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Wer sanktioniert, verdient: Jobcenter-Chefs erhalten bis zu 4.000 Euro Prämie

Die Bundesagentur für Arbeit und die Bezirksämter geben sogenannte Zielvereinbarungen an die Jobcenter aus. Dies bedeutet, dass sich die Jobcenter verpflichten, gewisse Zahlen zu erfüllen.

Erfüllen die Jobcenter-Chefs diese Zahlen, so erhalten sie hierfür Bonuszahlungen von bis zu 4.000 Euro. Wie aus einer vertraulichen Anweisung des Bundesarbeitsministeriums hervorgeht, soll auch die Sanktionsquote belohnt werden.

Sprich: Wer sanktioniert, wird belohnt. Laut der BA-Sprecherin Anja Huth soll diese Quote seit 2012 nicht mehr angewandt werden. Ein Ex-Jobcenter Mitarbeiter hierzu: "Die Quote hat auch weiterhin einen Einfluss auf die Erreichung der Ziele."


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WebReporter: Schmollschwund
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Euro, Sanktion, Prämie, Jobcenter
Quelle: www.bz-berlin.de

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27 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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11.09.2013 15:31 Uhr von PeterLustig2009
 
+9 | -52
 
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11.09.2013 15:36 Uhr von Azureon
 
+61 | -5
 
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Hübsch. Leute werden belohnt um Menschen zu nötigen?

Großes Damentennis.
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11.09.2013 15:40 Uhr von PeterLustig2009
 
+3 | -49
 
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11.09.2013 15:40 Uhr von Mankind3
 
+52 | -4
 
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@Peter

Das du sowas nur als Stimmungsmache siehst ist eh klar...du bist nur froh wenn du auf Arbeitlosen rumhauen kannst.

Arbeit richtig machen? Würden die Mitarbeiter ihre Arbeit richtig machen, hätten die Sozialgerichte nicht so viel zu tun. Stichwort Willkürliche Sanktionen...

[ nachträglich editiert von Mankind3 ]
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11.09.2013 15:41 Uhr von schildzilla
 
+33 | -5
 
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Das Jobcenter ist nur eine private Firma.
Die letzten Jahre wurde alles privatisiert (auch Gerichte, Richter und Gerichtsvollzieher)
Man achte nur mal auf das Wort Kunde, das man als arbeitsloser zugewiesen bekommt oder Geschäftsnummer auf gerichtlichen Schreiben. Das gab es früher nie!
Die Jobcenter sollen Geld einbringen und möglichst wenig davon hergeben.
So läuft Kapitalismus und Lobbyismus!

[ nachträglich editiert von schildzilla ]
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11.09.2013 15:55 Uhr von Phyra
 
+5 | -33
 
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11.09.2013 16:01 Uhr von ted1405
 
+20 | -2
 
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@PeterLustig2009:

Du musst dabei nur eines bedenken ...
Wie viele Hartz-IV-Empfänger ziehen ernsthaft vor ein Sozialgericht, weil sie eine kurzzeitige Sanktion (egal ob willkührlich oder berechtigt) eingefangen haben?

Ich schätze, dass nicht einmal die Hälfte der Betroffenen wirklich einen solchen Schritt gehen. Ob das nun an fehlendem Wissen/Rechtsverständnis liegen mag oder ob Sanktionen einfach ausgesessen werden spielt dabei erst einmal keine Rolle. Manche Sanktionen bleibt letztlich auch bestehen (und landet in der Statistik), obwohl ein Sozialgericht selbige sofort einkassiert hätte.

[ nachträglich editiert von ted1405 ]
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11.09.2013 16:24 Uhr von Best_of_Capitalism
 
+24 | -5
 
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Bei den ein oder anderen scheint der Hass auf Arbeitslose so groß zu sein, das sie diese auch in vergasen würden, bzw. es nicht kritisieren würden wenn das geschieht.

