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Wegen Sicherheitsmängeln an Bahnübergang: Bayerische Gemeinde zeigt Deutsche Bahn an

Den Zorn über einen unbeschrankten Bahnübergang, an dem sich im vergangenen Juli sich ein schweres Unglück ereignete, veranlasst nun die bayerische Marktgemeinde Kellmünz (Landkreis Neu-Ulm) zu einer Anzeige. Das Ratsgremium wird nun gegen die Deutsche Bahn Anzeige wegen fahrlässiger Körperverletzung erstatten.

Seit Jahren habe die Gemeinde die Bahn auf die Gefahren am schrankenlosen Übergang hingewiesen. Hinhaltetaktik wurde indes der Bahn von einem Ratsmitglied vorgeworfen. Die fragliche Stelle befinde sich schließlich an einer der meistfrequentierten Bahnstrecken in Süddeutschland, so der Bürgermeister.

Außerdem wurde wegen eines naheliegenden Badesees die Sicherheit an diesem Übergang immer geringer: Der Autoverkehr habe dort intensiv zugenommen. Die Abstimmung des Kellmünzer Ratsgremiums zur Strafanzeige gegen die Bahn verlief in Einstimmigkeit.


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WebReporter: LuckyBull
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Anzeige, Deutsche Bahn, Gemeinde, Bahnübergang, Fahrlässigkeit
Quelle: www.augsburger-allgemeine.de

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15.09.2013 09:10 Uhr von LuckyBull
 
+11 | -2
 
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Was wunder, wieder mal die Bahn, die einfach nicht ins Rollen kommt, sobald es um Verbesserungen in puncto Sicherheit geht. Wann kommt dieses völlig verstaubte Vehikel endlich in die Pötte?
Woanders gehts doch auch. Zum Beispiel in GB, wo dieses beneidenswerte Verkehrssystem um London herum so wunderbar funktioniert...
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15.09.2013 09:41 Uhr von Sirigis
 
+14 | -13
 
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Ein unbeschrankter Bahnübergang wird rechtzeitig durch mehr als genug Verkehrszeichen (die Dingens lernt man spätestens bei der Fahrradprüfung, wenn es diese denn noch gibt) angezeigt. Nicht die Bahn, sondern ignorante (dämliche) Zeitgenossen verursachen Unfälle. Komme ich an einen unbeschrankten Bahnübergang halte ich rechtzeitig vor den Gleisen an, sehe mich um, höre mich um, und setze dann über die Gleise. Weder Züge noch Straßenbahnen konnten mich daher bis heute platt machen.
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15.09.2013 10:21 Uhr von blaupunkt123
 
+4 | -7
 
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Auch ein unbeschrankter Bahnübergang besitzt abgesicherte Blinklichter und Warnsignale.

Haben da nicht eher unachtsame Verkehrsteilnehmer die Schuld ?

Immerhin hat dies jeder mal in der Fahrschule gelernt, dass man bei einem Bahnübergang auf Zeichen achtet.

Ich habe persönlich mal einen gesehen, der bei gesenkter Schranke mit seinem Fahrrad rübergefahren ist.
Ist dann da auch die Bahn schuld ?
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15.09.2013 10:23 Uhr von TeKILLA100101
 
+11 | -2
 
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@Sirigis

das ist gar nicht wahr, dass es mehr als genug zeichen vorher gibt!
es gibt eine tolle ampel die anfangen soll zu blinken, wenn sich ein zug nähert, mehr ist bei uns nicht...

toll ist aber auch, dass diese spitzenampel regelmäßig ausfällt und man dann wirklich nur noch auf sein gehör achten kann, da der übergang genau in einer kurve liegt und man leider absolut gar nicht sehen kann, ob ein zug kommt...

davon abgesehen ist es im straßenverkehr in deutschland immer so, dass die schwächeren geschützt werden, durch die stvo (fahrradfahrer und fußgänger gegenüber autofahrern) wieso kann man das hier nicht machen?!
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15.09.2013 10:37 Uhr von TheRoadrunner
 
+2 | -1
 
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@ LuckyBull
Das sehen die Londoner aber etwas anders...
Sagt dir z.B. "please mind the gap between the train and the platform" was?

