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Verband der Redenschreiber: Gregor Gysi punktet als bester Wahlkämpfer

Der Verband der Redenschreiber deutscher Sprache (VRdS) hat den Linken-Politiker Gregor Gysi zum besten Straßenwahlkämpfer 2013 gekürt. Seit Juli analysierten und bewerteten sechs Redenschreiber auf Veranstaltungen die Reden der Spitzenkandidaten der jeweiligen Parteien.

Gysi schnitt am Besten ab, weil er klar strukturiert seine Argumente vortrage und hole auch bei komplexen Themen viele Hörer ab - nicht nur im linken Spektrum. Kanzlerin Angela Merkel bekam ebenfalls gute Noten. Ihre Reden seien nüchtern und unaufgeregt, aber auch "präzise unbestimmt".

Peer Steinbrück sei ein guter Rhetoriker mit großem Faktenwissen, der sehr aggressiv argumentiert und oft dozentenhaft wirke. Am schlechtesten schnitt Jürgen Trittin von den Grünen ab. Er halte "Brikettreden", in der er oft im Stakkato-Stil rede und teilweise demagogisch und agitatorisch wirke.


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WebReporter: ghostinside
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Wahlkampf, Gregor Gysi, Redenschreiber
Quelle: www.t-online.de

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3 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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11.09.2013 13:18 Uhr von ghostinside
 
+6 | -0
 
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Ergänzung weil Platzmangel: Rainer Brüderle - "Er liefere "Wahlkampf, wie man sich Wahlkampf vorstellt: emotional, engagiert, plakativ und aggressiv gegenüber dem politischen Gegner."So sprach er bisweilen zu undeutlich, teils schrie er übermäßig, gestikulierte aufgeregt und blieb allzu gern beim Plakativen.""
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11.09.2013 14:21 Uhr von schildzilla
 
+5 | -1
 
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Tatsachen gehen eben besser von der Zunge.
Die muss man sich beim Reden nicht erst ausdenken oder neu und verallgemeinert ausdrücken, um hinterher wieder notfalls Kurven reissen zu können.

Ich muss feststellen, dass ich als Nie-Linke-Fan beobachten konnte, dass Die Linke bisher als einzige Partei im Bundestag die Tatsachen zur Sprache gebracht hat, die den anderen Parteien unangenehm waren und die sie lieber verdrängen wollten.

Merkel hält nüchterne Reden? Inhaltsnüchtern?
Und präzise unbestimmt? Also um den heissen Brei reden?
Das würde punktgenau das treffen, was ich bisher beobachtet habe.

[ nachträglich editiert von schildzilla ]
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11.09.2013 14:59 Uhr von ArrowTiger
 
+4 | -0
 
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Gysi argumentiert tatsächlich sehr überzeugend. Das Problem ist nur, daß in einem Wahlkampf selten Fakten überzeugen, sondern viel mehr mit Emotionen gepunktet wird. (Bescheiden und sachlich wirkende(!) "Mutti der Nation" wäre z.B. so eine.)

Die sachlichen "Faktenaufzähler" treten meist ohnehin bereits offene Türen ein. Allerdings ist Gysi zum Glück nicht ganz so emotionslos. Aber an "Mutti" kommt er von der psychologischen Wirkung auf die Masse natürlich nicht heran.

@schildzilla:

-- "Merkel hält nüchterne Reden? Inhaltsnüchtern?
Und präzise unbestimmt? Also um den heissen Brei reden?"

Merkels Wahlkampfstrategie ist die sogenannte "Asymmetrische Demobilisierung". Ihre Art der Rede ist genau so beabsichtigt. (Nicht vergessen: sie hat AgitProp in der DDR ja von der Pieke auf gelernt!)

Wikipedia hierzu:

"Als asymmetrische Demobilisierung wird in der Politikwissenschaft eine Wahlkampfstrategie bezeichnet, bei der durch das Vermeiden einer Stellungnahme zu kontroversen Themen vermieden wird, die potentiellen Wähler des politischen Gegners zu mobilisieren. [...]

Matthias Jung, der Chef der Forschungsgruppe Wahlen, sagte zum Wahlergebnis 2009, dass unter den gegebenen Rahmenbedingungen die Wahlkampfstrategie der CDU kaum zu verbessern war. Hauptziel sei gewesen, dass enttäuschte SPD-Anhänger zu Hause blieben."


Man muss sich das mal wirklich vor Augen halten! Leider ist dies ganz offensichtlich eine sehr wirksame Strategie. Wer weiß, vielleicht wären wir schon längst wieder in der Sozialdemokratie angekommen, wenn so etwas nicht funktionieren würde...

[ nachträglich editiert von ArrowTiger ]

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