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Streit mit Schule: Baptisten-Tochter muss an Sexualkunde teilnehmen

Strenggläubige Baptisten aus dem ostwestfälischen Salzkotten sind erneut mit einer Klage vor Gericht gescheitert. Diesmal wollten sie durchsetzen, dass ihre Tochter vom Sexualkundeunterricht befreit wird. Die Eltern haben bereits mehrmals gegen die Schulpflicht verstoßen.

Das Verwaltungsgericht wies die erneute Klage ab. Begründung: der Bildungs- und Erziehungsauftrag habe Vorrang.

Nach Angaben der Eltern war das Kind schon nach der ersten Sexualkundestunde erheblich verstört. Sie lieferten sogar ein ärztliches Attest, welches das Gericht allerdings nicht anerkannte. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.


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WebReporter: Really.Me
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Gericht, Tochter, Schule, Sexualkundeunterricht
Quelle: www.welt.de

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14 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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25.09.2013 12:22 Uhr von Montrey
 
+24 | -3
 
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Das alt bekannte Problem mit dem Gotteswahn.
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25.09.2013 12:34 Uhr von Darkness2013
 
+11 | -2
 
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immer diese Religionsfanatiker.
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25.09.2013 12:39 Uhr von Sirigis
 
+17 | -1
 
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Das Kind war bereits nach der ersten Sexualkundestunde erheblich verstört, und was war mit den anderen Kindern? Die waren nicht erheblich verstört, oder? Vielleicht sollten die Eltern doch einmal ihre rückständigen und weltfremden Erziehungsmethoden überdenken. Die eigenen Kinder zu schützen ist sehr wichtig, nur sie zu lebensunfähigen Menschen heranzuziehen, die den Herausforderungen unserer neuen Welt nicht gewachsen sind, ist der falsche Weg.
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25.09.2013 12:44 Uhr von GroundHound
 
+9 | -1
 
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"Nach Angaben der Eltern war das Kind schon nach der ersten Sexualkundestunde erheblich verstört."
Glaube ich kein Wort von. Eine reine Schutzbehauptung. Die Eltern haben ausschließlich religiöse Gründe.
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25.09.2013 12:54 Uhr von jo-28
 
+10 | -2
 
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Bei solchen Eltern wird jedes Kind verstört. -> Da hilft nur entzug des Sorgerechts.

[ nachträglich editiert von jo-28 ]
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25.09.2013 12:56 Uhr von Nebelfrost
 
+8 | -2
 
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zitat: "Nach Angaben der Eltern war das Kind schon nach der ersten Sexualkundestunde erheblich verstört."

das glaube ich den eltern sogar. schuld daran ist aber nicht die schule, sondern ausschließlich die eltern selbst. wer von kleinauf auf unnatürliche art und weise bezüglich des themas sexualität erzogen wird, bei dem ist es logisch, dass der sexualkundeunterricht dann verstörend wirkt. die einzig akzeptable konsequenz aus dieser sache, ist eine umgehende entziehung des sorgerechts für ihre tochter und ein verbot, sich ihrer tochter auf weniger als 50 meter nähern zu dürfen. halten die eltern das verbot dann nicht ein, kann ihnen nur noch eine langjährige gefängnisstrafe oder arbeitslager (gibt es in deutschland leider nicht) einhalt gebieten.
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25.09.2013 13:43 Uhr von Brem
 
+2 | -10
 
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Die Freiheit seine Kinder so zu erziehen wie man möchte ist doch sehr eingeschränkt. Gerade über sexuelle Aufklärung sollten die Eltern entscheiden können und nicht die Schule.

Ich finde das gehört NICHT zum Bildungsauftrag.

Ich finde auch wir haben nicht das Recht diese Eltern hier zu verurteilen, den ich bin sicher diese Eltern wollen nur das beste für ihr Kind.

Das dies nun nicht der gängigen Meinung der Gesellschaft entspricht ist klar. Aber kann und darf man das verurteilen?
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25.09.2013 14:14 Uhr von TiOne
 
+3 | -1
 
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@Brem:
Du bist wirklich der Meinung, dass ein Heranwachsender nicht über Sex, die damit verbundenen Risiken wie Schwangerschaft und Krankheiten aufgeklärt werden sollte? Das das Mädel eventuell gedacht hat, dass sie einen Jungen bloß Küssen muss und dann ein Kind bekommt, was dann der Klapperstorch auf der Veranda absetzt?

Ich finde es total verantwortungslos seine Kinder so weltfremd zu erziehen und wenn die Eltern nicht ihrem Bildungsauftrag nachkommen, ihr Kind vor den Gefahren des 21. Jahrhunderts (AIDS zB.) aufzuklären, dann muss dies eben die Schule machen.
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25.09.2013 16:49 Uhr von Mankind3
 
+1 | -1
 
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"Ich finde auch wir haben nicht das Recht diese Eltern hier zu verurteilen, den ich bin sicher diese Eltern wollen nur das beste für ihr Kind. "

Wie kann man das beste für das Kind wollen, wenn man gegen einen anständigen Sexualkundeunterricht ist?

