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Pleite: Fernsehhersteller Loewe stellt Insolvenzantrag

Wie es scheint, waren alle Bemühungen einen Investor für den schwer angeschlagenen Fernsehhersteller Loewe zu finden vergebens. Am heutigen Dienstag wurde ein Antrag auf Planinsolvenz gestellt.

Laut Unternehmenschef Matthias Harsch stehen die Chancen auf eine erfolgreiche Sanierung im Rahmen der Insolvenz gut. Bereits sechs Angebote von möglichen Investoren liegen vor.

Bis Jahresende laufen die Geschäfte erst einmal weiter. Danach wird ein Investor benötigt, sonst ist das Licht bei Loewe in Kronach für immer aus.


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WebReporter: Really.Me
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Pleite, Insolvenz, Investor, Loewe
Quelle: www.focus.de

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7 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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01.10.2013 11:49 Uhr von D0M3
 
+13 | -0
 
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Das war bereits lange abzusehen. Loewe hat früher echt gute Qualität gehabt, hat es aber dann nicht geschafft sich von der Billigware aus Fernost abzusetzen. Das Design war zwar noch vorhanden, aber die Qualität ließ stark nach. Da hat man den Anschluss völlig verpasst. Und wenn ich für mehr als 1000 Euro einen TV kaufe, soll er auch entsprechend gut sein und nicht die gleiche Qualität aufzeigen wie einer für 300 Euro. Da hilft auch das Made in Germany nicht mehr. Auch wenn in Kronach sicher nur noch Fernost zusammen gesetzt wurde.
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01.10.2013 12:19 Uhr von OO88
 
+1 | -8
 
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wenn er nicht viel verkauft wurde haben si´ch die leute ja den ganzen tag in der firma nen lenz machen können.
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01.10.2013 13:04 Uhr von Best_of_Capitalism
 
+4 | -8
 
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Natürlich wird diese Insolvenz sowie auch der Stellenabbau bei Siemens mit 15.000 Stellen erst nach der Wahl von Angela Merkel öffentlich gemacht. (Ja jetzt brauchen wir noch mehr Fachkräfte!)

[ nachträglich editiert von Best_of_Capitalism ]
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01.10.2013 14:08 Uhr von donionline
 
+3 | -0
 
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vor kurzem las ich einen artikel zu diesem thema dessen überschrift die realität sehr treffend in worte fasste. der titel fasste es mit vier worten zusammen: "gute ware, schlecht vermarktet". das unternehmen hat seine produktpalette völlig falsch aufgestellt und gedacht, die leute zahlen weiterhin ein vielfaches für die teils nur minimal höhere qualität. preislich lag man weit über der schmerzgrenze und man konnte keine stichhaltigen argumente anführen, warum der kunde so viel mehr als bei der konkurrenz bezahlen sollte. es gab schlicht und einfach auch keine! man hat sich auch nicht wirklich auf die richtigen absatzmärkte konzentriert. kurz gesagt - es wurde aus betriebswirtschaftlicher sicht vieles versäumt oder gar komplett falsch gemacht. so musste man von einem der größten konkurrenten panels kaufen, die natürlich auch nicht für lau reinkamen. weiterhin hat man sich auch manchen funktionen aus stumpfer starrköpfigkeit verwehrt. so kann ein loewe-tv aufgrund seines linux-basierten OS keine NTFS festplatten lesen, was in der heutigen zeit vor allem für jüngere leute einen klaren negativaspekt darstellt. um bei der software zu bleiben - die lief bei vielen geräten zum marktstart auch nicht rund und hatte teils schwere aussetzer, was bei einem gerät in dieser preisklasse schlicht ein no-go ist. diese liste könnte man noch ein wenig fortführen, aber ich lass es jetzt. mein ärger ist groß darüber, dass man ein traditionsunternehmen derart gegen die wand fährt, was momentan aber anscheinend in mode ist. es bleibt noch die hoffnung auf einen investor, wobei ich mir nicht sicher bin, ob dieser schritt wirklich als "rettung" verstanden werden könnte.
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01.10.2013 14:15 Uhr von kingoftf
 
+0 | -0
 
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Vom Design her waren die ja immer fantastisch, aber wenn die Technik dahinter nicht stimmt, oder zumindest auf gleichem Niveau ist, wird das nix.
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01.10.2013 14:34 Uhr von MerZomX
 
+3 | -0
 
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und auch nach dieser Insolvenz und dem Siemens Stellenabbau werden die Arbeitslosenzahlen nach unten gehen

MerZomX
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01.10.2013 16:06 Uhr von Jason31
 
+3 | -0
 
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Das Problem "Loewe" ist ja noch viel schlimmer: Wo kommen denn z.B. bei Flachbildfernsehern die Displays her? Die stammen alle aus Fernost und da ist eben auch in einem Loewe-TV ein Display von LG oder Samsung verbaut (oder einer der ganz wenigen anderen die noch Großformat-Displays produzieren). Ähnlich ist es ja bei anderen technischen Bereichen.
Worin unterscheidet man sich dann final noch vom Fernost-Produkt? Das geht nur noch im Design oder auf Seiten der Software. Und gerade letzteres war leider nicht sehr "Funktionsvielfältig". Und - zumindest aus meiner persönlichen sicht - kaufe kein Gerät aus Design-Gründen, sondern vielmehr auf Grundlage technischer Möglichkeiten (und immerhin sehen eigl. alle Geräte auf dem Markt gefällig aus).

Somit ist Loewe eben nur noch "jemand unter vielen" und aus meiner Sicht - zumindest mit bisherigem Konzept - nicht überlebensfähig. Qualität wird zwar gerne immer genommen, allerdings muss man doch realistisch bleiben, dass man heute ein Gerät meist nicht wegen eines Defekts aussondert, sondern wegen fehlender Funktionen die im Laufe der Zeit dazu gekommen sind. Ich selbst habe mir vor einem Jahr überlegt meinen 10 Jahre alten Zweit-Fernseher zu entsorgen, zu gunsten eines neueren Geräts mit HDMI-Anschlüssen und Mediaplayer-Integration... hab mich dann aber doch für einen externen Player mit HDMI->DVI Adapterkabel entschieden... Nur auf der andern Seite bekommt man heute schon für 299 das als kompletten Fernseher. Da macht das Argument "Qualität" eben nicht mehr so viel Sinn, ob das Gerät 5 oder 10 Jahre hält ist da völlig Sekundär.

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