30.09.13 15:24 Uhr
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Amazon-Logistik zieht wegen Warnstreiks in Deutschland nach Polen und Tschechien

Der Betrieb in den Logistikzentren von Amazon wurde in letzter Zeit immer wieder durch Warnstreiks der Gewerkschaften gestört.

Dies hat das Unternehmen nun zum Anlass genommen, um in naher Zukunft Logistikzentren in Polen und Tschechien zu eröffnen.

In Polen soll das erste Zentrum im Sommer 2014 eröffnen und 6.000 Arbeitsplätze schaffen. In Deutschland arbeiten aktuell 9.000 Angestellte für den Online-Händler.


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WebReporter: Schakobb
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Deutschland, Polen, Amazon, Tschechien, Warnstreik, Logistik
Quelle: winfuture.de

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38 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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30.09.2013 15:31 Uhr von derNameIstProgramm
 
+26 | -11
 
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Kann ich nachvollziehen. Dann hoffen wir mal dass in den Arbeitszeugnissen wenigstens Einzelhandel als Tätigkeitsbereich steht und nicht Logistik...
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30.09.2013 15:31 Uhr von Gnarf456
 
+43 | -44
 
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Das hätte ich an Stelle von Amazon auch gemacht. Leider wird das den Deutschen, wie so viele "Errungenschaften" der Gewerkschaften, mal wieder zum Nachteil gereichen. Dafür freuen sich die Polen über neue Jobs mit sehr guter Bezahlung und darüber, dass dort Pakete dann schnell ankommen werden. So wie es in Deutschland mal gewesen sein wird, bevor die Gewerkschaftsidioten alles kaput gemacht haben...
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30.09.2013 15:36 Uhr von Really.Me
 
+28 | -18
 
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Logische Konsequenz von Amazon.

In News, wo es um Unternehmen geht die kurz vor der Pleite stehen weil sie nicht mit der Zeit gegangen sind, liest man immer wieder Kommentare wie "selber Schuld, wer zu teuer verkauft, etc,...".

Ich finde im Zuge solcher Gedankengänge Nachrichten wie diese wirklich klasse! Da habt ihr ein Unternehmen, welches mit der Zeit geht...und zwar ins Ausland!

[ nachträglich editiert von Really.Me ]
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30.09.2013 15:45 Uhr von DelphiKing
 
+31 | -20
 
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Das ist halt der Nachteil, wenn man als Logistik-Mitarbeiter zu gierig ist und den Lohn der Einzelhandesbranche will, statt überdurchschnittlichen Logistiklohn…
Nur ärgerlich für alle Angestellten, die nicht in der Gewerkschaft sind und sich nicht an den Streiks beteiligt haben –?die sind mal wieder die Leidtragenden :/
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30.09.2013 15:46 Uhr von Kurzkopf
 
+27 | -24
 
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@franz.g

Richtig, niemand wird gezwungen. Allerdings verbaut sich doch DEUTSCHLAND nichts, und schion gar nicht die LETZTEN Arbeitsstellen.

@ derNameIstProgramm

Warum hofft ihr das? Ist Dosen einsortieren denn so viel besser als Pakete vollzustopfen? Was ist, wenn man im Logistikbereich herr über 500 Leute ist?

@Gnar456

Stimmt, Deutschland muss dafür herhalten, man sieht es schon beim ersten Kommentar.

----------------------------------------

Na dann weg mit Amazon, endlich raus aus Deutschland. Aber jegliche Subvention sollte zurückebzahlt werden. Das wird natürlich nicht geschehen, und so hat sich das Unternehmen an Deutschland eine goldene Nase verdient.
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30.09.2013 15:59 Uhr von Really.Me
 
+19 | -13
 
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@ viewsonic999

Es ist doch ein hausgemachtes Problem! Wir wollen alles immer billiger, wollen Bestelltes, was uns nicht gefällt oder passt kostenlos zurückschicken, etc.
Keine Ahnung, ob sich alle einbilden das ein Onlineshop mit einer 100€ Bestellung extremen Gewinn macht und sich sowas leisten kann.

Es ist doch logisch das günstige Preise und Dinge wie kostenloser Rückversand umgelegt werden müssen - wo soll das bitte passieren als beim Personal?

