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Düsseldorf: Raser bietet Polizisten "Taschengeld" an - nun fallen 3.600 Euro Strafe an

Ein 23-jähriger Mann hatte sich den Volvo seines Vaters ausgeliehen und wollte seine Freundin nach Hause bringen. Vor ihm fuhr ein Auto zu langsam. Deshalb überholte er den Wagen in einer 30er-Zone, trotz schraffierter Straßenbahnlinie.

Sein Pech: Die Polizei hatte den verbotenen Vorgang mitbekommen. Aus Angst vor seinem Vater bot er den Polizisten an, dass diese gegen ein Taschengeld auf das Knöllchen verzichten. Die Beamten brachten den Bestechungsversuch zur Anzeige.

Am gestrigen Dienstag stand der 23-Jährige vor Gericht. Die Strafe lautete 3.600 Euro.


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WebReporter: mcbeer
Rubrik:   Kurioses
Schlagworte: Polizei, Düsseldorf, Strafe, Raser, Bestechung
Quelle: www.express.de

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13 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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04.09.2013 10:06 Uhr von ghostdog76
 
+19 | -7
 
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sowas klappt nur in griechenland
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04.09.2013 10:20 Uhr von nchcom
 
+10 | -1
 
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Welcher Polizist läßst sich schon mit einem Taschengeld abspeisen?

Was bekommt so ein Polizist eigentlich an Taschengeld?
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04.09.2013 12:25 Uhr von perMagna
 
+26 | -4
 
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Man beachte die Proportionen:

Ein dummer Junge versucht einen Polizisten aus der Verzweifelung heraus zu bestechen: 3600€ Strafe.

Ein dummer Junge schlägt einen anderen Menschen Krankenhausreif: Schmerzensgeld muss mühsam eingeklagt werden und bewegt sich im Bereich von vielleicht 2000€.
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04.09.2013 13:12 Uhr von Suffkopp
 
+6 | -9
 
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Aja - jetzt kommen sie wieder - die Äpfel und Birnenvergleiche.

Ansonsten kann man nur sagen: 23 Jahre alt - aber vom Hirn her eher viel viel viel jünger.
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04.09.2013 13:19 Uhr von Jason31
 
+5 | -0
 
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@Whitey

Zum einen war ich schon mehrfach in Griechenland, zum andern hatte ich 2 griechische Arbeitskollegen (vor der Griechenlandkriese). Sowohl ich selbst als auch die beiden können bestätigen, dass Bestechung in Griechenland "Volkssport" ist. Was dem deutschen sein Auto, ist dem Griechen seine Steuerhinterziehung/Bestechung. Vor wenigen Jahren noch, bekam man eine Behandlung im Örtlichen Krankenhaus für leppische 50 Euro (über den Tisch geschoben versteht sich) nicht erst am Folgetag oder noch später, sondern sofort... das habe ich so Life miterlebt. Das ist nur mal ein Beispiel zu verschiedenen Anekdoten.

Bei deinem verlinktem CPI-Index beruht die Wertung nämlich auf "Wahrnehmung". Es stellt also gar keinen Absolutvergleich dar, sondern die Relation zwischen örtlicher Gepflogenheit und die daruas resultierende Korruptionswahrnehmung bei der Bevölkerung.
Nun sollte klar sein, dass jemand für den "20 oder 30 Euro hier und da zur Beschleunigung" normal sind, Korruption völlig anders wahrnimmt.

In Deutschland lohnt/funktioniert Korruption nur bei richtig großen Summen, für ein "Taschengeld" wie hier, riskiert nur ein Dummkopf seine berufliche Karriere. Selbes geschehen in Griechenland (nur um mal bei dem Beispiel zu bleiben) hätte durchaus realistische Chancen gehabt, meiner Meinung.
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04.09.2013 13:19 Uhr von Perisecor
 
+5 | -3
 
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@ perMagna

Schmerzensgeld = Zivilrecht

Strafe wegen versuchter Bestechung = Strafrecht
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04.09.2013 14:25 Uhr von erw
 
+3 | -1
 
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In Polen hätte der kein Knöllchen kassiert. In Frankreich auch nicht... in Italien auch nicht...
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04.09.2013 14:51 Uhr von olegarch
 
+2 | -1
 
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Warum sollte bei Polizisten nicht das möglich sein, was bei Politikern tagtäglich abläuft? Wir haben als eines der wenigen Länder nämlich kein Anti-Korruptionsgesetz unterschrieben!
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04.09.2013 15:05 Uhr von perMagna
 
+3 | -2
 
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@ Perisecor

Ist zwar schön, dass du das Offensichtliche nocheinmal zur Sprache bringst, aber es ging um die Zahlen. Denn auch die Höhe eines Schmerzensgeldes wird letzten Endes vom Richter bestimmt. Somit bedeutet das, dass die Jurisdiktion die Schmerzen an Körper und Seele bei einem Gewaltverbrechen weitaus weniger gewichtet, als einen idiotischen und verzweifelten Bestechungsversuch.
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04.09.2013 15:39 Uhr von Suffkopp
 
+3 | -2
 
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@permanga - Du willst es nicht begreifen das Du von 2 verschiedenen Dingen redest und Äpfel mit Birnen aufwiegst.

Schmerzensgeld ist doch eine "Entschädigung zur Wiedergutmachung und Sühne" - keine Strafe. Die Strafe kommt meistens noch dazu.
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04.09.2013 18:16 Uhr von Perisecor
 
+4 | -2
 
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@ perMagna

Suffkopp hat das ja schon ausgeführt.

Dein Argument ist: Warum ist der Traktor langsamer als der BMW, beide haben doch vier Räder.



Schmerzensgeld ist zusätzliches Geld, welches statt an den Staat (Strafe) an das Opfer gezahlt wird.
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04.09.2013 20:19 Uhr von TheRoadrunner
 
+0 | -2
 
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Andere Polizisten hätten ihm vielleicht erklärt, dass das Angebot eines Taschengelds eine Bestechung wäre, und ihn gefragt, ob er ihnen das *wirklich* anbieten will.
Allerdings wohl auch nur, wenn jemand ansonsten einsichtig ist und nicht vielleicht noch großspurig daherkommt.
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06.09.2013 01:26 Uhr von Karlchenfan
 
+0 | -0
 
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@ olegarch

Alldieweil es interne Dienstanweisungen gibt,nachdenen sogar die Annahme von Kleingeschenken wie Kugelschreibern zu Werbezwecken untersagt ist.Und Bestechlichkeit im Amt wird sogar strafverschärfend gehändelt.

Als Beamter bekommste dann ´nen Elfmeter-aus 30 cm Abstand.Das reicht,um dich aus dem Dienst zu entfernen,das Risiko für ein Taschengeld?Geht keiner ein.

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