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Historiker Wolfgang Benz nennt CSU-Innenminister Hans-Peter Friedrich "Kulturrassist"

Der Historiker Wolfgang Benz rügt Innenminister Hans-Peter Friedrich und hält ihn für einen Kulturrassisten. Der Innenminister würde Feindbilder aufbauen, indem er vermehrt aufrufe, den Zuzug aus Osteuropa zu begrenzen. Die Einwanderung würde jedoch hauptsächlich in den Medien herbeigeredet werden.

Sozialarbeiter aus Frankfurt, Duisburg oder Berlin könnten keinen massenhaften Zuzug von Roma feststellen. So funktioniere eben Rassismus. Die Mehrheit habe ein gewisses Bild einer Minderheit: "Mit der Realität der Minderheit hat das aber nichts zu tun. Nicht selten werden Bilder dann zu Feindbildern."

Rassismus, meint der Historiker, sei bis weit in die Mitte der Gesellschaft durchgedrungen. Sogar in den Reihen der Polizei sei Fremdenfeindlichkeit verbreitet. Einer der Symptome sei der Rechtsterrorismus den er als "behördliche, politische und soziale Katastrophe" bezeichnet.


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WebReporter: Tamerlan
Rubrik:   Politik
Schlagworte: CSU, Innenminister, Historiker, Hans-Peter Friedrich
Quelle: www.bz-berlin.de

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7 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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10.09.2013 15:10 Uhr von Azureon
 
+9 | -6
 
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Hallo Herr Benz, erzählen Sie doch mal was neues?

Wo kommen eigentlich neuerdings die ganzen Leute her, die sich mit Gutmenschengehabe profilieren wollen?

[ nachträglich editiert von Azureon ]
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10.09.2013 15:19 Uhr von One of three
 
+5 | -3
 
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Oh Gott der Benz wieder ...

Sorry, aber jedesmal wenn ich die Bezeichnung "Historiker" für ihn lese muss ich schmunzeln.
"Hysteriker" würde besser passen ...
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10.09.2013 16:42 Uhr von Thimphu2003
 
+4 | -7
 
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Der Konservative schürt die Angst vor´m schwarzen Mann aus Afrika, Osteuropa und Indien.
Das kommt gut an bei dder CDU-Klientel.

Angst vor Arbeitsplatzverlust, Angst vor Vergewaltigern, Angst vor Überfällen, Angst vor Knoblauchschwaden im Mietshaus.

Friedrich wäre 1933 auch gut nach oben gekommen...
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10.09.2013 16:48 Uhr von ArrowTiger
 
+2 | -4
 
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@Thimphu2003:

Angst scheint ohnehin ein wesentliches Persönlichkeitsmerkmal konservativer Wähler zu sein. Dies bestätigen zumindest diverse Studienergebnisse.
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10.09.2013 16:55 Uhr von carpet1
 
+4 | -3
 
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@Thimphu2003

und wie man an Berlin, Duisburg und vielen anderen Ecken Deutschlands sehen kann, sind diese Ängste völlig unbegründet *ironieoff*
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10.09.2013 17:00 Uhr von ArrowTiger
 
+2 | -2
 
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@La_Brador:

-- "Mal in der Nähe einer Roma-Siedlung gewohnt?"

Das dürfte für die Mehrheit der Bürger kaum zutreffen. Dennoch haben mehrheitlich konservativ eingestellte Menschen davor Angst. Das ist genau so irrational, wie die ebenfalls gerne populistisch geschürte Angst vor Terroranschlägen in Deutschland.

Abgesehen davon: ich wohnte tatsächlich mal in der Nähe einer solchen Siedlung. Meine Erfahrung: wie man in den Wald hineinruft...
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11.09.2013 10:43 Uhr von Thimphu2003
 
+2 | -3
 
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Ich muß zugeben, daß der prozentuale Anteil von Bürgern, die sich durch Roma belästigt fühlen (ob berechtigt oder unberechtigt) natürlich relativ hoch ist.
Und das muß man auch respektieren.

Es ist jedoch in keinster Weise ein Problem, mit dem wir uns groß beschäftigen müssen, weil nicht mal im Promillebereich "deutsche Bürger" mit Roma in Berührung kommen.
Es wird aus einer Mücke regelrecht ein Elefant gemacht.
Natürlich gibt es Einzelfälle wie meinetwegen den aus dieser Ortsmitte. Ich kenne diesen Fall nicht. Aber in der Regel hört man gar nichts. Warum: weil es nichts zu berichten gibt.

Ein Nachbar bringt seine Familie um. Und... sind jetzt alle Deutschen Mörder?

Wir haben genügend andere, wesentlich größere Probleme.
Ich rede jetzt hier auch gar nicht von dem ganzen Rechtsextremismus, der wesentlich gefährlicher ist, als teppichverkaufende Roma...
Ob das die NSU mit ihren Morden ist, Ausländer aufklatschen, Asylantenheime anzünden... das alles haben "anständige Deutsche" gemacht, mit der Folge von zig Toten.

Mir geht es nämlich auf den Sender, daß solche Probleme (Roma, Sinti) derart hochstilisiert werden, als ginge es um die Sicherheit Deutschlands oder die unserer Töchter.

Und mit dieser Angst vor Ausländern macht gerade die CDU gerne unterschwelligen Wahlkampf (siehe auch CDU-Koch in Hessen)

Oder Seehofer mit seinem hirnrissigen Beitrag, nur Ausländer sollten Maut zahlen, weil wir in Österreich ja auch zahlen.
Dieser Vollpfosten weiß, daß das juristisch gar nicht geht.
Im Übrigen zahlen auch Österreicher in Österreich und Schweizer in der Schweiz und Franzosen in Frankreich Maut. Und nicht nur wir "Ausländer".
Seehofer ist ein Rechtspopulist, der das Heimchen am Herd haben will und Ausländer zur Kasse bittet.

1933 lebe hoch.

[ nachträglich editiert von Thimphu2003 ]

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