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Literaturkritiker Marcel Reich-Ranicki ist tot

Der berühmte Literaturkritiker Marcel Reich-Ranicki ist mit 93 Jahren gestorben. FAZ-Mitherausgeber Frank Schirrmacher verkündete diese Nachricht über "Twitter".

Der aus Polen stammende Ranicki war an Krebs erkrankt, dies wurde im März dieses Jahres bekannt gegeben. Er war einer der einflussreichsten Publizisten und Literaturkritiker im deutschsprachigen Raum.

Berühmtheit erlangte Ranicki mit der Sendung "Das literarische Quartett", die zwischen 1988 und 2001 ausgestrahlt wurde. Ranicki heiratete 1942 im Warschauer Ghetto seine Frau Teofila. Beide konnten kurz vor der Ermordung aller Insassen 1943 flüchten.


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WebReporter: ghostinside
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Tod, Marcel Reich-Ranicki, Literaturkritik
Quelle: orf.at
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24 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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18.09.2013 16:26 Uhr von desinalco
 
+24 | -87
 
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18.09.2013 16:26 Uhr von ako82
 
+36 | -14
 
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Gott hab ihn selig! Möge er in Frieden ruhen!
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18.09.2013 16:30 Uhr von omar
 
+15 | -6
 
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Naja, mit 93 darf man auch mal abtreten...
RIP
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18.09.2013 16:32 Uhr von Wemmser
 
+37 | -8
 
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Das schockt mich jetzt etwas. Er wirkte immer so zäh, ließ sich nicht unterkriegen. Er hatte ein stolzes Alter, gerne quergetrieben und gesagt, was er wollte und dachte.
Ruhe in Frieden.
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18.09.2013 16:36 Uhr von Maxheim
 
+20 | -8
 
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Der Mann war mir sehr sympatisch. Ich werde ihn in guter Erinnerung behalten.
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18.09.2013 17:08 Uhr von Astardis666
 
+15 | -17
 
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Ich konnte mit disem selbsternannten Literaturpapst ehr lich gesagt nie was anfangen. Ein trauriger Tag für die Hinterbliebenen, ja, aber dass er sich für den Nabel der Literaturwelt hielt und dachte, entscheiden zu können, was gute und was schlechte Literatur ist, hat mich immer schon gestört. Auch dass seiner Meinung viel zu viel Beachtung geschenkt wurde. Ich lasse mir doch nicht von einem griesgrämigen Neurotiker vorschreiben, welche Literatur lesenswert ist und welche nicht. Jeder hat einen anderen literarischen Geschmack und JEDE Literatur hat auf die eine oder andere Weise ihre Daseinsberechtigung (sofern sie nicht irgendwie volksverhetzender Natur ist).
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18.09.2013 17:08 Uhr von Patreo
 
+16 | -3
 
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Schade ich fand einige seiner Werke und Texte während des Studiums beispielhaft.
Als Kritiker mag er strittig gewesen sein aber er konnte seinen Punkt verteidigen
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18.09.2013 17:13 Uhr von Lornsen
 
+7 | -26
 
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18.09.2013 17:26 Uhr von Johnny Cache
 
+10 | -3
 
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Ich fand ihn einfach herrlich. Der war praktisch schon seine eigene Karikatur.
Solange man ihn nicht ernst genommen hat war wirklich alles in bester Ordnung.
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18.09.2013 17:39 Uhr von Patreo
 
+10 | -9
 
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Hat ja nicht lange gedauert:-)

@Hetzer!
Ich soll heute hier die Rede halten zum jährlichen Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus. Doch nicht als Historiker spreche ich, sondern als ein Zeitzeuge, genauer: als Überlebender des Warschauer Ghettos. 1938 war ich aus Berlin nach Polen deportiert worden. Bis 1940 machten die Nationalsozialisten aus einem Warschauer Stadtteil den von ihnen später sogenannten "jüdischen Wohnbezirk". Dort lebten meine Eltern, mein Bruder und schließlich ich selber.

http://www.bundestag.de/...


Reinicki ist in erster Linie selbst Deutscher. Wenn er als deportierter Jude von Deutschland redet, ist damit nicht das heutige gemeint, sondern der Unrechtstaat unter den Nazis



[ nachträglich editiert von Patreo ]
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18.09.2013 17:58 Uhr von Neroll
 
+10 | -3
 
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@Patreo:
Stimmt, er hat nie das Deutschland von heute für die Nazizeit verantwortlich gemacht, was ja leider auch zu selten ist heutzutage.

Ansonsten trifft mich diese Nachricht auch irgendwie. Denn er hatte was kauzig ehrliches. War halt ein Unikat.