Jeder der meint das man nur einen Job suchen muss und gut ist, sei hiermit aufgefordert einen Job zu vergeben von dem man ohne zusätzliche aufstockung leben kann, das sind aber auch die einzige Gruppe Kritiker die Hartz IV Bezieher kritisieren dürfen, alle anderen bitte leise sein!

[ nachträglich editiert von Best_of_Capitalism ]
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11.09.2013 16:38 Uhr von Schischkebap69
 
+14 | -1
 
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ich bin echt nicht der sozialste aber das ist einfach nur ne Sauerei! Aus der Not anderer nen Reibach machen geht gar nicht!
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11.09.2013 16:54 Uhr von Freimaler
 
+9 | -1
 
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So ist das bei den Job-Center der BRD.GmbH wenn das Personal nicht ordentlich dem Versklavung-Regeln nachgeht dann wird man bewusst um das Geld betrogen was einem zustehen müsste.Denn deswegen bekommen die Prämien,um untern Strich mehr zu Sanktionieren als auszuzahlen wie es in einer guten Firma, wie im Bereich Job-Center, der BRD.GmbH üblich ist.

[ nachträglich editiert von Freimaler ]
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11.09.2013 17:30 Uhr von olivenbaumpflanzer
 
+3 | -1
 
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aus der Quelle :"sind es mehr als 100 Prozent, sogar bis zu 4000 Euro"

wie kann man über 100% des Ziels erreichen?!
wenn ALLE Vergehen geahndet werden sind es 100% (ob man diese Härte nun gut findet oder nicht) - aber kommt man auf ÜBER 100% ? dann müssen doch Vergehen gefunden werden die vorher gar nicht da waren, d.h. es werden welche erfunden oder wie?

Wenn ich über 100% aller Raser blitzen will muss muss ich die Gruppe "Raser" größer machen und damit die Regeln (Höchst km/h) brechen und nahc unten revidieren (ich blitze schon ab 48km/h)..oder wie seht ihr das?
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11.09.2013 18:07 Uhr von DarkBluesky
 
+7 | -1
 
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Genau Betrug am kleinen Mann. Geiz ist geiz Mentalität auf dem Rücken des Armen AlgII beziehers. Ich bereite Gerade eine Klage vor wegen Unterschlagung von Sozialleistungen von Seitens der Ämter es geht um 4500 Euro Schaden.
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11.09.2013 18:16 Uhr von Best_of_Capitalism
 
+6 | -4
 
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@ Silvi86

"@Best_of_Capitalism, du müsstest doch auch schon tierisch genervt sein oder ?"

Jetzt möchte ich zum Verständnis ausholen.

Ja gerade wenn ich an die Geschichte der Bundesrepublik Deutschland denke.

Die Nachkriegsgeschichte ist alles andere als das worauf man Stolz sein kann, dieses Land wurde in erster Linie durch SOZIALHILFE aufgebaut, nannte sich auch Marshal-Plan!

Man muss sich vorstellen, ein Volk einer Nation welches Millionen Mneschen auf dem Gewissen hatte wurde DADURCH Reich! Vor dem 2. WK war Deutschland Bettelarm!

Diese Leute die durch VERSAGEN (2. WK verloren) und durch die ungerechtfertigte unterstützung der USA profitierten (Marshal-Plan) haben auf den Rücken ihrer Nachkommen ein Rentensystem installiert welches auf Wachstum basiert und nicht funktionieren kann und nur die eigene bereicherung beschert! (Schweiz und Australien haben gezeigt das es anders geht)

Nachdem Deutschland Strukturell aufgebaut war, begann man Ausländer auszubeuten um wieder weltweit Wettbewerbsfähig zu sein EXPORT EXPORT EXPORT! (Bis Heute)

Diese Leute und deren Nachkommen wählen immer noch diese Parteien, die sich auf die nachkommenden Generationen verschulden und bereichern, es sind in meinen Augen Ausbeuter ihrer Nachkommen, die das System in Kauf nehmen und keine veränderung zu gunsten der zukünftigen Bevölkerung wünscht!

