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Burger King: Mitarbeiter nahm Soßentütchen mit - Jetzt liegt der Fall bei Gericht

Vor rund drei Monaten wurden bei einem Burger-King-Mitarbeiter in Dortmund (Nordrhein-Westfalen) sieben Tütchen Ketchup und Mayo gefunden, die dieser ohne zu bezahlen mitgenommen hatte. Die Burger-King-Geschäftsleitung will Mohamed G., der auch Betriebsrat ist, deswegen entlassen.

Die Betriebsleitung von Burger King ist jetzt am Freitag vor das Dortmunder Arbeitsgericht gegangenen. Der Betriebsrat soll gezwungen werden, die Kündigung zu gestatten. Allerdings dürfte das Unternehmen mit seinem Ansinnen bei Gericht nicht durchkommen.

Beim ersten Gütetermin hatte die Richterin schon erkennen lassen, dass der Mitarbeiter seinen Job aller Wahrscheinlichkeit nach behalten kann. Das Bundesarbeitsgericht hatte vor kurzem festgestellt, dass es bei Bagatellfällen zunächst einer Abmahnung bedarf, bevor es zu einer fristlosen Kündigung kommt.


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WebReporter: rheih
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Gericht, Fall, Mitarbeiter, Burger, Burger King, King
Quelle: www.ruhrnachrichten.de

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66 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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28.09.2013 13:19 Uhr von artefaktum
 
+53 | -5
 
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"Das Bundesarbeitsgericht hatte vor kurzem festgestellt, dass es bei Bagatellfällen zunächst einer Abmahnung bedarf, bevor es zu einer fristlosen Kündigung kommt."

So wie es unter anständigen Menschen auch üblich ist.

Welchen Eindruck dass auf die anderen Mitarbeiter hat, scheint Burger King auch völlig egal zu sein. Allerdings halten manche Arbeitgeber Angst ja für einen guten Motivator.
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28.09.2013 13:25 Uhr von ZzaiH
 
+51 | -14
 
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ich denke eher der mitarbeiter soll gefeuert werden, da er (für die geschäftsleitung) ein unbequemer betriebsrat ist - und da ein betriebsrat gesonderten kündigungsschutz genießt, muss man halt nen "diebstahl" finden um ihn feuern zu können.
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28.09.2013 13:26 Uhr von Guruns
 
+27 | -10
 
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Schon allein das der Herr unter dem Betriebsrat zu finden ist zeigt das Burger King nur einen Grund gesucht hat ihm zu kündigen. Dabei genießen sie einen gesonderten Kündigungsschutz.
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28.09.2013 13:29 Uhr von langweiler48
 
+14 | -4
 
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Vielleicht hat der Verantwortliche der Burger King Fressbude den Kleinstdieb als Betriebrat nicht gemocht, da er nicht nach seine Pfeife tanzte und in dem Vorfall einen Kuendigungsgrund sah..
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28.09.2013 13:55 Uhr von Perisecor
 
+24 | -21
 
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@ artefaktum

Anständige Menschen stehlen nicht.
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28.09.2013 14:14 Uhr von artefaktum
 
+20 | -10
 
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@Perisecor

Das hat etwas mit Verhältnismäßigkeit zu tun.
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28.09.2013 14:38 Uhr von PeterLustig2009
 
+17 | -21
 
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@artefaktum
[...] wie es unter anständigen Menschen üblich ist [...]

Komisch...seit wann ist Diebstahl unter anständigen Menschen üblich?

[...] Welchen Eindruck es auf andere Mitarbeiter hat [...]
Vielleicht dass Diebstahl nicht geduldet wird?
Aber wenn es dir egal ist wenn man dixh beklaut...


Schon interssant welche Einstellungen hier einige vertreten
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28.09.2013 15:03 Uhr von majorpain
 
+13 | -3
 
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Sorry ich verstehe das nicht.

Hat er die Long Chicken etc. gekauft. Bei Bürger King ist doch immer bei der Pommes Ketchup dabei.

Vielleicht ist er Ketchup süchtig oder so.

Also meine augen hatte er nur etwas zuviel.

