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"Nichts mehr wie vorher": Der Fall Lena aus Emden wird filmisch aufgearbeitet

Im April 2012 wurde in einem Parkhaus in Emden, Ostfriesland die neunjährige Lena tot aufgefunden. Sie wurde ermordet. Kurzzeitig geriet ein 16-jähriger Schüler unter Tatverdacht. Gegen ihn riefen aufgebrachte Bürger, teilweise über soziale Netzwerke wie Facebook, zur Lynchjustiz auf.

Kurz darauf stellte sich heraus, dass der 16-Jährige unschuldig war (ShortNews berichtete). Diesen Fall nahmen sich Drehbuch-Autorin Henriette Piper, Produzent Michael Souvignier und Regisseur Oliver Dommenget als Vorlage für den Film "Nichts mehr wie vorher".

Die Rolle des verdächtigen Jugendlichen spielt Jonas Nay, gleichzeitig beleuchtet der Film auch die Arbeit der Polizei und die Sicht des Opfers. Auch wird die Familie des verdächtigen Jugendlichen auf eine Belastungsprobe gestellt. "Nichts mehr wie vorher" läuft am heutigen Dienstag auf Sat.1.


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WebReporter: Kamimaze
Rubrik:   Entertainment
Schlagworte: Film, Mord, Emden, Lynchjustiz
Quelle: www.derwesten.de

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8 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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24.09.2013 11:34 Uhr von thugballer
 
+2 | -2
 
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Und daran wird sich nichts änderen, solange wir in dieser Mittelalter-Heugabel Hexenverbennungsmentalität verharren.

Allerdings kann man den Unmut und das "Selbst in die Hand nehmen" seitens der Bevölkerung aufgrund solcher Fälle wie Magnus Gäfgen, wo ein Polizist zu einer vier- oder fünfstelligen Schmerzensgeldstrafe verurteilt wurde, weil er den Entführer eines Kindes folterte, um den Aufenthaltsort des entführten Kindes zu bestimmen, verstehen.

Ich denke jeder hier würde mir zustimmen, dass man Entführer foltern darf, um den Aufenthaltsort des Entführten herauszufinden.
(Stichwort Gutmenschenhirnschiss vs. gesunder Menschenverstand)

Somit sollte der Gesetzgeber sich nicht völlig in Paragraphen verlieren, sondern auf die Bevölkerung zugehen um - wie gesagt keine mittelalterlichere Lynchjustiz - sondern einfach eine realistischere Betrachtung der Dinge einzuführen.

Wie oft werden Gerichtsurteile gefällt wo jeder normal denkende Mensch sich den Kopf schüttelt? Natürlich muss alles im Rahmen bleiben.
Nur sind nicht WIR das VOLK, dass SELBST BESTIMMEN DARF WIE ES LEBEN WILL, und nicht nur DIEJENIGEN BESTIMMEN, DIE ENTSCHEIDEN WIE WIR LEBEN SOLLEN?

[ nachträglich editiert von thugballer ]
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24.09.2013 11:44 Uhr von Kamimaze
 
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Also, die Überschrift stammt so nicht von mir, denn in dem Film geht es nicht um ein ermordetes Mädchen, sondern um einen ermordeten Jungen, nur diente der Fall als Vorlage.

Bleibt noch zu erwähnen , dass Jonas Nay auch die Hauptrolle in dem Film "Homevideo" spielte (Deutscher Fernsehpreis, Grimme-Preis) und Produzent Michael Souvignier und Regisseur Oliver Dommenget auch in dem Film "Marco W. – 247 Tage im türkischen Gefängnis" zusammenarbeiteten.
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24.09.2013 11:46 Uhr von Andreas-Kiel
 
+2 | -1
 
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@Thugballer:

Naja, ich stimme Dir nur bedingt zu. Foltern geht gar nicht, auch wenn einem schon öfter danach ist.
Im Fall Gäfken hat er dem Verdächtigen aber ja nur Schmerzen ANGEDROHT, was im diesem Falle wohl menschlich zu verstehen ist, aber weit weg von Folter ist.
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24.09.2013 16:38 Uhr von thugballer
 
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@Andreas-Kiel
Sagen wir ein Triebtäter entführt ein kleines Kind. Findest du es tatsächlich wichtiger die Würde des Täters zu schützen als das Kind zu retten?
Ich bin mal gespannt wie du den Eltern in die Augen gucken willst
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25.09.2013 11:03 Uhr von Andreas-Kiel
 
+0 | -1
 
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@Thugballer:
Emotionell gebe ich Dir recht und ich würde vermutlich genauso reagieren, ABER:
Es ist trotzdem Selbstjustiz. Wo hört die dann auf. Was, wenn der Verdächtige unschuldig ist? Wann ist es in Ordnung, Selbstjustiz zu üben und wann nicht?

Das macht deutlich, daß Selbstjustiz auf jeden Fall falsch ist.
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25.09.2013 11:27 Uhr von thugballer
 
+0 | -0
 
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Ich rede ja nicht von Selbstjustiz, ich sage die Polizei soll so etwas machen dürfen.
Und wenn ich als Elternteil sowas machen würde, ist es meiner Meinung nach unter Notwehr und nicht unter Selbstjustiz einzuordnen.
Denn es geht ja nicht darum, den Täter zu BESTRAFEN, sondern das Kind zu RETTEN
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25.09.2013 12:21 Uhr von Andreas-Kiel
 
+0 | -1
 
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Und wenn sie einen Verdächtigen haben und foltern, damit er Informationen rausgibt, die er gar nicht weiß, weil sich vielleicht hinterher rausstellt, daß er unschuldig war?

Heißt es dann "upps, tut uns leid, kann ja Mal passieren, wo gehobelt wird, fallen Späne"?

Die Polizei MUß sich ans Gesetz halten, nach Deiner Logig müßte man es somit im Gesetz verankern, daß die Polizei foltern darf, um Informationen von Verdächtigen (wohlgemerkt: verdächtig, nicht schuldig) herauszubekommen.
Wer kontrolliert das dann? Wie weit dürfen die wann gehen?
Wer entscheidet, wer verdächtig ist?


Dann wären wir eine Bananenrepublik, wo jeder "Dorfsheriff" machen kann, was er will.

Wie Du siehst, geht es so auch nicht.

P.S.: Notwehr, wenn es Eltern machen? Dann lies Dir Mal den Notwehrparagraphen durch....

[ nachträglich editiert von Andreas-Kiel ]
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25.09.2013 15:00 Uhr von thugballer
 
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Natürlich soll man das nur bei Gewissheit und nicht bei einem x-beliebigen Verdächtigen machen dürfen. Einigen wir uns einfach auf den gesunden Menschenverstand.
Wie gesagt ich beziehe mich auf den Fall Magnus-Gäfgen, wo man wusste dass er der Entführer ist.

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