Leben manche echt in einer so tollen Traumwelt das sie sowas nicht verstehen wollen.
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30.09.2013 16:10 Uhr von Pixwiz
 
+24 | -6
 
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@viewsonic999: hätte man den gewerkschaften nicht durch die leiharbeit die grundlage entzogen, hätte es so einige vorfälle der vergangenheit erst gar nicht gegeben.

das verhalten des unterehmens zeigt nichts anderes als das, was die ganze zeit unterstellt wurde. gewinnmaximierung auf teufel komm raus und ohne rücksicht auf verluste.

daran ist die deutsche gesetzgebung schuld, die sowas ermöglicht. amazon hat erst abgezockt, jetzt könnte mindestlohn kommen und schon verpissen die sich.
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30.09.2013 16:18 Uhr von Kurzkopf
 
+15 | -14
 
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@Really.Me

Das Problem ist von Amazon selber gemacht.

[ nachträglich editiert von Kurzkopf ]
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30.09.2013 16:27 Uhr von Katatonia
 
+14 | -1
 
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So ein Unsinn. Und alles noch nicht offiziell.

Mal ganz ehrlich - hier geht es um den Ausbau des Geschäfts in Polen, Tschechien und um das allgemeine osteuropäische Geschäft. Sicherlich werden die neuen Vertriebszentren auch das deutsche Geschäft abfedern können, sollte es wieder zu Streiks kommen. Aber Amazon hat das beamen noch nicht erfunden und die Pakete müssen auch mittels Vertriebspartner pünktlich und ordnungsgemäß zugestellt werden können. Was ich damit schreiben will, die Vertriebszentren sind immer an die Gebiete gebunden, in denen der Umsatz und Gewinn generiert wird. Ein günstiges Vertriebszentrum in Weißrussland nutzt dem Kunden in Frankreich, den Niederlanden oder denen in Westen Deutschlands herzlich wenig.

Mit der deutschen Post DHL hat Amazon einen guten und schnellen Partner. Das wird in Polen schwieriger werden - noch. Amazon plant jedoch langfristig. Ich hoffe es. Und dabei sollten sie dann die entsprechend miserablen Arbeitsbedingungen mit einkalkuliert haben. Ansonsten hätte Amazon schlicht und schlecht gewirtschaftet. Ich setze doch kein Vertriebszentrum für dreistellige Millionenbeträge irgendwo hin, ohne nicht auch die Arbeitsbedingungen und deren langfristige Perspektive zu erblicken. Gerade wenn ich knapp kalkuliere.

Nun ja - momentan schädigt sich Amazon schon selbst genug. Zumindest was meinen subjektiven Umkreis angeht. Viele lehnen Amazon mittlerweile als Shop ab und kaufen woanders. Ob es da besser ausschaut, mag bezweifelt werden, doch der Imageschaden ist da und frisst sich fest.
Das geht nicht nur auf Dauer zu Lasten des Umsatzes und Gewinns.
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30.09.2013 16:40 Uhr von Yoshi_87
 
+13 | -2
 
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Imageschaden..? Wo denn? Amazon hat einen top Service, liefert extrem schnell und hat mehrere Hunderttausende, wenn nicht Millionen Artikel auf Lager.

Wenn es wo anders günstiger ist wird da natürlich gekauft aber warum sollte man für 1:1 das gleiche Produkt an anderer Stelle mehr ausgeben? Ist eben nicht drin, grade wenn es um mehrere Hundert Euro teure Sachen geht.
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30.09.2013 17:11 Uhr von ThomasHambrecht
 
+18 | -9
 
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Natürlich werden die Leute gezwungen bei Amazon zu arbeiten.
Wenn man auf ALGII ist und von der ARGE eine Stelle bei Amazon angeboten bekommt, muss man die annehmen - oder erhält Kürzungen und Sperre.
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30.09.2013 17:14 Uhr von derNameIstProgramm
 
+5 | -0
 
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@Kurzkopf
"Warum hofft ihr das? Ist Dosen einsortieren denn so viel besser als Pakete vollzustopfen? Was ist, wenn man im Logistikbereich herr über 500 Leute ist?"

