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Partei wurde zu links: Joschka Fischer kritisiert Grünen-Führung hart

Der ehemalige Bundesaußenminister Joschka Fischer hat mit der jetzigen Grünen-Spitze abgerechnet und die Partei für ihren Kurs im Wahlkampf kritisiert.

"Es scheint fast, als ob die derzeitige Führung der Grünen älter geworden ist, aber immer noch nicht erwachsen. Sie hat eine Strategie verfolgt, die nicht nur keine neuen Wähler gewann, sondern viele alte vergraulte", so Fischer.

Laut dem ehemaligen Fraktionschef sei die Partei zudem zu weit nach links gerückt.


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WebReporter: mozzer
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Kritik, Partei, Die Grünen, Führung, Joschka Fischer
Quelle: www.spiegel.de

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10 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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24.09.2013 11:41 Uhr von ArrowTiger
 
+13 | -5
 
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Komisch nur, daß Politologen dies genau anders herum sehen, und den Stimmenverlust der Grünen im Wesentlichen an deren "marktkonformen" Rechtsruck festmacht...
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24.09.2013 11:51 Uhr von Ms.Ria
 
+13 | -4
 
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Seh ich auch so, ArrowTiger.

Wo bitte sind die Grünen überhaupt noch links? Die Zeiten sind vorbei, spätestens seitdem sie sich von dem alternativen Energiegedöns haben kaufen lassen.

JA, die Grünen sind alt und genauso abgebrüht geworden wie der Rest aller Parteien. Authentisch-ehrliche Politiker gibt´s kaum mehr.
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24.09.2013 12:14 Uhr von ThomasHambrecht
 
+3 | -5
 
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@Ms.Ria
Mit "authentisch" kann man keine Politik machen - die Ideale müssen später in der Realität funktionieren. Deshalb werden die Politiker mit der Zeit auch anders - ihre Ideale weichen der Realität.
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24.09.2013 12:25 Uhr von erw
 
+0 | -2
 
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Joschka redet eigentlich eher davon, dass es keine Karrieristen mehr gibt, die da alle populären Themen richtigrum verkaufen können wie er seinerzeit als "Realo"... abgebrüht war die Partei seit Bestehen durch deren zentrale Figuren schon immer, die Inhalte waren einfach nur "jugendlicher".

Bei der Piratenpartei habend ie Karrieristen z.B. schon nicht mehr gewusst, wann sie mit der gegenseitigen Ausstecherei erst hätten anfangen sollen und haben ihre Partei damit in ein Chaos gestürzt, wo jegliche Person oben auf den Prüfstand gestellt und totkritisiert wurde. Ist doch ein super Anfang gewesen.
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24.09.2013 12:34 Uhr von ArrowTiger
 
+2 | -1
 
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@ThomasHambrecht:

-- "Mit "authentisch" kann man keine Politik machen - die Ideale müssen später in der Realität funktionieren."

Daß in der Politik Kompromisse eingegangen werden müssen, und man sich dann eben oft irgendwo in der Mitte treffen wird, ist klar, und auch ok.

Das erlaubt aber m.E. keinen so eklatanten Seitenwechsel i der "Realpolitik", wie es z.B. bei den Grünen oder der SPD geschehen ist. Kein Wunder also, daß die Wähler dies als Verrat ansehen.
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24.09.2013 12:37 Uhr von jo-28
 
+5 | -2
 
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Ui, ein Steinewerfer warnt vor Linksruck.

Nö no lieber Joshi, Ihr seid eindeutig zu weit rechts, direkt im Arsch der Union.
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24.09.2013 13:09 Uhr von LucasXXL
 
+5 | -2
 
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Also viel weiter "Links" geht wohl kaum, was soll das gelaber von Richtung "Rechts":


"Die Grünen wollen einen flächendeckenden gesetzlichen Mindestlohn von mindestens 8,50 Euro pro Stunde einführen."

"Den Hartz-IV-Regelsatz wollen die Grünen von derzeit 382 auf 420 Euro erhöhen."

"Alle Bürgerinnen und Bürger – auch Beamte, Abgeordnete und Selbstständige – werden Mitglieder der Bürgerversicherungen. Eine Wahl wie bisher für Privatversicherte soll es nicht geben. „Eine für Alle, statt jeder für sich“. "

"So wollen sie den Grundfreibetrag für alle auf mindestens 8.700 Euro erhöhen, derzeit liegt er bei 8.130 Euro. „Gutverdiener“ sollen dagegen „etwas mehr zur Finanzierung öffentlicher Leistungen beitragen.“ So soll der Spitzensteuersatz auf 45 Prozent bei 60.000 Euro zu versteuerndem Einkommen linear verlängert werden, um dann bei 80.000 Euro bei 49 Prozent zu liegen. Wer weniger als 60.000 Euro im Jahr verdient, soll entlastet werden. "

"Außerdem planen die Grünen eine Vermögensabgabe von 1,5 Prozent auf Nettovermögen von mehr als einer Million Euro."
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24.09.2013 13:16 Uhr von ArrowTiger
 
+1 | -2
 
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@LucasXXL:

Die Kritik bezieht sich weniger auf die Wahlwerbeaussagen der Grünen, als auf ihre (bisherige) Realpolitik.

Deren Wahlprogramm fand ich persönlich nun auch nicht so schlecht. Aber gerade die Grünen waren schon immer stark im links blinken und rechts abbiegen.
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24.09.2013 13:20 Uhr von Trallala2
 
+7 | -0
 
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Das Problem mit den Grünen ist, dass sie sich fast überlebt haben. Das passiert eben mit Parteien die nicht einfach das tägliche Chaos verwalten, sondern echte Ziele haben. Denn Gelegentlich werden die Ziele ereicht.

Was die Grünen man wollten ist fast alles Erricht. Das Benzin ist kurz davor 5 DM zu kosten, Schwule und Lesben werden allgemein anerkannt, an Frauenquoten wird gearbeitet, CO2 Emissionen werden gesenkt, Fabriken filtern ihren Ausstoß, ob in der Luft oder Wasser, überall sieht man Windkraftanlagen, immer mehr Kohlekraftwerke schließen, und zuguter letzt, das Thema #1 der Grünen, die Atomkraft, wird in Deutschland abgeschafft. Mit dem Zusammenbruch der Sowjetunion ist auch die Atomare Aufrüstung auch Geschichte.

Die Grünen haben sich somit erledigt, es gibt kaum noch klassische Themen der Grünen. Alles ist erreicht oder auf dem Weg dahin. Was die Grünen jetzt noch machen können ist nicht dem Staat auf den Sack zu gehen, sondern dem einzelnen Bürger. Jetzt geht es drum wie der Bürger zu essen hat und was, usw.

Es gibt kaum noch einen Grund die Grünen zu wählen. Es gibt die treue Wählerschaft, somit können die sich halten. Aber wenn es drum geht nur etwas Links zu sein, kann man die SPD wählen. Ist man mehr Links, wählt man die Linken. Somit stecken die Grünen eigentlich in einer Kriese. Und dei wird in den nächsten Jahre mehr sichtbar.
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24.09.2013 14:30 Uhr von polyphem
 
+3 | -0
 
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Wenn Joschka nicht damit beschäftigt wäre Kohle zu verdienen, hätte er die Politik seiner alten Partei maßgeblich mitprägen können. Und jetzt jammert er? Was hat der für ein Demokratieverständnis? Abgesehen davon sind die Grünen eher liberal.

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