14.09.13 14:54 Uhr
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Akuter Pflegekräftemangel und keine Besserung in Sicht

In der Pflege herrscht akuter Fachkräftemangel. In der Zukunft wird sich die Lage weiterhin zuspitzen.

In den letzten zwölf Monaten wurden gerade einmal 39 von 100 Stellen belegt. Laut einem Bericht der Bundesagentur für Arbeit werden Ende 2016 bis zu 19.000 Fachkräfte fehlen.

Die Nachfrage nach Pflegekräften ist vom August 2008 bis August 2013 um 52 Prozent gestiegen.


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WebReporter: Riiitch
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Bericht, Bundesagentur für Arbeit, Besserung, Fachkräftemangel, Pflegepersonal
Quelle: www.n-tv.de

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12 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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14.09.2013 15:03 Uhr von Borgir
 
+9 | -0
 
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Wer den Pflegeberuf so unattraktiv macht braucht sich nicht zu wundern:

- Freizeit? Was ist das?
- Bezahlung? Shice
- Belastung? Riesig
- Soziales Kontakte: Minnimal
- Gesellschaftliches Ansehen: Nicht vorhanden

Das wissen Politik und die gesamte Branche schon seit Jahrzehnten und haben nichts dagegen getan. Das ist nichts, was von heute auf morgen passiert ist. Dass nur so wenige Stellen besetzt werden ist auch dem geschuldet, dass die Arbeitgeber Geld sparen wollen, Pflegekräfte sind, wenn sie auch gnadenlos unterbezahlt sind, immer noch zu teuer für die Arbeitgeber. Deshalb will man ja auch "Fachkräfte" aus dem Ausland holen, die kosten weniger.

Eine Gesellschaft ist soviel wert, wie dieser ihre Alten und Kranken wert sind. Bei uns ist die Antwort leider: Gar nichts.

[ nachträglich editiert von Borgir ]
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14.09.2013 15:06 Uhr von Riiitch
 
+6 | -0
 
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Ich bin der Meinung, dass gerade diese Berufe, die das Wohl der Allgemeinheit fördern, viel besser unterstützt werden müssen. Ich denke, es gibt viel mehr Menschen die gerne in dieser Sparte arbeiten und aushelfen möchte, aber nicht zum Hartz-IV Niveau.
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14.09.2013 15:14 Uhr von Bud_Bundyy
 
+2 | -3
 
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@Borgir

Ich denke ja auch das die Arbeitsbelastung zu hoch ist und die Arbeit vielleicht anders getaktet werden muss.

Die Frage ist wie viel bist du bereit für den Gesundheitssektor zu zahlen? Welche Erhöhung deiner Beiträge hältst du zum jetzigen Zeitpunkt für angemessen?
Erstmal finde muss der Mindestlohn in der Pflege durchgesetzt werden.
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14.09.2013 15:17 Uhr von Borgir
 
+8 | -0
 
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@Bud_Bundy

Das Geld muss vernünftig verteilt werden. Es ist genug da, die Kassen machen 2012 Milliardengewinne. Ein Mindestlohn in der Pflege ist nicht durchsetzbar, weil sich große Konzerne wie Helios oder Asklepios das nicht aufdrücken lassen.
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14.09.2013 16:00 Uhr von Borgir
 
+7 | -0
 
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@ayuna

von den kirchlichen Trägern wollen wir mal gar nicht reden. Das sind, trotz ihrer vorgelebten Christlichkeit, mit die größten Sklaventreiber am Markt.
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14.09.2013 16:34 Uhr von Bud_Bundyy
 
+1 | -2
 
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@Borgir

...aber nur mit dem durchgesetzten Mindestlohn und Qualitätskontrollen des MDK geht es.

Es werden ungelernte "Putzkräfte" mit Pflegeaufgaben betraut.
Das muss erschwert werden und examinierte Fachkräfte sollten sich gerade in diese Boombranche nicht unter Wert verkaufen.

"Es ist genug da, die Kassen machen 2012 Milliardengewinne."

Jetzt mal aufgrund der positiven Beschäftigungssituation, vor drei Jahren gingen noch Kassen Reihenweise pleite.
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14.09.2013 16:38 Uhr von Bud_Bundyy
 
+0 | -1
 
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"Dann greift man lieber (wie in allen anderen Branchen auch) auf die Zeitarbeiter zurück, die für NOCH weniger arbeiten. Das tut sich doch kaum jemand noch an."

