25.09.13 11:41 Uhr
 357
 

9,4 Millionen Kosten: Winnenden will Schadensersatz von Eltern des Amokläufers

Am 11. März 2009 lief der Schüler Tim K. in der Stadt Winnenden und Umgebung Amok, tötete mit der Waffe seines Vaters 15 Menschen und verursachte einen Folgeschaden von 9,4 Millionen Euro.

Nun fordert die Stadt Schadensersatz von den Eltern des Amokläufers, weil der Vater die Waffe unverschlossen in seinem Haus aufbewahrte.

"Wir hoffen, dass wir zu einem Ergebnis kommen. Aus unserer Sicht ist das erreichbar", so der Anwalt der Stadt.


Videoplayer auf dieser Seite ausblenden
WebReporter: mozzer
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Kosten, Eltern, Amoklauf, Schadensersatz, Winnenden
Quelle: www.spiegel.de

Jetzt Deinen
Kommentar abgeben!

DAS KÖNNTE DICH AUCH INTERESSIEREN

Brand in Asylunterkunft - Heilbronner Staatsanwaltschaft setzt Belohnung aus
Ravensburg: Landgericht verurteilt Brandstifter zu sieben Jahren und neun Monaten Haft
Magdeburg: Bombendrohung am Hauptbahnhof

Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben

8 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

Kommentar ansehen
25.09.2013 11:42 Uhr von Fireflygirl
 
+8 | -8
 
ANZEIGEN
Die haben ja einen an der Mütze. oO
Kommentar ansehen
25.09.2013 11:50 Uhr von TieAss
 
+5 | -4
 
ANZEIGEN
@Fireflygirl: Wieso das? Der Vater hat durch unterlassene Sicherung der Waffen immerhin erheblich dazu beigetragen, dass dieser Amoklauf stattgefunden hat. Meiner Meinung nach ist diese Forderung gerechtfertigt. Das der Vater keine 9 Millionen latzen muss ist klar, ich denke, dieser soll sich eher anteilsmäßig beteiligen.
Kommentar ansehen
25.09.2013 12:05 Uhr von ted1405
 
+6 | -3
 
ANZEIGEN
Sorry, aber für mich grenzt das an Sippenhaft.

Natürlich hat der Vater eine Mitverantwortung für so eine grobe Fahrlässigkeit. Bei den 9,4 Millionen geht es aber nicht nur um eine Mitverantwortung, sondern um die volle Verantwortung - und da komme ich moralisch betrachtet nicht mit.

Der Amoklauf liegt allein in der Verantwortung des Sohns. Ob und in wie fern so etwas für die Eltern voraus zu sehen war ist wohl mehr als fraglich.
Und einmal angenommen, die Waffe wäre richtig verschlossen/gesichert gewesen - wer kann denn garantieren, dass sich der Sohn nicht dennoch Zugang verschafft hätte oder mit anderen Waffen (Messern, Äxten, was auch immer) losgezogen wäre?

So traurig es ist - das Leben der Eltern nun völlig zugrunde zu richten halte ich für den völlig falschen Weg. Und ehrlich: ich anstelle des Vaters würde dadurch ernsthaft über Selbstmord nachdenken - mit dieser Forderung ist das Leben gelaufen. Aber ob damit letztlich dann noch irgend jemandem geholfen ist oder es irgend jemandem eine Genugtuung verschafft, ist mehr als zweifelhaft.
Kommentar ansehen
25.09.2013 12:34 Uhr von gugge01
 
+4 | -3
 
ANZEIGEN
Als Beklagter wurde ich in dem Fall zuerst Einsicht in das forensischen Gutachten fordern das aussagt das die Todesfälle am besagte Tag mit der besagt Waffe verursacht wurden.

Da der damalige Landesinnenminister eine Autopsie der Toten ausdrücklich untersagt hatte dürfe sich das allerdings schwierig gestalten!

Ich persönlich bin immer noch begeistert dass das bewaffnete? Polizei? -Kommando nur 180 Sekunden gebaucht hat von „ersten“ Schuss bis zur Sicherung des Tatortes.

Und das, inklusive Alarmierungen, anrücken, umstellen des Gebäudes und Durchsuchen der Räumlichkeiten.

Damit deklassieren sie Captain Amerika, Supermann und Gi-Joe deutlich zur dritten Wahl der Bummelletzten.
Kommentar ansehen
25.09.2013 13:31 Uhr von der_grosse_mumpitz
 
+4 | -1
 
ANZEIGEN
Fordern können sie... bekommen werden sie eh nix.Nur Steuergelder werden wieder sinnlos verbraten.
Kommentar ansehen
25.09.2013 13:46 Uhr von rubberduck09