02.10.13 09:31 Uhr
 688
 

Deutsche Existenzgründungen auf dem Rückzug

Bereits seit dem Jahr 2005 geht die Zahl jährliche Existenzgründungen zurück. In den letzten beiden Jahren ist der Saldo von Existenzgründungen zu Gewerbeabmeldungen sogar negativ. Das heißt: Unterm Strich bleiben jährlich immer weniger Gewerbe übrig.

Die Gründungsangst scheint eine eher deutsche Angelegenheit zu sein: Fast die Hälfte aller Existenzgründungen in Deutschland wird inzwischen von Ausländern angemeldet.

Der exakte Ausländeranteil bei neu gegründeten Einzelunternehmen liegt inzwischen bei 45,3 Prozent.


Videoplayer auf dieser Seite ausblenden
WebReporter: opwerk
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Deutsche, Rückzug, Gründung
Quelle: www.pt-magazin.de

DAS KÖNNTE DICH AUCH INTERESSIEREN

Bundestag verabschiedet Kindergeld-Erhöhung um zwei Euro
Bundestag: Sozialhilfe für EU-Ausländer eingeschränkt
Einigung über Kaiser`s Tengelmann - Verbraucher sind die Verlierer

Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben

15 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

Kommentar ansehen
02.10.2013 09:46 Uhr von Leimy
 
+5 | -3
 
ANZEIGEN
Natürlich geht diese Zahl auch mal zurück. Wir können doch nicht bei stagnierenden Einwohnerzahlen immer mehr Gewerbe anmelden.
Kommentar ansehen
02.10.2013 10:03 Uhr von Ich_denke_erst
 
+15 | -0
 
ANZEIGEN
Wer mal versucht hat sich selbstständig zu machen versteht warum das so ist. Ich bin im Moment in der Gründungsphase und schon kurz vor dem aufgeben. Das Theater geht bei den Krediten an (Für 400.000 Euro soll man 600.000 Euro an Sicherheit bringen - da die Bank imer nur einen Teil als Wert anerkennt) und hört bei den Behörden auf. Ich warte jetzt seit 7 Wochen auf das Ergebnis einer Bauvoranfrage.
Was ich habe sind Angebote für Berater auf Honorarbasis - davon kriegt man jede Menge. Aber definitiv weiterhelfen muss man sich selbst.
Kommentar ansehen
02.10.2013 10:04 Uhr von Best_of_Capitalism
 
+5 | -1
 
ANZEIGEN
Und wenn es immer weniger Deutsche gibt, können diese auch nicht mehr Gewerbe anmelden:-)
Kommentar ansehen
02.10.2013 10:20 Uhr von bigpapa
 
+17 | -2
 
ANZEIGEN
Wer ein Gewerbe anmeldet in DE ist doch eh mit einen Bein im Knast.

Nicht weil er sein Job nicht gut macht, sondern weil er mich Sicherheit irgendwelche unsinnigen Gesetze /Rechtsprechungen oder Steuerrecht-Sachen falsch macht.

Da verkauft man z.b Dinge bei Ebay. Denkt man hat alles richtig gemacht, und wird dann verklagt weil ein paar Buchstaben in irgend welchen Texten fehlen.

Sorry aber das tut halt wie ich denke ein "Guten Deutschen" abschrecken.


Gruß

BIGPAPA
Kommentar ansehen
02.10.2013 10:30 Uhr von BoltThrower321
 
+8 | -0
 
ANZEIGEN
Warum ist das so....viele Ausländer denken oftmals nicht nach und machen es mal so...ist ja Cool "Unternehmer" zu sein.

Die andere Seite sieht so aus, man sucht sich eine Immobilie,...da ist der erste große Batzen. Die Makler können oft nichtmal die echten Nebenkosten auflisten, geschweige den die baulichen Vorschriften prüfen (Stichwort Kfz Werkstatt)....meiner Erfahrung nach, fehlt es den Maklern an Kompetenz, mehr als Vertrag hinblättern und Geld kassieren können die nicht.

Dann....hat man was gefunden und will das alles Reservieren um erstmal Planen zu können, denn ohne Immobillie brauch ich bei der Bank nicht anfragen...auch hier, streuben sich die Makler....am besten direkt den Vertrag unterzeichen, egal ob man dann den Kredit bekommt oder nicht...hauptsache nicht arbeiten.

