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USA: Iowa erlaubt Blinden in der Öffentlichkeit Schusswaffen zu tragen

Der US-amerikanische Bundesstaat Iowa hat genehmigt, dass ab sofort für rechtlich erklärte Sehbehinderte und auch völlig Blinde das Tragen von Schusswaffen in der Öffentlichkeit erlaubt ist.

Dazu sagte der erblindete Michael Barber: "Wenn du eine Waffe abfeuerst, nimmst du sie heraus und schießt. Ich glaube nicht, dass dazu Sehkraft notwendig ist."

Der Delaware County Sheriff John Leclere erklärte dazu: "Wenn Sie nichts anderes als eine verschwommene Masse vor sich sehen, dann sollten Sie vielleicht nicht auf etwas schießen."


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WebReporter: montolui
Rubrik:   Politik
Schlagworte: USA, Öffentlichkeit, Schusswaffe, Blinde, Iowa
Quelle: www.huffingtonpost.com

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09.09.2013 06:34 Uhr von TausendUnd2
 
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Eine ziemlich beschränkte Sichtweise...
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09.09.2013 07:48 Uhr von DrGonzo87
 
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Tja...grob fahrlässig würde ich sagen. Vielleicht sollte man den Blinden auch das Auto fahren erlauben.
"Wenn du ein Auto fährst, ziehst du den Autoschlüssel und fährst, ich glaube nicht, dass dazu Sehkraft notwendig ist." ;)
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09.09.2013 08:07 Uhr von pjh64
 
+17 | -2
 
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> "Wenn du eine Waffe abfeuerst, nimmst du sie
> heraus und schießt. Ich glaube nicht, dass dazu
> Sehkraft notwendig ist."

Ich glaub diesem Blinden fehlt nicht nur entscheidend die Seh-, sondern ganz klar auch die Hirnkraft. :D

[ nachträglich editiert von pjh64 ]
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09.09.2013 08:40 Uhr von oldtime
 
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Ich bin entsetzt. Und dann noch dieser Komentar: "Wenn du eine Waffe abfeuerst, nimmst du sie heraus und schießt. Ich glaube nicht, dass dazu Sehkraft notwendig ist."

Wie kann es angehen das sowas erlaubt wird. Das sich die Leute mit Schusswaffen selbst verteidigen wollen kann ich ja noch irgendwie nachvollziehen, auch wenn ich es falsch finde jedem Deppen eine Waffe zu geben.

Aber Blinde?

Wie wärs mit Flamenwerfer für Blinde damit treffen die bestimmt was und durch das helle Licht können sie vielleicht sogar ein bisschen was erkennen.
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09.09.2013 08:46 Uhr von Gierin
 
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- "Ja haben Sie denn nicht gesehen, dass der Man gar keine Waffe auf Sie gerichtet hatte?"
- "Nein"
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09.09.2013 09:10 Uhr von spliff.Richards
 
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09.09.2013 10:10 Uhr von jens3001
 
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"Wenn du eine Waffe abfeuerst, nimmst du sie heraus und schießt. Ich glaube nicht, dass dazu Sehkraft notwendig ist."

Muß man dazu noch etwas sagen?
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09.09.2013 12:24 Uhr von Andreas-Kiel
 
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Perisecor???

Mich würde Mal interessieren, was unsere dauerhafter USA Verteidiger Peri dazu sagen würde?

Würde er auch da die Iowa verstehen und verteidigen, oder würde er einsehen, daß das völliger Blödsinn ist?
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09.09.2013 14:30 Uhr von Perisecor
 
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@ Andreas-Kiel

Tja, das ist der Unterschied zwischen uns.

Du hast keine Ahnung von gar nix und willst mich deshalb angreifen - für dich ist das natürlich alles völliger Blödsinn.


Wer sich aber mal ganz kurz mit dem Thema beschäftigt - nämlich in die Newsquelle blickt - wird sehen, dass das Tragen von Waffen in der Öffentlichkeit Blinden nicht explizit erlaubt wird.
Es gibt eben nur schlicht kein Verbot für Blinde, Waffen zu tragen - in Iowa bis 2011 auf Privatbesitz, seitdem auch in der Öffentlichkeit.
Und ein Bundesgesetz, welche Blinde explizit ausschließt, existiert auch nicht.


