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Gedenkstätte Auschwitz wird immer mehr zur Ruine

Das Präsidium des Internationalen Auschwitz-Komitees teilt mit, dass das ehemalige Vernichtungslager immer baufälliger wird. Einige Gebäude sind inzwischen schon einsturzgefährdet.

Es wurde zwar extra eine Stiftung zum Erhalt des Lagers gegründet, diese bräuchte allerdings sehr dringend finanzielle Mittel. Man möchte aus dem Grund nun Kontakt zur deutschen Bundesregierung aufnehmen.

Auschwitz-Birkenau liegt in Polen und war einst das größte Vernichtungslager der Nazis. Mindestens 1,3 Millionen Personen fanden hier im Zweiten Weltkrieg den Tod.


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WebReporter: Sijamboi
Rubrik:   Kultur
Schlagworte: Auschwitz, Gedenkstätte, Zerfall, Ruine, Nazizeit
Quelle: www.dradio.de

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12 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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01.10.2013 20:01 Uhr von HelgaMaria
 
+13 | -13
 
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Sehe nur wenig Sinn darin, die Stätte ewig zu erhalten.
Dem ursprünglichen Nutzen soll es ja sicher nicht mehr zugeführt werden.

Man könnte es als Museum erhalten, wenn es die Kosten dafür einspielen kann. Kann es das nicht, sollte man auch kein Geld investieren für den Erhalt.

Kommt mir wie Verschwendung vor, eine Sache, die keiner mehr braucht mit finanziellen Mitteln in ihrem Zustand zu halten.
Früher oder später hört man damit eh auf, oder sollen die Lager jetzt auf ewig so aussehen?
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01.10.2013 20:18 Uhr von Ms.Ria
 
+14 | -6
 
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Über die Grausamkeit dieser Zeit braucht man nichts mehr zu sagen, ich denke dazu ist alles gesagt und gedacht worden. Aber ich finde es jetzt nicht schlimm dass Auschwitz zur Ruine wird, denn die Zeit ist mit all ihren Verantwortlichen tot, und so hat auch Auschwitz das Recht zumindest mit dem Sichtbaren zu sterben und die jetzige Zeit drüber wachsen zu lassen-

Denn das Leben ging und geht danach weiter, Deutschland bezahlt emotional und finanziell bis heute. Für mich definiert sich Deutschland nicht über die Nazi-Zeit, sondern darüber wie es danach aus Trümmern zu einem großartigen Land wurde.

Wie Seth68 schon schrieb: "Gedenken findet im Kopf statt." Ein wichtiges Mahnmal würde reichen meiner Meinung nach - wichtiger ist ja dass man die Mahnung verinnerlicht.
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01.10.2013 21:00 Uhr von Justin.tv
 
+6 | -1
 
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wenn die das unbedingt erhalten wollen, dann können die das geld doch selber verdienen.
eintritt verlangen und einen andenkenladen aufmachen
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01.10.2013 21:05 Uhr von georgygx
 
+7 | -2
 
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Also ich war vor 2 Monaten noch in beiden Lagern (Ausschwitz1+Birkenau)
Kann auch nur bestätigen, dass im Lager Birkenau alles auseinanderfällt.
Aber es gibt dort auch nicht viel zu sehen und auch nicht viele Touristen fahren dort rüber um kilometerweit zu latschen.
Alles Sehenswerte ist im ersten Lager, in Birkenau kann man nur ein paar Baracken für Duschen und Schlafplätze sehen.
Es so zerfallen zu sehen ist für mich "realistischer" als irgendwelche hochglanz "nachbearbeitete" Hütten zu besichtigen.
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01.10.2013 21:30 Uhr von Blubbafish
 
+2 | -5
 
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Auschwitz sollte als Gedenkstätte erhalten werden. Nicht als Zeigefinger für Deutschland, wie manche gerne meckern (siehe newsleser54), sondern als Mahnung für die Welt.
Solch industrialiserter Massenmord darf niemals wieder vorkommen und solche Gedenkstätten sind ein Baustein dafür.

[ nachträglich editiert von Blubbafish ]
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01.10.2013 21:54 Uhr von ms1889
 
+4 | -5
 
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aus unserer familie sind auch einige (zwar nicht in aussschwitz) im kz "gestorben". aber ich als nachfahre, war noch nie in sowas um sowas zu besichtigen. sowas zu erhalten, zeigt wie absurd man damit umgeht. auch in berlin, diese komischen namenstafeln, zeigen wie pervers man heute noch mit der thematik umgeht. in berlin hätte man an der stelle lieber ein kindertagestätte bauen sollen, wäre produktiver als millionen für son mist auszugeben.
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01.10.2013 23:47 Uhr von Hanna_1985
 
+3 | -2
 
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Klingt vielleicht hart, aber verfallen lassen und das Geld für Sanierung sparen und es den jetzt lebenden Menschen geben, die es benötigen und bedürftig sind.

Den dort Gestorbenen hilft es nicht, wenn alles auf ewig erhalten bleibt.
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01.10.2013 23:49 Uhr von Deejah
 
+3 | -1
 
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Jeden Tag dieses gehitlere ohne das man selbst wirklich einen Bezug dazu hat.
is mir egal. lasst es verfallen oder renoviert es oder baut etwas, was der friedlichen Welt dient.
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02.10.2013 00:23 Uhr von AdiSimpson
 
+2 | -0
 
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02.10.2013 01:35 Uhr von JohnDoe_Eleven
 
+5 | -4
 
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"Den dort Gestorbenen hilft es nicht, wenn alles auf ewig erhalten bleibt."