Diese feiern sich als die "die Deutschland aufgebaut haben" (Jedes verlogene Grüppchen braucht seine Propaganda) verschweigen aber auch das diese an der Zerstörung ebenfalls beteiligt waren, zum großen Teil zumindest.

Diese Leute verlangen jetzt von den Nachkommen das diese nicht "jammern" und sich Ausbeuten lassen, also Hauptsache Arbeit, Arbeit um jeden Preis! Selber aber mit vergleichsweise mangelnder Qualifikation einen gewissen Wohlstand nur durch Arbeit aufbauen konnten (versuch das mal Heute)

Diese Leute haben aus ihren Greultaten nichts gelernt, daher geben diese Leute in Form von Konzernbesitzern, Staatsdienern und Aktionäre sowie Großerben ihre Stimmen den Parteien die diese schützen.

Und diesen haben wir auch der Erhaltung von Hartz IV und Minijobs zu verdanken!

[ nachträglich editiert von Best_of_Capitalism ]
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11.09.2013 18:48 Uhr von Götterspötter
 
+4 | -2
 
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Ich sag doch ...... Deutschland ist ein Asso-Land ........

Von Assos .....für Assos .....
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11.09.2013 20:42 Uhr von PeterLustig2009
 
+1 | -7
 
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@Mankind
Das Problem ist nicht dass ich angeblich auf Arbeitslosen rumhaue (wozu auch ein Großteil kann ja nichts dafür) sondern dass ich nicht sage die Regierung und Arge und Arbeitgeber und eigentlich alle die mehr Geld verdienen als ein Großteil der SN-Community sind die wirklichen bösen Schergen der Welt

Und ja es werden Sanktionen von den Sozialgerichten wieder kassiert, aber wenn man sich mal etwas genauer informieren würde als es die BILD verlauten lässt würde man sehen dass ein Großteil wegen Formfehler und nur ein sehr geringer Teil wegen "Willkür" abgewiesen werden
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12.09.2013 08:31 Uhr von Klugbeutel
 
+1 | -7
 
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Schwachsinn, ich kenne eine Angestellte eines Jobcenters persönlich.
Prämie gibt es nur wenn sie überdurchschnittlich viele ihrer "Kunden" erfolgreich in Arbeitsstellen vermittelt.
Sonst gibt es keine Prämien für nichts.
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12.09.2013 09:02 Uhr von supermeier
 
+5 | -0
 
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"Prämie gibt es nur wenn sie überdurchschnittlich viele ihrer "Kunden" erfolgreich in Arbeitsstellen vermittelt."

Hmm, dann bringen also die Angestellten Geld mit, bei den vermittelten Kunden in nicht sittenwidrige Stellen.

Wenn sozial Minderwertige und moralisch Minderwertige sich zusammentun, kommt unmenschliches dabei heraus.
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12.09.2013 11:15 Uhr von ArrowTiger
 
+4 | -0
 
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@Best_of_Capitalism:

Nur mal zu diesem Punkt etwas:

-- "Diese Leute die durch VERSAGEN (2. WK verloren) und durch die ungerechtfertigte unterstützung der USA profitierten (Marshal-Plan) haben auf den Rücken ihrer Nachkommen ein Rentensystem installiert welches auf Wachstum basiert und nicht funktionieren kann und nur die eigene bereicherung beschert! (Schweiz und Australien haben gezeigt das es anders geht)"

Das ist Unsinn! Gerade das Umlageverfahren der Deutschen Rentenversicherung ist weit davon entfernt, "auf den Rücken ihrer Nachkommen" installiert worden zu sein, oder auf Wachstum zu basieren. Das Gegenteil ist der Fall; eher beschreibst du hier das private Rentensystem. Im Gegensatz zu den privaten Rentenversicherungen, die tatsächlich zusätzlich einen Kapitalstock für künftige Rentner aufbauen müssen (mit allen möglichen Folgen, bis zum Totalverlust - siehe Nachrichten), finanziert sich die gesetzliche Rente aus aktuellen Einnahmen, welche wiederum stark von der Produktivität im Verhältnis zu seiner arbeitenden Bevölkerung eines Landes abhängt. Daher "Umlageverfahren".