@ Sirigis
Einerseits hast du vollkommen Recht.
Andererseits könnte man mit diesem Argument jegliche Sicherungsmaßnahmen an Straßen wie Leitplanken abschaffen: wer so, wie man das gelernt hat, auf seiner Spur bleibt, dem passiert schließlich nichts.
Wenn z.B. die Lichtzeichenanlage (ich gehe mal davon aus, dass es eine gibt) bei tiefstehender Sonne schlecht oder gar nicht erkennbar ist, könnte man schon handeln. Nicht weil es eine Verpflichtung ist, sondern weil man unbedachte Mitbürger damit schützt - so wie das an vielen anderen Orten ja auch gemacht wird.
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15.09.2013 11:47 Uhr von Dracultepes
 
+2 | -5
 
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@ TheRoadrunner
Es ist schon ein Unterschied ob wir von Leitplanken oder Schranken reden.

In der Leitplanke kann man auch landen wenn am Auto etwas nicht funktioniert wie es soll oder jemand anderes mist baut. Hier geht es auch um viel höhere Geschwindigkeiten.

Und wenn man das Lichtzeichen schlecht sieht aufgrund der Sonne hat man sich anzupassen. Ich sage ja auch nicht:" Ohh ich seh die Ampel an der Kreuzung nicht, also gebe ich einfach Gas, wird schon passen!".
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15.09.2013 14:01 Uhr von langweiler48
 
+3 | -1
 
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@Johnny Speed ....

Das kannst du mit deiner Märklin Eisenbahn machen, aber nicht im öffentlichen Verkehr. Stell dir mal vor, an solch einem privaten beschrankten Bahnübergang macht ein Diensttuender einen Fehler und es kommt zu einem folgenschweren Unfall. Wer übernimmt dann die Verantwortung?

Wer sich dann auch noch nach den Fahrplänen der DB richtet, der wandelt jenseits von Gut und bös.

Ich gebe @Sirigis mit ihrer Aussage 100% Recht.

Natürlich sollte die Bahn solche vorzeitlichen Ampel- Hupanlagen, dort wo der Straßenverkehr stark zugenommen hat, auf andere Regelungen ausweichen. Aber ein Muss kann ich nicht erkennen.

Das Beispiel mit dem Badesee: Ist der See öffentlich, oder wird dort wild gebadet, verbotenerweise? Die sollten mal mit ihren Protesten den Ball flach halten, um Sepp Herberger zu zitieren
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15.09.2013 17:54 Uhr von TheRoadrunner
 
+1 | -1
 
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@ Dracultepes
>> Es ist schon ein Unterschied ob wir von Leitplanken oder Schranken reden
Echt? Sag bloß...

>> Und wenn man das Lichtzeichen schlecht sieht aufgrund der Sonne hat man sich anzupassen. Ich sage ja auch nicht:" Ohh ich seh die Ampel an der Kreuzung nicht, also gebe ich einfach Gas, wird schon passen!".
Entscheidender Unterschied: an einer Ampel ist außer bei Ausfall immer ein Lichtsignal zu sehen. Wenn ich also kein Lichtsignal sehe, dann ist die Ampel entweder außer Betrieb oder ich kann es durch andere Gründe nicht erkennen - beides sollte Anlass zur erhöhten Vorsicht sein.
Die Lichtzeichen an einem unbeschrankten Bahnübergang sind aber nunmal aus, wenn kein Zug kommt. Wenn man kein Lichtzeichen sieht, geht man also erst mal davon aus, dass kein Zug kommt. Es stellt also eine deutlich höhere Gefahr dar, wenn das Lichtzeichen an einem Bahnübergang nicht erkennbar ist.
Die Sonneneinstrahlung ist übrigens unabhängig von der Geschwindigkeit, insofern hilft es wenig, langsamer hinzufahren - insbesondere, wenn die Strecke nicht einsehbar ist (siehe Kommentar von Tekilla).

@ Johnny_Speed
"Ich denke mal, dass da nicht hundert verschiedene Bahnlinien drüber führen. "
Was genau hast du an ´Die fragliche Stelle befinde sich schließlich an einer der meistfrequentierten Bahnstrecken in Süddeutschland´ nicht verstanden?

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