Ob das "Blödsinn" ist? Blinde dürfen, genauso wie alle anderen legalen Waffenträger, nicht einfach so in der Öffentlichkeit herumschießen. Auch nicht in Iowa.
Und in aller Regel sind Blinde eben nur blind - und nicht blöd.

Des Weiteren verstößt eine Ausgrenzung von Menschen unter Umständen gegen die Verfassung. In Kansas gibt es ein explizites Verbot zum Tragen von Waffen in der Öffentlichkeit für Menschen mit bestimmten Benachteiligungen, u.a. Blinde, und dagegen sind diverse Verfassungsklagen im Gange.



Aber, wie bereits gesagt: Das sind alles Sachen, die jemand wie du nicht weiß. Anstatt dich nämlich ein wenig fortzubilden, dich zu informieren, bringst du immer und immer wieder deine unsachlichen und inhaltlich dummen Kommentare.

Und, ganz ehrlich: Lieber ein Blinder mit einer Waffe als einer wie du.
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09.09.2013 15:37 Uhr von Andreas-Kiel
 
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@Perisecor:

Das meiste von dem, was Du schriebst, ist mir durchaus bekannt, insofern brauchst Du mich nicht anzugreifen (ich habe Dich auch nicht angegriffen, sondern war nur auf einen Kommentar gespannt).

Zum Thema: "Der US-amerikanische Bundesstaat Iowa hat genehmigt, dass ab sofort für rechtlich erklärte Sehbehinderte und auch völlig Blinde das Tragen von Schusswaffen in der Öffentlichkeit erlaubt ist. "

Also war das vorher nicht so, daher eine einfache Frage:
Findest Du das gut, bzw. findest Du Blinde dafür geeignet, Schusswaffen (auch noch öffentlich) zu tragen?

So schwer ist diese Frage doch nicht, ohne abzuschweifen.

Ich denke Mal, jedem vernünftig denkenden Mensch (incl. Blinden) wird klar sein, daß Blinde dazu nicht geeignet sind, aber was das angeht, sind die Amis eh. fern ab von Gut und Böse.
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09.09.2013 15:50 Uhr von Perisecor
 
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@ Andreas-Kiel

"Also war das vorher nicht so, daher eine einfache Frage:"

Nein, vorher musste jeder eine Ausnahmegenehmigung für das öffentliche Tragen haben.

2011 wurde ein Gesetz verabschiedet, welches das in Zukunft umkehrt - in Zukunft muss Leuten explizit verboten werden, Waffen in der Öffentlichkeit führen zu können.

Blinde wurden vor 2011 also weder explizit ausgeschlossen, noch werden sie es nach dem neuen Gesetz.

Die News hier ist einfach Grütze.



Beispiel:
Als in Deutschland das Dosenpfand eingeführt wurde, gab es ja auch keine News: "Blinde müssen ab jetzt auf Dosen Pfand bezahlen!"



"Findest Du das gut, bzw. findest Du Blinde dafür geeignet, Schusswaffen (auch noch öffentlich) zu tragen?"

Warum sollten sie nicht? Die Verfassung sichert ihnen das Recht zu. Wer als Blinder diese Waffe dann natürlich einsetzt und, auf Grund seiner Blindheit z.B. die falsche Person trifft, wird massiv bestraft werden.



"Ich denke Mal, jedem vernünftig denkenden Mensch (incl. Blinden) wird klar sein, daß Blinde dazu nicht geeignet sind, aber was das angeht, sind die Amis eh. fern ab von Gut und Böse."

Jaja, die bösen blöden Amis. Blinde sollten auch nicht Auto fahren und trotzdem werden in Deutschland jedes Jahr mehrere Leute erwischt, die de facto nichts oder fast nichts mehr sehen können - hinter´m Steuer.

Sind die Deutschen also auch fern ab von Gut und Böse? Bist DU fern ab von Gut und Böse?
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09.09.2013 16:35 Uhr von Andreas-Kiel
 
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@Perisecor:
"Blinde wurden vor 2011 also weder explizit ausgeschlossen, noch werden sie es nach dem neuen Gesetz."

Genau das meine ich mit den eigenartigen Gesetzen zum Waffentragen in den USA oder Bundesstaaten. Es wäre nur vernünftig, Blinden das Tragen von Schusswaffen in der Öffentlichkeit zu verbieten, da Sie nicht zum tragen von Waffen geeignet sind, da Sie aufgrund Ihrer Behinderung sowieso nie schießen dürften bzw. dann sofort Personen gefährden.

