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Wahlkampfthema Arbeitsmarktpolitik - Wie sehen die Pläne der Parteien aus?

Das Programm der Parteien ist bunt, auch in der Arbeitsmarktpolitik. Die CDU/CSU ist gegen ein Mindestlohn. Wenn ein Arbeitnehmer weniger einbringt als er kostet, fliegt er raus. Die Partei spricht sich eher für Minimallöhne aus.

Die FDP sieht den Mindestlohn als Eingriff in die Autonomie der Unternehmer. Sie sind ebenfalls für einen Minimallohn.

Die SPD und Grünen hingegen verlangt einen gesetzlichen Mindestlohn von 8,50 Euro pro Stunde. Der Ausgleich zwischen Ost und West ist ihnen wichtig. Die Linke verlangt sogar einen von zehn Euro.


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WebReporter: Riiitch
Rubrik:   Politik
Schlagworte: SPD, Union, Arbeitsmarkt, Bundestagswahl, Mindestlohn
Quelle: www.n-tv.de

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4 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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13.09.2013 09:32 Uhr von Pixwiz
 
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@wil: sich heute um seinen Lohn selber zu kümmern, geht aber nur noch begrenzt. die AG wissen um ihre direkten und indirekten Druckmittel wie Kündigung, ALG I, ALG II, Zeitarbeit etc.
Wenn dieser Regierung aufrichtig was daran gelegen wäre, dass man sich und seine Familie von seiner Arbeit ernähren kann, wäre zum Beispiel die Zeitarbeit längst wieder abgeschafft.
Denn dadurch werden sämtliche existierende Tarifverträge unterlaufen, Gewerkschaften ausgehebelt, so das es noch nicht mal eine gemeinschaftliche Lobby mehr gibt, um in den betreffenden Branchen das Lohngefüge zu justieren.
Befristete Verträge und Kündigungsfristen kannst man auch über das geltende Arbeitsrecht vereinbaren - DANN hätte man wieder die Möglichkeit, über den eigenen Lohn im Rahmen der Tarifverträge zu verhandeln.
Genau das ist aber nicht gewollt - von ganz oben. Sonst wäre da längst was passiert. Und auch das Gerede im Wahlkampf - selbst wenn eine einzige Partei ein Konzept vorlegen würde, einen Mindestlohn umzusetzen, am 23. September hört davon niemand mehr nur noch ein Wort. In der Hinsicht wird genau soviel passieren wie bisher: nichts!
Generation über 40 (früher war das mal Ü50) wird trotz passender Qualifikationen und Erfahrungen aussortiert und in die Sozialhilfe gezwungen. Warum? Um die gleichen Fachkräfte (an denen es ja angeblich mangelt) dann in ZA zu zwingen, damit in einen branchenfremden Tarifvertrag (falls das Unternehmen nach diesem bezahlt). Der AG ist fein raus, kauft billig das ein, was er vorher eh schon wollte und hat sämtliche Druckmittel auf seiner Seite, weil er genau weiss, welche Folgen eine Entlassung für den AN hat.
Jeder, der da anders denkt soll das gerne tun - oder mal nen starken Kaffee trinken um endlich Aufzuwachen!
Ein Mindestlohn wäre für dieses Gefüge der Genickbruch. Da wird nichts kommen, egal was die jetzt alle auf ihre Plakate schreiben.
Jeder Aufschrei, der Staat solle sich da nicht einmischen - ok!
Das einzige was dieser Staat tun muss, ist die Zulassung der Zeitarbeit wieder zurückzunehmen. Da mischt er sich nicht in Tarife ein, sondern macht einen Fehler in der Gesetzgebung wieder Rückgängig. Denn offensichtlich scheinen ja die benötigten Arbeitsplätze vorhanden zu sein - oder wie erklärt man sich den Boom in diesem Segment sonst?
Das einzige was fehlt, ist der Wille der AG vernünftige Löhne zu zahlen. Betriebswirtschaftlich nachzuvollziehen, markttechnisch völliger Nonsens, weil auf die Weise dem Binnemarkt die Kaufkraft entzogen wird. Denn wenn keiner Geld für Extras hat, kann auch keiner was Extra ausgeben.
Die Staatskasse wird immer mehr durch notgedrungene Aufstocker (ZA) belastet - und diese Lasten müssen die tragen, die noch das Glück haben, vernünftige Löhne zu bekommen. Das geht auch bald schief. Nebenbei steigen Steuern, Abgaben und Lebensunterhalt fröhlich weiter, so dass die Schere immer weiter auseinandergeht. Wenn das nicht so gewollt wäre, dann wäre da längst Gegengesteuert worden. Ich habe im ganzen Wahlkampf bisher (nicht das ich es erwartet hätte) noch nicht eine vernünftige, mittelfristig umsetzbare Konzeption dazu gehört, gesehen etc. Deswegen nimmt man jetzt den Mindestlohn als Kosmetik, um die Planlosigkeit im angehen des eigentlichen Problems zu vertuschen. Sind ja nur noch ein paar Tage, dann ist es ja wieder überstanden. Solange muss man halt auf das vermeintlich dämliche Volk eingehen und erzählen was es hören möchte. Selbstverständlich unverbindlich, denn "wir müssen das ja auch Gegenfinanzieren".

Hui... so. Habe fertig. Glaub ich.... ;)
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13.09.2013 12:13 Uhr von Pixwiz
 
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jepp.. wobei man sich dann aber auch die frage stellen muss, warum kommen keine kunden und geben ihr geld beim friseur aus? weil es zuviele in der region gibt, weil es zuwenig kunden für alle gibt, die qualität nicht stimmt - oder weil schlicht und einfach das geld dafür fehlt?
sicher muss man auch eine differenzierung einbauen - aber dazu müssten die damen und herren das thema überhaupt erstmal ernsthaft angehen - und das sehe ich nicht.
das beispiel mit den 10 minuten ... fürs rumsitzen soll natürlich auch niemand bezahlt werden, sind sind wir ja ganz schnell beim bedingungslosen...

den hebel für alles muss man m.e. auch schon an ganz anderer stelle ansetzen und den laden endlich mal vernünftig durchputzen - und nicht hinz und kunz durchfüttern. aber das ist ein anderes thema...
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13.09.2013 14:49 Uhr von CoffeMaker
 
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@Wil du schreibst Grütze. Mit der Auslastung haben auch Cafe´s,Restaurants, Fressbuden, Supermärkte, Bäcker,Fleischer und und und zu kämpfen.
Würden mehr Leute mehr Geld verdienen könnten sich viele auch höhere Preise leisten. Genau durch den Lohndumping passiert doch genau dieses Dilemma. Arbeitgeber sind so egoistisch bestrebt nach der Profitmaximierung das sie sich ins eigene Fleisch schneiden. Geld wird von wenigen angehäuft und viele haben dann kein Geld um die Produkte oder Dienstleistungen zu kaufen. Lohndumping zieht nur eine Spirale nach unten nach sich.
Geld muss zirkulieren, aber das würde man nur schaffen indem die Arbeitgeber sich ihrer sozialen Verantwortung stellen oder aber das Geld ein Verfallsdatum bekommt so das man es ausgeben muss.
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13.09.2013 19:04 Uhr von shadow#
 
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Und die AfD will niedrigere Löhne für alle.

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