Am besten noch behaupten Kondome bringen nix und nur enthaltsamkeit ist das einzige wahre, so wie es in manchen US Bundestaaten ja der fall ist.
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25.09.2013 20:18 Uhr von TiOne
 
+2 | -0
 
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@sManuela:
Ich bezweifle, dass Kinder, welche von stark religiösen Eltern zuhause unterrichtet werdem, genug Wissen, sozial Kompetenz, Durchsetzungsvermögen (schließlich leben wir in einer Leistungsgesellschaft) oder Toleranz entwickeln können, um im Erwachsenenalter ein erfolgreiches Mitglied unserer Gesellschaft werden können.
Der Mensch ist schließlich ein Produkt seines sozialen Umfeldes - schottet man ihn also von der realen Welt ab und hält ihn im dunklen Kämmerlein, kann er sich kaum so entwickeln, dass er später mit der reellen Welt klar kommt.

Und das hat nichts mit der Entscheidung der Eltern zu tun, ihr Kind religiös zu erziehen. Nur weil die Eltern die Realität verdrängen, verschwindet sie ja nicht automatisch.

Außerdem sollte da auch mal an das Wohl des Kindes gedacht werden - eventuell würde dieses ja gerne im 21. Jahrhundert leben, statt einen mittelalterlichen Glauben zu praktizieren.

Desweiteren schließt sich Bildung und Glaube keinesfalls aus - sehr viele Wissenschaftler sind bekennende Gläubige, trotz dem Fakt, dass ihre Arbeit viele Aussagen von Weltreligionen zerstört haben (die Erde ist eine 2000 Jahre alte Scheibe, um die sich die Sonne dreht z.B.)
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25.09.2013 22:44 Uhr von Brem
 
+0 | -1
 
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@ TiOne,

lesen bildet, verstehen auch.

Meine Meinung dazu ist, dass es nicht Aufgabe der Schule oder Gemeinschaft ist, wann und wie Eltern Kinder aufklären, sondern dass dies den Eltern überlassen werden sollte.

Außerdem habe ich eine Frage gestellt und eben den Bildungsauftrag dazu angezweifelt. Ist das so schwer zu verstehen?

Meine Kinder haben beides bekommen, aber noch vor der Schule, weil ich der Meinung bin Vertrauen in der Familie kann so geschaffen werden und nicht wenn "Schule" diese Aufgabe zwangsweise übernimmt.

Ist aber typisch für die Teilnehmer dieses Forum, dass eine "Schwanz und Kopf ab" Kultur vorherrscht ohne nachzudenken.
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25.09.2013 23:14 Uhr von TiOne
 
+1 | -0
 
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"Und wäre das so, dann hätten Reporter das ganze schon längst ausgeschlachtet und als Titelstorys verkauft."

Ahja, so wie krebseregendes Fertigessen, undichte Ölpipelines in Afrika aus denen seit Jahren Öl fließt, der NSA-Skandal, das im Bundestag darüber abgestimmt wurde ob Wasser privatisiert wird, usw usw ... In den Medien wird nur das abgedruckt, was die Besitzer der Medien wollen.


"Viele Länder, auch in Europa erlauben den Heimunterricht und da ist bisher nichts bekannt, dass die Kinder "dümmer" wären oder in der Gesellschaft nicht klarkommen würden."

Die werden dann aber auch von Lehrern unterrichtet und nicht von den Eltern, oder? Und welcher verantwortungsvolle Lehrer wird sagen, dass Sexualkundeunterricht nicht wichtig ist? Außerdem fehlen viele Konfrontationen mit fremden Kindern und Kulturen, was meiner Meinung nach schon zu weniger Toleranz und sozial Kompetenz führen muss.


"Das hat niemand behauptet, aber wenn Eltern nicht möchten, dass Kinder mit Sexunterricht konfrontiert werden, sich in Problemschulen mit Gewalt, Drogen etc. beschulen lassen möchten, sondern von qualifizierten Menschen/Lehrern zuhause, dann sollte man das respektieren. "