Also examinierte Altenpfleger gibt es hier (Süd-Hessen/Bawü) nicht bei der Zeitarbeit. Ich kenne mehrere Sozialstationen die keine Mitarbeiter finden. Manche können keine Patienten mehr annehmen.

Wer da in die Zeitarbeit muss, der muss schon ein krasses Führungszeugnis haben.
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14.09.2013 18:46 Uhr von Bud_Bundyy
 
+0 | -1
 
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@ayuna

"Examinierte Altenpfleger haben wir nur noch wenige ("Altverträge") und stellen kaum noch welche ein. "

Daher sage ich ja im Heim, strengere Regeln und nachhaltigere Qualitätskontrollen, vielleicht sogar verpflichtend ein Standardisiertes QM.

Bei euch gibt es arbeitslose Examinierte Altenpfleger?

Die Sozialstationen in MA, LU, HD suchen wie blöd und die sind ordentlich nach Tarif bezahlt.
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14.09.2013 18:56 Uhr von mueppl
 
+2 | -1
 
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Es war ein Fehler, Pflege zu privatisieren.
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15.09.2013 07:55 Uhr von craschboy
 
+0 | -0
 
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@Borgir

"Ein Mindestlohn in der Pflege ist nicht durchsetzbar, weil sich große Konzerne wie Helios oder Asklepios das nicht aufdrücken lassen."

Den Mindestlohn gibts schon lange.
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17.09.2013 02:52 Uhr von Götterspötter
 
+0 | -0
 
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zahlt ein gescheites Gehalt und sorgt für anständige Arbeitsbedinungen .....

und schon ist der Pflegenotstand geschichte .... ??


Darauf kommt nun wirklich jeder "Hauptschüler" ..... warum eigentlich dann nicht unsere überbezahlten Politik-Turner ??
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21.11.2013 01:15 Uhr von Olington
 
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@ Götterspötter, ist doch ganz einfach: Da sich unsere Politiker niemals in der Lage befinden werden, auf die Hilfe eines normalen Altersheimes angewiesen zu sein, sehen sie hier auch keinen Handlungsbedarf. Wieso auch?. Alte Menschen kosten Geld und haben ihren Dienst am Staate schon geleistet, sind somit für unsere Politiker nichts weiter als Ballast. Je besser die Bedingungen, desto länger hat man den Ballast am Bein...

Ich phantasiere einfach mal ein bisschen...:

Grossfamilien sind aus der Mode, da uns unsere Mainstreammedien aufzeigen das Unabhängigkeit unser Leben ausmacht und man nur durch harte Arbeit und völligen Verzicht auf ein Privat/Familienleben beruflich vorankommt und sich Unabhängigkeit auch leisten kann, ist das Prinzip der Familie hinfällig. Es gibt kaum noch Familienzusammenhalt, ist auch nicht gewollt, denn einzelne Menschen kann man leichter kontrollieren und manipulieren als jemanden der fest in das Sozialgefüge "Familie" eingebunden ist. Erschwert man nun auch noch die Arbeitsbedingungen und reduziert die Bezahlung in sozialen Bereichen, strengen sich die Menschen eventuell noch mehr an, länger für die "Gesellschaft" produktiv zu sein und man kann noch mehr schröpfen. Menschen die aus körperlichen Gründen nicht mehr mithalten können, bleiben hierbei auf der Strecke.

Um mal wieder aufs Thema zurück zu kommen, es ist unsere gesellschaftliche Pflicht dafür zu sorgen dass es den Mitmenschen, die unseren wirtschaftlichen Aufschwung durch harte Arbeit und Fleiß ermöglicht haben, im Alter an nichts fehlt. Da "wir" als Bevölkerung gewählt haben und die Regierung unsere Interessen vertreten soll/muss, haben wir diese Aufgabe weitergereicht. Wieso werden Milliarden verschwendet und an den falschen Stellen ausgegeben und die Menschen, die alles getan haben damit es uns heute gut geht, werden so sträflich vernachlässigt?. Ob private Pflege oder staatliche/kirchliche, es gab mal eine Zeit in der wusste der Geschäftsinhaber das der Mitarbeiter sein wertvollstes Gut ist, dementsprechend hat er ihn auch entlohnt und geschützt, heute sind wir alle nur noch "Humanresourcen" und im Sozialbereich werden die Menschen überdurchschnittlich ausgebeutet und verbrannt. Milchmädchenrechnung, anständige Bezahlung garantiert anständiges Personal die wiederum für eine anständige Pflege sorgen!. Ich habe größten Respekt vor allen Frauen und Männern die heutzutage noch eine Ausbildung in diesem Bereich beginnen und sogar beenden!.

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