Du weisst aber schon um was es in dem Streik geht, oder? Scheinbar hast du meine Anspielung nicht verstanden...
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30.09.2013 17:22 Uhr von Bud_Bundyy
 
+3 | -4
 
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Naja Könnte, eventuell.... also mal abwarten, ich denke Amazon positioniert sich um notfalls kurzfristig Konsequenzen ziehen zu können.

Noch ne andere Quelle:
http://www.handelsblatt.com/...
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30.09.2013 17:33 Uhr von Brem
 
+11 | -8
 
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Na ja, die meisten der Arbeiter kommen doch ohnehin schon aus dem Osten (schaue euch mal die Doku an)....

Für mich gilt dann wie damals für Nokia: Nie wieder dort kaufen.... Den Amazon behandelt seine Mitarbeiter jetzt schon nicht gut (ebenfalls Docu schauen ;) )

... wobei man kann sehen was ein paar Jahre später aus Nokia geworden ist.
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30.09.2013 17:36 Uhr von Brem
 
+8 | -3
 
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Noch was: Verteilen dann Polnische Logistiker und Paketdienste die Ware? Wohl kaum. Ich denke nicht das es schlau ist von Amazon nach Polen zu ziehen, den bald werden die Löhne dort auch anziehen wie die Vergangenheit gezeigt hat.
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30.09.2013 18:46 Uhr von keineahnung13
 
+4 | -3
 
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also was ich gelesen habe was die da verdienen, ist mehr als so manch anderer hier Verdient... glaube da haben die nun Ihren Job selber vernichtet... da werden die dann ja viel mehr Geld haben....
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30.09.2013 18:49 Uhr von Götterspötter
 
+5 | -4
 
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... he he ....... mal schaun wie viele Kunden dann bald Backsteine in den Päckchen bekommen :D

und die Gewerkschaften in Polen und Tschechien sind nun bissiger als die Deutschen .....

.... und gerade in Tschechien wird es nicht billig !

[ nachträglich editiert von Götterspötter ]
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30.09.2013 19:00 Uhr von Best_of_Capitalism
 
+3 | -3
 
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NOKIA hat es vorgemacht.

Bin gespannt wie die Qualität sein wird.
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30.09.2013 19:41 Uhr von ar1234
 
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Denen war Deutschland sowieso zu teuer, darum wandern diese Heuschrecken aus. Aber zum Verkaufen der Waren ist unser Land noch gut genug!

Eigentlich sollten alle Firmen, die ausgewandert sind, auch ausgesperrt bleiben, inclusive der Produkte! Solche Firmen sind nichts als Heuschrecken, die das liebe Geld ins Ausland tragen, aber nichts dafür zurückgeben wollen!

Zum Thema Gewerkschaften: Würde es die nocht geben, hätten wir alle 60 Stunden Woche und 2 Tage Urlaub im JAHR und Billiglohn und manch andere Unannehmlichkeit mehr! Erst die Gewerkschaften haben die Arbeit vernünftig gemacht. Die aktuelle Gewerkschaftshetze ist Propaganda der Regierung und der Arbeitgeber, die die guten alten Zeiten wieder aufleben lassen wollen. Und wir sind dank Zeitarbeit auf einen guten Weg da hin.

[ nachträglich editiert von ar1234 ]
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30.09.2013 20:05 Uhr von bigpapa
 
+6 | -2
 
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Nur hat Verdi wieder mal keine Ahnung.

Viele Supermärkte füllen ihre Regale nicht mehr selbst auf. Das machen Subunternehmer mit eigenen Leuten.

Verkäufer/innen sind meist Fachpersonal. Die sitzen an der Kasse oder kontrollieren Bestände etc.

Und in einen hat Amazon recht. Sie nehmen auch ungelernte Leute. Ich der Presse liest man was von ca. 9-10 Euro die Stunde.

Was nur keiner so richtig wahr nehmen will ist, was will man mit mehr Gehalt. ?

Die Steuern und Abgaben steigen dann wie Sau. Der Arbeitgeber verlangt für mehr Geld ausgebildetes Personal.

Es ist nämlich ein Unterschied ob ich als Ausgebildeter Logistikfacharbeiter (Lehrberuf) oder als Hilfskraft arbeite.

