02.10.13 16:54 Uhr
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Deutsches Handwerk: Meisterbrief in Gefahr

Die EU plant, die Einstiegshürden für reglementierte Berufe zu senken. Dadurch soll vor allem dem Fachkräftemangel entgegengewirkt werden und die Wirtschaft angekurbelt werden.

Vom Deutschen Handwerk kommt jedoch Widerstand. So sieht man die duale Ausbildung und den Meisterbrief als gefährdet an. Konnte das deutsche System doch eine gute Qualität sichern und eine hohe Jugendarbeitslosigkeit bislang verhindern.

Zu den reglementierten Berufen zählen unter anderem Apotheker, Lehrer aber auch Handwerksmeister. Insgesamt handelt es sich um 740 Berufe.


WebReporter: Jonei835
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Gefahr, Beruf, Einstieg, Hürde
Quelle: www.welt.de

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7 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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02.10.2013 16:54 Uhr von Jonei835
 
+19 | -5
 
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Ganz toll. Kann halt jeder Depp demnächst eine Werkstatt oder sogar eine Apotheke aufmachen. Das wird doch im Chaos enden, wenn keiner mehr weiß, ob sein Gegenüber überhaupt qualifiziert ist die von ihm gewählten Tätigkeiten auszuführen.
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02.10.2013 17:14 Uhr von vmaxxer
 
+11 | -1
 
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Fachkräftemangel kann man doch nicht durch das senken der Hürden bekämpfen. Ok, auf dem Papier vieleicht, der wahre Mangel bleibt aber nach wie vor bestehen.

Wenn sich jeder Meister nennen darf werden wir nicht wirklich mehr Meister haben, osndern es allen nur schwerer machen die echten zu finden.
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02.10.2013 18:02 Uhr von HelgaMaria
 
+5 | -0
 
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"Die EU plant, die Einstiegshürden für reglementierte Berufe zu senken".

Haben wir eigentlich noch das Recht, zu sagen "Nein, das wollen wir nicht?"

Und wenn wir das sagen würden, mit welchen Konsequenzen wollen die uns drohen?
Egal, was es ist, wir sagen halt wieder "Nein".

Aber das passiert nicht.

Alles, was Brüssel befiehlt, führt unsere Regierung brav aus. Wir brauchen eigentlich keine Parteien und Regierungen mehr, sparen wir die enormen Kosten. Wir können und auch billiger direkt von Brüssel kommandieren lassen.
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02.10.2013 18:12 Uhr von magnificus
 
+3 | -1
 
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So ganz stimmt das nicht bertl058. Es ist nur ein Angestellter mit Meisterbrief notwendig.
Und newsleser54. wenn man bedenkt, dass man schon in sehr jungen Jahren den Brief machen kann, spielt das bei der Qualität der Arbeiten keine Rolle.

Meisterbrief ist mir wichtig bei der Vergabe von Aufträgen.

[ nachträglich editiert von magnificus ]
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02.10.2013 20:16 Uhr von shadow#
 
+4 | -3
 
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Das mit dem Meisterbrief wird auch verdammt noch mal Zeit!

Der ganze Zirkus mit dem Meisterbrief gilt schon jetzt nicht für Handwerker aus anderen europäischen Ländern und benachteiligt damit ausschließlich deutsche Handwerker, die trotz gleich oder sogar höherer Qualifikation Dinge nicht dürfen, die der Kollege aus Spanien oder Belgien problemlos darf.

Mit Apothekern und Lehrern hat das aber nicht viel zu tun, da dafür ein Hochschulstudium von Nöten ist das bereits jetzt europaweit einheitlichen Standards unterliegt.
Hier gibt es aber auch noch so einige Lobbyverbände die wahrscheinlich gerade zetern.
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03.10.2013 07:51 Uhr von Götterspötter
 
+2 | -1
 
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... Und wieder ein Grund aus der EU auszutreten und diesem "Verwässerungshaufen" den Stinkefinger zu zeigen !!!

Ich bin bestimmt kein "Deutschtümmler" .... aber Vieles was es in Deutschland under dem Begriff "Qualität" existiert sucht global eifrige Nachahmer ....

Die EU würde gut daran tun ....das "Deutsche" Arbeits- und Norm-System zu übernehmen .... als Europa zu einer Wischi-Waschi-Region zu degratieren !

[ nachträglich editiert von Götterspötter ]
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03.10.2013 11:23 Uhr von Marco Werner
 
+2 | -1
 
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Schaut man sich mal an,für welche Berufe überhaupt noch ein Meisterzwang gilt,dann fragt man sich, ob hier nicht einige Gewerke ganz schöne Lobbyarbeit geleistet haben. Beim Großteil der enthaltenen Berufe befürworte ich den Meisterzwang durchaus, insbesondere bei denen,wo es um Sicherheit im weiteren Sinne oder um Lebensmittel geht. Aber da sind halt auch ein paar Berufe drin, bei denen man sich fragt,wozu da wohl ein Meisterbrief notwendig sein soll. Speziell denke ich dabei an sowas wie Stukkateure, Friseure, Glaser oder Glasbläser. Bei den Glasbläsern ist es beispielsweise so,daß dort oft gar keine Meisterlehrgänge mehr stattfinden und auch gar keine Prüfungskommissionen existieren, weil gar kein Bedarf dafür da ist. Was machen die Leute also,die sich in so einem Beruf selbstständig machen ? Richtig,sie hebeln den Meisterzwang über die Zulassung als Künstler oder über einen Reisegewerbeschein aus,womit der Meisterzwang folglich unsinnig wird.

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