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USA: Deutschstämmige Debra Milke darf Todeszelle auf Kaution verlassen

Seit fast 24 Jahren sitzt Debra Milke in der Todeszelle. Mit ein wenig Glück, wird sie jedoch am heutigen Freitag das Gefängnis auf Kaution verlassen können. Sie kann dann in Freiheit abwarten, ob ihr Fall neu verhandelt oder anderweitig darüber entschieden wird.

Bis es jedoch zu einer erneuten Anklage gegen Milke kommen kann, muss die zuständige Staatsanwaltschaft etliche Hürden überwinden. Ein Richter muss unter anderem entscheiden, ob Milkes früheres Geständnis als Beweis gegen die Todestraktinsassin zugelassen werden darf.

Milke kann gegen eine Kaution in Höhe von 250.000 Dollar das Gefängnis verlassen. Unterstützer der Frau werden für die Kautionszahlung aufkommen. Auch haben die Unterstützer von Milke für eine Wohnung gesorgt, wo sie vorübergehend leben kann. Milke wird nach der Freilassung keine Interviews geben.


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WebReporter: Sijamboi
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: USA, Kaution, Todeszelle, Debra Milke
Quelle: www.azcentral.com

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5 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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06.09.2013 12:57 Uhr von Perisecor
 
+3 | -1
 
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Während der damalige Prozess noch halbwegs nachvollziehbar war, hätte das Berufungsgericht weit früher die Neuaufrollung des Prozesses anordnen müssen.

Dass von drei Hauptbelastungszeugen zwei weggebrochen sind, spricht (mal wieder) nicht für die Justiz Arizonas. Das Tatmotiv (Lebensversicherung) wurde ja schon während des Prozesses als lächerlich verworfen und durch irgendeine Furcht, das Kind könne wie der Vater werden, ersetzt.



Ob Debra Milke unschuldig ist? Keine Ahnung. Aber für eine Verurteilung reichen die Indizien mit dem Wissen aus 2013 meiner Meinung nach nicht.
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06.09.2013 12:59 Uhr von mrs.cooper
 
+4 | -1
 
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Boah Wahnsinn.

Habe vorgestern durch Zufall eine etwas ältere Reportage über diesen Fall gesehen. Es geht ja darum, dass sie vor mehr als 20 Jahren zum Tode verurteilt wurde, da ihr Exfreund ihren Sohn erschossen hat und sie ihn dazu angestiftet haben soll.

Krass ist, dass sie 1998 beinhae hingerichtet worden wäre.

Übrigens gibt es Auffälligkeiten bei ihrem damaligen Geständnis, da dies weder von ihr unterschrieben war, noch gibt es Protokolle, Zeugen oder Tonaufnahmen. Der zuständige Ermittler Saldate ist bekannt für seine Lügen.

Es ist wahrscheinlich schön für sie, nach 24 Jahren z. B. mal wieder durch Gras gehen zu können und vorallem ihre Mutter zu umarmen, da Todeskandidaten in den USA nicht mal berührt werden dürfen und während des Besuchs hinter Panzerglas sitzen müssen.

@perisicor

meiner Meinung nach gibt es keine stichfesten Beweise für ihre "Mittäterschaft". Ihr Exfreund, der Täter, (Schizophrenie diagnostiziert) hat das damals gesagt und schwupps wurde sie verurteilt.

[ nachträglich editiert von mrs.cooper ]
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06.09.2013 13:04 Uhr von Perisecor
 
+2 | -0
 
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@ mrs.cooper

Etwas umfangreicher war die Faktenlage damals schon.

Sie wurde von beiden Tätern belastet (und nur einer davon hat Schizophrenie - was man aber 1990 nicht wusste), sie hat den Mord angeblich gestanden - einem Polizisten gegenüber, der 1990 noch eine gute Reputation hatte, heute aber als (in anderen Fällen) Lügner überführt ist etc.



Wie erwähnt: 2013 sieht der Fall extrem brüchig aus. Aber ich möchte mir nicht anmaßen zu sagen, dass das 1990 auch schon war. Die Fakten sprechen eigentlich dafür, dass der Fall 1990 zwar auch nicht wasserdicht war, aber zumindest die Entscheidung der Geschworenen nachvollziehbar.
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06.09.2013 13:49 Uhr von HelgaMaria
 
+2 | -1
 
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"Seit fast 24 Jahren sitzt Debra Milke in der Todeszelle".

Was immer die Frau getan hat, das sollte als Strafe doch ausreichend sein, oder?

Ich bin dafür, sie freizulassen. Manchmal sind Gesetze richtig masochistisch angelegt und können mit dem Bestrafen einfach nicht aufhören, erst wenn man tot ist vermutlich.
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06.09.2013 14:08 Uhr von Perisecor
 
+0 | -1
 
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@ HelgaMaria

"Todeszelle"

"... erst wenn man tot ist vermutlich"


Ähm. Ja. Oo

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