Gerade die von dir genannten alternativen Länder haben teils große Probleme mit ihren Privatversicherungen, zumal jetzt in der Finanzkrise mit ihrer Niedrigzinsphase. In der Schweiz gleicht das gesetzliche Umlageverfahren z.B. häufig die Verluste der beiden privaten Kapitalstöcke aus.

Leute, die eine private Rentenversicherung haben, werden sich vermutlich noch schwer umschauen! Das Umlageverfahren hat jedenfalls bisher jede Krise gemeistert und gilt als das weltweit beste System.

Die Verwerfungen, die immer wieder medial geäußert werden, sind reine Werbung für die Privatversicherer (die enge Zusammenarbeit von BILD und Allianz ist z.B. hinlänglich bekannt). Ebenso sind viele Politiker hier im Interessenkonflikt (aka korrupt). Daher die Anpassungsformel und weiteres, um die gesetzlichen Leistungen zu senken. Hier wird absichtlich und bösartig Klüngelpolitik gemacht, was man auch daran erkennt, daß die gesetzliche Rentenversicherung ministeriell gezwungen(!) wurde, Werbung für priv. Renten wie Riester & Co. zu machen! Das muss man sich mal vorstellen!

Die Schwächung der gesetzlichen Rente ist also ganz offensichtlich böse Absicht. Blüm hatte natürlich faktisch Recht, wenn er die Renten für sicher hielt, konnte aber wohl nicht mit so viel kriminellem Potential bei seinen "Kollegen" rechnen...
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12.09.2013 12:01 Uhr von Best_of_Capitalism
 
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"Das ist Unsinn! Gerade das Umlageverfahren der Deutschen Rentenversicherung ist weit davon entfernt, "auf den Rücken ihrer Nachkommen" installiert worden zu sein, oder auf Wachstum zu basieren. Das Gegenteil ist der Fall; eher beschreibst du hier das private Rentensystem. "

Nein und Du wirst auch gleich feststellen wieso!

"Im Gegensatz zu den privaten Rentenversicherungen, die tatsächlich zusätzlich einen Kapitalstock für künftige Rentner aufbauen müssen (mit allen möglichen Folgen, bis zum Totalverlust - siehe Nachrichten), finanziert sich die gesetzliche Rente aus aktuellen Einnahmen, welche wiederum stark von der Produktivität im Verhältnis zu seiner arbeitenden Bevölkerung eines Landes abhängt. Daher "Umlageverfahren"."

Nenn das Kind wie Du willst, es ist aber so aufgebaut das sich die jetzigen Generationen mit der früheren beschäftigt die in der Mehrzahl ist. Machienen zahlen nicht in die Rentenversicherung ein nur Arbeitnehmer und selbst das nur bedingt.

Es ist ein Teufelswerzeug.

"Gerade die von dir genannten alternativen Länder haben teils große Probleme mit ihren Privatversicherungen, zumal jetzt in der Finanzkrise mit ihrer Niedrigzinsphase. In der Schweiz gleicht das gesetzliche Umlageverfahren z.B. häufig die Verluste der beiden privaten Kapitalstöcke aus."

Habe ich mit nur einem Wort von der Privaten Variante geschrieben?

Das System Australiens und der Schweiz bleibt der Deutschen Variante überlegen.

in der Schweiz zahlen ALLE in die gesetzl. Rente ein und bekommen eine Grundrente die ausreicht, wer grössere sprünge machen will, kann sich zusätzlich privatversichern.

In Deutschland wird die Riester mit der Niedrigrente verrechnet und ist umsonst, während andere Renten mit der selbigen aufgestockt werden. Wir haben hier wirklich Strukturen vom "unter- und übermenschen" im 21 Jahrhundert in Deutschland.
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12.09.2013 12:24 Uhr von ArrowTiger
 
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@Best_of_Capitalism:

-- "Habe ich mit nur einem Wort von der Privaten Variante geschrieben?"