Aber den dort gestorbenen hilft es wenn die Geschichte dieser Personen lebendig bleibt und nicht vergessen wird, damit sich so etwas NIEMALS wiederholt. Genau dafür braucht es aber auch Erinnerungen und zwar welche die man sehen und auch fühlen kann.. nur Erzählen führt oft zum vergessen.

Aber das allgemeine Vergessen und verdrängen hat ja eh schon eingesetzt wenn man sich die Kommentatoren auf SN anschaut... von den Fäkalienbraunen Hirntoten hier, spreche ich dabei noch nichteinmal.
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02.10.2013 08:34 Uhr von Blubbafish
 
+2 | -1
 
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@Para_shut:

"dann bitte plädiere auch für die gedenken der greueltaten anderer länder, wie z.b. indianer in nordamerika, armenier etc.

nicht immer nur den deutschen den zeigefinger zeigen."

Das Lieblingsscheinargument der Das-wird-man-ja-wohl-noch-sagen-Fraktion. Wir sind nicht die USA, Türkei, China, was auch immer...nur weil die sich nicht mit ihrer Geschichte auseinandersetzen, heißt dies nicht, dass wir dies auch nicht tun müssen/sollten.
Als erhobenen Zeigefinder für Deutschland sieht das meist auch nur die oben genannte Fraktion und ein kleiner Teil anderer, die versuchen daraus einen nutzen zu ziehen. Niemand zwingt einen sich schuldug für die damaligen Vorkomnisse zu fühlen (zu Recht), aber solch ein Mahnmal ist wichtig.
Wichtig dafür, dass die damaligen Vorkomnisse nicht vergessen werden. Dafür, dass so etwas niemals wieder passsiert, dafür, dass man vor Ort realisieren kann, was damals passiert ist, dafür, dass vll auch andere Ländern sich mit ihrer Geschichte auseinandersetzen...
Warum sollte man solch ein Mahnmal also nicht erhalten...nur weil ein paar Verblendete meinen sich für etwas schuldig fühlen zu müssen, für das sie nichts können?
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07.10.2013 14:34 Uhr von daguckstdu
 
+0 | -0
 
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@HelgaMaria

„Sehe nur wenig Sinn darin, die Stätte ewig zu erhalten.“

Selbstverständlich siehst du darin wenig! Jeder mit einem normalen Rechtsverständnis, außer (vielleicht mit unter, meiner Meinung nach) Psychopaten die bekanntlich keines haben, werden darin keinen Sinn sehen! Aber vielleicht auch die Verkäufer alter Ideologien werden darin keinen Sinn sehen. Würden doch solche Mahnmale zeigen zu was manche Ideologien fähig sind. Und das ist nicht gut fürs Geschaäft. Und ob der normale Mensch nochmals so Mistbraucht werden will, bezweifle ich doch stark!

Niederträchtigkeit ist eine Eigenschaft die man in vielen Bereichen wieder findet. Heute wird sie gern als Argument angeführt, bzw. verschleiert indem man angeblich emotionslos und rein Faktisch gewisse Umstände beurteilt. Es mag den geübten Leser nicht gleich auffallen, aber mit der Zeit merkt man, wohin das alles gelenkt werden soll. Die Frage stellt sich nur, soll man hier mit Argumenten agieren oder doch nur es als Mist abtun, denn es ist eben das was ist.

„Dem ursprünglichen Nutzen soll es ja sicher nicht mehr zugeführt werden.“

Oh ich bin mir überzeugt dass einige hier dafür wären, gell Robkaye, Mister-L, oder tuepscha, das meint ihr doch sicherlich auch!! ;-)

„Man könnte es als Museum erhalten, wenn es die Kosten dafür einspielen kann. Kann es das nicht, sollte man auch kein Geld investieren für den Erhalt.“

Wer so argumentiert lügt hier den Usern was vor, aber das gehört ja zum Verkaufsgespräch, gell! Hier ein paar Fakten in Punkto Denkmalschutz!

„2007 hat der Bund ein 400 Millionen Euro umfassendes Sonderinvestitionsprogramm zum Erhalt des kulturellen Erbes aufgelegt – das größte Denkmalschutzprogramm in der Geschichte der Bundesrepublik.“

http://www.bundesregierung.de/...

Aber jedes Kriegerdenkmal was nicht auf menschenverachtender Verbrechen von menschlichen Bestien hindeutet ist erhaltungswürdig, gell!

„Kommt mir wie Verschwendung vor, eine Sache, die keiner mehr braucht mit finanziellen Mitteln in ihrem Zustand zu halten.“

„Früher oder später hört man damit eh auf, oder sollen die Lager jetzt auf ewig so aussehen?“

Es können nur gewisse Personen so denken, deren Beweggründe mehr den niederen angehören, normale Menschen tun das nicht!

Das wusste schon Eisenhower als er das sagte:“ Dokumentiert das jetzt alles – macht die Filme, holt die Zeugen – denn irgendwann im Lauf der Geschichte wird irgendein Bastard daher kommen und sagen, es sei nie geschehen“!!

Troja war erst ein Mythos, bis Schliemann es fand. Der Holocaust kann auch zum Mythos irgendwann werden, wenn die Zeitzeugen, die Mahnmale verschwinden, wer weiß das schon!

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