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Android: Fast alle Viren gehen auf das Konto des Google Betriebssystems

Viele Leute nutzen inzwischen lieber ein Smartphone als den PC. Darauf haben sich auch die Cyberkriminellen eingestellt. Die Anzahl der Schädlinge für Android übersprang zur Jahresmitte bereits die 100.000er Marke. Praktisch alle Viren für mobile Geräte greifen das Google Betriebssystem an.

Kaspersky zählt dabei nicht die infizierten Apps, sondern lediglich die Varianten der verwendeten Schadcodes. Besonders dreist und zugleich die beliebteste Variante um Viren zu verteilen ist, beliebte Apps herunterzuladen, zu infizieren und wieder in Drittanbieter-Stores zu laden.

Die verschiedenen Angriffsarten sind laut den Experten von Kaspersky Labs zu 32,3 Prozent Backdoors, gefolgt von 27,7 Prozent SMS-Trojanern, und zu 23,2 Prozent aus klassischen Trojanern. Spionage Trojaner machen rund fünf Prozent aus.


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WebReporter: ouster
Rubrik:   High Tech
Schlagworte: Google, Hacker, Virus, Android, Betriebssystem
Quelle: www.itseccity.de

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7 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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20.09.2013 08:46 Uhr von Kanga
 
+2 | -11
 
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gibt es eigentlich noch ein anderes Android...was nicht von Google is??
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20.09.2013 09:43 Uhr von derNameIstProgramm
 
+11 | -1
 
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"Besonders dreist und zugleich die beliebteste Variante um Viren zu verteilen ist, beliebte Apps herunterzuladen, zu infizieren und wieder in Drittanbieter-Stores zu laden."

Um diese Drittanbieter-Stores zu nutzen muss der Nutzer aber zuerst einmal die Installation dieser Shops erlauben. Dabei warnt ihn Android nochmals ausdrücklich, dass er sich damit in Gefahr begibt. Wenn er sich dann dumm verhält, ist es sein eigenes Problem. Dann sollte er auch schlau genug sein und einen Virenscanner installieren. Von einem Cydia Nutzer wird ja schließlich auch erwartet, dass er etwas nachdenkt bevor er neue Quellen hinzufügt.

@Kanga
"gibt es eigentlich noch ein anderes Android...was nicht von Google is??"

Kommt darauf an, was du mit Android meinst. Der Source Code von Android wird von Google entwickelt und als Open Source unter einer freien Lizenz jedem zur Verfügung gestellt. Die Handy Hersteller können dieses Android modifizieren und erweitern wie sie möchten. Ein Android mit Google Play Store, Maps, Gmail, etc. wird es erst, wenn sie die Google Apps mitliefern, was aber fast alle machen.

[ nachträglich editiert von derNameIstProgramm ]
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20.09.2013 09:57 Uhr von Destkal
 
+2 | -2
 
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@Kanga

CyanogenMod z.B.
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20.09.2013 10:42 Uhr von Omega-Red
 
+7 | -1
 
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Was mal wieder nicht erwähnt wird ist das es praktisch keine Bedrohung durch die 100.000 "Viren" gibt. Ein Normalbenutzer wird kaum einen anderen Store neben dem von Google nutzen und auch die Installation aus unbekannten Quellen ist im Standard nicht aktiviert. Ein "Profi" hingegen dürfte sich der Gefahr bewusst sein und entsprechend vorsichtig vorgehen.
Probleme seh ich hier nur bei den Benutzern mit dem sogenannten "gefährlichen Halbwissen". Die können sich ja einen Virenscanner installieren und mit dem Leistungsverlust und kürzeren Akku Laufzeiten leben.
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20.09.2013 12:49 Uhr von derNameIstProgramm
 
+1 | -3
 
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@ouster
"Die Prüfungen von Google sind um es mal direkt zu sagen, recht lax. Wenn man nicht gerade einen alt bekannten Virus einbaut, kommt man damit durch"

Herzlich Willkommen in der Realität. Vor kurzem wurde auch bei Apple schön gezeigt, wie man die Tests des AppStores umgehen kann indewm man Daten vom Server nachlädt, die eben erst nach der Einstellung in den AppStore freigeschaltet werden. Solange Apple zum Testen nicht den Quellcode verwendet, birgt auch deren Test ähnliche Gefahren wie das reine Scannen nach komischen Verhalten in Android.

"so klar ist, dass sie damit vermeintlich sicheres Gebiet verlassen, zweifle ich auch stark an"

Naja, die Leute schalten die Option der Drittquellen aktiv ein und werden dabei mit einem Dialog darauf hingewiesen. Wer nicht lesen kann, sollte generell kein Smartphone nutzen.

"Leute sind kreativ, wenn sie sich 80 Cent sparen können."

Ja, das sind auch die, die ihr iPhone jailbreaken mit der One-Click Lösung im Internet und dann bei Cydia die Quellen hinzufügen die Zugriff auf kostenlose Apps geben.

"Und ein Virenscanner bietet nicht den großartigen Schutz"

Ja, gleiches Problem gilt bei Apple da sie ja nur die kompilierte Version anschauen.


Alles in allem ist es sicher nicht verkehrt, unbedarfte Nutzer noch mal auf das Risiko hinzuweisen. Dieser Hinweis sollte aber unabhänigg vom System sein, da keines der Systeme wirklich 100% Sicherheit anbietet.

Android wird bevorzugt angegriffen aus zwei Gründen: Es ist stärker verbreitet, und ja, es macht das ganze etwas einfacher für die Viren-Entwickler. Wie du schon geschrieben hast, liegt das am offenen Ansatz bei Google.

In Zeiten von PRISM und Co kommen genau diese Argumente ja auch von Seiten der Politik. Um Sicherheit zu gewähren, muss man Freiheiten einschränken vs. um Freiheit zu haben büßt man etwas Sicherheit ein. iOS ist Fall 1, Android Fall 2. Jedem so wie er es möchte...
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20.09.2013 13:12 Uhr von kingoftf
 
+5 | -1
 
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Da wir sich Kruschel freuen, wieder ist Android besser als iOS
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20.09.2013 15:10 Uhr von derNameIstProgramm
 
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@ouster
Ich hatte ja nicht abgestritten, dass Android am meisten angegriffen wird. Das liegt aber darin begründet, dass es eben auch einfacher ist angegriffen zu werden. Wenn ein Nutzer sich aber an einfache Dinge hält, besteht für ihn keine Gefahr bzw. nur noch Gefahr vor der wirklich gut entwickelnten Malware, die ihn aber auf jeder Plattform erwischen kann.

Übrigens, dein Link sagt ja ganz klar, dass die größte Gefahr bei Android davon ausgeht, dass Leute die Apps aus unbekannten Quellen besorgen und installieren. Wie schon geschrieben, gleiches Problem mit Cydia unter iOS.

"Und Apple scheint den AppStore scheinbar besser im Griff zu haben als du das hier darstellst"

Jain. Durch die stärkere Kontrolle im Vergleich zu Google ist Apple sicherlich besser aufgestellt, gegen professionelle Malware hat aber auch Apple keine Chance, siehe letzter Absatz deines Links.

Der Vorteil für Apple: Professionelle Malware entwickelt man nicht für ein System mit zu geringer Marktabdeckung.

[ nachträglich editiert von derNameIstProgramm ]

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