Nächster Schritt ist der Kredit selbst,....für 100.000€ reichen nicht mehr 10-20 % Eigenkapital...Nein Bürgschaft hier und Bürgschaft da....unterm Strich muss man 100 Jahre arbeiten um einen Kredit zu bekommen?!

Nächste ist die Werbung und das Marketing...SAUTEUER, nicht viele die rechtlich Ahnung haben....ich kann nicht einfach so in Angeboten mit Markennamen usw. um mich werfen...ich bin kein Rechtsanwalt...manche Werbefuzzis können einen in die Krise treiben.

Dann noch die Handwerkskammer....die Krönung des Beamtentums...

Agentur für Arbeit...auch keine wirkliche Hilfe.

Steine wo man nur hinsieht...stets werden einem Steine in den Weg gelegt.

Klar, einfach ne Werkstatt aufmachen ohne irgendetwas zu hinterfragen und hoffen das man nicht kontrolliert wird...können viele, bis das böse erwachen kommt...

[ nachträglich editiert von BoltThrower321 ]
Kommentar ansehen
02.10.2013 10:40 Uhr von ThomasHambrecht
 
+14 | -2
 
ANZEIGEN
Ich bin seit 2005 erfolgreich selbständig.
Allerdings werde ich von der Bank behandelt als hätte ich einen Ausschlag - obwohl deutlich mehr Geld einfließt, als wenn man angestellt wäre. Bei einem größeren Auftrag hat man keine Chance auf Kredit oder Dispo. Aber Schuldenfreiheit hat auch sein gutes.
Die einzige Hilfe war damals 2005 die ARGE, die mir einen sehr guten Existenzberater bezahlte, und mir alle Einnahmen großzügig gelassen hat um den Betrieb aufzubauen.
Heute verzweifeln wir, weil wir mehr Aufträge haben als wir noch schaffen können.
Von Menschen im Umfeld höre ich, dass die Arbeitsämter heute nicht mehr so großzügig sein sollen.
Kommentar ansehen
02.10.2013 11:29 Uhr von snoopy202k
 
+3 | -0
 
ANZEIGEN
Das in den letzten beiden Jahren liegt wohl daran das der Gründungszuschuss größtenteils kastriert wurde!

http://de.wikipedia.org/...
Kommentar ansehen
02.10.2013 11:53 Uhr von Schoengeist
 
+9 | -0
 
ANZEIGEN
Bin auch seit 15 Jahren selbständig. Das heißt, ich arbeite selbst und ständig. Hab aber auch noch 2 Angestellte. Aber wie ThomasHambrecht korrekt erzählt, wird man als Kleingewerbetreibender behandelt, als hätte man die Lepra. Die zinsgünstigen KfW-Kredite werden angeblich wegen nicht ´abwägbarer Risiken´ nicht gewährt, stattdessen wird einem ein Privatkredit (!) mit 13 % Zinsen angeboten. Da verdient man ja schließlich mehr mit, mit einem KfW-Kredit hat die Bank doch nur Arbeit. :-/ Die Wirtschaftsförderung versteht sich in meiner Stadt auch nur als Bereitsteller von Bauflächen in Industriegebieten. Von Gründer- oder Folgeunterstützung weit und breit keine Spur. :-(
So soll eine mittelstandsfreundliche Atmosphäre in Deutschland geschaffen werden? Dass ich nicht lache!

[ nachträglich editiert von Schoengeist ]
Kommentar ansehen
02.10.2013 13:15 Uhr von Ich_denke_erst
 
+4 | -0
 
ANZEIGEN
@Schoengeist
Da kann ich Dir nur zustimmen. Du solltest aber froh sein wenn du keinen KfW oder LfA Kredit bekommst. Die sind zwar von den Zinsen her günstig aber was Dir keiner sagt ist dass Du persönlich mit dem kompletten Privatvermögen dafür haftest. Der Kredit wird nur an Personen und nicht an Firmen vergeben. Wenn da was schiefläuft verlierst Du Dein gesamtes privates Vermögen bis zur Kredithöhe. Das erfährst Du aber erst wenn Du intensiv nachfrägst. Die Banken verdienen an einem Privatkredit aber deutlich mehr - da hast Du vollkommen Recht.
Kommentar ansehen
02.10.2013 14:18 Uhr von Best_of_Capitalism
 
+1 | -2
 
ANZEIGEN
Für uns in Deutschland ist es schwer eine Wirtschaft zu erhalten, ohne die Unterstützung der Amis mit ihrem Marshalplan was?
Kommentar ansehen
02.10.2013 14:58 Uhr von Bud_Bundyy
 
+1 | -4
 
ANZEIGEN
Wer macht in Zeiten von Vollbeschäftigung sich noch Selbständig?

