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Oberhausen: Busfahrer fahren einen Bogen um hilflos am Boden liegenden Mann

Ein Vorfall, der einem Skandal gleichkommt, ereignete sich in Oberhausen. Ein hilflos am Boden liegender Mann wird von im Bus sitzenden Fahrern ignoriert.

Der Mann hatte einen epileptischen Anfall erlitten und lag auf der Fahrbahn von den Buslinien. Eine Frau eilte diesem zu Hilfe. Nur die Fahrer der Busse machten einen Bogen und fuhren um die Personen herum.

Es ging auch kein Hilfeersuchen bei der Leitstelle des Busunternehmen ein. Die Sprecherin kann sich dies auch nicht erklären.


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WebReporter: Guruns
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Mann, Boden, Oberhausen, Busfahrer, Bogen
Quelle: www.derwesten.de

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11 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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29.09.2013 18:41 Uhr von Gnarf456
 
+15 | -19
 
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"Nur die Fahrer der Busse machten einen Bogen und fuhren um die Personen herum." ...während andere Verkehrsteilnehmer nicht auswichen und den Mann überfuhren? Tut mir leid, so liest sich der Satz. Da hätte etwas weniger "nur" und etwas mehr "hingegen" wirklich nicht geschadet.
Abgesehen davon würde ich als Busfahrer zumindest nicht aussteigen, sondern allenfalls die Polizei rufen. Wer weiß, ob der Typ nicht aufspringt und den Bus kapert oder den Fahrer niederschlägt und mit der Wechselgeldkasse flieht. Vielleicht weniger am Tag, aber in jedem Fall in der Nacht sollte man da vorsichtig sein in Deutschland.
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29.09.2013 18:41 Uhr von spliff.Richards
 
+19 | -16
 
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Das kommt davon wenn man in einer Gesellschaft lebt, die nur noch auf der Jagd nach einem goldenen Kalb ist!
Ich gehe mal davon aus, dass keiner der Busfahrer lust auf den "Ärger" hatte, seine Linie verspätet fahren zu lassen.
Da macht man lieber die Augen, anstatt Schelte vom Chef zu bekommen.

Und schon wieder kann ich nicht soviel essen wie ich kotzen könnte...


@Gnarf
Und den Strahl kann ich dann direkt in dein Gesicht richten. Was ist das denn für eine Einstellung?
"Da liegt jemand (wild zitternd) am Boden. Schnell weg. Der will mich ausrauben."
Ich kann dir nur wünschen irgendwann mal mit dem Auto gegen einen Baum zu fahren und dort elendig zu verrecken, weil dir niemand zu Hilfe kommt.

[ nachträglich editiert von spliff.Richards ]
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29.09.2013 18:50 Uhr von KlötenInNöten
 
+20 | -3
 
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Erste Hilfe wurde doch schon geleistet, sollen jetzt alle Busfahrer dieser Welt sich um den Mann versammeln und mit schlauen Sprüchen aushelfen? Der einzige Vorwurf, der den Busfahrern gemacht werden kann, ist, nicht die Leitstelle informiert zu haben.
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29.09.2013 19:39 Uhr von fail-girl
 
+2 | -2
 
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Leider ist dies oft so das Busfahrer nicht stehen bleiben dürfen, sie dürften schon aber wenn sie deren Fahrplan, Fahrzeiten nicht einhalten müssen sie Bußgelder an den Arbeitgeber bezahlen. Ich sag jetzt nicht das dies überall so ist, gibt natürlich auch ausnahmen. Jedoch kurz anhalten und Rettung rufen hätte schon drinnen sein können.
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29.09.2013 19:54 Uhr von Babykeks
 
+3 | -4
 
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Wenn wir die schlichtweg von uns nicht zu beantwortende Frage weglassen, was die optimale Reaktion gewesen wäre (denn niemand hier wird sich die Mühe machen und die komplette Situation samt aller relevanten Variablen recherchieren)...

...ich bin mir fast sicher, dass keiner der Journalisten, die hier von einem *Skandal* berichten und *Rechtfertigung* von der Pressestelle forden, sich aufm Weg zu ihrem Job um den armen Kerl gekümmert hätten.

Den die *wahren* Helden mit denen ich schon das Glück hatte zu tun zu haben...in deren Charakterprofil fehlte dieser Part einfach...bei allen...
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29.09.2013 20:25 Uhr von WoodyXXL
 
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Der Busfahrer hat dies nicht ignoriert - er ist ausgewichen. Ein unentschuldbar Fehler war es die Leitstelle nicht zu informieren und Hilfe anzufordern.
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29.09.2013 22:02 Uhr von jupiter_0815
 
+3 | -3
 
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@blaupunkt123

Die Helfer fast über den Haufen fahren und noch nicht einmal in der Leitstelle sich zu melden, das es da ein Notfall gibt?

" Da ist ja schon jemand " Klar.