""Findest Du das gut, bzw. findest Du Blinde dafür geeignet, Schusswaffen (auch noch öffentlich) zu tragen?"

Warum sollten sie nicht?"

Ähem, weil ein Blinder in der Öffentlichkeit sowieso nicht schießen darf, da er ja eben nichts sieht (abgesehen vielleicht begleitet auf dem Schießstand). Allein Deine Frage zeigt aber, wie kritiklos Du amerikanische Zustände verteidigst.

"Jaja, die bösen blöden Amis. "

Das ist doch Schwachsinn!
Du brauchst nicht zu verallgemeinern. Waffengesetze und USA sehe ich als durchaus verbesserungswürdig an, da nur lobbygestützt verteidigt wird. Viele andere Dinge sind gut.

"Blinde sollten auch nicht Auto fahren und trotzdem werden in Deutschland jedes Jahr mehrere Leute erwischt, die de facto nichts oder fast nichts mehr sehen können - hinter´m Steuer."

Das liegt aber daran, daß Sie eben zu selten kontrolliert werden. Blinde oder anderweitig Untaugliche dürfen bei uns nicht Autofahren, was ja auch gut ist. Das es immer Einige gibt, die das trotzdem machen, steht ja außer Frage, aber in Iowa ist es ja gesetzlich explizit erlaubt, insofern stimmt der Vergleich nicht mal annähernd.

[ nachträglich editiert von Andreas-Kiel ]
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09.09.2013 16:59 Uhr von Perisecor
 
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@ Andreas-Kiel

"Genau das meine ich mit den eigenartigen Gesetzen zum Waffentragen in den USA oder Bundesstaaten."

Nicht alles muss vom Gesetzgeber reguliert werden. Des Weiteren habe ich bereits ausgeführt, dass es schwierig ist, ganzen Bevölkerungsgruppen von der Verfassung garantierte Rechte zu verbieten.



"Ähem, weil ein Blinder in der Öffentlichkeit sowieso nicht schießen darf, da er ja eben nichts sieht (abgesehen vielleicht begleitet auf dem Schießstand)."

Auch Sehende dürfen nicht einfach so in der Öffentlichkeit schießen. Blinde und Sehende haben hier exakt dieselben Rechte.



"Allein Deine Frage zeigt aber, wie kritiklos Du amerikanische Zustände verteidigst. "

Das sind erstmal keine amerikanischen Zustände, es geht hier um den Staat Iowa und seine fünfzehn Bewohner. Und natürlich kann ich nachvollziehen, warum Menschen - egal ob blind oder nicht - sich nicht ausgrenzen lassen wollen.

Vom reinen Tragen der Waffe geht ja auch keine Gefahr aus - sondern von der Benutzung. Und da gibt es auch bei Sehenden genug Gefahren.



"Waffengesetze und USA sehe ich als durchaus verbesserungswürdig an, da nur lobbygestützt verteidigt wird. "

Es braucht keine Lobby. Die Verfassung ist da recht eindeutig und die Meinung des Supreme Courts auch. Vgl. z.b. McDonald v. Chicago.



"...aber in Iowa ist es ja gesetzlich explizit erlaubt, insofern stimmt der Vergleich nicht mal annähernd."

Nein, eben nicht! Das versuche ich dir ja zu erklären. Es ist Blinden in Iowa nicht explizit erlaubt Waffen in der Öffentlichkeit zu tragen.
Es ist dort _jedem_ erlaubt. Blinden, Tauben, Einarmigen. Es ist Blinden lediglich nicht explizit verboten - wie z.B. in Kansas. Und Kansas muss sich gerade mit Verfassungsklagen herumschlagen, worauf Iowa verständlicherweise keine Lust hat.
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09.09.2013 17:24 Uhr von jens3001
 
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Perisecor:

Blinde können nicht zielen.

Blinde können nicht die gesamte Situation beurteilen


Indizien anhand von Geräuschen und Bewegungen - ja ok. Aber sicher keine, für den Einsatz von Schusswaffen notwendige, Zielmöglichkeit.

Von daher ist wohl das Tragen von Schusswaffen nichts was man ihnen verbieten könnte oder sollte - aber das Abfeuern derer einem Blinden zu erlauben ist selten dämlich.