Nur noch die mit einer sehr großen Idee, High Potentials und "Döner-/Imbissbudenbetreiber.
Kommentar ansehen
02.10.2013 15:05 Uhr von ms1889
 
+3 | -0
 
ANZEIGEN
dat is keine angst, als anfänger braucht man ein gewisses kapital. was meist durch kredite gedeckt wird. die banken leihen aber nur gld an unternehmen, die eigendlich keins benötigen würden. somit ist es ehr eine schuld der banken.
Kommentar ansehen
02.10.2013 15:33 Uhr von flipper242
 
+4 | -0
 
ANZEIGEN
was ich auch noch übelfinde ist die Krankenkasse.
Zitat Techniker Krankenkasse:

"Als freiwillig Versicherte zahlen Sie ihren Beitrag auf sämtliche Bruttoeinnahmen, allerdings grundsätzlich auf nicht mehr als aktuell 3.937,50 Euro. Das ist die sogenannte Beitragsbemessungsgrenze. Auf alle Einnahmen, die über diesem Grenzwert liegen, müssen Sie keinen Beitrag zahlen.

Auch der niedrigste Beitrag hängt nur bedingt von den persönlichen Einnahmen ab. Für ihn wurde vom Gesetzgeber ein theoretischer Wert festgelegt, die sogenannte Mindesteinnahme. Sie beträgt monatlich 898,33 Euro. Für Selbstständige liegt die monatliche Mindesteinnahme bei 2.021,25 Euro und für Existenzgründer, die den Existenzgründungszuschuss der Agentur für Arbeit beziehen, bei 1.347,50 Euro. Wer geringere Einnahmen hat, zahlt so viel Beitrag, als würde er über die monatliche Mindesteinnahme verfügen. "

Also der Gesetzgeber sagt ca. 890 Euro sind Mindesteinnahmen, aber die Krankenkasse meint 2021,25. Also müsste ich als kleinst Unternehmer mindestens ca. 2000 € verdienen ansonsten zahle ich ziemlich viel Krankenkassenbeiträge bezogen auf den Verdienst.

[ nachträglich editiert von flipper242 ]
Kommentar ansehen
03.10.2013 08:25 Uhr von erdengott
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
@ Best of Capitalism: Wo kommt eigentlich diese Überschätzung des Marshallplans her? Selbst deutsche Politiker nehmen diesen in ihrer Wirkung für D komplett überschätzten Plan heute noch als Beispiel für mögliche Hilfsansätze für andere Länder.
Kommentar ansehen
03.10.2013 11:36 Uhr von Best_of_Capitalism
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
@ erdengott


"@ Best of Capitalism: Wo kommt eigentlich diese Überschätzung des Marshallplans her? "

Den kann man gar nicht überschätzen.

Hat sich denn Deutschland ohne Marshallplan nach dem 1. Weltkrieg zur Wirtschaftsmacht aufgebaut? Oder waren die Deutschen nicht ehr Bettelarm und erlitten Hunger? Und war das nicht der Grundstein Hitler an die Macht zu heben?

Wenn das der Aufbau Deutschlands ohne Marshallplan gewesen sein soll, sage ich nur "nein Danke!"

Refresh |<-- <-   1-15/15   -> -->|
Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben


SCHLIESSEN

Willst Du die Seite wirklich verlassen?


DAS KÖNNTE DICH AUCH INTERESSIEREN

Kein Forum für Vollverschleierung, Kritik an "Anne Will"-Sendung
Besucher empört über muslimischen Infostand auf Weihnachtsmarkt
Bundesstaat New Mexiko/USA: Lehrerin bewertete Schüler für Sexleistungen


...oder unseren und keine aktuellen News mehr verpassen?