In Ordnung, ich ging bei deinem Text von einem solchen Vergleich zwischen Umlage- und Kapitalstockverfahren aus.

-- "in der Schweiz zahlen ALLE in die gesetzl. Rente ein"

In diesem Punkt hast du vollkommen Recht: dies ist ein klarer Vorteil des Schweizer Systems. Würden sie die beiden privaten Säulen fallen lassen, wäre das System m.E. noch besser.

Dein Punkt, daß das deutsche Umlageverfahren auf dem Rücken der Nachkommen basiert, ist dennoch faktisch falsch. Du kannst natürlich kritisieren, daß hierbei die jetzige (Arbeits-)Generation die vorhergehende finanziert. Aber wie soll das denn auch sonst funktionieren? Dieses scheinbare Problem hast du trotz deren Kapitalstock aber auch in der PRV. Ebenso im Gesundheitssystem, der Erziehung und Bildung (hier zahlt man für die kommende Generation), und überhaupt in allen Sparten, die dem Gemeinwohl dienen und durch Beiträge und Steuern finanziert werden. Privat, gar über einen angesparten Kapitalstock, ist so etwas nicht machbar.

Eine Beitragspflicht für alle würde ich bei der GRV aber ebenfalls befürworten. Ist aber politisch aus den genannte Gründen nicht erwünscht.

Ich bin jedenfalls gespannt, was aus denen wird, die sich auf PRV verlassen (müssen). Selbst wenn eine Versicherungsgesellschaft diverse Finanzkrisen überlebt, sind die versprochenen Auszahlungsbeträge ja hinterfotzigerweise alle nominal angegeben, nicht real in Kaufkraft. Was man sich für seine private Rente dann noch in 10, 20 oder 30 Jahren leisten kann, steht daher wohl in den Sternen.

Seit dem ich mich mit der Thematik befasse, komme ich jedenfalls immer mehr zu der Auffassung, daß man Banken und Versicherungen viel eher beim organisierten Verbrechen verorten kann, als in einem wie auch immer gearteten "freien Markt"...
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12.09.2013 13:15 Uhr von Best_of_Capitalism
 
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@ArrowTiger

"Dein Punkt, daß das deutsche Umlageverfahren auf dem Rücken der Nachkommen basiert, ist dennoch faktisch falsch. "

Du wirst mich gleich bestätigen das es Richtig ist!

"Du kannst natürlich kritisieren, daß hierbei die jetzige (Arbeits-)Generation die vorhergehende finanziert."

Das ist doch der entsscheidenme Punkt! Es wäre ja noch nachvollziehbar, wenn es zu einem gewissen Punkt drauf aufbauen würde, aber es wird zu 100% drauf aufgebaut! Und dann nocht mit Luxus-Renten! Hallo?

Wober die Luxus-Renten durch die Verstorbenen immer weniger werden, aber mit ihrer Absicht sind die davon gekommen. Eine Sauerei für sich!

" Aber wie soll das denn auch sonst funktionieren?"

In der privaten Wirtschaft wird gezockt, daher kann das mit den Kapitalstock auch nicht klappen, in der öffentlichen Kasse hätte man es zu niedrigen aber sicheren Zinsen anlegen können, wenn dieses System nicht ganz aufgegangen wäre, würde ich auch ein zusätzliches aufstocken aus Steuergeldern für legitim halten, aber nicht der komplette aufbau auf diese.

Die damaligen Deutschen, haben zu ihrer Zeit zwar Kinder bekommen aber nicht selber für sich vorgesorgt (auch wenn die es glauben) das was diese in der Rentenkasse einbezahlt haben, ging direkt für andere Zwecke drauf es blieb nicht für eine Sekunde in der sogennanten "Rentenkasse".

Hätten die damals die Infrastruktur UND ihre Rente finanziert, so hätten die weitaus höhere Steuern zahlen müssen als sie es taten und somit wäre ein gewisser Wohlstand für sich nicht erreichbar gewesen. Das heißt auch das der Wiederaufbau auf die kosten und das leiden der nachfolgenden Generationen ging, wenn man genau drüber nachdenkt.