Und die Aussage der befragten Person ist unsinnig.
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09.09.2013 20:50 Uhr von limasierra
 
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Na ein blinder könnte jedoch Warnschüsse abfeuern um sich zu verteidigen. Und das ist es ja wohl, was eigentlich schon ausreichen sollte.

Dass das nochmal geschieht, aber hier muss ich mich einmal auf Perisecors Seite stellen, schon allein weil die erste Frage augenscheinlich dazu gestellt wurde um ihn aus den Reserven zu locken.

Ich weiß schon genau was jetzt kommt..
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09.09.2013 23:47 Uhr von Perisecor
 
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@ jens3001

Ob Blinde zielen oder Situationen erfassen können ist für die verfassungsrechtliche Beurteilung nicht interessant, denn es geht nicht um die Frage, ob sie die Waffen öffentlich _einsetzen_ dürfen, sondern darum, ob sie diese Waffen öffentlich _tragen_ dürfen.


Ich hoffe natürlich auch, dass die Blinden klug genug sind und mit ihren Waffen nicht sinnlos herumschießen. Aber diese Hoffnung hat man doch bei Sehenden ebenso, oder? ;)



Um nochmal ein überspitztes Beispiel zu liefern: Blinde können bei Wahlkampfveranstaltungen auch nicht zusehen und auch nicht selbst wählen. Sollte man ihnen deshalb ihr verfassungsmäßig garantiertes Recht auf Wahlen verbieten?
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10.09.2013 00:12 Uhr von oldtime
 
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Es ist macht doch nicht den geringsten Sinn den Blinden zu erlauben Scharfe Schusswaffen zu tragen.

Wenn sie die nur zum Rumtragen haben aber sie nicht benutzen dürfen brauchen sie keine. Und um einen Warnschuss abzugeben dürfte auch eine Schreckschusspistole reichen. Die Chance in einem Feuergefecht gegen sehende dürfte mit scharfer Waffe in etwa gleich groß sein wie mit Schreckschusspistole.

Und es wäre sehr wohl gefährlich blinde mit Waffen durch die Gegend laufen zu lassen.
1. Wenn sie sie benutzen und sei es nur um einen Warnschuss abzugeben sind andere Leute gefährdet.
2. Andere Leute könnten ihnen relativ leicht die Waffe entwenden und dann gegen andere Einsetzen.

[ nachträglich editiert von oldtime ]
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10.09.2013 09:41 Uhr von mrshumway
 
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Unabhängig von der Verfassung, die Waffen tragen erlaubt, gibt es überall spezielle Gesetze, die diese grundsätzlichen Freiheitsrechte einschränken. Aus welchen Gründen auch immer.

Und in dem Falle muss eine Regelung her, bei der das Allgemeinwohl über dem Recht von Blinden steht, Waffen zu tragen. Bei einer Rechtsgüterabwägung wird, wenn es um den Schutz der Bevölkerung geht, das Recht auf Waffen immer zurückstehen müssen, da aufgrund eingeschränkter oder nicht vorhandener Sehfähigkeit die konkrete Gefahr besteht, dass Unbeteiligte verletzt oder getötet werden.

Daher auch die Formulierung "GRUND"-rechte, weil sie zunächst eine allgemeine Basis bieten, die durch spezielle Regelungen eingeschränkt werden können. Lex spezialis und lex generalis eben.
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10.09.2013 10:55 Uhr von Andreas-Kiel
 
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@Perisecor:

"Auch Sehende dürfen nicht einfach so in der Öffentlichkeit schießen. Blinde und Sehende haben hier exakt dieselben
Rechte."

Das "Grundrecht" auf Waffentragen in der am. Verfassung gründet ja aus den wilden Anfängen, wo dann der nächste Sheriff tatsächlich 150 Meilen entfernt war und man jedem die Möglichkeit geben wollte, sich zu verteidigen - soweit OK.
Insofern kann sich auch heute ein auf der Strasse Waffentragender zur Not mit seiner Waffe verteidigen. Aber genau dieses ist für einen Blinden NICHT möglich, da er weder die Situation einschätzen kann, noch verhindern kann, daß ev. Unbeteiligte getötet werden.

