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Statt PKW-Maut: Experten wollen lieber LKW-Maut ausweiten

4,4 Milliarden Euro Mehreinnahmen erwartet eine Expertenkommission namens "Nachhaltige Verkehrsinfrastruktur-Finanzierung" für den Straßenbau, wenn man die Erhebung der LKW-Maut bis auf die kommunale Ebene einführen würde.

Die Einführung einer PKW-Maut brächte dagegen lediglich 4,1 Milliarden Euro zusammen. Hier rechnete man auf Basis einer Vignettenlösung mit 100 Euro pro Vignette.

Die Kommission mit Teilnehmern aus 15 Bundesländern sieht die Notwendigkeit, das Mautsystem auszuweiten, weil in den kommenden Jahren jährlich rund sieben Milliarden Euro zur Sanierung des Straßensystems anfallen werden.


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WebReporter: Sittichvieh
Rubrik:   Auto
Schlagworte: Experte, LKW, Maut, PKW-Maut, Ausweitung
Quelle: www.heise.de

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7 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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30.09.2013 16:02 Uhr von untertage
 
+8 | -1
 
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Da hätte ich eine bessere Idee...wie wäre es mal damit die Steuer auf Treibstoffe dafür zu verwenden ?! ;-)

Gab es nicht mal eine Ökoumlage die den Sprit 30 Cent teurer gemacht hat, warum verwendet man nicht diese Einnahmen das sind bestimmt mehr als 4 Mrd.??
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30.09.2013 17:29 Uhr von mort76
 
+3 | -0
 
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...jetzt haben wir diese tollen TollCollect-Brücken überall stehen, und es wird ein System eingeführt, das die teuren Dinger wieder überflüssig macht...Bravo.
Aber die Dinger kann man sicher für die PKW-Maut nutzen, die dann ein wenig später erstmal für die Autobahnen eingeführt wird.
Paßt schon alles...
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30.09.2013 19:07 Uhr von internetdestroyer
 
+1 | -1
 
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@untertage:
Die von Dir benannte Ökoumlage = Ökosteuer wurde in rot-grünen Schröder-Zeiten eingeführt und dient/e nur dazu den Rentenversicherungsbeitrag stabil zu halten damit dieser nicht weiter ansteigt.

[ nachträglich editiert von internetdestroyer ]
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30.09.2013 22:06 Uhr von eugler
 
+0 | -1
 
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LKW-Maut ausweiten? Warum nicht. Allerdings müsste die Maut ausreichend teuer sein, um die Bahn als Alternative wieder ins Spiel zu bringen.

Das hätte zwei positive Nebeneffekte: 1. würden die Sanierungskosten für die Straßen logischer Weise sinken und 2. würde ich nicht 2 Mal pro Tag um mein Leben fürchten müssen, weil wieder ein Knacki-Brummi aus den östlich-eurpäischen Randzonen mit 91,5 km/h einen schon 91 km/h fahrenden LKW überholen musste.

Für Distanzstrecken, ist der Transport mit LKW zu billig! Meine Meinung - und das natürlich rein nach Gefühl und Faktenwissen ;o)
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01.10.2013 12:41 Uhr von jens3001
 
+2 | -0
 
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eugler

Dein Gefühl zweifle ich nicht an, wohl aber dein Faktenwissen :)

Die Bahn ist für normale Güter nahezu uninteressant. Vor allem deshalb, weil sie zu teuer und zu unflexibel ist.

Unflexibel deswegen, weil bei Weitem nicht alle Ladungen als Komplettladungen gefahren werden.
Man organisiert entweder sogenannte "Milkruns" (mehrere Be- und Entladestellen) oder "Sammelgut-LKW" (1 Be-Ladestelle - 1 - x Entladestellen).

Hinzu kommt eine zeitliche Unflexibilität - wenns erstmal auf der Schiene ist geht es nunmal nicht schneller als die Schienenwege und Loks es zulassen.

Des Weiteren muß man häufig die Waren mit einem LKW vorholen, ans Gleis bringen - umladen - bei Ankunft des Zugs wieder umladen und dann per LKW zustellen.

Die Variante den Trailer auf den Zug (unbegleitet) zu bringen gibt es natürlich auch - setzt aber voraus, dass der Unternehmer auch die Möglichkeiten hat nur mit der Zugmaschine den Trailer zum Zug zu bringen bzw. ihn dort abzuholen.

Auch die RoLa (rollende Landstraße = LKW incl. Zugmaschine + Fahrer auf dem Zug) ist eher interessant. Aber wohl nicht geeignet um die Transporte günstiger zu machen. Statt Dieselkosten + Maut hast du da halt Bahntransport + Nebenkosten.


Für Schwergüter, Schüttgüter, Massenware, zeitunkritische Erzeugnisse, etc. kann die Bahn eine Alternative sein und wird auch so schon genutzt.


@News: Eine PKW-Maut wäre ehrlicher. So wüsste man die Mehrkosten im Voraus.
Bei einer LKW-Maut würden die Preise für die Konsumenten erhöht - und diesen Effekt herauszurechnen ist nahezu unmöglich.

Beispielsweise hat die neue Maut in Ungarn für einen Preisanstieg von ca. 150 - 200 euro pro Durchfahrt durch Ungarn gebracht. Eine Jahresvignette o.ä. gibt es dort nicht.

In Frankreich wird es sogar noch gruseliger. Dort erlaubt man ab nächstem Jahr jedem einzelnen Department seine eigene Öko-Maut zu erheben. Wird wohl nur auf einzelne Streckenabschnitte gelten aber dennoch ist es ein Wahnsinn diese zu berechnen, wenn jeder Postleitzahlenbereich eine eigene Maut hat.


Die LKW-Maut anzuheben ist also auch keine Lösung. Zumindest keine im Sinne des Bürgers.

Tatsächlich Abhilfe würde es schaffen, die bisherigen Steuern und Mautgebühren tatsächlich für den Straßenausbau und Erhalt einzusetzen.
Das würde zwar in einen anderen Bereich ein Loch reissen, ist aber wesentlich durchsichtiger.
Für das entstandene Loch kann man dann nach einer anderen Lösung suchen.
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02.10.2013 00:25 Uhr von eugler
 
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@jens

Vielen Dank! So wünsche ich mir eine Board-Diskussion, dann kann man auch das eigene Halbwissen auffüllen.
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04.10.2013 16:51 Uhr von majorpain
 
+0 | -0
 
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@hanfwodka

Die ausländischen müssen genau so bezahlen deswegen gibt es doch diese Tolcollect Automaten an manchen Tankstelle.

1. Wird die LKW Maut erhöht dann kommt sowiso noch die PKW Maut.

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