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Sozialhilfeempfänger müssen "Leichenschmaus" selbst bezahlen

Das Sozialgericht entschied kürzlich, dass der Sozialhilfeträger nicht die zusätzlichen Beerdigungskosten übernehmen müsse. Die Behörde müsse weder eine 1.000 teure Wahl-Grabstätte noch den anschließenden Leichenschmaus bezahlen.

Zu diesem Urteil kam es, nachdem eine Witwe ihren toten Mann in einem Wahlgrab und nicht in einem Reihengrab bestatten ließ. Die Witwe erhält jedoch nur eine kleine Rente. Die städtischen Behörden bewilligten ihr 4.000 Euro für die Bestattungskosten.

Die Witwe wollte mehr Geld vor Gericht einklagen zum Beisiel für die Nutzung einer Orgel sowie für den anschließenden Leichenschmaus. Das Gericht wies jedoch die Klage ab, da der Sozialhilfeträger lediglich die mit der Beerdigung untrennbaren Kosten zu zahlen habe.


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WebReporter: call_me_a_yardie
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Tod, Klage, Leiche, Beerdigung, Sozialhilfe
Quelle: www.fr-online.de

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6 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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05.09.2013 12:00 Uhr von Major_Sepp
 
+5 | -1
 
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Unfassbar womit deutsche Gerichte beschäftigt werden.

Mit Bezug fremder Gelder scheint das Schamgefühl der Betroffenen auf ein absolutes Minimum zu sinken. sonst würde nicht in diesem Ausmaß geklagt werden.

Dieses (sehr interessante) psychologische Phänomen sollte mal untersucht werden.
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05.09.2013 12:05 Uhr von psycoman
 
+7 | -0
 
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Ist doch eine korrekte Entscheidung. Notwendige Kosten sind Extrawünsche bei der Grabstätte oder der Leichenschmaus nicht, also muss man die Kosten selbst tragen, wie jdeder andere, der keine Sozialhilfe erhalten muss, auch.

Das ist natürlich schade für die Angehörigen, aber so ist das eben.
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05.09.2013 12:05 Uhr von Johnny Cache
 
+7 | -0
 
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Es ist vollkomen ok daß man nicht im Biomüll oder in einem 08/15 Grab entsorgt werden muß, aber die restlichen Kosten für Hinterbliebenbespaßung hat ja nichts mit dem Verstorbenen zu tun.
Auf der anderen Seite sollte man sich vielleicht einfach mal die ganzen Bestattungskartelle anschauen, denn die Preise die sie da in Rechnung stellen gehen nun wirklich auf keine Kuhhaut. Für eine anständige Bestattung im kleinen Kreise ist man schnell mal über 5000€ los.
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05.09.2013 14:12 Uhr von polyphem
 
+0 | -5
 
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Wer nicht arbeitet, bekommt auch keine ordentliche Beerdigung.
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05.09.2013 14:27 Uhr von Major_Sepp
 
+3 | -0
 
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polyphem

Natürlich bekommt er eine ordentliche Beerdigung, aber den Luxus drum herum nicht!!!
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13.09.2013 08:57 Uhr von sevenofnine1
 
+1 | -1
 
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wir hatten so einen Fall gerade erst. Die Oma ist gestorben. Beerdigungskosten von ca. 6000 Euro + Flanert (Leichenschmaus). Sie hatte extra ein sogenanntes Grabsparbuch mit dem Vermerk "nur für den Todesfall". An ihre normalen Sparkonten durften wir - obwohl Alleinerben - bis zur Testamentseröffnung nicht ran. An dieses Sparbuch allerdings schon. Wir mussten der Sparkasse nur die Bestattungsrechnungen vorlegen und bekamen das Geld sofort.

Es gibt heute sehr viele unnötige Versicherungen. Eine Sterbeversicherung und ein Grabsparbuch ermöglichen es den Angehörigen allerdings auch, schnell und reibungslos jemanden würdevoll zu beerdigen, ohne den eigenen Dispo bemühen zu müssen.

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