Yahoo, Google, Level 3 und alle andere großen Konzerne, liegen mit den Geheimdiensten zusammen in einem Bett. Ich muss allen abraten, Clouddienste in den USA zu nutzen. Baut euch doch einfach eure eigene Cloud auf, z. B. http://www.owncloud.org - es funktioniert super (inkl. Android Sync) + FSyncms als eigener Firefox SyncServer
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04.10.2013 16:10 Uhr von Trallala2
 
+8 | -0
 
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Shit, und dabei hat IBM so viele Millionen Dollar in die SmartCloud Werbung investiert ;)
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04.10.2013 16:24 Uhr von ThomasHambrecht
 
+11 | -6
 
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Ich hatte zunächst auch Sorgen, da wir unseren Kunden oftmals ihre alten digitalisierten Tonbänder oder Schallplatten auf solchen Online-Speichern zum Download zur Verfügung stellen.
Aber die Kunden nehmen es mit Humor - wenn die NSA die ersten Sprechversuche ihrer Babys anhören sollte. Zumal jeder Kundenbezug fehlt.
Aber meine Idee firmeninterne Daten und Dokumente als Backups zu halten ist damit gestorben. Ich weiß ja gar nicht ob ich auch deutschen Firmen trauen kann.
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04.10.2013 16:37 Uhr von Elto
 
+15 | -0
 
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Ich mag den Chef der Firma Lavabit. Er hat es hinausgezögert. Die gerichtlich eingeforderten SSL Schlüssel wurden so klein ausgedruckt das diese extrem schwer zu lesen waren (ein Tippfehler und die dürften von vorne anfangen alles abzutippen).
Angeblich waren es 11 Seiten.

Coole Aktion Herr Levison.

[ nachträglich editiert von Elto ]
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04.10.2013 16:52 Uhr von Pils28
 
+6 | -0
 
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Und was ist, wenn MS Windows ähnlich sicher ist? Da bringt jeder Sichere Cloud Dienst, jede noch so geile Full Disc Encryption ein Scheiss...
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04.10.2013 17:56 Uhr von sooma
 
+3 | -0
 
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"jeder Sichere Cloud Dienst"

Bruahahahahaaa xD
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04.10.2013 19:32 Uhr von Pils28
 
+2 | -2
 
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@sooma: Solange der Schlüssel nur beim Client liegt, kann auch eine Cloud sicher sein.
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04.10.2013 19:42 Uhr von EkSeS
 
+2 | -1
 
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" Und was ist, wenn MS Windows ähnlich sicher ist? "

Deutsche Regierung wollte doch daß die Firewall / Antivirus Programme , den BUNDESTROJANER zulassen sollen und da haben die alle auf Microsoft verwiesen.

MS hat der Regierung einen Vogel gezeigt :)

Große Firmen nutzen die Daten für sich selbst und geben sicherlich das nötigste ab, damit sie weiterhin existrieren können.

[ nachträglich editiert von EkSeS ]
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04.10.2013 19:50 Uhr von Rulfy
 
+3 | -1
 
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@Pils28: Dafür gibt es Alternativen zu Windows. Es existieren inzwischen wirklich brauchbare Linux Distributionen, welche auch sehr Einsteigerfreundlich gestaltet sind. Ich bin persönlich z.B. vor wenigen Wochen auf Fedora umgestiegen und vermisse von der Funktionalität her nichts, es gibt lediglich mehr Anpassungsmöglichkeiten für persöndliche Präferenzen. Windows liegt nun lediglich auf einer 2. Platte für die wenigen Spiele welche noch nicht nativ oder über per Wine auf Linux funktionieren. Aber jeder muss für sich selbst entscheiden, welchen Unternehmen er seine privaten Daten anvertraut.
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04.10.2013 22:48 Uhr von Klugbeutel
 
+0 | -0
 
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Wieso wird das auf US-Server beschränkt?
Der Deutsche Geheimdienst hat doch offiziel zugegeben gleiche Methoden anzuwenden und Daten an die US-Dienste weiterzugeben.
Wenn die Daten den eigenen Rechner ins netz verlassen, sind diese nicht mehr sicher.
Und da unsere Dienste auch offiziell Trojaner einsetzen, sind sogar die Daten auf dem eigenen PC der mit dem Internet verbunden ist nicht ganz sicher.

Sicher ist nur das, worauf kein zugriff aus dem Netz möglich ist - aslo auf einem PC ohne interneteanschluss.
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05.10.2013 01:59 Uhr von ms1889
 
+0 | -1
 
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das ist seit anbegin des internets so... in den usa gelten solche "bespizelungsgesetze" schon seit vor dem 2. weltkrieg.
auch gibt es einige gesetze zu us software, die nsa und "strafverfolgungsbehörden" eine hintertür einbauen müßen!!!
all das ist seit bestehen des internets bekannt, das us server jemals sicher waren, war schon immer ein märchen! den die us gesetzgebung spricht eine andere sprache als freiheit, demokratie oder gar rechtstaatlichkeit!

@Klungbeutel
es ist sehr wohl möglich seinen pc abzuschotten, so das bespizelung von aussen (internet) nicht möglich ist. ich mache das, nur kostet es sehr viel geld. zB muß man mehrere internetzugänge haben (möglichst in anderen städten), vpns betreiben (!), proxies betreiben usw.... was schnell mal so ein paar tausend euro im monat kostet.
zB meine jetzige ip ist eine kabel deutschland ip, obwohl ich gut 10000km von deutschland weg bin *grien*

[ nachträglich editiert von ms1889 ]
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05.10.2013 05:09 Uhr von Zxeera
 
+0 | -0
 
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Ich bin der Meinung dass unsere Daten und alles was mit E-Mail und SMS etc. zusammehängt sowieso nicht sicher sind. Egal wo, irgentwer liest sicher immer unsere Nachrichten mit. So Neugieriege gibt es überall. Nicht nur in Amerika.
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05.10.2013 08:15 Uhr von SHA-KA-REE
 
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Leute... hier geht es um Zugriffe durch die NSA - natürlich kommen die an sämtliche US-amerikanischen Dienste, das ist sogar gesetzlich legitimiert. Aber deshalb braucht sich niemand einbilden, dass seine Daten auf einem deutschen Server vor Geheimdienstzugriffen sicherer seien.

Starke Verschlüsselung kann helfen (wenn man es richtig macht), aber auch die kann man umgehen, indem man die Daten beim Zugriff mitschneidet (nachdem der Nutzer den Key eingegeben hat). In der Praxis sind verschlüsselte Daten sowieso maximal so lange wirklich geschützt, wie man nicht darauf zugreift. Denn sobald man das tut, reicht (wie auch schon beim Verschlüsseln) ein primitiver Trojaner um die Daten mitzulesen.

Fakt ist aber: Vor Geheimdienstzugriffen schützt einen gar kein Cloud-Anbieter oder Internetdienst egal wo die Server stehen. Selbst TOR ist inzwischen als kompromittiert zu betrachten.
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05.10.2013 09:12 Uhr von Djerun
 
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wieso nicht mehr?
war in den usa datensicherheit irgendwann mal existent?
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05.10.2013 13:22 Uhr von Azrael_666
 
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War sie noch nie.

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