Ausgebildete Leute die was taugen, fangen meist als Gruppen(ähm Team) Leiter an. Also ne Art Vorarbeiter und mit Sicherheit nicht für 9 Euro /Std.

Gruß

BIGPAPA
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30.09.2013 20:35 Uhr von Brotmitkaese
 
+4 | -9
 
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Gut so. Ein ausbeuter arbeitgeber weniger in D!

Auch ein Grund mehr dort nix mehr zu kaufen...
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30.09.2013 20:53 Uhr von SHA-KA-REE
 
+4 | -7
 
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@ar1234:

>Zum Thema Gewerkschaften: Würde es die nocht geben, hätten wir alle 60 Stunden Woche und 2 Tage Urlaub im JAHR und Billiglohn und manch andere Unannehmlichkeit mehr! Erst die Gewerkschaften haben die Arbeit vernünftig gemacht. Die aktuelle Gewerkschaftshetze ist Propaganda der Regierung und der Arbeitgeber, die die guten alten Zeiten wieder aufleben lassen wollen

DAS ist nun wieder billige Gewerkschaftspropaganda, der Du da erlegen bist. Die 40-Stunden-Woche ist internationaler Schnitt, und das obwohl in vielen Ländern Gewerkschaften wenig oder keine Bedeutung haben. Und selbst in den USA bekommst Du praktisch überall 1-2 Tage Urlaub pro Monat, auch wenn das eben nicht gesetzlich garantiert ist. Basis für diese gesetzliche Garantie ist das Bundesurlaubsgesetz aus den 60ern, und - korrigiere mich, wenn ich mich irre - weder damals noch heute konnten bzw. können Gewerkschaften Gesetze erlassen.
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30.09.2013 22:35 Uhr von ms1889
 
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ver.di hat gepockert und verloren...

als unternehmer verstehe ich diese entscheidung, ich hätte sie bei solchen angriffen wie wiederkehrende streiks auch vollzogen.

viele der nichtgerlernten, haben einfach zu hohe ansprüche an die bezahlung.... mann kann keine 3000 euro erwarten, wenn man waren auf ein band legt. irgendwie sind die ansprüche garde der jüngeren viel zu uferlos hoch, das sie realitäten nicht sehen. als ich anfing zu arbeiten, habe ich 350 dm im monat bekommen. heute will ein hilfsarbeiter aber schon das 10 fache haben (was meist vollkommen überzogen ist: 10*350dm=1700€). der "arbeiter" liefert nicht den wert der arbeit.

[ nachträglich editiert von ms1889 ]
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30.09.2013 22:42 Uhr von ar1234
 
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@ SHA-KA-REE : Und all diese Dinge hat man uns damals doch sicher aus Großzügigkeit und Menschenfreude gegönnt? Schon mal aufgefallen, dass gleichzeitig mit dem Rückgang der Gewerkschaften in den letzten Dekaden die Löhne gefallen sind und Arbeitszeiten gestiegen sind? Wenn die Gewerkschaften doch ach soo schlecht sind, dann müsste doch in den letzten Jahren das Gegenteil passiert sein. Denn die Gewerkschaften werden schwächer...

Hier noch etwas Geschichtsunterricht für alle, die in der Schule nicht aufgepasst haben:

http://www.heimatvereinwarendorf.de/...

http://de.wikipedia.org/...

http://de.wikipedia.org/...

Man sollte eben nicht alles glauben, was in der Glotze läuft!

[ nachträglich editiert von ar1234 ]
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01.10.2013 08:08 Uhr von TeKILLA100101
 
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@ms1889

man kann das ganze auch umdrehen und sagen, man kann nicht erwarten, dass man alle pakete kostenfrei zugesendet bekommt, denn nur deshalb verdienen die menschen in der logistik so abartig wenig.

und mag sein, dass es kein anspruchsvoller job ist, aber es muss gemacht werden, er muss gut gemacht werden, dazu schnell am besten gestern!

ich glaube, dass sich amazon damit ins eigene fleisch schneiden wird. ist einfach so ein gefühl, wenn die lieferzeiten länger werden, kauft man eben woanders. und, dass die lieferzeiten länger werden, dafür kann ja die polizei sorgen, wenn sie in jedem postwagen aus polen etwas verdächtiges und den kontrollieren muss :-)

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