Desweiteren würde ich in so einem Laden garnicht arbeiten wollen wo so umgegangen wird mit den Mitarbeiter. Mein Alter Chef wollte einen PC raussschmeißen ich fragte ob ich ihn haben kann für den Sohn einer bekannten er fragte ob er noch einen Monitor braucht.

Auf so eine Arbeitsstelle geht man viel gerner als wegen Abmahnung wegen 7 Tütchen Ketchup. Wären es 7 Eimer oder 1 wäre es was anderes.
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28.09.2013 15:04 Uhr von Phillsen
 
+20 | -6
 
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Haha McDonalds/Burgerking die Hochburg der Arbeitnehmerrechte...

Ich hab während meiner Lehre damals nebenher auf 400€ Basis im McDreck gejobbt. Ich hab erlebt wie Jemand entlassen wurde weil sie den Satz am Autoschalter nicht korrekt vorgebetet hat, ich hab erlebt wie jemand entlassen wurde weil er nen 50er nicht mit dem Stift auf Echtheit gecheckt hat (obwohl der Schein ech war). Dann war da noch die Geschichte mit der Tussi entlassen wurde weil sie zweimal nicht kommen konnte weil der Bus nicht fuhr (Bei uns im Schwarzwald kommt das im Winter halt mal vor)
Ich hab erlebt wie jemand rausgeschmissen wurde weil er in der Nachtschicht sein Telefon in der Tasche hatte, weil sein 70 jähriger Vater ne Herz-Not-OP hatte und er informiert werden wollte falls es schiefgeht.

Die Liste könnte ich endlos fortführen.

Was bei McDonalds mit den Mitarbeitern gemacht wird ist einfach nur widerlich.

Der Kerl mit dem Handy hat übrigens dem Manager daraufhin den Kiefer angebrochen (meinetwegen hätte es n Bruch sein dürfen). Er wurde aber nicht glücklicherweise verknackt deswegen weil "Jemand" ein Tablet vor die Küchenkamera gehalten hat (Ja die Mitarbeiter werden mit zig Kameras gefilmt) und komischweise niemand was gesehen hat.

Ich bin dann für nixsehen übrigens auch rausgeflogen.
Warum ich da immernoch Hausverbot hab möchte ich unter Zeugen eigentlich nicht verraten ^^
Nur soviel: Ich bin auchnoch stolz drauf.

[ nachträglich editiert von Phillsen ]
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28.09.2013 15:06 Uhr von Suffkopp
 
+5 | -20
 
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28.09.2013 15:07 Uhr von Phillsen
 
+11 | -2
 
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@Suffkopp, hab ich schon kapiert ^^
Mein Hass auf McDumm hat meine Finger geführt ^^
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28.09.2013 15:08 Uhr von Kochi56
 
+10 | -0
 
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Die Filialen von Burger King Deutschland wurden ja vor kurzem verkauft, die zwei neuen Besitzer haben extrem etwas gegen Betriebsräte.
Denke daher wurde der Angestellte in Wahrheit entlassen.

"Viele deutsche Burger-King-Restaurants haben einen neuen Besitzer. Dass der sich über geltendes Arbeitsrecht hinwegsetzen will, empört nicht nur Beschäftigte und Gewerkschafter. Auch der Mutterkonzern fürchtet ums Ansehen seiner Marke."

http://www.fr-online.de/...
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28.09.2013 15:14 Uhr von Suffkopp
 
+3 | -8
 
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@Phillsen - jetzt haste ein Plus von mir bekommen. Es passiert hier selten das jemand auf einen Kommentar sagt: jawoll - stimmt.

Wobei "Jawoll" würden hier bestimmt viele schreien - aber das tut hier nichts zur Sache :)
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28.09.2013 15:22 Uhr von Perisecor
 
+8 | -19
 
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28.09.2013 15:33 Uhr von Maaaa
 
+7 | -2
 
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Ist doch immer das gleiche:
Die Kleinen bestraft man, die Großen lässt man laufen!
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28.09.2013 15:35 Uhr von artefaktum
 
+12 | -2
 
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@ Perisecor

Deswegen bin ich ja auch für eine Abmahnung, weil das nicht in Ordnung ist.

