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Stuttgart: Mordprozess gegen ehemaligen SS-Wachmann Hans Lipschis (93)

Der ehemalige KZ-Wächter muss sich demnächst vor Gericht wegen Beihilfe zum Mord verantworten. Die Staatsanwaltschaft Stuttgart hat am gestrigen Donnerstag offiziell Anklage gegen den 93-Jährigen erhoben.

Lipschis war im Zweiten Weltkrieg bei der Waffen-SS und Wächter im Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz. Er soll dort in mehr als 10.000 Fällen Beihilfe zum Mord geleistet haben, so die Staatsanwaltschaft.

Der Angeklagte sitzt bereits seit Mai 2013 in Untersuchungshaft. Verhandelt wird der Fall vor dem Landgericht Ellwangen, da Lipschis zuletzt im baden-württembergischen Ostalbkreis ansässig war. Hans Lipsisch hat bislang zu den Anschuldigungen geschwiegen.


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WebReporter: Sijamboi
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Stuttgart, SS, Mordprozess, Wachmann
Quelle: www.zeit.de

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7 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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27.09.2013 11:13 Uhr von Abdul_Tequilla
 
+0 | -3
 
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@ Schlottentieftaucher

Du hast vollkommen Recht, Verbrecher gehören auf die Anklagebank - egal, wie alt sie sind. Alles andere wäre eine Verhöhnung der Opfer.

Aber: Das, was Du zurecht forderst, ist kein "Gutmenschentum", sondern ein MUSS in einem Rechtsstaat !!
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27.09.2013 11:15 Uhr von AMB
 
+11 | -2
 
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Was ich noch nicht verstanden habe ist warum wird so was überhaupt gemacht. Glaubt man wir hätten schon vergessen was in unserer Vergangenheit passiert ist? Weil eine normale Begründung finde ich für solche Prozesse nicht, denn sonst müßte man jeden Soldaten der Bundeswehr der Beihilfe am Mord anklagen, falls eben Feinde getötet wurden.

Wenn jemand in der Vergangenheit mitglied der Wehrmacht oder sonst einer Gruppe war und dann in einem KZ eingesetzt wurde, ist zum einen nicht klar ob er den Auftrag überhaupt hätte verweigern dürfen, den nach 1939 wäre dies wohl einem tötlichen Vergehen gleichzusetzen, denn im Krieg ist Fahnenflucht und Befehlsverweigerung manchesmal ziemlich und zu Recht tötlich. Also kann es sein, daß er nicht mal Schuld trägt. Jemanden mit zweifelhafter Schuld zu verurteilen ist jedoch in meinen Augen ein Frefel und jemanden 70 Jahre nach der Tat zu belangen ebenso. Was hat man davon, Scheintote ins Gericht zu laden? Das macht doch alles keinen Sinn - außer man bezweckt damit etwas völlig anderes.

Vermutlich kann man gegen diesen Frevel eine Allergie entwickeln, da er unsere Entwicklung in den letzten 30 Jahren ganz bestimmt stark beeinflußt hat. Niemand in Deutschland kann normal über Themen wie Ausländer etc diskutieren ohne eventuell unschuldig in die Rechte Ecke gestellt zu werden. Vernünftige Gesetze können nicht diskutiert werden, weil man statt den Stoff zu diskutieren vom Thema ablenkt, indem man es als Rechts abtut etc.

Warum jedoch ist mir hier eben ein Rätzel?

Für mich ist der Prozess eine Farce, denn der Mann war dort als Aufseher. Wir wissen noch nicht mal, wie die Gefangenen damals deklariert wurden, weil solche Infos werden auch nicht diskutiert. Wußten zum Bsp. die Aufseher im KZ warum die Gefangenen und weshalb sie überhaupt ins Lager kamen. Denn wenn die Aufseher darüber im trüben gefischt hätten oder sogar noch falsch informiert gewesen wären, hätten sie vielleicht überhaupt keine Schuld.

Weiß einer Heute ob nicht die Aufseher dachten, daß die Menschen, die eingeliefert wurden Veräter oder sonst was waren - oder hat man damals den Menschen erklärt, das sind rechtschaffene Bürger - wir behandeln die nur schlecht. Für mich ist da doch ziemlich vieles im Argen und im Krieg und das ist nun mal in Deutschland damals der Fall gewesen ist Tod eine altägliche Angelegenheit und dümmere Menschen durchschauen nicht gleich, wenn sie ausgenutzt werden. Intelligentere tun dies auch nur, wenn ihnen die nötigen Infos gegeben werden und ein Verdacht vorliegt.

Für mich hat unsere Justiz andere Aufgaben und sollte nicht immer Scheintote bestrafen wollen, die nur vermutlich wirkliche Schuld auf sich geladen haben.

Ich verstehe auch nicht warum man einen Agenten der Stasi verurteilt, denn er hat lediglich seine Arbeit verichtet und das im Glauben an sein Land. Was daran falsch ist verstehe ich nicht. Wobei ich bespitzeln der Nachbarschaft nicht hoch schätze da es eine Portion Verrat beinhaltet.
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27.09.2013 12:43 Uhr von Puma26
 
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Nehmt die Steuergelder und baut ne Schule...
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27.09.2013 13:03 Uhr von langweiler48
 
+0 | -4
 
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@AMB ...

Ich gebe dir da vollkommen recht, bis auch die Absaetze

-- Für mich ist der Prozess eine Farce, denn der Mann war dort als Aufseher. Wir wissen noch nicht mal ..... und die 2 Weiteren --

Letztem Absatz kann ich dir wieder beipflichten.

Denn so unwissend koennen die Aufseher auch nicht gewesen sein, da man kaum annehmen kann, dass Frauen und Kinder Landesverraeter waren.
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27.09.2013 13:26 Uhr von Delios
 
+0 | -3
 
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@langweiler48
Doch möglich ist das schon. Selbst Anwohner in der Nähe liegender Ortschaften wussten nix über die Leute in den Lagern. Wenn ich mich nicht täusche gibts doch sogar nen neueren Film mit nen kleinen Jungen zu dem Thema.

Was mich ja wundert: Warum schob ein Mitglied dieser Spezialeinheit "Waffen-SS" überhaupt Dienst als einfacher Wachsoldat in einem Konzentrationslager?
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27.09.2013 13:36 Uhr von langweiler48
 
+1 | -0
 
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@Delios .....

in naeher gelegenen Orten!! Du schreibst doch Schwachsinn, denn kein Aussenstehender hat jemals einen Einblick in ein Konzentrationslager, waehrend dort Mensch ihr Leben verloren haben, zu Gesicht bekommen. Ein Wachmann aber schon.
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27.09.2013 22:05 Uhr von Alexius03
 
+2 | -0
 
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Ich begrüße daß etwas unternommen wird, frage mich aber warum es so lange gedauert hat.
Zum Glück gibt es das Simon Wiesenthal-Zentrum.
Daß man nicht mehr getan hat für die Entnazifizierung ist schade aber wenn man bedenkt, daß z.B. die Bundespräsidenten der BRD, Karl Carstens und Alter Scheel bis 1945 Mitglieder der NSDAP waren...
http://de.wikipedia.org/...

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