Er hatte nur einen Fehler gemacht: Er hätte den Fernsehpreis annehmen und den Krebs ablehnen sollen. :(
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18.09.2013 18:15 Uhr von Patreo
 
+8 | -5
 
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Ich verstehe nicht ganz warum das auf einmal Gegenstand der Diskussion geworden ist.
In der Nachricht geht es in erster Linie um einen Literaturkritiker der gestorben ist
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18.09.2013 18:46 Uhr von One of three
 
+3 | -4
 
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"Und so sehen wir betroffen den Vorhang zu und alle Fragen offen.“

Ruhe in Frieden
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18.09.2013 18:56 Uhr von Bildungsminister
 
+10 | -3
 
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Ein toller Mensch, der sehr gut wusste, wo man den Finger in die Wunde legt. Von vielen belächelt, als er seinerzeit den Fernsehpreis abgelehnt hat, für mich hat er gerade deswegen auf ewig mein Respekt.

Er hat erkannt wie verkommen das TV heute ist, und wollte an diesem Affenzirkus nicht teil haben. Man würde sich wünschen mehr Menschen hätten so viel Integrität wie er, dann würde aktuell eventuell nicht "Promi Big Brother" laufen.

Ja, er hat polarisiert. Nein, er hatte nicht immer Recht. Aber er hatte keine Angst seine Meinung zu sagen.

Ein ganz Großer!
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18.09.2013 19:08 Uhr von Lornsen
 
+2 | -8
 
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das hätte auch keiner gewagt, um nicht gleich als Antisemit abgestempelt zu werden.
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18.09.2013 19:20 Uhr von soschoendeutschhier
 
+5 | -11
 
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Sensation! ShortNazis sympathisieren mit einem Juden! Naja, schließlich hatte auch der Führer seine "guten Juden". Wie schön, dass diese eherne Tradition hier von seinen (klein)geistigen Gesinnungsgenossen fortgeführt wird.
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18.09.2013 19:35 Uhr von polyphem
 
+3 | -2
 
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Seine Leidenschaft wird dieser Welt fehlen.
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18.09.2013 19:35 Uhr von SpankyHam
 
+0 | -16
 
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18.09.2013 20:09 Uhr von Patreo
 
+10 | -0
 
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@Slimer ja dass ist derjenige, der ins Warschauer Ghetto deportiert wurde und dessen Eltern in Treblinka vergast wurden.

Aber er ist auch der, der zurückkehrte, für die FAZ schrieb der Professor in Deutschland war, Ehrendoktor in verschiedenen deutschen Universitäten hatte, das große Verdienstkreuz innehatte, den Thomas Mann Preis bekommen hat, der Schriftsteller war, welcher Moderator war.

[ nachträglich editiert von Patreo ]
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18.09.2013 20:20 Uhr von mikeKritisch
 
+6 | -0
 
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Moegest Du in Frieden ruhen. Dein Leben lang hast Du gesagt was Du gedacht hast und dafuer respektiere ich Dich. Hochachtung vor den Menschen die den Mund aufmachen ohne die Angst wegen der Folgen durch Regierungen oder Lobbyisten.

Danke fuer all Deine oeffentlichen Auftritte die mich jedesmal gefesselt haben und mir so manches schelmiges Laecheln entlockt haben, Danke.
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18.09.2013 20:21 Uhr von Götterspötter
 
+6 | -1
 
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R.I.P. ........ und meine Hochachtung an einen grossen Mann und sein Lebenswerk.

Also wenn jemand streiten und kritisieren konnte ..... dann ER ! (man sollte natürlich den jüdischen trockenen Humor mögen :))

Ohne "Wischi-Waschi" direkt raus ..... das mochte ich

und einen Orden hat er für den Satz "Ich nehme diesen Preis nicht an!" ..... verdient ! Das war ein echter Ranicki :) und dafür wir er für mich unsterblich !
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18.09.2013 21:06 Uhr von -Count-
 
+1 | -6
 
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Ein rechthaberischer Kotzbrocken war er, einer, der immer im Mittelpunkt stehen musste.
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18.09.2013 21:07 Uhr von Lornsen
 
+0 | -2
 
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hetzer1 ich liege vorn. 5/17 : 4/15
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18.09.2013 22:50 Uhr von CrazyCatD
 
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R.I.P. Einer der letzten großen Alten ist gegangen und ein Stück Geschichte mit ihm. Ich werde ihn auch wegen seinem Auftritt be Holgers Waschsalon nie vergessen.

http://www.youtube.com/...

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