Es gibt Lehrpläne, was einem Menschen in seiner Schullaufbahn beigebracht werden sollte. Eventuell haben die in den Ministerien ja doch mehr Ahnung von Erziehung als religöse Fanatiker. Verstehe auch nicht, warum man diesen total normalen Vorgang der Fortpflanzung ausgrenzen will - und wenn ich so an meinen Sexualkundeunterricht denke, war da nix verstöhrendes dran, sondern reines Wissen, dass JEDER Mensch auf diesem Planeten haben sollte (dann kommt es auch nicht zu soviel ungewollten Schwangerschaften und ebenfalls zu weniger Geschlechtskrankheiten) Ich finde es ehrlich gesagt schon kriminell, Jugendliche nicht über die Gefahren von ungeschützem Geschlechtsverkehr zu warnen und genau dafür ist dieser Unterricht da! Das was das Kind wahrscheinlich am meisten schockiert hat ist, dass die Schöpfungstheorie echt ekelig klingt, wenn man bedenkt, wie wir Menschen uns fortpflanzen und wenn man dann noch bedenkt, dass Adam und Eva nur Söhne hatten und trotzdem 7 Milliarden Menschen unsere Erde bevölkern - das heißt 7 Milliarden inszestgefickte Missgeburten (gibt ja nen Grund warum Inszest verboten is) ;)

Und was ist, wenn die Eltern nicht wollen, dass ihr Kind z.B. die deutsche Sprache lernen muss? Oder wenn sie nicht an Mathematik glauben? Oder Physik, da lernt das Kind ja, wie die Welt wirklich funktioniert? Wenn man ein Fach ausgrenzen darf, dann darf man alle ausgrenzen, oder? Wer bestimmt denn dann bitte was ok ist und was nicht?


"Was die meisten in diesem Zusammenhang nicht wussten ist, dass die Schulpflicht aus der Nazi Zeit stammt"

Man könnte aber auch sagen, dass wir eines der Länder sich, in denen die Kinder das Recht haben kostenfrei eine Schule zu besuchen - da beneiden uns viele Länder drum.

Außerdem gibt es ganz viele Gläubige, die es schaffen das 21. Jahrhundert mit ihrem Glauben zu verbinden (gehen genug Kinder von Gläubigen zur öffentlichen Schule) - das sollten die Fanatiker vielleicht auch mal versuchen, statt sich sinnlos gegen den Fortschritt zu wehren...

"sich in Problemschulen mit Gewalt, Drogen etc. beschulen lassen" Die CDU/CSU hat die Mittel für Bildung im Staatshaushalt von 2,7% auf 2,1% gesenkt (CSU = Christlich Soziale Union). Das es an unseren Schulen so schlimm zugeht, liegt also einmal an der Politik und zwar an der Politik von einer Christlichen Partei...
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26.09.2013 00:12 Uhr von TiOne
 
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@Brem:
"lesen bildet, verstehen auch." "Ist das so schwer zu verstehen?" "Ist aber typisch für die Teilnehmer dieses Forum, dass eine "Schwanz und Kopf ab" Kultur vorherrscht ohne nachzudenken. "

Wow, 98 Wörter und 4 Beleidigungen... erziehst du deine Kinder auch zu so einem ignoranten Verhalten und einer so schlechten Diskussionskompetenz?

Ich habe auf Deine Aussage mit einer Gegenfrage geantwortet, die die Konsequenz berücksichtig, was wäre wenn die Eltern alleine über sexuelle Aufklärung bestimmen. Diese wäre, dass Kinder weder über den technischen Vorgang, noch über Risiken wie Schwangerschaft und Geschlechtskrankheiten aufgeklärt würden, wenn die Eltern dagegen sind. Daher meine Frage ob du wirklich der Meinung bist, dass ein Heranwachsender ohne diese Informationen auskommen sollte. Da du deine Kinder aufgeklärt hast - wenn auch bloß um Vertrauen in der Familie zu schaffen - scheinst du diesen Informationen ja doch eine gewisse Relevanz zuzuordnen. Daher ist es auch ganz einfach deine Frage zu beantworten, ob man diese Eltern Verurteilen darf: Ja, man muss es sogar, schließlich setzen sie ihr Kind unnötigen Risiken aus, indem sie ihm elementares Grundwissen vorenthalten und das bloß, weil ihr veralterter Glaube sich ihrer Meinung nach nicht mit mit diesem Grundwissen verbinden lässt.

Und wenn wir wiklich den Eltern die Entscheidungsfreiheit darüber lassen, was ihr Kind zu lernen hat und nicht einem Ministerium, welches den Auftrag hat, Schülern alles wichtige beizubringen, was sie auf ihrem späteren Lebensweg brauchen, dann darf dieses Sonderrecht eben auch nicht bloß für Sexualkundeunterricht existieren, sondern muss für alle Fächer gelten. Das würde heißen (siehe meine Antwort an sManuela), dass ich auch sagen könnte mein Kind soll kein Deutsch lernen, oder keine Naturwissenschaften, usw... (irgendeine dumme und/oder religiöse Erklärung lässt sich schließlich immer finden)

Daher: Keine Ausnahmen im Bildungsplan aufgrund von mittelalterlich-religiös-fanatischem Gedankengutes.
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26.09.2013 09:51 Uhr von RainerLenz
 
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@sManuela
1919 wurde die Schulpflicht in der Weimarer Verfassung einheitlich für ganz Deutschland festgeschrieben

also bitte nicht die nazikeule schwingen ;)

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