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Zwickau: Rotsünder darf Führerschein behalten, da er gehbehindert ist

"Ein Leben ohne Auto ist wie Hausarrest", sagte der angeklagte Rentner Lotar F. (85) am gestrigen Montag vor dem Amtsgericht Zwickau. Dort musste er sich verantworten, weil er mit seinem Citroën bei Rot über eine Kreuzung in Zwickau fuhr.

200 Euro, drei Punkte, vier Wochen Fahrverbot lautet dafür normalerweise die Strafe, doch Lotar F. ging in Widerspruch. Er sei auf das Auto angewiesen, da er gehbehindert sei.

Richter Jürgen Dietel folgte der Argumentation des Angeklagten teilweise. Er urteilte, dass Lotar F. seinen Führerschein behalten darf, aber statt 200 Euro muss er nun 400 Euro zahlen und bekommt statt drei nun vier Punkte in Flensburg.


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WebReporter: Kamimaze
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Führerschein, Ampel, Behinderung, Zwickau
Quelle: www.bild.de

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6 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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10.09.2013 09:33 Uhr von Soref
 
+3 | -1
 
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Und das nächste mal fährt er jemanden tot.
Soll er sich halt um Hilfe kümmern. Ist ja nicht so als ob er gezwungen wurde über Rot zu fahren.

[ nachträglich editiert von Soref ]
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10.09.2013 09:37 Uhr von Mecando
 
+6 | -0
 
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Ich finde es ok wenn ein Richter dies so abwandeln kann und verstehe auch die Beweggründe.
Dennoch hätte ich mir durchaus eine höhere Geldstrafe und mehr Punkte vorstellen können. Es muss schon weh tun...
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10.09.2013 09:39 Uhr von PeterLustig2009
 
+1 | -3
 
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@Soref
Halt mal den Ball flach.
Du weißt ja noch ncihtmal wie es zu dem Rotlichtverstoß kam.

Außerdem ist es gang und gäbe dass bei einer guten Begründung das Fahrverbot gegen eine empfindliche Zahlung aufgehoben wird.
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10.09.2013 10:02 Uhr von langweiler48
 
+0 | -2
 
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Ist mir auch schon passiert, allerdings bin ich mit dem Motorrad statt erlaubter 120 km/h schneller gefahren. Aufgrund meines einsichtigen Verhaltens hat die Polizei die gemessenen 207 auf 197 km/h reduziert. Ich legte auch auf das einmonatige Fahrvervot mit der Begruendung, dass ich zu sehr unregelmaessigen Zeiten arbeite und die oeffentlichen Verkehrsbetriebe mir keine Moeglichkeiten bietet zeitgemaess nach den Anforderungen meines Arbeitgebers am Arbeitsplatz zu erscheinen. Daher bot ich der Stadt Alzey an, dass ich statt den 300 DM 900 DM bezahlen wuerde, aber meinen Fuehrerschein nicht abgeben muss. Ich kam dann mit einem blauen Auge davon und bekam 3 Punkte und 600 DM Geldstrafe. Dieses Vergehen liegt schon etwas laenger zurueck, da damals noch die DM Zahlungsmittel war.
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10.09.2013 10:11 Uhr von derSchmu2.0
 
+0 | -0
 
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Lol...wofür denn die Punkte?
Wenn er dadurch den Lappen abgeben müsste, könnte er ja wieder mit der gleichen Begründung kommen...dann doch schon lieber komplett auf Gelstrafe ummünzen...
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10.09.2013 14:50 Uhr von der_grosse_mumpitz
 
+0 | -0
 
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@derSchmuh:
Sehe ich anders. Jetzt ist er (aus welchem Grund auch immer) über Rot gedonnert und bekommt eine Geldstrafe plus Punkte. Ist ja nicht so, als würde er nicht bestraft. Aufgrund der besonderen Situation und seines wahrscheinlich sonst unauffälligen Verhaltens im Straßenverkehr wurde der normalerweise fällige Führerscheinentzug umgewandelt in die jetzige Strafe. Gefährdet hat er offenbar niemanden, sonst wäre das sicher anders ausgegangen. Bekommt er in Zukunft aber noch mehr Punkte bzw. den Lappen deswegen abgenommen, dann ist das halt so und fertig. Denn dann ist er Wiederholungstäter und aufgrund der hohen Punktezahl und damit einhergehender Verfehlungen nicht mehr zum Führen von Kraftfahrzeugen geeignet, Behinderung hin oder her. Also: ein mal Mist gebaut, kein Führerscheinentzug wegen besonderer Situation (Behinderung). Noch mal Mist bauen: weg ist der Lappen.

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