Insofern ist ein riesiger Unterschied, ob ein Sehender eine Waffe trägt oder ein Blinder (für den es ja eben sinnlos ist, da er sich eh. nicht mit der Waffe verteidigen kann).

"Und natürlich kann ich nachvollziehen, warum Menschen - egal ob blind oder nicht - sich nicht ausgrenzen lassen wollen."

Normalerweise sollte hier Gemeinwohl (Gemeinsicherheit) vor Eigenwohl gehen. Es ist nunmal gefährlich, wenn Blinde mit scharfen Schusswaffen rumhantieren und das hat nichts mit ausgrenzen zu tun. Die sollten schon von sich aus auf solche Dinge verzichten - wenn Sie das aber nicht einsehen, sollten die Gesetze Sie eben daran hindern.

"Es braucht keine Lobby. Die Verfassung ist da recht eindeutig und die Meinung des Supreme Courts auch. Vgl. z.b. McDonald v. Chicago."

Auch die Verfassung kann man ändern (wenn auch aus gutem Grund nicht so einfach). Nach jedem Amoklauf wird wieder Bedauern ausgedrückt und man will die Waffengesetze verschärfen - und wer läuft dann lauthals dagegen Sturm?
Richtig, die Waffenlobby, da da eben richtig viel Kohle hintersteht.

Insofern, natürlich ist es lobbygesteuert, daß sich nichts ändert!!!!!
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10.09.2013 11:03 Uhr von Andreas-Kiel
 
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@limasierra:
"Dass das nochmal geschieht, aber hier muss ich mich einmal auf Perisecors Seite stellen, schon allein weil die erste Frage augenscheinlich dazu gestellt wurde um ihn aus den Reserven zu locken."

Die Frage war keinesfalls "um Ihn aus der Reserve zu locken". Er fällt aber häufiger auf, daß er sämtliche Aktionen, die aus den USA kommen, völlig kritiklos akzeptiert und verteidigt.
Ich war nur gespannt, ob er in einer solchen aus meiner Sicht (und der Meisten Anderen vermutlich auch) völlig unsinnigen Entscheidung auch dafür einsteht.
Wie Du siehst, verteidigt er sogar so etwas komplett, ohne auch nur die Spur einer Relativierung etc..

Jedem halbwegs Intelligentem muß doch klar sein, daß es schwachsinnig ist, wenn ein Blinder in der Öffentlichkeit mit scharfen Schusswaffen rumhantiert, oder wie siehst Du das?

Warum soll das "Recht" des Einzelnen Blinden höher eingeschätzt werden, als die definitiv ausgehende Gefahr für die Allgemeinheit?

Die Begründung mit der Verfassung hinkt ja gerade, da die ja aus finanziellen Gründen nicht endlich an die heutige Zeit angepasst wird.

[ nachträglich editiert von Andreas-Kiel ]
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10.09.2013 13:09 Uhr von jens3001
 
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Perisecor:

Ausnahmsweise scheinen wir beide die Situation mal ähnlich zu beurteilen.

Wenn es in der Verfassugn steht, dass jedem das REcht auf eine Schusswaffe gegeben ist, dann muß es natürlich auch Blinden ermöglicht werden.

ABER..... wie sieht es mit dem Besitz von Munition aus? Oder mit dem Recht auf Einsatz der Waffen? Oder mit dem Recht mit geladener Waffe herumzuspazieren?

Ich denke nicht, dass das so explizit drinnen steht. Und diese Lücke sollte man ausnutzen um das Recht einzuschränken.

Nicht weil Blinde grundsätzlich dumm sind oder weniger Rechte haben sollten als andere. Sondern einfach weil es ihnen unmöglich ist die Waffe zur Verteidigung einzusetzen - ohne Unschuldige oder sich selbst in Gefahr zu bringen.


Das Beispiel mit der Wahl war nicht gerade passend. Wahlveranstaltungen kann man auch hören. Oder sich Zsuammenfassungen in Blindenschrift organisieren.
Und wenn man ein Kreuz falsch setzt ist dadurch kein Leben in Gefahr.
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10.09.2013 16:15 Uhr von Perisecor
 
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@ Andreas-Kiel

"...wo dann der nächste Sheriff tatsächlich 150 Meilen entfernt war..."

Das ist in vielen Bereichen Iowas noch immer so.



"Aber genau dieses ist für einen Blinden NICHT möglich, da er weder die Situation einschätzen kann, noch verhindern kann, daß ev. Unbeteiligte getötet werden."