Wenn sich der Mitarbeiter daneben benimmt, rechtfertigt das nicht, dass sich auch der Arbeitgeber danaben benimmt. Zumindest wenn er seriös arbeiten will.

Sofort zu feuern ohne Abmahnung können die anderen Mitarbeiter übrigens auch als Vertrauensbruch sehen.
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28.09.2013 15:41 Uhr von Johnny Cache
 
+1 | -1
 
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@ Maaaa
Richtig, aber soll man es deswegen gleich bei beiden Seiten falsch machen?
Es ist zumindest ein Anfang und die anderen kriegen wir hoffentlich auch noch...
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28.09.2013 15:43 Uhr von Phillsen
 
+15 | -6
 
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@Perisecor
Für 6€ Stundenlohn arbeiten ist auch Diebstahl.
Und zwar Diebstahl von Lebenszeit.
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28.09.2013 16:54 Uhr von brycer
 
+10 | -2
 
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Diejenigen die eine sofortig Kündigung in diesem Falle befürworten haben wohl den letzten Satz nicht gelesen:
"...Das Bundesarbeitsgericht hatte vor kurzem festgestellt, dass es bei Bagatellfällen zunächst einer Abmahnung bedarf, bevor es zu einer fristlosen Kündigung kommt."

Gut, jetzt kann man darüber streiten was als Bagatelle zu sehen ist und was nicht. Aber 7 Soßentütchen ... ;-P
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28.09.2013 17:20 Uhr von artefaktum
 
+6 | -2
 
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@BastB

"Diebstahl ist Diebstahl, egal ob es Waren im Wert von 1,50 € oder 150 € sind!"

Darum geht´s hier aber gar nicht. Es geht um die Verhältnismäßigkeit, mit der der Arbeitgeber darauf reagiert.

Zudem ist interessant: Weil bei Diebstahl die Höhe des Schadens egal ist, wird es nicht auch nur einen Arbeitnehmer in diesem Land geben, der streng genommen noch nichts(!) am Arbeitsplatz geklaut hat.

[ nachträglich editiert von artefaktum ]
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28.09.2013 18:05 Uhr von brycer
 
+6 | -0
 
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@artefaktum:

Interessant ist aber auch die Tatsache dass jeder bei sich selbst sagt: "War doch nur eine Kleinigkeit. Ist doch nicht schlimm."
Bei anderen aber wird sofort nach der Höchststrafe geschrien.
;-P
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28.09.2013 19:04 Uhr von Teitei
 
+7 | -1
 
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Wegen so kleinen Sachen soll man gefeuert werden, aber sobald man die halbe Weltwirtschaft ruiniert oder ne riesige Firma in den Ruin treibt und 1000e Mitarbeiter ihren Job verlieren, bekommt man ne Millionenabfindung...Gerechtigkeit siegt doch immer... -.-
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28.09.2013 19:07 Uhr von Perisecor
 
+3 | -10
 
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@ Phillsen

"Für 6€ Stundenlohn arbeiten ist auch Diebstahl."

Nein, vgl. http://dejure.org/...


Wer nicht für 6€ die Stunde arbeiten möchte, der soll das eben bleiben lassen.
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28.09.2013 19:08 Uhr von Perisecor
 
+2 | -5
 
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@ artefaktum

"Zudem ist interessant: Weil bei Diebstahl die Höhe des Schadens egal ist, wird es nicht auch nur einen Arbeitnehmer in diesem Land geben, der streng genommen noch nichts(!) am Arbeitsplatz geklaut hat."

Ich habe noch nichts geklaut. Warum sollte ich auch?
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28.09.2013 19:42 Uhr von artefaktum
 
+6 | -4
 
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@ Perisecor

"Ich habe noch nichts geklaut. Warum sollte ich auch?"

Schon mal den Kugelschreiber des Arbeitgebers in der Jackentasche vergessen? Schon mal eine Serviette beim Arbeitgeber eingesteckt zur späteren Verwendung?

Streng genommen alles Diebstahl.

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