14.09.13 14:00 Uhr
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Shell beleidigt Dorfbewohner im Niger-Delta mit Schadensersatzangebot für Ölverschmutzung

Der Ölkonzern Shell hat den Bewohnern des Niger-Deltas ein Angebot für eine Entschädigung für die Verschmutzung durch Öl geboten. Der Konzern bot den etwa 15.000 Anwohnern für zwei Ölkatastrophen im Jahr 2008 etwa 42 Millionen Schweizer Franken.

Die Menschen lehnten dieses Angebot allerdings ab. Die Anwaltskanzlei Leigh Day aus London ließ verlauten, dass die Anwohner jeweils nur 1.550 Franken erhalten würden, wenn man die an die Gemeinschaft zu zahlende Summe abziehen würde.

Das Angebot von Shell wurde als "vollkommen lächerlich und beleidigend für die Dorfbewohner" einstimmig abgelehnt. Die Reinigung des Gebietes betreffend habe es laut Shell aber Fortschritte gegeben. Zwei mal wurde das Gebiet durch austretendes Öl 2008 verschmutzt.


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WebReporter: Borgir
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Schadensersatz, Beleidigung, Ölkonzern, Shell, Niger, Umweltverschmutzung
Quelle: nachrichten.ch

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5 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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14.09.2013 14:18 Uhr von Darkness2013
 
+20 | -1
 
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Die scheffeln jedes Jahr Milliarden, das sollten die schon ein wenig mehr zahlen als das bisschen, denn es muss diesen Ölbonzen richtig wehtun.
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14.09.2013 18:26 Uhr von Bud_Bundyy
 
+3 | -2
 
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@Wolfsburger

Die Gemeinschaft ist vermutlich der Anteil der Anwaltskanzlei.

Zumindest läuft dies so in Grisham Büchern.

Wenn die also 3000 Franken Pro Nase zahlen, dann ist dies wohl pro Familie 15-20.000 Franken, das sind dort viele Jahresgehälter.

@Darkness2013

"
Die scheffeln jedes Jahr Milliarden, das sollten die schon ein wenig mehr zahlen als das bisschen, denn es muss diesen Ölbonzen richtig wehtun.2

Viel spaß beim nächsten Tanken, denn du wirst es zahlen!

[ nachträglich editiert von Bud_Bundyy ]
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14.09.2013 19:13 Uhr von mort76
 
+3 | -1
 
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Bud,
nein, damit ist durchaus die Stammesgemeinschaft gemeint- dort wird autoritär regiert, und ein großer Anteil geht dann eben an den Chef bzw. den Rat, der es hoffentlich dann nicht einfach behält.

Wenn der Boden der Bauern sowie das Wasser verseucht ist, ist deren Existenz vernichtet- Land bekommt man aber auch dort nicht geschenkt.
So relativieren sich die "vielen Jahresgehälter".

Mit ca. 1300 Euros kommt man da wirklich nicht sehr weit- Umzug, neues Land kaufen, Unterkunft bauen- das geht ins Geld.
Auch in Afrika...

[ nachträglich editiert von mort76 ]
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14.09.2013 19:47 Uhr von jschling
 
+1 | -4
 
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Shell hat niemanden beleidigt, die Dorfbewohner haben es nur als solche angesehen.
Das kann man sicherlich dann auch erwähnen, aber nicht in im News-Titel, nicht auf diese plumpe reisserische Art :-((
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14.09.2013 20:08 Uhr von mort76
 
+4 | -0
 
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jschling,
dir ist möglicherweise nicht bekannt, wie gravierend der Schaden ist, der dort angerichtet wurde- der Boden und das Grundwasser sind komplett verseucht.
Und Shell wußte schon lange von den Problemen mit den maroden Pipelines, hat aber nichts unternommen.

Eine Frage:
wenn ein reicher Mensch mit seinem Auto dein Auto komplett zerstört und dir dann nur einen Bruchteil des Schadens ersetzen will, würdest du dich nicht beleidigt fühlen, vor allem, wenn du deinen Lebensunterhalt mit dem Auto verdienst?

Du mußt auch berücksichtigen, daß Shell, im Gegensatz zur Konkurrenz, derzeit einen Riesen-Gewinn von 26,6 Milliarden Dollar erzielt...es trifft hier keinen Konzern, der ums Überleben kämpfen muß.

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