06.09.13 16:20 Uhr
 1.030
 

Minijobber halten nicht viel von Rentenversicherungspflicht

Seit Anfang des Jahres müssen auch Minijobber in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen. Doch nur rund ein Viertel der Minijobber, die seit Januar 2013 in einer geringfügigen Beschäftigung arbeiten, gehen dieser Pflicht nach. Der Rest hat sich von der Versicherungspflicht befreit.

Dabei hatte Arbeitsministerin Ursula von der Leyen die Rentenversicherungspflicht unter anderem eingeführt, um die Altersarmut bei Geringverdienern einzudämmen. Denn mit jedem eingezahlten Rentenbeitrag erhöht sich der Rentenanspruch. Zudem genießen Rentenversicherte später den vollen Schutz der Rentenversicherung.

Doch angesichts der neuen Zahlen erklärt der Grünen-Politiker Strengmann-Kuhn die Versicherungspflicht für gescheitert. Die meisten Minijobber steuern weiter auf die Altersarmut zu. Von 2,6 Millionen neuen Minijobbern haben sich gerade einmal 610.000 Arbeitnehmer für den Rentenbeitrag entschieden.


Videoplayer auf dieser Seite ausblenden
WebReporter: Bettina05
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Minijob, Rentenversicherung, Versicherungspflicht
Quelle: www.finanzen.de

DAS KÖNNTE DICH AUCH INTERESSIEREN

"Game of Thrones": Erfinder der Dothraki-Sprache lehrt nun an Eliteuni Berkeley
Österreich: Vertrag mit Gebäudefirma - Postbeamte wechseln auch Glühbirnen aus
Teilzeitarbeit in Deutschland immer beliebter - Vollzeit nimmt ab

Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben

10 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

Kommentar ansehen
06.09.2013 16:46 Uhr von polyphem
 
+20 | -1
 
ANZEIGEN
Wovon sollen die denn auch eine Rente selbst finanzieren, wenn sie gegenwärtig schon kaum über die Runden kommen? Aber wie sagt die FDP so gern? HAUPTSACHE JOBS.
Kommentar ansehen
06.09.2013 17:24 Uhr von FredDurst82
 
+2 | -2
 
ANZEIGEN
Hätte ich kein Problem mit, wenn ich statt 400€ (nicht mal) 700€ verdiene, kann ich monatlich auch gerne 100€ in die Rentenkasse einzahlen, bei nicht mal 400€ könnense mich halt am arsch lecken.
Kommentar ansehen
06.09.2013 17:34 Uhr von Lornsen
 
+2 | -5
 
ANZEIGEN
sollten sie tun. sie erfüllen Wartezeiten, zahlen wenig ein und haben später ein Recht auf eine Grundrente, die im Verhältnis zu den paar Murmeln die sie einzahlen, riesig ist.
Kommentar ansehen
06.09.2013 18:09 Uhr von AllesSchonWeg-.-
 
+9 | -1
 
ANZEIGEN
"Die meisten Minijobber steuern weiter auf die Altersarmut zu. Von 2,6 Millionen neuen Minijobbern haben sich gerade einmal 610.000 Arbeitnehmer für den Rentenbeitrag entschieden.", so STRENGMANN-KUHN, ein weiterer ungebildeter politiker, der keine ahnung hat, was er da erzählt...

lasst es euch mal auf der zunge zergehen. er stellt es so dar, als ob die minijobber selbst schuld wären. ich bekomme mich hier gerade nicht mehr einxD
..wusste gar net, dass politik auch lustig sein kann!
Kommentar ansehen
06.09.2013 18:21 Uhr von Best_of_Capitalism
 
+7 | -0
 
ANZEIGEN
Diese Situation haben wir in erster Linie Rot-Grün und in zweiter Schwart-Gelb zu verdanken, also sollten wir uns auch am 22.09.2013 dafür erkenntlich zeigen, oder?
Kommentar ansehen
06.09.2013 18:44 Uhr von Child_of_Sun_24
 
+6 | -0
 
ANZEIGEN
Letztens ging bei meiner Frau auf der Arbeit eine Frau in Rente die vorher knapp 20 Jahre in einem Minijob gearbeitet hatte (Nicht Sozialabgabepflichtig) sie hatte einen offiziellen Anspruch auf 2 € Rente im Monat, natürlich wird das dann zur Mindestrente aufgestockt, aber seien wir mal ehrlich mist ist das schon.
Kommentar ansehen
06.09.2013 19:13 Uhr von HeiligerSchnitter
 
+2 | -1
 
ANZEIGEN
@ Child_of_Sun_24

Mich würde mal interessieren, was die Frau an Rente bekäme, wenn sie während der Zeit im Minijob in die Rentenkasse eingezahlt hätte.
Sie würde doch bestimmt auch nur die Mindestrente bekommen.
Kommentar ansehen
06.09.2013 20:15 Uhr von Marco Werner
 
+3 | -0
 
ANZEIGEN
Die zu zahlende Differenz von 3,9% betragen bei einem Einkommen von 450€ immerhin 17,55€/Monat. Aber: Pro Jahr im Minijob erwirbt man auf die Art gerade mal Rentenansprüche von 4,50€. Verzichtet man auf die Zuzahlung,sind es noch 3,57€. Heißt: Man soll jetzt 210,60€ pro Jahr einzahlen, um später mal 11,16€ pro Jahr (0,93€ x 12 Monate) mehr Rente zu bekommen. Und ob man die überhaupt noch kriegt,ist doch ziemlich fragwürdig. Kein Wunder,daß sich die Leute lieber dafür entscheiden, die Kohle jetzt zur Verfügung zu haben.


[ nachträglich editiert von Marco Werner ]
Kommentar ansehen
06.09.2013 20:17 Uhr von Child_of_Sun_24