Das kann ich letztlich nicht beurteilen. Es gibt aber wohl Blinde, welche Geräusche sehr exakt orten können.



"Normalerweise sollte hier Gemeinwohl (Gemeinsicherheit) vor Eigenwohl gehen. "

Die Verfassung ist kein unwichtiges Gesetz, welches man mal eben beliebig einschränken oder ändern kann. Und ein Blinder mit Waffe ist nicht gefährlicher als ein Sehender mit Waffe - im Gegenteil, ich kenne die Statistiken nicht, gehe aber davon aus, dass Sehende mehr Unfälle verursachen.

Gefährlich werden könnte lediglich ein Blinder, der unkontrolliert mit seiner Waffe umherschießt. Das trifft aber ebenso auf Sehende zu.



"Auch die Verfassung kann man ändern (wenn auch aus gutem Grund nicht so einfach)."

Das ist in den USA quasi unmöglich. Was halbwegs möglich ist, ist die Verfassung zu ergänzen.



"Richtig, die Waffenlobby, da da eben richtig viel Kohle hintersteht."

Nein, die Mehrzahl der US-Amerikaner ist für diesen Part der Verfassung. Das ist keine kleine Lobby, welche Minderheitsinteressen durchsetzt, sondern _der Wille des Volkes_ . Man will ja nicht nach jedem Unfall Autofahren, Alkohol oder Treppen verbieten.




"Er fällt aber häufiger auf, daß er sämtliche Aktionen, die aus den USA kommen, völlig kritiklos akzeptiert und verteidigt."

Das ist schlicht unwahr. In den meisten Fällen beziehe ich eine Position, die sich ganz klar auf Fakten und Argumente stützt.

Hier z.B. argumentiere ich klar mit der Verfassung der Vereinigten Staaten, dem Mehrheitswillen des Volkes, den Entscheidungen des Supreme Courts und den örtlichen Verhältnissen Iowas, genauso wie dem Gleichheitsgrundsatz.

Ist das etwa kritikloses Verteidigen und Akzeptieren? Sich mit dem Thema auseinandersetzen und eine auf Fakten basierte Argumentation führen?

Klar, hier im Internet ist man anonym, da kann man auch ausschließlich emotionale Diskussionen führen. Aber nein, danke, darauf habe ich keine Lust. Meine Fakten stehen und, ehrlich gesagt, bisher kamen keine Gegenargumente, welche nicht a) utopisch waren ("dann ändert doch die Verfassung") oder b) gegen die Verfassung verstoßen würde ("dann grenzt doch einfach Leute aus").



"Ich denke nicht, dass das so explizit drinnen steht."

Für solche Interpretationen gibt es den Supreme Court.

Der Originaltext:
“A well regulated Militia, being necessary to the security of a free State, the right of the people to keep and bear Arms, shall not be infringed.”


Das schließt nach gängiger juristischer Auffassung normale Munition mit ein.
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10.09.2013 17:04 Uhr von Andreas-Kiel
 
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@Perisecor:
"Das kann ich letztlich nicht beurteilen. Es gibt aber wohl Blinde, welche Geräusche sehr exakt orten können."

Das mag stimmen, aber selbst wenn er 1) einen Angriff schneller wahrnehmen kann als der Angreifer - utopisch 2) genau die Richtung und Entfernung ortet und schneller und genauer schießt als der Angreifer - genauso utopisch kann es 3) immer noch sein, daß ein stiller Unbeteiligter dazwischen steht, insofern DARF ein Blinder NIEMALS in der Öffentlichkeit schießen - und dann braucht er auch keine Waffen zu tragen (ein weiteres Problem ist ja, daß man ihm auch verhältnismäßg einfach die Waffen entwenden könnte und damit eine weitere Gefahr ausgeht.

"Auch die Verfassung kann man ändern (wenn auch aus gutem Grund nicht so einfach)."
Das ist in den USA quasi unmöglich. Was halbwegs möglich ist, ist die Verfassung zu ergänzen."

Das kann ich nicht abschließend beurteilen, allerdings sollte ja nach dem letzten Amoklauf die Verfassung dahingehend geändert werden, daß der Waffenbesitz eingeschränkt wird (was ja dann in jedem Bundesstaat einzeln passieren müßte), nach dem Aufschrei der Waffenlobby aber fallengelassen wurde, insofern ist es schon möglich, Einschränkungen einfließen zu lassen.