" Dieses scheinbare Problem hast du trotz deren Kapitalstock aber auch in der PRV. Ebenso im Gesundheitssystem, der Erziehung und Bildung (hier zahlt man für die kommende Generation), und überhaupt in allen Sparten, die dem Gemeinwohl dienen und durch Beiträge und Steuern finanziert werden. Privat, gar über einen angesparten Kapitalstock, ist so etwas nicht machbar.
"

Das ist physikalisch sehr wohl machbar, wenn ein Kapitalstock nicht missbraucht würde. Teurer ist das für die jeweilige Generation auch, aber es klappt anschließend besser ohne die nachfolgenden Generationen und das Land zu belasten.

"Eine Beitragspflicht für alle würde ich bei der GRV aber ebenfalls befürworten. Ist aber politisch aus den genannte Gründen nicht erwünscht."

Wer wählt denn immer diese Politiker? Es sind die ganzen Rentner und Staatsbedienstete sowie Ex-Staatsdiener die jetzt auf großen Fuß leben und das auf kosten ihrer Nachkommen, dabei feiern die sich als Wiederaufbauer!

Das ist das Problem!

"Ich bin jedenfalls gespannt, was aus denen wird, die sich auf PRV verlassen (müssen). "

Die werden in der Röhre gucken. Private Versicherung sind nicht dazu da um die Versicherer ein tolles Leben zu ermöglichen, sondern um Kapital für gewinnbringende investitionen zu besorgen. (Es gibt zahlreiche Beispiele)

"Seit dem ich mich mit der Thematik befasse, komme ich jedenfalls immer mehr zu der Auffassung, daß man Banken und Versicherungen viel eher beim organisierten Verbrechen verorten kann, als in einem wie auch immer gearteten "freien Markt"... "

Das ist korrekt und die nachfolgenden Generationen dürfen sich dann damit auseinandersetzen und werden aus Mülltonnen futtern, weil wir ein staatliches Rentensystem installierten welches auf wachstum aufgebaut ist und auf die Versorgung der ersten Bürger der Bundesrepublik. Was danach kommt ist denen doch egal gewesen! Und was die noch lebenden betrifft, die raffen ihre "Fehler" bis heute nicht.
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12.09.2013 13:36 Uhr von ArrowTiger
 
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@Best_of_Capitalism:

Sorry, nur kurz:

Daß das Umlageverfahren dem Kapitalstock weit überlegen ist, ist seit den 1950ern belegt. Daran haben sich vor allem die Neoliberalen schon oft die Zähne ausgebissen beim Versuch, das Mackenroth-Theorem zu widerlegen.

Übrigens mit ein Grund, warum das deutsche gesetzliche Rentensystem auf das Umlageverfahren umgestellt wurde. Davor bautet dieses ebenfalls auf einem Kapitalstock auf, der regelmäßig unterfinanziert war und mit Steuergeldern ausgeglichen werden musste.

Das Kapitalstockverfahren funktioniert nachweislich nur in der Theorie und unter eingeschränkten Bedingungen (dauerhaft hohe Sparquote, hohe Verzinsung des Stocks, etc.), die in der Realität jedoch nie dauerhaft vorkommen. Dies ist das maßgebliche Grundproblem, weniger die Zockerei der Versicherungen (die verschärft die Situation allerdings noch).

Wenn dir eine bessere und gerechtere Alternative einfällt, ist dir der Nobelpreis wohl sicher. ;-)

Die praktische Anwendung des Kapitalstockverfahrens durch private Versicherer zeigt ja eine lange Historie des Versagens auf. (Im Gegensatz zum ges. Umlageverfahren!) Von wegbrechenden Pensionsfonds, der Rentenkrise in Chile, etc. - die Nachrichten sind seit Jahrzenten voll davon. Da hilft auch kein im Vergleich mickriger Sicherungsfonds, so etwas abzufedern. Letzlich muss dann doch immer der Staat mit unseren Steuergeldern einspringen, um die schlimmste Not zu verhindern. Darauf bauen die Privatversicherer natürlich auch.