Aus den Augen, aus den Sinn.

Das von Busfahrern auch über die Leitstelle Krankenwagen gerufen werden steht ja in der Quelle.
Passender Kommentar, unter der Quelle, der von einem anderen Unfall erzählte.

.... Mittlerweile befanden sich ca. 10 Ersthelfer bei dem Verletzten. Als ich dann dazu kam und fragte, ob der Notruf abgesetzt worden sei, erntete ich erstaunte Blicke. Jeder hatte sich auf andere verlassen....

....Ich hättte von Busfahrern erwartet, dass sie wenigstens kurz anhalten und FRAGEN, ob sie helfen könnten....

Seh ich auch so.

Für mich ist das, von den Busfahrern, unterlassene Hilfeleistung.
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30.09.2013 02:47 Uhr von Dracultepes
 
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@Gnarf456

"Wer weiß, ob der Typ nicht aufspringt und den Bus kapert oder den Fahrer niederschlägt und mit der Wechselgeldkasse flieht. Vielleicht weniger am Tag, aber in jedem Fall in der Nacht sollte man da vorsichtig sein in Deutschland"

Und warum sollte man sich dafür auf die Straße legen? Busse halten an Bushaltestellen und machen da die Türen sogar freiwillig auf. Und zumindest bei uns sind die Fahrerkabinen nicht abgetrennt wie z.b. bei Straßenbahnen.
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30.09.2013 10:12 Uhr von DieterKrause
 
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Die Nächstenliebe in einem christlichen Abendland hält sich in Grenzen. Oder ist es der umerzogenen Selbsthaß?
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30.09.2013 17:18 Uhr von spliff.Richards
 
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@lovetv

Danke für deinen Kommentar, auch wenn der hier auf dieser Plattform nicht die Beachtung findet, die er verdient.
Ich kann nur hoffen, dass das Karma die Leute die dich ignoriert haben, irgendwann mal genauso hart trifft wie dich.

Ich war als kleiner Junge mal mit meinen Großeltern im Auto unterwegs als meine Oma uns darauf aufmerksam machte, dass ein anderes Auto 100m vor uns im Graben liegt und mein Opa doch bitte anhalten solle, damit man helfen könne.
Die Reaktion von meinem Opa hat mich damals zutiefst geschockt. "Bloß nicht!!! Da haben wir nur Ärger mir!"
Ein paar Tage später habe ich erfahren, dass in dem Auto der Vater eines guten Freundes gesessen hat, der sein Leben seitdem im Rollstuhl verbringen muss. Ich mache mir heute noch Vorwürfe.... Aber das hat mich zumindest wachgerüttelt, auch wenn ich damals erst knapp 10 Jahre alt war.

Und sowas fängt schon bei Kleinigkeiten an.
Ich gehe regelmäßig im Wald spazieren. Auf dem Hinweg kamen mir 2 junge Mädchen (höchstens 8-9 Jahre) auf dem Fahrrad entgegen. Es war Sonntag und schönes Wetter. Auf der Strecke waren massig Menschen unterwegs. Als ich auf dem Rückweg war entdeckte ich die beiden Mädchen schon in weiter ferne. Einer der beiden, war die Kette abgesprungen und ohne Werkzeug war da nicht viel zu machen. Aber von diesen ganzen furchtbar netten Menschen, die da dran vorbei gelaufen sind, die sonst immer brav zum Kirchen Nachmittag gehen (ich lebe auf einem Kuhdorf, hier gibt es solche Menschen noch zu hauf) und die Nächstenliebe propagieren, hatte nicht einer die Güte dem Kind zu helfen!
Es will mir einfach nicht in den Kopf rein, was daran so schwer ist, sich mal fünf Minuten Zeit zu nehmen, sich die Finger schmutzig machen und wenn gar nichts mehr geht, das Kind wieder zu seinen Eltern zu schicken, bevor es im dunkeln immer noch da steht.

Ich finde diese Gesellschaft erbärmlich, in der sich jeder selbst der nächste ist, jeder für sich alleine kämpft und jeder alleine stirbt. Aber solange wir weiterhin als Gesellschaft nur noch dieses goldene Kalb anbeten, müssen wir mit dieser "Krankheit" auskommen... Man kann nur versuchen die Leute wach zu rütteln... Leider bringt das nur mäßigen Erfolg... Aber ich merke das immer mehr Menschen anfangen dafür ein offenes Ohr zu haben...
Noch ist mein Glaube an die Menschheit (bzw. Menschlichkeit) noch nicht ganz erschüttert... auch wenn man den bei Geschichten wie deiner tatsächlich verlieren könnte ....
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30.09.2013 23:39 Uhr von spliff.Richards
 
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Du triffst den Nagel auf den Kopf.

Allerdings bezweifel ich, dass derjenige der dir das Minus gegeben hat, überhaupt in der Lage war deinen "langen" Text ganz bis zum Ende zu lesen ;-)

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