"Hier z.B. argumentiere ich klar mit der Verfassung der Vereinigten Staaten, dem Mehrheitswillen des Volkes, den Entscheidungen des Supreme Courts und den örtlichen Verhältnissen Iowas, genauso wie dem Gleichheitsgrundsatz."

Das die Gesetze so sind, ist ja klar, es geht drum, daß nicht alle Möglichkeiten ausgeschöpft werden, Waffenmißbrauch einzuschränken, indem die Verfassung an die heutigen Verhältnisse angepasst wird. Ob dies der Mehrheitswillen des Volkes ist, kann keiner sagen.

"Ist das etwa kritikloses Verteidigen und Akzeptieren"

In diesem Fall : JA

Iowa hat so entschieden - OK
Ist so ein Urteil logisch und sinnvoll???? - Nein (damit Du Dich nicht angegriffen fühlst - auch in D und überall anders gibt es durchaus sinnlose und kontraproduktive Gesetze)

Das so entschieden wurde ist klar, die Diskussion ist doch aber nun, ob das auch sinnvoll ist oder nicht.

Und hier steht einmal die Logig (Bilnde mit Waffen????) und die beiden gegensätzlichen Bedürfnisse (einige Blinde möchten Waffen haben - Die Allgemeinheit wird damit aber gleichzeitig gefährdet) und welches Recht höher einzuschätzen ist. Zumindest in D wird dann eher zugunsten der Allgemeinheit entschieden und das finde ich auch logisch und sinnvoll.

Wenn Du jetzt meinst, daß ist gut, daß Blinde Waffen tragen dürfen und dieses Recht ist höher als das Allgemeinwohl einzuschätzen, ist das Deine Meinung. Ich bin mir nicht sicher, ob Du eine ähnliche Meinung hättest, wenn solche Urteile in anderen Ländern verabschiedet werden.

[ nachträglich editiert von Andreas-Kiel ]
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11.09.2013 17:43 Uhr von Perisecor
 
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@ Hibbelig

Ist Autofahren ein von der amerikanischen Verfassung garantiertes Recht? - Nein.

Ist Pilot werden ein von der amerikanischen Verfassung garantiertes Recht? - Nein.

Ist eine Waffe führen ein von der amerikanischen Verfassung garantiertes Recht? - Ja.



Deine Beispiele und Ausführungen sind also falsch, genauso wie, es folglich auch deine Schlussfolgerungen sind.
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12.09.2013 15:51 Uhr von Andreas-Kiel
 
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ach Perisecor,

die amerikanische Verfassung ist von 1787 und hat im Laufe der Zeit diverse Verfassungsänderungen hervorgebracht.

Wenn man es nur wirklich will (bzw. gegen die allmächtige NRA ankommt), kann selbstverständlich die Verfassung in diesem Bereich eingeschränkt werden (Einbringen vom Kongress (2/3 Mehrheit), dann 2/3 Mehrheit in beiden Kammern, dann 3/4 Mehrheit der Bundesstaaten).

Es ist sicher schwer, aber möglich, wenn man nur will!

Du begründest immer nur mit der Verfassung, ohne Deinen eigenen Kopf zu benutzen.

Wie gesagt, jedem logisch denkenden Mensch ist klar, daß ein Waffentragen für Blinde in der Öffentlichkeit untragbar, gefährlich und blödsinnig ist. Du schaltest aber Deine Logig aus und begründest mit der Verfassung, die zumindest in diesem Bereich völlig veraltet und überholungsbedürftig ist, aber gegen die vor Geld strotzende NRA und ähnliche Organisationen zur Zeit noch nicht ankommt.

Ich habe keine Ahnung, wie viele Menschen noch sinnlos getötet werden müssen, bis sich ein Großteil der US Amerikaner erhebt und die Änderungen endlich möglicht macht.

Du kommst mir vor wie ein Soldat, der blind alle Befehle befolgt, ohne sich Gedanken zu machen für zumindest taktische Änderungen (frei nach dem Motto: Ich habe den Befehl, hier durch zu fahren, also interessiert es mich nicht, daß eine Insel im Weg ist - die ist ja auf meinen Karten nicht verzeichnet und ich habe ja den Befehl).

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