N.B.: Wo siehst du hier in DE "Luxusrenten"?
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12.09.2013 15:55 Uhr von Best_of_Capitalism
 
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@ ArrowTiger


"Daß das Umlageverfahren dem Kapitalstock weit überlegen ist, ist seit den 1950ern belegt. Daran haben sich vor allem die Neoliberalen schon oft die Zähne ausgebissen beim Versuch, das Mackenroth-Theorem zu widerlegen."


Solange man für das reine 100%ige Umlagesystem immer neue Einnahmemöglichkeiten erfinden bzw. Steuern erhöhen muss, sehe ich es nicht als klaren Sieger an.

Das staatliche Umlagesystem wird immer gegen einen privaten Kapitalstock gewinnen, den eine private Rentenversicherung ist wie ich schon erwähnte nicht dafür da um die Versicherer später komplett zu versorgen. Es wird dazu benutzt um für die Finanzwelt Kapital zu besorgen.

Aber WIE soll ein staatlicher Kapitalstock der mit Zinseszins wächst und das über Jahre hinweg einer Umlage unterlegen sein? DAS GEHT NICHT! Es sei denn dieser wird missbraucht, aber vom System her geht das nicht.

Zweitens, bin ich der Auffassung das, selbst wenn ein Kapitalstock aufgebaut würde, es immer noch sein kann das die Renten aus Steuergelder subventioniert müssten, aber nicht zu 100%! (wegen Zinseszins könnte es sogar klappen das der Staat draus Geld zieht anstatt rein investiert)

Drittens müssten ALLE in einer Rentenversicherung einzahlen, das es physikalisch Möglich ist, beweist die Schweiz eine echte Demokratie, direkt als Nachbar.

"Die praktische Anwendung des Kapitalstockverfahrens durch private Versicherer zeigt ja eine lange Historie des Versagens auf. "

Jahaa! Darum interessieren mich Private Versicherungen auch nicht als GRUNDversicherung. Ich halte diese für Glücksspiel. Dennoch kann man nicht behaupten das ein staatlicher Kapitalstock so versagen würde.

Ich spreche von einem staatlichen Kapitalstock und eine Einheitsrente in der ALLE einzahlen (so wie in der Schweiz)

"N.B.: Wo siehst du hier in DE "Luxusrenten"? "

In meiner tollen Verwandschaft leben immernoch welche die bekommen 1.400€ Rente überwiesen, das ist weit mehr als ich damals mit 2 Jobs Netto hatte und nicht einzusehen.

Diese 1.400€ Netto sind wiederum ein Witz gegen Pensionen zwischen 3.000 - 5000€(und mehr)

aus STEUERGELDER!

Daher bin ich für eine staatlich ausreichende Einheitsrente für Alle. Wer meint sich noch ZUSÄTZLICH privat zu versichern der soll das meinetwegen tun, aber nicht ein Luxusleben auf Steuergelder.

Übrigens sind die von mir gennanten Beispiele ausschließlich CDU/FDP Wähler, logisch oder?

[ nachträglich editiert von Best_of_Capitalism ]
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13.09.2013 03:55 Uhr von floridarolf
 
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ARMUT PER PETER HARTZ GESETZ HARTZ 4 DU BIST DEUTSCHLAND DU BIST DIE MILLIARDENHILFE FÜR NOTLEIDENDE BANKEN DU BIST ARM TROTZ ARBEIT WEIL DU EINEN STUNDENLOHN VON 5 EURO HAST DANKE FRAU MERKEL
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13.09.2013 22:19 Uhr von 2MAD4U
 
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tja sonst kriegt man die nicht ans arbeiten ... wird zwar trotzdem nicht gearbeitet ( ggf schwarz ) aber dafuer nicht soviel steuergelder an die unterschicht verschwendet ...

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